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Das Pioneer Plattenspieler Programm von 1981

Der Leser, der die Pioneer Plattenspieler-Prospekte durchgeht, sieht, das Wort "STEREO" fehlt jetzt. Aber das ist nicht ausschlaggebend. Viel wichtiger ist, daß dem Leser und Interessenten / Kunden auffällt, sein letztes Jahr gekauftes Gerät war anscheinend fabrik- neuer Müll, denn das gibt es schon nicht mehr. Es wurde duch neue und jetzt noch "viel viel" bessere Modelle abgelöst.

Quintesenz : Der Interessent kauft erstmal gar nichts mehr. Die vom Leidensdruck eines zusammen- brechenden Marktes gebeutelten Japaner haben sich ins Knie geschossen bzw. ein Eigentor eingefahren.

Dieser 12 monatige Produktzyklus mag ja in Amerika Usus sein, hier bei uns in Europa ist er absolut kontra- produktiv. Zumindest wir Deutschen orientieren uns an dem 5 oder 7 Jahreszyklus der Autoindustrie.

Dann kommt die etwas sehr gewöhnungsbedürftige Argumentation hinzu, welches Antriebs- system bei Plattenspielern besser ist (oder sei). Denn die ganz ganz billigen Einfachstmodelle dürfen ja nicht in die Pfanne geklopft werden. Bei den Tonarmen ist es ähnlich. Auch der Begriff von MM und MC wird nicht erklärt. MM sei magnetisch und MC sei dynamisch. Richtig toll.

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Pioneer-Plattenspieler

Hier im 1981er Prospekt sind folgende Typen enthalten :
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PL-L800 / PL-8 / PL-7 / PL-6 / PL-4 / PL-2 / PL-L1000
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Hohes Abtastvermögen: Gerader Tonarm geringer Masse

Um auch verwellte Schallplatten problemlos abtasten und Schallplatten mit hohem Dynamikgehalt originalgetreu wiedergeben zu können, muß das gesamte Abtastsystem, einschließlich Tonarm und Tonabnehmer, hohes Abtastvermögen aufweisen. Pioneer hat einen Tonarm geringer Masse entwickelt, derpraktisch jeder Schallplatte voll gerecht wird. Die Intermodulationsverzerrungen bleiben minimal, die Wiedergabe erfolgt klar und sauber.

Möglich wurde dies durch folgendes (??):
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A. Polymer-Graphite als Tonarmmaterial
Polymer-Graphite (oder kurz PG) ist das neue Material, zu dem die Suche nach einem verbesserten Werkstoff die Pioneer-Ingenieure führte. PG weist einen hohen Elastizitätsmodul und hohe Innenverluste auf — ist, in anderen Worten, extrem verwindungssteif bei sehr geringer Masse.

  • Anmerkung : Beachten Sie : Hohes Elastizitätsmodul und hohe Innenverluste machen extrem verwindungssteif !!! Haben Sie das verstanden ? Ich auch nicht !


Tonarme hoher Masse sind aufgrund ihres hohen Trägheitsmomentes nicht in der Lage, verweinte oder exzentrische Schallplatten präzise abzutasten; die Klangqualität ist herabgesetzt, das Abtastvermögen kann sich stark vermindern.

  • Anmerkung : Bitte was sind "verweinte" Schallplatten ?


Bei einem massearmen Tonarm dagegen werden - beispielhaft vor allem der Tonarm unserer PL-Serie - bei Verwendung eines geeigneten Tonabnehmers alle Informationen, auch die mit hoher Dynamik, sauber abgetastet; es sollte hierbei jedoch ein Abtastsystem hoher Nadelnachgiebigkeit verwendet werden.

Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt bei der Tonarmkonstruktion ist die Tonarmresonanz. Das Auftreten niederfrequenter Resonanzen läßt sich nie ganz unterbinden. Im günstigsten Falle liegen sie bei etwa 10 Hz, d.h., unter der menschlichen Hörgrenze, aber über etwaigen schädlichen Welligkeitsfrequenzen. Nur ein Tonarm geringer Masse, wie der mechanisch hochfeste Arm dieser Plattenspieler, ermöglicht den günstigsten Kompromiß der 10-Hz-Resonanz auch in Verbindung mit einem hochwertigen Tonabnehmer hoher Nadelnachgiebigkeit. Um die Verwindungssteifigkeit noch zusätzlich zu erhöhen, wurden die PG-Tonarme mit einem koaxialen Aluminium-Rohr verstärkt.
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B. Gerade Ausführung mit angewinkeltem Systemträger
Im Gegensatz zu konventionellen S- oder J-förmigen Tonarmen ist der Arm dieser Geräte gerade ausgeführt; der Systemträger muß jedoch angewinkelt werden, um den Spurfehlwinkel zu vermindern. Die gerade Ausführung zeichnet sich durch geringe Masse bei erhöhter Festigkeit aus. Der Systemträger wurde aus einer Polymer-Verbindung gefertigt, um auch hier die Masse gering zu halten.
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Präzise Klangreproduktion: Dynamischer Tonabnehmer geringer Masse mit hohem Ausgangspegel

Alle Plattenspielermodelle (außer PL-L1000 und PL-2) werden mit einem dynamischen (MC) Tonabnehmer geliefert. (Anmerkung : Der PL-L1000 war voriges Jahr noch das absolute Spitzenmodell von Pioneer!) Dieses von Pioneer entwickelte System (zum Patent angemeldet) weist drei Pole und zwei Magnete pro Kanal auf. Die Magnete sind aus Samarium-Kobalt hoher Magnetflußdichte (BHmax = 10.000 Gauß) hergestellt und symmetrisch in das Gehäuse eingebaut. Hierdurch ergibt sich linearer Frequenzgang und hohe Dynamik.

