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Es ist über 70 Jahre her und dennoch zum Verständnis wichtig

April 2018 - weitere Infors über den "Petrillo Ban" von 1948.

Alle folgenden Absätze sind aus dem amerikanischen Englisch übersetzt, so gut es ging und dem deutschen Sprachgebrauch angepaßt.

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Einleitung übersetzt aus einem US-Artikel :

Während die Mehrheit der Amerikaner im Dezember 1947 ihre Wohnungen mit Palmen bzw. Gewächsen weihnachtlich schmückte, arbeitete die Plattenindustrie besonders hart, so viel Musik wie möglich auf Platten aufzunehmen, bevor ab Mitternacht am Neujahrstag 1948 das zweite Aufnahmeverbot (der "ban") der amerikanischen Musikergewerkschaft begann. Es war so ähnlich wie der vorherige Streik von 1942, initiiert von AFM-Vorsitzenden James Cesar Petrillo - auch damals als Reaktion auf die Entwicklung, dass Musiker durch die zunehmende Popularität von Jukeboxen jetzt an den Orten, an denen sie früher ihren Beruf ausgeübt hatten, arbeitslos gemacht wurden.

Unklarheiten bzw. einige Zweifel an den überlieferten Storys

Nirgendwo wird genauer beschrieben, ob die NICHT in der AFM organisierten fest angestellten Session- oder Orchester- oder Band- Musiker generell auch nicht mehr spielen durften oder von den AFM Mitgliedern beukottiert und /oder bedroht wurden und wovon sie in diesem einen Jahr ihren Lebensunterhalt verdienten.

  • Anmerkung : Alleine das Boston Symphony Orchestra spielte auch offiziell weiter, da deren Musiker nicht in der AFM waren.

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Blick in die Geschichte :

Als der Chef der American Federation of Music (der Musiker-Gewerkschaft), James C. Petrillo, am 1. Januar 1948 eine Aufnahmesperre ab einer Sekunde nach Mitternacht vorgab, um die Plattenfirmen dazu zu zwingen, Musikern eine Lizenzgebühr statt einer Sitzungsgebühr zu zahlen, bauten die Labels vor, damit es sie nicht wieder erwischt, wie damals 1942, als das erste Petrillo-Verbot (das zwei Jahre dauerte) in Kraft trat.

Die Aufnahmestudios rockten (rackerten) rund um die Uhr, um Ton-Material auf Vorrat zu produzieren, das dann während des Verbotes in 1948 veröffentlicht werden konnte. In Los Angeles schnitt "Modern Records" die Platten so schnell, wie sie Studiozeit buchen konnten, selbst von Künstlern, auf denen sie bereits eine Menge Material hatten.

"Beating The Ban" (eine CD als Zusammenfassung dieser Arbeiten) bietet ein faszinierendes Fenster dieser Aufnahmeaktivität von "Modern" in der Zeit unmittelbar vor dem Verbot. Es gibt darauf einige der größten Namen von Moderns frühen Jahren, die alle darum wetteifern, dass sie genug Master- Platten haben, um jede Phase der erzwungenen Inaktivität weietrer Aufnahmen abzudecken.

Das Verbot von 1948 dauerte nur ein paar Monate (11 Monate) und so viele Platten-Titel waren daher gar nicht erforderlich, da die Künstler am Ende mit neuen Liedern, die sie während des Verbots neu geschrieben hatten, zurück kamen.

Neben 50 großartigen Aufnahmen aus den späten 40ern bewahren die beiden CDs alle vorhandenen Fragmente von Session-Chatter aus den Sessions auf, was den Zuhörer wirklich in das Studio mit den Künstlern versetzt.

Ein Projekt, das genauso wichtig wie exzellent ist. "Beating The Ban" wird sicher die gleiche Art von sehr positiven Auszeichnungen erhalten, wie die Ausgabe von Modern: "The First Year" aus 2012.

In 2012 wurden 2 CDs mit diesen uralten Aufnahmen zusammengestellt :

2 CDs : BEATING THE PETRILLO BAN - the late DEZEMBER 1947 SESSIONS von "MODERN RECORDS".

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Rückblick auf 1927

Es war im Jahr 1927, als die "Automatic Music Instrument Company" die erste "Multi-Auswahl-Jukebox" erfand. Für Besitzer von Juke-Joints und Bars war die Jukebox ein Gewinn bzw. eine Wohltat. Es zog nicht nur Kunden an, die die neueste Musik hören und tanzen wollten, sondern es war viel billiger als andauernd eine Band zu engagieren. Während dies für die Barbesitzer und ihre Gäste gut war, war es für viele Musiker eine Katastrophe .

