Die Fernbedienung für ein solch aufwendiges Gerät braucht man unbedingt - und dazu noch einen Video-Monitor ......
Es sind eine Menge Tip-Tasten, die, wenn bereits ein Video läuft, bei Dunkelheit leuchten und somit zumindest teilweise schnell gefunden werden wollen.
Und nicht alle runden Tasten auf der Frontseite des VSX-859 sind auch nochmal auf oder in der Fernbedienung abgebildet. Einige Funktionen überlappen und andere sind nur hier oder nur dort zu drücken.
Jedenfalls sind fast alle Tasten mit einer einstellbaren Hintergrund- Beleuchtung versehen. Und das ist in dieser Preislage nicht normal oder gar Standard. Das ist bereits sehr edel.
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Auf der Fernbedienung steht keine Typenbezeichnung ??? Doch .....
Soetwas kommt selten vor, da die allermeisten Hersteller jedem Modell eine eigene Fernbedienung zuordnen.
Bei der normalen originalen Fernbedienung vom Pioneer VSX 859 RDS steht die Bezeichnung ganz unten links unter der letzten weißen Taste mit dem Aufdruck "Light". Die Bezeichnung ist AXD7273.
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Über das Reinigen ..... Wenn die Front der Fernbedienung rund um die Tasten verschmutzt ist .....
Dann ist die Spülmaschine die schlechteste aller Ideen. Das verträgt sie nicht - übrigens von keinem Hersteller. Je nach Nutzung (und Sauberkeit ?) des Bedieners ist mehr oder weniger Körperfett und/oder Schmutz rund um die Tasten und in der Ritze rings herum verblieben. - Das läßt sich auf Dauer auch bei den akuratesten Mitmenschen nicht ganz vermeiden. Leider gibt es auch (überwiegend geschenkte) Exemplare von Fernsteuerungen aller Art, die sind schon richtg versifft.
Und diesen feinen fetig klebrigen Schmutz bekommt man nicht mehr so leicht weg. Die Fernbedienung muß geöffnet werden, damit man die empfindliche Elektronik- Platine erst mal separat weglegen kann. Doch mit dem Öffnen hat es bei dieser Pioneer- Fernbedienung so seine Tücken.
Auch hier sind die beiden Kunststoff- Halbschalen nur zusammen"geknipst". Mehrere Laschen halten das gesamte Teil im wahrsten Sinne des Wortes "felsenfest" zusammen. Das ist für den normalen Gebrauch super toll, aber das Öffnen zwwcks Renigen geht leider nur mit der brutalen Methode. - Und dabei brechen viele dieser kleinen Laschen ab - siehe die Fotos.
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Ich habe unten angefangen, (..... das Gehäuse zu demolieren).
Mit "dezent" und "vorsichtig langsam" klappt das leider nicht. Sie brauchen ein gut anfassbares Werkzeug (einen Schraubendreher) mit einer besonders schlanken aber breiten stabilen "Klinge". Die allermeisten Schraubendreher sind für breitere Schlitze ausgelegt, nur ganz schlanke und dennoch breite Klingen sind hier nützlich.
Die beiden Gehäuse-Halbschalen nehmen (leider) auf jeden Fall Schaden, so oder so, sie sind vom Kunststoff-Material her zu weich, aber von der Verzahnung zu fest. Ich brauchte erhebliche Kraft (bzw. Gewalt), um am unteren Ende die beiden Halbschalen zu trennen und ganz langsam nach oben hin aufzuweiten.
Trotz aller Vorsicht und wirklich nur sanfter Gewalt rutschte die Klinge mehrfach ab und die Schalen bekommen auf beiden Seiten kleine Macken. Die Halte-Krallen brechen aus.
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Die Elektronik ist hier ebenfalls erstaunlich aufwendig .....
Die (drei) Sende-Dioden haben einen erfeulich breiten Streuwinkel, sodaß man mit der Fernbedienung nicht haargenau auf den Receiver zielen muß.
Die schwarze Empfangs-Diode dürfte zum Anlernen fremder Fernbedienungen gedacht sein.
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Ein kleines Schaltnetzteil und ein Gold-Cap sind onboard
Vergleiche ich dieses Teil mit den alten Fernbedienungen von unseren deutschen Geräten, so ist das hier Hightech vom Feinsten. Ich habe noch nicht herausgefunden, was dort in der Fernbedienung alles gespeichert wird, es könnten die letzten ausgewählten Funktionen sein, die auch dann besonders hell beleuchtet werden.