  • Anmerkung : Da wir ja ALLE Diplomingenieure sind, haben wir im 7.Semester alle gut aufgepaßt und wissen, daß Samarium-Kobalt Magnete eine extrem hohe Magnetflußdichte aufweisen und daß 10.000 Gauß das absolute Optimum seien.


Der Übertragungsbereich erstreckt sich über ein breites Frequenzspektrum, und die separate Anordnung der beiden Stereo-Kanäle bürgt für ausgezeichnete Übersprechdämpfung. Der Ausgangspegel ist ungewöhnlich hoch für ein dynamisches System (etwa das Zehnfache des herkömmlichen Wertes) und auch für den Direktanschluß an einen normalen MM-Phono-Eingang ausreichend, so daß auf Aufwärtstransformator bzw. Vor-Vorverstärker verzichtet werden kann.

Das Gewicht beträgt mit 3,1g nur etwa die Hälfte dessen von konventionellen Systemen - das Grundprinzip der massearmen Konstruktion wurde also auch beim Tonabnehmer eingehalten.
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  • Anmerkung : Solch ein Grundprinzip gab und gibt es nicht. Jeder Hersteller definiert sein eigenes Grundprinzip anders. Und in der Dissertation von Dr.Schwarz wird wissenschaftlich korrekt nachgewiesen, daß Abtaster und Tonarm eine gewisse Mindestmasse jenseits der hier propagierten 3,1 Gramm haben müssen !!, damit der Abtaster nicht ins Schwingen kommt. Die Schallplatten-Vollprofis bei EMT haben das übrigens schon vor 1969 ermittelt.

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Und wenn die Abtastnadel einmal ausgewechselt werden muß - bei Pioneer können Sie den Austausch des Nadeleinschubes selbst vornehmen, wie bei einem magnetischen Tonabnehmersystem.
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PLATTENSPIELER VON PIONEER
Meisterwerke der Audio-Kunst

Jedes einzelne Modell der neuen Plattenspieler- serie von Pioneer kann den Anspruch erheben, technischem Hochstand und guter Formgestaltung individuellen Ausdruck zu geben.

Alle diese Plattenspieler weisen, unabhängig vom Preis, besondere technische Glanzlichter auf, durch die sie sich von der Vielzahl anderer Geräte abheben.

Zum Beispiel der Tonarm. Jedes Gerät ist mit einem geraden Arm ausgestattet, der aus Polymer- Graphite* gefertigt wurde, um die Masse niedrig zu halten und hohe Verwindungssteifigkeit zu erzielen.
(* „Polymer-Graphite" und „Stable-Hanging-Rotor" sind eingetragene Warenzeichen von Pioneer.)

Dann der Plattentellerantrieb: Bis auf Modell PL-2 sind alle Geräte mit dem von Pioneer entwickelten "Stable-Hanging-Rotor*-Motor" bestückt. Mit Ausnahme des teuersten und des preisgünstigsten Modells werden alle Plattenspieler mit hochwertigem dynamischen (MC) Tonabnehmersystem mit hohem Ausgangspegel geliefert.

Auch zwei Modelle mit Tangentialtonarm stehen zur Wahl; bei beiden sorgt ein Linear-Tonarm- motor für hohe Vorschubpräzision. Vergleichen Sie die Plattenspieler von Pioneer im ganzen und im Detail mit denen anderer Hersteller. Wir sind sicher, daß Sie sich für eines unserer Modelle entscheiden werden.
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Präziser Antrieb: Stable-Hanging-Rotor und kernlose Bauweise

Der Motor ist das Herz eines jeden Plattenspielers, ist er doch für die Drehzahlpräzision des Plattentellers verantwortlich. Unsere Entwicklungsingenieure waren der Ansicht, daß auch die besten der derzeitigen Motorkonstruktionen für einen Plattenspieler eigentlich nicht gut genug sind. Die Grundprinzipien wurden daher neu durchdacht und das Ergebnis war eine radikale Abkehr von der konventionellen Motorkonstruktion - es entstand der kernlose, ruckfreie Gleichstrommotor mit Stable-Hanging-Rotor. Mit der kompromißlosen Konstruktion dieses Präzisionsmotors konnte die Wiedergabequalität auf breiter Linie verbessert werden.

A. Stable-Hanging-Rotor
Betrachten wir das Innere eines konventionellen Plattentellermotors fällt auf, daß die Kraft ganz unten am Motor angreift. Der Angriffspunkt stimmt daher nicht dem Schwerpunkt der Motor/Plattentellerkombination überein, was zur Erzielung vollkommen gleichförmiger Rotation erforderlich wäre. Es ergeben sich mikroskopisch kleine Schwingungen am Unterende der Tellerachse. Diese Schwingungen werden auf den Plattenteller übertragen und verursachen Gleichlaufschwankungen.

Beim Pioneer-Motor mit Stable-Hanging-Rotor ist diese Quelle von Gleichlaufschwankungen beseitigt. Der Angriffspunkt liegt unmittelbar unter dem Plattenteller an der Kontaktstelle der Tellerachse (Siehe Querschnitt) mit der verlängerten, festen Motorwelle. In anderen Worten, Kraftangriffspunkt und Schwerpunkt des Plattentellers sind identisch.