Ganz viele Musiker fanden sich auf einmal arbeitslos wieder. Das Beste, auf das sie hoffen konnten, waren gelegentliche Sessions. Nie mehr würden Musiker die musikalische Kulisse für Samstagabende in den Juke Joints bieten. Sie waren durch eine Jukebox ersetzt worden. Das war ein Vorgeschmack auf die Art und Weise, wie die Unterhaltungsindustrie voranging. Und nach der Jukebox kamen später die DJs, die für ihre Gäste die Platten zum Tanzen spielten. Live-Musiker gehörten damals fast der Vergangenheit an. Das war also die Zukunft. Glücklicherweise sah James Caesar Petrillo 1942, was passieren würde und sorgte dafür, dass amerikanische Musiker einen fairen Deal erhielten.

James Caesar Petrillo war der Chef der "American Federation of Musicians", der Musiker-Gewerkschaft. Im Jahr 1942 erkannte er, dass in den letzten fünfzehn Jahren die Jukeboxen fast alle Livemusiker ersetzten. Dies bedeutete, dass seine Mitglieder entweder arbeitslos waren oder wesentlich weniger als zuvor verdienten. Er hatte beobachtet, wie Jukeboxen immer mehr Live-Musiker ersetzten. Dies könnte ausufern. Und das wollte er nicht. Der Weg degagen war nur durch einen Streik zu erzwingen. Also kündigte James an, dass ab Mitte Juli 1942 ein Musiker-Streik stattfinden würde.

Im Rahmen des (1. Musiker-) Streiks konnten keine Künstler oder Gruppen, die an ein Plattenlabel gebunden waren, Aufnahmen mit Musikern machen. Auch konnten (festangestellte) Session-Musiker nicht für Platen-Aufnahmen jeglicher Art spielen. Dies zwang die Musikindustrie in die Knie. Sehr wenige Plattenfirmen hatten den Weitblick, einen unveröffentlichten (vorher aufgenommenen) Backkatalog zu besitzen. Also wurde (so gut wie) keine Musik mehr veröffentlicht. Die Ausnahme waren Sänger, die unbegleitet (also ohne Band oder Orchester) sangen. Dies erwies sich im Gegensatz zum Streik als nicht besonders erfolgreich. Der Streik dauerte bis November 1944. James Caesar Petrillo und die American Federation of Musicians waren Sieger. Leider erwies sich dieser Sieg als viel zu kurzlebig und führte bald zu einem weiteren Streik (in 1948).

Der Gewerkschafts-Hilfs-Fond der AFM

Im Rahmen einer Vereinbarung verhandelte (erzwang) die AFM, die "American Federation of Musicians", in 1944 einen Fonds für Musiker, deren Lebensunterhalt durch die Einführung der Jukeboxen beeinträchtigt (ausgehöhlt) wurde. Eine neue Lizenzgebühr wurde in diesen Gewerkschaftsfonds eingezahlt. Je mehr Schallplatten verkauft wurden, desto mehr Geld wurde in den Fonds eingezahlt, den die Gewerkschaft verwaltet hat.

  • Anmerkung : Bislang wurden die Orchester-Musiker für den jeweiligen Auftritt "an sich" (einmalig) abgegolten. Sie hatten vor dieser Vereinbarung keinen Anteil an den Plattenumsätzen.


Der Kongress stimmte dem aber nicht zu. Die Angeordeten verabschiedeten Gesetze, die es Gewerkschaften verbietet, ihre eigenen Fonds zu verwalten, und beriefen sich dabei auf ein mögliches Missmanagement der Fonds. Als James Caesar Petrillo die Nachricht hörte, war er wütend und kündigte einen weiteren Streik an, der am 1. Januar 1948 beginnen sollte. In den paar Wochen bis zum Beginn des Streiks waren die Session-Musiker aber wesentlich beschäftigter denn je.

Am 1. Januar 1948 um 0.oo Uhr - Der 2. Streik beginnt

Ohne eine Ahnung, wie lange der Streik diesesmal dauern würde, war jede Plattenfirma entschlossen, so viel Musik wie möglich (auf Vorrat) aufzunehmen. Eine dieser Firmen war "Modern Records". Jules Bihari, Besitzer von Modern Records, war fest entschlossen, seiner Firma nicht die Musik ausgehen zu lassen. Also ließ er seine Künstler rund um die Uhr aufnehmen.