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In dem Chip sind hunderte von fremden Fernbedienungs-Codes abgelegt, sodaß man mit der Pioneer Fernbedienung auch fremde Geräte - vor allem Fernseher - "mit-" steuern kann. Das muß jedoch einzeln vom Bediener von Hand programmiert werden und natürlich festgehalten werden.
Zusäzlich können sogar jüngere Fremdgeräte programmiert werden, deren Codes hier noch nicht vorrätig sind.
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Es gibt noch eine zweite Fernbedienung, die den VSX.859 steuern könnte, die des kleineren VSX-839
Bei einem unserer letzten VSX Receiver, dem "kleineren" Modell VSX-839, war eine für dieses Modell abgeschminkte FB mit der Typen-Nummer AXD7270 dabei. Diese war sicher nur für das etwas "kleinere" Modell VSX-839 entwickelt worden, welches auch leicht preiswerter zu haben war. Diese FB hatte keine beleuchteten Tasten mehr.
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Das Innenleben der VSX-859 Fernbedienung
Zu der Fernbedienung des VSX-859 mit Typen-Nr. AXD7273 möchte ich etwashinzufügen. Der Receiver VSX-859 erblickte das Licht der Welt in 1999, als alle Japaner verzweifelt noch Produkten für den Weltmarkt suchten und die Preise am Verfallen waren. Und es gab ja die 5 oder 6 Großen in Japan (Sony, Harman, marantz, Onkyo, DENON usw.), die sich gegenseitig "bewachten", wer welche produkte ankündigte.
Also mußten besondere Eigenschaften her, die quasi als Alleinstellungsmerkmal galten. Dazu gehörte auch eine gewisse Langlebigkeit aller tasten, nicht nur die der Fernbedienung - und das neben der komfortablen Bedienung. Darum hier ein Blick auf die Tiptasten-Technik und die Beleuchtung aller Tasten auf Knopfdruck.
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Von den hunderten von aufgehobenen Fernbedienungen gehen heute viele nicht mehr
Wir haben sie alle aufgehoben. als Beweis, daß sogar renomierte Firmen billiges Zeug lieferten, auch Panasonic. Wenn bei einer Fernbedienung nur die am häufigsten betätigten Tasten ausfallen, ist die Kontakttechnik billig. Es geht auch besser, kostet aber mehr Geld. Die Fernbedienungen kamen schon seit längerem aus China, aus der dortigen hintersten Ecke. Bei einem 600 DM Fernseher war es gerade noch verständlich, bei einem damals neuen modernen Edelreceiver auf keinen Fall.
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Die Kontake der VSX-859 Fernbedienung sind "sehr gesund"
Auf der Rückseite der Eletronik-Platine sind beschichtete Leiterbahn-Streifen als Kontakbrücken aufgebracht, die von oben jeweils mit einer Taste mit einem Kohle-Block kurz geschlossen werden.
Dieser kleine Kohleblock ist unten jeweils an die einzelnen Tastenkappen angeklebt oder anvulkanisiert und hält natürlich erheblich länger als eine aufgedampfte Kohleschicht auf der Platine, die mit einem metallnen Kontak kurz geschlossen wird. Irgendwann ist die dünne Schicht weggerieben und besonders festes Dücken hilft nichts mehr, diese Taste ist dann hinüber.
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Hier ein Blick auf die Tastentechnik
Auf der Tastenseite der Elektronik-Platine liegt eine transparente Acryglas-Platte mit Löchern für die kleinen LEDs und Löchern für die nach unten zeigenden Nippel der einzelnen Tasten.
Jede einzelne Taste hat unten den Kontaktblock
Nebeneinander gelegt sieht es so aus
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Das obere Foto zeigt die Seite mit den einzelnen Kontaten, über die dann noch diese transparente Acryl-Platte mit den Löchern gelegt wird. Die aktiven Chips sind auf der Unterseite der Platine.
Das zweite Foto zeigt die "Gummi-Matte" mit den vielen Tasten, an denen unten die Kohle-Kontakte angeklebt sind. Diese Gummimatte könnte man vielleicht in lauwarmem Seifenwasser reinigen, auf die Gefahr hin, daß sich einzelne Kohlekontakte ablösen. Dann wäre diese FB hin.
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