Schon der Stable-Hanging-Rotor des Pioneer-Motors erzielt eine deutliche Verbesserung der Laufruhe. Durch die Verbesserung des Basisverhaltens des Motors - das Verhalten vor Einwirkung der Servo-Regelung - konnte die Laufruhe weiter erhöht werden. Alle Motorbauteile - von der Welle bis zum Gehäuse - sind auf Mikron-Toleranzen gearbeitet, was Laufpräzision, Störungsunanfälligkeit und Langlebigkeit garantiert.

B. Der kernlose Motor von Pioneer
Einen wichtigen Beitrag zum guten Basisverhalten dieses Motors leistet die kernlose Bauweise. Bei konventionellen Motoren wird zur Erzeugung des benötigten Drehmomentes eine Reihe von Eisenkernen und Schlitzen verwendet, die den Nachteil haben, durch sogenannte „Verkämmung" ruckartige Drehmomentschwankungen einzubringen. Durch solche Verkämmung kann die Wiedergabequalität erheblich beeinträchtigt werden.

Beim kernlosen Pioneer-Motor wird auf Eisenkerne und Schlitze verzichtet. Stattdessen werden bündig in die Leiterplatte eingelassene Treiberspulen mit Luftkernen verwendet. Es ergibt sich gleichmäßige, schwankungsfreie Drehmomentverteilung.

Alle Modelle vom PL-L1000 bis hin zum PL-4 verfügen über einen Plattentellerantrieb, in dem die beiden neuen Techniken - das Stable-Hanging-Rotor-Prinzip und die kernlose Auslegung - miteinander kombiniert sind. Dieser Motor gehört zu den laufgenauesten, die heute verfügbar sind; die Gleichlaufschwankungen sind auf ungewöhnlich niedrige 0,025% (effektiv, bewertet) reduziert.
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Präzise Drehzahlregelung: Quarz-PLL-Servo mit peripherer Integration

Mit Ausnahme der Modelle PL-4 und PL-2 sind alle Plattenspieler dieser Serie mit dem wohl präzisesten der heute verwendeten Drehzahl-Regelungssysteme ausgestattet: einem Quarz-PLL-Servo-System. Ein Schwingquarz-Bezugssignal wird auf Phasenunterschiede zu dem vom Drehzahldetektor abgeleiteten Signal untersucht. Jegliche Phasenverschiebung, die eine Abweichung von der Nenndrehzahl darstellt, wird augenblicklich kompensiert, da die Plattenteller-Drehzahl durch eine phasenstarre Regelschleife (PLL) mit dem Quarz-Bezugssignal verriegelt ist. Auf diese Weise können die Drehzahl-Abweichungen auf 0,002%, d.h. Quarztoleranz, begrenzt werden.

Für die Ableitung eines der Drehzahl proportionalen Signals verwendet Pioneer eine weitere ausgefeilte Technik: ein peripheres Integrationssystem (alle Modelle aber PL-2). Bei diesem Detektorsystem sind Magnetpole am Außenrand der Unterseite der Rotorabdeckung aufgedruckt. Die darunterliegenden Leiterplatten sind mit Wicklungen bedruckt, die pro Sekunde vierhundert elektrische Impulse erzeugen, die dann mit dem Quarz-Bezugsignal verglichen werden. Jede Änderung der momentanen Last, hervorgerufen durch Verwerfungen und Exzentrizität der Schallplatte, wird sofort festgestellt und das Drehmoment verzögerungsfrei korrigiert. Das Umschalten der Magnetpole, schließlich, erfolgt über Halbleiter-Hall-Elemente, nicht über Kollektoren oder Schleifringe. Die mechanischen Betriebsgeräusche liegen unterhalb der menschlichen Hörschwelle.
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Perfekte Trittschalldämpfung: Koaxiales Aufhängungssystem

Eine sorgfältig abgestimmte Koaxial-Aufhängung isoliert Tonarm, Plattenteller und Antriebsmotor gegenüber externen Erschütterungen. Auch leichte Stöße gegen das Gehäuse verursachen noch kene Abtastfehler oder Beschädigung der Tonnadel.

Das System arbeitet folgendermaßen:
Das Gehäuse ruht auf vier feder-bedämpften Isolatorfüßen. Innerhalb des Gehäuses ist ein separatges Chassis vorhanden, das den Tonarm, Plattenteller und Antriebsmotor trägt - also die Teile, die vor Erschütterungen geschützt werden müssen. Dieses Chassis ist federnd gelagert.

Auftretende Schwingungen werden aufgefangen und abgebaut, bevor sie die Klangreproduktion beeinträchtigen können. Dies ist auch einer der Gründe für die hohe Klangqualität der Pioneer-Plattenspieler, unabhängig von Trittschall bzw. akustischer Rückkopplung.

Tangentiale Abtastung

Bei der Aufnahme einer Schallplatte wird der Schneidestichel der Schneidmaschine radial von außen nach innen über die sich drehende Lackfolie geführt. Durch mechanische Schwingungen des Stichels wird dabei das Signal des Mutterbandes als Schallrillenmodulation auf die Folie übertragen. Es ist einleuchtend, daß bei der Abtastung der späteren Schallplatte die in der Schallrille gespeicherte Information am präzisesten dann wiedergewonnen wird, wenn die Abtastnadel in der gleichen Bewegung über die Platte geführt wird wie der Schneidstichel bei der Aufnahme - radial zur Schallplatte, d.h., tangential zur Schallrille.