In den letzten Wochen des Jahres 1947 lebten die Session- Musiker buchstäblich im Studio und begleiteten die (Gesangs-) Künstler von "Modern Records". Die Musik, die sie aufgenommen haben, ist auf "Beating The Petrillo Ban - Die späten Dezember 1947 Modern Sessions" dokumentiert, die kürzlich von Ace Records veröffentlicht wurde. Das Doppelalbum, "Beating The Petrillo Ban - Die späten Sessions im Dezember 1947", enthält neunundvierzig der 130 Tracks, die Modern Records als Reserve aufgenaommen hatte, um das Verbot zu überleben.

Als die Uhr am 1. Januar 1948 00.01 schlug, trat dieses zweite "Petrillo"-Verbot in Kraft. Doch die Plattenfirmen (also fast alle) waren besser vorbereitet. Sie hattn nicht nur in den letzten Wochen viel Musik aufgenommen, selbst von der letzten unbekannten Band. Die Plattenfirmen waren entschlossen, sich nie wieder von einer Gewerkschaft zu erpressen.
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"Modern Records" nimmt 130 Titel auf.

Jules Bihari von "Modern Records", der (auch) nicht wusste, wie lange der Streik dauern würde, nahm 130 Titel auf, darunter neunundachtzig alleine im Dezember 1947. Ironischerweise wurden 59 dieser im Dezember aufgenommenen Tracks nie von "Modern Records" veröffentlicht.

Einige dieser Tracks sind in den Modern Sessions von "Beating The Petrillo Ban - Die späten Dezember 1947" enthalten, von denen ich Ihnen erzählen werde.

"The Petrillo Ban - Die Modern Sessions von Ende Dezember 1947" bieten neunundvierzig Titel, die auf zwei CDs verteilt sind. Diese neunundvierzig Tracks wurden während eines Zeitraums von acht Tagen ??? aufgenommen.

Die Musik auf "Disc One" wurde zwischen dem 19. und 23. Dezember 1947 aufgenommen, während die Musik auf Disc Two zwischen dem 27. und 31. Dezember 1947 aufgenommen wurde.

Diese irre Periode der Aufnahme resultierte in Musik von

  • The Ebonaires,
  • Hadda Brookes Trio,
  • Al " Cake "Wichard Sextette und Duke Henderson,
  • Gene Phillips und seine Rhythmus Aces,
  • Art Shackelford Sextette,
  • Little Willie Jackson,
  • Butch Stone und sein Orchester und
  • Madam Irma Mae Littejohn.


Mit wechselnden Takes und bisher unveröffentlichten Titeln ist "Beating The Petrillo Ban - The December 1947 Modern Sessions" eine spannende Momentaufnahme der Musikindustrie am Rande einer Krise.

DISK "ONE"

Disc Eins von "Beating The Petrillo Ban - The Late December 1947 Sessions" beginnt mit einem Trio von Tracks von The Ebonaires. Ihre Musik lässt sich am besten als Prototyp Doo Wop beschreiben. Die drei Tracks gelten als eine der frühesten existierenden Aufnahmen der innovativen Ebonaires. Von den drei Tracks The Old Folks At Home und I Never Do It Again ist ein verlockender Geschmack dessen, was von den Ebonaires kommen sollte. Seltsamerweise gaben die Ebonaires erst 1949 ihr Debüt als Schallplatte.

Ab hier ist alles automatisch übersetzt und nur minimal korrigiert:

Neun Tracks von Hadda Brookes sind auf der CD One enthalten. Hadda war einer der größten Stars von Modern Records. Sie war auch Jules Bihari - Chef von Modern Records - Freundin. Ironischerweise sind zwei der besten Tracks, die ihr zugeschrieben werden, Instrumentals. Da ist der wehmütige Poor Butterfly mit einer Jazz-Gitarre. Dann ist da noch die nachdenkliche Old Fashioned Love, die vom fesselnden Klavierspiel profitiert. Haddas Stimme über "die besten Dinge im Leben sind frei" ist verführerisch, aber nachdenklich. Auf Warum wurde ich geboren, Haddas Stimme ist voller Emotionen und Traurigkeit.

Der Al "Cake" Wichard Sextette steuert drei Tracks zur Disc One bei. Zwei der Tracks, Gravels In My Pillow und His Majesty's Boogie, zeigen die Stimme von Duke Henderson. Die andere Spur ist T.B. Blues, mit einem meiner Lieblings- Blues-Sänger, Jimmy Witherspoon. Von diesen Strecken ist die Fahrt von His Majesty's Boogie der Beste. Duke jubelt und brüllt seinen Weg durch die Spur, ein loderndes Horn und Klavier für Gesellschaft.

