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"Hifi exklusiv" - sehr ähnlich zur "HIFI VISION"

Bei diesem Magazin gab es (in Abständen) diverse Ausgaben-Zyklen in verschiedenen Größen, beinahe wie eine experimentelle Laborzeitung. Von wirklich sehr guten Reports und fundierten technischen Artikeln bis zu hahnebüchnen Tests und gesponserten Glorien - alles ist hier querbeet vorhanden. Am Ende gab es für solche Experimente keinen kostendeckenden Leser-Markt mehr. Und ganz am Ende wurde der Innhalt in reduzierter Form in die Schwesterzeitschrift STEREO "integriert". (Das hatten wir 1983 mit der Hifi-Stereophonie doch schon mal.)

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Hifi-exklusiv 1978-09

Das hier ist die allererste Ausgabe in DIN A4 Übergröße.
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Das Editorial zur (aller-) ersten
Ausgabe Nr. 9 - 1978:

im September 1978 - von Stratos Tsobanoglou - Herausgeber

Verehrte Leser,
das Magazin, das Sie in der Hand halten, feierte während der HiFi '78 in Düsseldorf seine Premiere.
Diese Tatsache entbehrt nicht der Symbolik, signalisiert doch diese Ausstellung den Fortschritt der HiFi-Technologie, gleichzeitig aber auch die Liebe zu einer technischen Materie, die, selbst unter dem Aspekt des Mittels zum Zweck gesehen, für den Interessierten genügend Momente des Nachdenkens und des Entdeckens bietet - Ziele, die zu den wichtigen Aufgaben von HiFi exklusiv gehören.

Warum entschlossen wir uns aber, noch eine Zeitschrift auf dieses Terrain zu bringen, das doch eigentlich recht gut ausgelastet zu sein scheint? Dazu muß man die Struktur der Skala von existierenden deutschsprachigen Zeitschriften untersuchen.
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Sie lassen sich in zwei Kategorien unterteilen :

Da gibt es einmal die seriösen Blätter, die anhand von umfangreichen Untersuchungen möglichst objektiv ihre Leser über das Angebot informieren und durch Tests die Kaufentscheidung erleichtern, wobei sie aufgrund der mehr oder weniger breiten Schicht der angesprochenen Leser die Erstlings-Anlage für den HiFi-Anfänger gleichberechtigt mit Spitzengeräten behandeln. Zudem müssen diese Zeitschriften die Wünsche der Endverbraucher in bezug auf die Information über den Musiksektor und den breiten Schallplattenmarkt berücksichtigen, was eine weitere Themenzersplitterung bedeutet und folglich eine Einengung des für die verschiedenen Spezialbereiche zur Verfügung stehenden Raums.

  • Anmerkung : Beachten Sie bitte, das war eben ein einziger Satz !!!


Die andere Kategorie umfaßt Publikationen, die mehr vom journalistischen Stil der Illustrierten leben und einen leicht verdaulichen und entsprechend aufbereiteten Lesestoff bieten, häufig aber dem echten HiFi-Interessenten wenig Konkretes zur Bildung einer eigenen Meinung offerieren, da die Methoden, nach denen sie bei ihren Abhandlungen vorgehen, nicht auf Anhieb zu durchschauen sind.
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  • Anmerkung : Beachten Sie bitte, auch das war eben ein einziger Satz !!!


Auch hier nimmt der Informationsteil für das Musikgeschehen beachtlichen Raum des Gesamtumfangs ein.

Eine Zeitschrift, die ausschließlich die vornehmsten Vertreter der HiFi-Komponenten - also die Stufen des technischen Fortschritts und eng benachbarte Themen - in der vom echten, technisch vorgebildeten HiFi-Freund erwünschten Sprache behandelt, war bislang nicht vorhanden.

Diese spezielle Zeitschrift offerieren wir Ihnen in Form von "HiFi exklusiv". Wir wollen allerdings nicht nur eine deutschsprachige Alternative zu manchen ausländischen Zeitschriften, die in etwa die gleiche Zielgruppe ansprechen, bieten. Uns liegt im rein technischen Bereich - feuilletonistische Berichte über periphere Themen also ausgeschlossen - der stark subjektiv gefärbte Ton nicht.