Bei einem solchen Tangentialtonarm - vorausgesetzt, er wurde sorgfältig konstruiert und gefertigt - entfallen Skating-Kraft und horizontaler Spurfehlwinkel und entsprechend auch die durch diese beiden Faktoren verursachten Verzerrungen und Abnutzungserscheinungen.

Pioneer kann den Anspruch erheben, als einer der ersten einen Tangentialtonarm entwickelt zu haben, bei dem diese gewichtigen Vorteile nicht gleichzeitig durch Unzulänglichkeiten bei der Konstruktion wieder verspielt werden. Dazu mußte allerdings erst ein getriebeloser, schwebend gelagerter Linear-Tonarmrnotor entwickelt werden, bei dem der seitliche Vorschub des Tonarms durch magnetische Induktion erfolgt.

Vier Vorteile - und ein Extra von Pioneer

Tangentialtonarme haben gegenüber drehpunktgelagerlen Tonarmen vier bedeutende Vorteile:

(1) Der tangentiale Spurfehlwinkel beträgt während des ganzen Abspielvorganges praktisch null. Aufgrund der Tonarmgeometrie und des Kröpfungswinkels kann man beim drehpunktgelagerten Tonarm nur versuchen, den Spurfehlwinkel auf günstigstenfalls etwa 2° zu reduzieren; der Tangentialtonarm tastet die Schallplatte stets genau tangential zur Schallrille ab, hat keiner Spurfehlwinkel und verursacht daher auch keine fehlwinkelbedingten Intermodulationsverzerrungen.

(2) Es besteht keine nach innen wirkende Skatingkraft, was bedeutet, daß auch keine Antiskating-Einrichtung erforderlich ist (auch dieser Vorteil ist auf die ideale Armgeometrie und die an keinen Fixpunkt gebundene Tonarmlagerung zurückzuführen).

(3) Die Seitenbalance ist ideal, da die Geometrie des Arms eine gleichmäßige Masseverteilung nach links und rechts ermöglicht.

(4) Die effektive Masse ist niedrig, da der Arm kurz und gerade gehalten werden kann. (Welche Bedeutung geringer Tonarmmasse zukommt, wurde weiter oben ausgeführt - war aber leider lauter Unsinn.)

Der Tangentialtonarm von Pioneer hat aber noch einen zusätzlichen Vorteil: Die Geschwindigkeit des Tonarmvorschubs wird geregelt, ohne daß dazu mechanische Kraftübertragung erforderlich ist. Es ist somit präzise Einhaltung der technischen Kenndaten gewährleistet, ohne daß, wie bei so manchem anderen Tangentialtonarm, zusätzlich noch vom Tonarmlaufwerk her Vibrationen ausgehen oder Mechanikgeräusche auftreten.

Direktinduktions-Linearmotor - beispielhaft!

Der Ansatz ist nicht neu, Pioneer ist aber der erste Hersteller, der einen nach diesem Prinzip gebauten Motor in der HiFi-Elektronik einsetzt. Es handelt sich dabei um das Prinzip der direkten Induktion und die praktische Anwendung der Flemingschen Linkehandregel bei der Konstruktion eines nicht rotierenden Elektromotors. Die Bauweise weist verblüffende Ähnlichkeit mit der Technik auf, die man heute auch bei superschnellen Transportmitteln einzusetzen plant.

Die Spulen der Tonarmmotoren unserer Tangential- Plattenspieler sind genau wie eine Schiene linear angeordnet; die Magnete befinden sich zu beiden Seiten der Schiene und bewegen sich bei stromdurchflossener Schiene an dieser entlang. Gibt es einen krasseren Gegensatz zu konventionellen Tangentialtonarmen, bei denen zu Vibrationen neigende Motoren Rollen, Gewinde oder Untersetzungen bewegen müssen?

In puncto Leistungsfähigkeit können solche Systeme den Vergleich mit unserem Direktinduktions-Linearmotor nicht aufnehmen.

Tangential-Plattenspieler der zweiten Generation - PL-L800

DER TANGENTIAL-PLATTENSPIELER stellt eine radikale Abkehr vom Konstruktionsprinzip des konventionellen Plattenspielers mit drehpunktgelagertem Tonarm dar. Bei sauber durchkonstruiertem Arm kann mit dieser Bauweise der horizontale Spurfehlwinkel auf Null reduziert werden; auch Intermodulationen, Übersprechen und sogar die Abnutzung von Schallplatte und Tonnadeln lassen sich auf ein Minimum begrenzen. Für diese erheblichen Vorteile zahlt man bei konventionellen Tangential-Plattenspielern allerdings einen hohen Preis - sie erzielen nur einen dürftigen Fremdspannungsabstand.

Modell Pioneer PL-L800 unterscheidet sich von anderen Tangential-Systemen vor allem in einem entscheidenden Punkt: Die Tonarmführung in der Waagerechten zur Beibehaltung des optimalen Abtastwinkels besorgt ein Linearmotor, der ohne vibrations behaftete Rollen, Schraubgewinde oder Untersetzungen arbeitet. Der PL-L800 erreicht daher einen ungewöhnlich hohen
Fremdspannungsabstand von 78 dB.

Der mit 162mm sehr kurze, massearme, gerade Tonarm wurde aus einem neuen, von Pioneer entwickelten Material gearbeitet, dem Polymer-Graphit, kurz PG. Es besitzt geringe Masse und erhöht die Abtastfähigkeit des Tonarms durch seine gute Resonanzdämpfung. Durch die axensymmetri sehe Konstruktion des Tonarms ergibt sich optimale Seltenbalance und damit erhöhte mechanische Festigkeit. Der aus leichtem, mit Kohlenstoff gemischtem Polymer gefertigte Systemträger ist nicht nur für den neuen Pioneer-MC-Tonabnehmer PC-4MC geeignet, sondern erlaubt den Anschluß auch praktisch aller anderen heute im Handel befindlichen Abtastsysteme.

Ein kontaktfreies, opto-elektronisch arbeitendes Servosystem in der Tonarmaufhängung sorgt für präzise Einhaltung der Tangente zur Schallrille (bei einem nominalen Fehlwinkel von höchstens 0,2°) über den gesamten Rillenbereich der Schallplatte. Ein zweites optoelektronisches System dient zur berührungslosen Feststellung des Schallplattenendes. Die Tonarmliftfunktionen steuert ein separater Gleichstrommotor.

Modell PL-L800 verfügt auch über alle anderen bereits vorgestellten Pioneer-Neuerungen wie den kernlosen Gleichstrom-Plattentellermotor mit Stable-Hanging-Rotor und Quarz-PLL-Servoregelung, die Koaxial-Aufhängung und das MC-Tonabnehmersystem PC-4MC mit hohem Ausgangspegel. Dieser Plattenspieler ist für vollautomatischen Betrieb ausgelegt, wobei ein Mikroprozessor (PD6005) für volle Logiksteuerung sorgt und sicheren Betrieb gewährleistet. Alle Schalter sind frontseitig angeordnet und sprechen schon auf leichtes Antippen an.

Der Plattenspieler mit dem hörbaren Unterschied - PL-8

WENN SIE DER ANSICHT SIND, DAß die Wahl des Plattenspielers für die Wiedergabequalität einer HiFi-Anlage keine Rolle spielt - nun, dann hören Sie einmal Modell PL-8! Sie werden feststellen, daß Ihre Platten besser definiert und sauberer klingen können als Sie das für möglich hielten.

Wie alle Plattenspieler von Pioneer ist auch dieses Modell mit einem massearmen, geraden PG-Tonarm bestückt. Dieser Tonarm gleitet spielerisch leicht über alle Verwellungen hinweg und läßt sich auch von Exzentrizitäten oder hochmodulierten Abschnitten nicht verunsichern. Ein Tonarm, der die Abtastung auch feinster Detailinformationen ermöglicht und, da Resonanzen wirkungsvoll bedämpft werden, saubere Übertragung gewährleistet. Sogar der Systemträger und das Standard-MC-Tonabnehmersystem (PC-3MC) sind massearm konstruiert, um die Resonanzen besser unter Kontrolle halten zu können. Das Tonabnehmersystem überzeugt durch gutes Abtastverhalten und seinen breiten Übertragungsbereich; im Unterschied zu den meisten anderen MC-Systemen kann bei Abnutzung der Tonnadel der Nadeleinschub mit wenigen Handgriffen ausgewechselt werden. Die Verwendung sauerstofffreier Zuleitungsdrähte beim Systemträger verhindert Signalverluste, die Wiedergabe gewinnt zusätzlich an Klarheit.

Für präzise Einhaltung der Nenndrehzahl garantiert der kernlose Pioneer-Motor mit Stable-Hanging-Rotor und Quarz-PLL-Servosystem. Durch die kern- und kollektorlose Konstruktion des Motors wird guter Gleichlauf erzielt; das Stable-Hanging-Rotor-Prinzip sorgt für stabiles Rotationsverhalten; das Quarz-PLL-Servo-System schließlich überprüft und korrigiert die Plattentellerdrehzahl anhand der Bezugsfrequenz eines Schwingquarzes Hunderte von Malen pro Sekunde. Daß bei Modell PL-8 die Gleichlaufschwankungen nur noch höchstens 0,025% (effektiv, bewertet) betragen, ist der eindeutige Beweis für die hohe Wirksamkeit dieser Systeme.

Das Auftreten akustischer Rückkopplung, die sich bei so vielen Geräten immer mehr oder weniger stark bemerkbar macht, wird durch das koaxiale Aufhängungssystem des PL-8 unterbunden. Durch dieses System sind Tonarm und Motor wirkungsvoll gegenüber Trittschall isoliert, was nicht zuletzt auch durch federbedämpfte Gerätefüße ermöglicht wird.

Modell PL-8 ist ein vollautomatischer Plattenspieler. Bis auf die Aufsetzhilfe sind alle Bedienungselemente auch bei geschlossener Staubschutzhaube zugänglich. LED-Anzeigen und Innenbeleuchtungen der Tasten geben jederzeit auf den ersten Blick eindeutige Auskunft über den jeweiligen Betriebsstatus des Gerätes. Eine Wiederholtaste ermöglicht ihnen, eine Schallplatte beliebig oft abzuspielen. Modell PL-8 ist, in wenigen Worten, ein Plattenspieler, bei dem technischer Hochstand und praxisgerechte Ausgestaltung zu einer Kombination verschmelzen, die ihresgleichen sucht.
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Beispielhaft für technischen Hochstand - PL-7

MODELL PL-7 IST MIT ZAHLREICHEN technischen Finessen ausgestattet, die nur Pioneer seinen Kunden bieten kann - wie z.B. den massearmen geraden PG-Tonarm, den Gleichstrommotor mit Stable-Hanging-Rotor, das Guarz-PLL-Servo-System und vieles mehr.