Wir vertreten den Standpunkt, daß möglichst alle Urteile über die Qualität von technischen Geräten auf unerschütterlichen Meßergebnissen zu basieren haben. Wo keine geeigneten oder nicht schöpfbare Meßmethoden existieren, beauftragen wir spezialisierte Fachleute mit deren Ausarbeitung.

Und sollte bei manchen Komponenten das Ohr die letzte Beurteilungsinstanz bilden, so versuchen wir durch ausgeklügelte statistische Methoden, zu einem quasi-objektiven Urteil zu kommen. Der viel strapazierte und vielerorts als Lockvogel eingesetzte Computer findet in solchen Fällen bei uns auch Verwendung, allerdings richtig eingesetzt, also dort, wo es gilt, komplexe und schwierige mathematische Aufgaben, wie sie in der Statistik nun einmal auftreten, schnell und fehlerfrei zu lösen.
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Auf die Themen im einzelnen und die Art, wie wir sie behandeln, soll hier nicht ausführlich eingegangen werden. Der Inhalt des vorliegenden Heftes gibt erschöpfend Auskunft darüber. Nur am Rande sei erwähnt, daß wir dem Kernpunkt, der ausführlichen Laboruntersuchung von interessanten Komponenten, regelmäßig eine Reihe von peripheren Beiträgen zur Seite stellen werden, worunter Korrespondentenberichte aus den wichtigsten HiFi-Ländern, Reportagen über die Philosophie, die hinter Neuentwicklungen steht, optisch interessante „Momentaufnahmen" aus der Fertigung von HiFi-Komponenten oder Tips zur Anwendung spezieller Teile einer HiFi-Anlage fallen.

Insbesondere werden wir uns der Probleme, die die Unterbringung von „ausgewachsenen" HiFi-Anlagen im Wohnraum mit sich bringen, annehmen. In diese Rubrik fällt auch die Beleuchtung wohnraumästhetischer Fragen im Zusammenhang mit einer möglichst „perfekten" Musikwiedergabe. Ein Designerteam wird außerdem zu Theorie und Praxis des HiFi-Designs regelmäßig Stellung nehmen.

Die notwendige Abrundung schafft schließlich ein „Tonträger-Report", in dem solche Aufnahmen empfohlen werden, deren technische Qualität die Leistungsfähigkeit einer HiFi-Anlage wirkungsvoll zur Geltung kommen läßt. Da wir allerdings die Musik -trotz intensivster Beschäftigung mit der High Fidelity - nicht ad acta legen und sie auch nicht nur als Mittel zur HiFi-Verwirklichung ansehen, kommen für diesen empfehlenden Teil nur solche Einspielungen in Frage, die einen hohen musikalischen Gehalt bzw. inter-pretatorischen Rang aufweisen.

Verehrte Leser,
HiFi exklusiv ist neu in der Landschaft der HiFi-Zeitschriften. Doch ein Anfänger ist HiFi exklusiv keineswegs! Weder „machen" wir eine Spezial-Zeitschrift auf diesem Sektor zum ersten Mal, noch stellten wir eilig „irgendwelche" Meßgeräte zusammen, um die beschriebenen Geräte zu testen.

Vielmehr entstand diese Zeitschrift aus der langjährigen Erfahrung von Fachjournalisten, wobei als unerschütterliches Fundament das in einschlägigen Kreisen bekannte und geachtete verlagseigene Meßlabor „Stereolab Testinstitut" fungiert, das Messungen auch für die in unserem Mutterverlag erscheinende Zeitschrift STEREO durchführt. Ein fachkundiges, erprobtes Team von Mitarbeitern also und ein hervorragend ausgestattetes Meßlabor garantieren für die gebotene Seriosität und Kompetenz von HiFi exklusiv.
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Hifi-exklusiv 1978-10

Hifi-exklusiv 1978-11

Hifi-exklusiv 1978-12

Anmerkung :

Wie wir heute im Rückblick resümieren, gab es für die dort vorgestellten Edelgeräte vermutlich mehr Kunden als für die Zeitschrift an sich. Und solch ein Mißverhältnis ist nicht von Dauer.

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