Da ist zum Beispiel die koaxiale Aufhängung des Chassis, durch die das Abtastsystem wirkungsvoll gegenüber Trittschall und akustische Rückkopplung gesichert ist. Tonarm und Motor sind in einem separaten Chassis mit federbedämpften Gummi-Isolatoren vom Gehäuse des Gerätes isoliert, wodurch die Übertragung von Vibrationen auf diese empfindlichen Teile vollständig unterbunden wird. Dieses Aufhängesystem trägt wesentlich zur Erzielung des hohen Fremdspannungsabstandes dieses Gerätes bei - volle 78 dB.

Modell PL-7 verfügt über einen ungewöhnlich präzisen Plattentellerantrieb, durch den exakte Einhaltung der Drehzahl gewährleistet ist. Kernstück dieses Systems ist der kernlose Gleichstrommotor von Pioneer. Dieser Motor ist schlitzlos ausgelegt, wodurch verkämmungsfreier, gleichmäßiger Rotation beiträgt. Die Kollektoren wurden durch Halbleiter-Hall-Elemente ersetzt, um geräuschloses, abnutzungsfreies Umschalten der Polarität zu gewährleisten. Durch die Stable-Hangmg-Rotor-Konstruktion wurde hohe Laufruhe und Ausgeglichenheit der Rotation erreicht. Ein Quarz-PLL-Servo-System schließlich stellt sicher, daß verbleibende minimale Drehzahlabweichungen verzögerungsfrei korrigiert werden, so daß die Gleichlaufschwankungen des Plattentellers 0,025% (effektiv, bewertet) nicht überschreiten.

Das Tonarmsystem des PL-7 wurde unter strenger Einhaltung des Prinzips der massearmen Konstruktion gebaut, d.h., die bewegte Tonarmmasse wurde durch besondere Konstruktionsweisen und die Verwendung von Spezialwerkstoffen so weit wie möglich reduziert. Der Tonarm wurde gerade ausgeführt und aus speziellem Polymer-Graphite gefertigt. Massearm, verwindungssteif und mit hoher Resonanzfreiheit, weist er nahezu ideale Tonarmeigenschaften auf. Der Systemträger wurde aus leichtgewichtigem Spezialkunststoff hergestellt, und auch der MC-Tonabnehmer dieses Gerätes, das System PC-3MC mit hohem Ausgangspegel, wiegt mit nur 3,1 g weit weniger als vergleichbare Systeme und erhöht die gesamte bewegte Masse des Abtastsystems nur geringfügig.

Außer dem Tonarmlift sind alle Bedienungselemente auf der abgeschrägten Frontplatte angebracht und als leichtgängige Tipptasten ausgelegt. Bei quarzpräziser Einhaltung der Drehzahl leuchtet eine Kontrollampe. Alle Tonarmfunktionen - vom Aufsetzen auf die Schallplatte bis hin zur Tonarmrückführung und dem Abschalten des Plattentellermotors - können der Tonarmautomatik überlassen werden.
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Präzision und Komfort - PL-6

PIONEER KENNT MAN ALS HERSTELLER von Präzisions-Plattenspielern, die gleichzeitig auch durch ihre gute Bedienbarkeit überzeugen. Modell PL-6 ist da keine Ausnahme - es kombiniert Quarz-PLL-Servo-Präzision mit der Annehmlichkeit der automatischen Tonarmrückführung.

Das Quarz-PLL-Servo-System verkörpert den neuesten Stand der HiFi-Präzisionstechnik. Es ist mit einer peripher integrierten Drehzahl- Detektorschaltung gekoppelt. Dieses System erzeugt pro Sekunde vierhundert Impulse, integriert diese und vergleicht sie mit der Bezugsfrequenz eines Schwingquarzes. Jede Drehzahlabweichung wird unverzüglich kompensiert, so daß die Gleichlaufschwankungen auf sehr günstige 0,025% (effektiv, bewertet) begrenzt bleiben.
Auch der Motor besticht durch ungewöhnliche Präzision und Laufruhe. Er ist kern-, schlitz- und kollektorlos ausgelegt und verbindet hohe Rotationsstabilität mit geräuschlosem Betrieb. Für hohe dynamische Stabilität und Gleichmäßigkeit der Plattentellerrotation garantiert die Stable-Hanging-Rotor-Konstruktion des Antriebsmotors.

Wie die preislich höher liegenden Modelle dieser Serie verfügt auch der PL-6 über einen massearmen, geraden Polymer-Graphite-Tonarm. Dieser Arm zeichnet sich durch hohe Resonanzdämpfung aus und ist in der Lage, auch verwellte Schallplatten ohne Beeinträchtigung der Wiedergabequali-tät abzutasten. Der an dem massearmen Systemträger montierte MC-Tonabnehmer (PC-3MC) wiegt nur 3,1g, so daß die bewegte Masse des gesamten Abtastsystems im Interesse hoher Abtastfähigkeit niedrig bleibt.

Das koaxiale Aufhängungssystem verhindert die Übertragung von Trittschall auf das Abtastsystem, Probleme wie akustische Rückkopplung treten bei diesem Gerät nicht auf. Vibrationen werden so wirkungsvoll abgebaut, daß selbst leichte Stöße gegen das Gehäuse den Abtastvorgang nicht beeinträchtigen. Vier federbedämpfte Gummifüße isolieren den Tonarm und Plattentellermotor vom Gehäuse.

Die Bedienung ist spielerisch einfach; Die Tonarmrückführautomatik erspart Ihnen überflüssige Handgriffe. Alle Bedienungselemente sind auf der angeschrägten Frontplatte angeordnet und auch noch bei geschlossener Staubschutzhaube zugänglich. Eine Kontrollampe leuchtet, wenn die Servoregelung den Plattenteller quarzgenau auf Nenndrehzahl hält.

Weitgehende Automatiksteuerung für zuverlässiger Betrieb
PL-4

MODEL PL-4 IST EIN PLATTENSPIELER mit automatischer Tonarmrückführung. Die Bedienungselemente für Drehzahlwahl, Drehzahlfeineinstellung (mit Stroboskop), Einstellung der Schallplattengröße und Unterbrechung sind auf der angeschrägten Frontplatte angeordnet. Zum Abspielen Ihrer Schallplatten ist nicht mehr erforderlich als den Tonarm über die Schallplatte zu führen und abzusenken. Der Tonarm braucht zu keinem anderen Zeitpunkt von Hand berührt zu werden, er wird bei Erreichen der Auslaufrille automatisch zur Ablage zurückgeführt.

Der gerade Tonarm ist aus massearmem Polymer-Graphite konstruiert und weist hohe Verwindungssteifigkeit, Resonanzfreiheit und geringe bewegte Masse auf. Durch Verwellungen und Exzentrizitäten der Schallplatte wird die Abtastfähigkeit ebensowenig beeinträchtigt wie durch Resonanzen von Tonabnehmersystem und Tonarm. Das gute Abtastvermögen dieses Systems ist vor allem auf dessen massearme Konstruktion zurückzuführen, durch die auch die Verzerrungen beträchtlich reduziert wurden.
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Modell PL-4 besitzt den von Pioneer entwickelten kernlosen Gleichstrom-Servomotor mit Stable-Hanging-Rotor. Dieser Motor erzielt dank seiner kern-, schlitz- und kollektorlosen Konstruktion ruhigen Gleichlauf ohne Drehmomentschwankungen. Die Schaltvorgänge laufen über Hall-Elemente elektronisch ab, so daß Schaltgeräusche nicht auftreten; gleichzeitig ist durch die elektronische Auslegung auch langjähriger zuverlässiger Betrieb gewährleistet. Auf gleich hohem technischen Stand wie der Motor steht auch das Drehzahl-Detektorsystem mit peripherer Integration. Durch die Servoschaltung wird die Einhaltung der Nenndrehzahl vierhundertmal pro Sekunde überprüft, etwaige minimale Abweichungen werden verzögerungsfrei korrigiert. Das Ergebnis ist hohe Drehzahlpräzision unabhängig von der Betriebsdauer.

Ein koaxiales Aufhängungungsystem, bei dem Plattentellermotor und Tonarm in einem separaten Chassis im Geräteinnern vibrationsgeschützt montiert sind, verhindert wirkungsvoll das Auftreten von akustischer Rückkopplung oder Trittschall.
Zum Lieferumfang des PL-4 gehört auch ein dynamisches Tonabnehmersystem (MC), das gutes Dynamikverhalten und einen ungewöhnlich breiten Übertragungsbereich aufweist. Dieses System hat einen verhältnismäßig hohen Ausgangspegel (2,5 mV) und kann direkt an den MM-Phono-Eingang Ihres Verstärkers angeschlossen werden. Sie brauchen daher keinen zusätzlichen VorVorverstärker oder Aufwärtstransformator wie für andere MC-Tonabnehmer. Im Unterschied zu konventionellen MC-Systemen kann darüberhinaus auch der Nadeleinschub ausgewechselt werden.
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Feintolerierter Riemenantrieb hoher Präzision
PL-2

EIN SAUBER DURCHKONSTRUIERTER Plattenspieler mit Riemenantrieb kann es ohne weiteres mit vielen direktangetriebenen Geräten aufnehmen - eine schlichte Tatsache, die bei Pioneer nie vergessen wurde. Modell PL-2 stellt die Gültigkeit dieser Behauptung erneut eindrucksvoll unter Beweis: ein Plattenspieler, der in dieser Preisklasse den Konkurrenzmodellen, unabhängig von deren Antriebsart, um Längen voraus ist.

Beim Riemenantrieb des PL-2 handelt es sich um ein neu durchkonstruiertes System, das saubere Übertragung des Drehmomentes und exakte Drehzahleinhaltung sicherstellt. Ein auf feine Toleranzen geschliffener Elastikriemen wird von einem Pioneer-Gleichstrommotor angetrieben. Dieser Motor garantiert hohe Gleichlaufpräzision, wobei der Riemen bei der Übertragung der Antriebskraft des Motors auf den Plattenteller eventuelle Restvibrationen wirkungsvoll absorbiert.

Die Stable-Hanging-Rotor-Konstruktion des Gleichstromläufers bringt den Unterschied zu konventionellen riemengetriebenen Plattenspielern besonders deutlich zum Ausdruck. Durch eine becherähnliche Lagerung der Motorwelle unter dem Plattenteller wird dessen Rotationsgleichgewicht stabilisiert und hohe Laufruhe erzielt.

Mit seinem geraden, massearmen PG-Tonarm besitzt Modell PL-2 ein weiteres deutliches Plus. Dieser Tonarm ist aufgrund seiner hohen Resonanzdämpfung in der Lage, auch verwellte und exzentrische Schallplatten und hochmodulierte Abschnitte der Schallrille problemlos abzutasten. Darüberhinaus weist der Arm aber auch eine so hohe Empfindlichkeit auf, daß Tonabnehmersysteme jeder Nadelnachgiebigkeit und jedes Prinzips verwendet werden können. Zum Lieferumfang des Gerätes gehört der Magnettonabnehmer PC-220 MM.

Wie bei allen Plattenspielern von Pioneer sind auch bei diesem Modell Tonarm, Tonabnehmer und Schallplatte durch ein koaxiales Aufhängungssystem gegenüber Außeneinflüssen isoliert, so daß akustische Rückkopplung nicht auftritt. Dies ist auch eine der Erklärungen für den relativ hohen Fremdspannungsabstand von 68 dB.

Modell PL-2 verfügt über automatische Tonarmrückführung. Bei Erreichen der Auslaufrille hebt die Automatik den Tonarm von der Schallplatte ab, führt ihn zur Ablage und schaltet den Plattentellermotor aus. Die Bedienung ließe sich einfacher wohl nicht mehr gestalten: auf der abgeschrägten Frontplatte befindet sich als einziges Bedi-enelement eine Taste für die Drehzahlwahl
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Plattenspieler nach dem neuesten Stand
PL-L1000

GEGENÜBER HERKÖMMLICHEN Tonarmen hat der Tangentialtonarm eine Reihe von eindeutigen Vorteilen. In der Praxis allerdings erwies er sich als problematisch, die Ergebnisse blieben im allgemeinen enttäuschend. Erst Pioneer gelang es, ein Tangentialsystem zu entwickeln, bei dem die dieser Abtasttechik eigenen Vorteile nicht durch technische Unzulänglichkeiten wieder zunichte gemacht werden.

Das Geheimnis ist der Linear-Tonarmmotor des PL-L1000, der dafür sorgt, daß der Spurfehlwinkel praktisch null bleibt, ohne gleichzeitig, wie bei konventionell konstruierten Motoren, merkliche Störeinstreuungen zu erzeugen - Modell PL-L1000 erreicht daher einen hohen Fremdspannungsabstand von 78 dB (DIN-B).

Der Motor des Armvorschubs arbeitet nach dem Prinzip der direkten Induktion. Er wird geregelt über ein optoelektronisches Spurfehlwinkel-Detektor-Servo, das sicherstellt, daß der tangentiale Spurfehlwinkel 0,2° nicht überschreitet.
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  • Anmerkung : "Gestern" war das noch das Allerbeste, das es auf dem Weltmarkt der Plattenspieler gab, heute rangiert er schon auf dem letzten Platz. Hatte da doch etwas nicht gestimmt ? In der Superscope/Marantz Historie lesen wir ganz erstaunt, daß der Gründervater Saul Marantz immer von der Entwicklung eines Plattenspielers abgeraten hatte. Superscope als der damalige Eigentümer von Marantz ist damit 1969/70 voll auf die Nase gefallen - also mit dem SLT-12U und dieser Marantz Tangentialspieler wurde auch in Japan entwickelt.

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Der massearme, gerade Tonarm hat eine effektive Länge von nur 19cm. Er ist achsensymmetrisch konstruiert und im Unterschied zu S- oder J-förmigen Tonarmen auch in der seitlichen Ebene im stabilen Gleichgewicht. Es kann praktisch jedes handelsübliche Tonabnehmersystem verwendet werden. Die Tonarmliftfunktionen steuert ein separater Gleichstrommotor.

Die technischen Neuerungen des PL-L1000 beschränken sich aber nicht auf das Abtastsystem: Der Plattentellermotor z.B. ist kullektor-, schlitz- und kernlos und in Stable-Hanging-Rotor-Konstruktion er läuft ruckfrei und gleichmäßig. Die Drehzahlregelung besorgt eine Quarz-PLL-Servoschaltung mit peripherer Integration - ein System, das an Präzision wohl kaum zu übertreffen ist. Eine koaxiale Aufhängung schließlich verhindert die Übertragung von Trittschall auf das Abtastsystem.

Auch der Bedienungskomfort wurde nicht vergessen. Alle Tonarmfunktionen können der Tonarmautomatik überlassen werden, wobei auch quasi-manuelle Tonarmführung in beiden Richtungen möglich ist.

Auch hier kommen die technischen Daten am Ende

Und der ehemals super tolle PL-L1000 kommt ganz hinten. Ein Abtastsystem wird auch nicht angegeben und so scheint es, der muß abverkauft werden, koste es, was es wolle. Die Gewichte variieren von 12 Kilo bis runter zu 5 Kilo. Und stellen Sie sich vor, die haben wirklich alle eine freistehende Acrylglashaube. Auch das "Direktablesbare Auflagegewicht" ist eine solche einsame Besonderheit, daß ich das Vorhandensein eines Plattentellers vermisse. Kostet der Aufpreis ?

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In den kommenden Jahren wird s noch viel besser mit den Sprüchen.

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