Wer Bluesmusik mag, wird die drei Tracks von Gene Phillips und His Rhythm Aces genießen. Snuff Dipping Mama ist der beste Track. Sassy beschreibt Genes Stimme, während er Songtexte in Doppeldeutigkeiten liefert. Broke And Disgusted verfügt über etwas glühendes und erfinderisches Gitarrenspiel, während Royal Boogie ein wunderbares Boogie Woogie Piano bietet.

Vier Stücke aus dem Art Shackelford Sextette schließen Disc Eins der letzten Sitzungen des Petrillo Ban-Ende Dezember 1947. Die Tracks wurden am 23. Dezember 1947 aufgenommen. Ironischerweise wurden die Tracks nie veröffentlicht. Das ist sehr schade, wenn man die Qualität der Musik berücksichtigt. Das Highlight sind The Glory Of Love und The Jazz Me Blues. Sie sind ein Schaufenster für den extrem unterschätzten Gitarristen Art Shackelford. Leider war diese Sitzung die letzte, die er jemals aufgenommen hat. Was auch immer mit ihm passiert ist, ist unklar.

Von den vierundzwanzig Titeln auf Disc 1 der Modern Sessions von "The Petrillo Ban - The Late December 1947" wurden nur zwei veröffentlicht. Der Rest blieb unveröffentlicht. Das bedeutete, dass niemand die Musik hörte, die von den Ebonaires, Hadda Brookes Trio, Al "Cake" Wichard Sextette und Duke Henderson zwischen dem 19. und 23. Dezember 1947 aufgenommen wurde. Alle ihre Bemühungen waren dahin. Vier Tage ohne Unterbrechung und die meiste Musik wurde dan doch nie veröffentlicht. Es war nicht, weil die Musik nicht gut genug war. Weit davon entfernt. Mit der Qualität der Musik ist überhaupt nichts falsch. Sie ist von höchster Qualität. Man höre die Musik auf Disc 1 von Modern Sessions von The Beverly The Petrillo Ban - The December December 1947 und du wirst mir zustimmen. Wird das auch der Fall sein auf der zweiten CD von "The Petrillo Ban" - den späten Dezember 1947 Modern Sessions?

DISK "TWO"

Während Disc One of Beating The Petrillo Ban - die späten Sessions im Dezember 1947 mit vierundzwanzig Titeln auftraten, geht Disc Two noch besser. Wir hören mehr von einigen der Künstler, die auf der Disc One zu hören waren, einschließlich der Al "Cake" Wichard Sextette und Hadda Brooks. Neue Gesichter sind Little Willie Jackson, Butch Stone und sein Orchester und Madam Irma Mae Littejohn. Diese fünfundzwanzig Tracks, von denen ich die Höhepunkte auswählen werde, wurden zwischen dem 27. und 31. Dezember 1947 aufgenommen.

Al "Cake" Wichard Sextette hat acht Tracks auf Disc Two. Sechs werden Al "Cake" Wichard Sextette und Jimmy Witherspoon zugeschrieben. Jimmy war der perfekte Frontmann für die Band. Charismatisch und ein geborener Showman, hauchte er Leben, Emotionen, Energie und Sass in die Tracks. Beweis dafür ist das Horn getriebene Big Fine Girl, das ist dein Roter Wagen und Genva Blues. Für jeden, der Jimmy noch nicht entdeckt hat, ist dies die perfekte Gelegenheit, da er von einer engen, talentierten Band begleitet wird, die Elemente aus Jazz und Blues miteinander verbindet.

Hadda Brooks kehrt auf der zweiten CD sehr willkommen zurück. Sie trägt drei Tracks bei, darunter das verletzte "Ich kann nicht anfangen" und die Melancholie "Ich werde vorbeikommen". Ihr Gesang steht im Mittelpunkt, während die mäandrierende, jazzige Gitarre und das von den Bürsten gespielte Schlagzeug sie begleiten. Dies erweist sich als äußerst effektiv und spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, diese Tracks zu zwei von Haddas Besten auf den Modern Sessions von Beating The Petrillo Ban zu machen.

Ein Neuling auf Disc Two ist Little Willie Jackson. Er war der Saxophonist in Joe Liggins 'Band. Es dauert nicht lange, um zu verstehen, warum er solch eine illustre Gesellschaft führte. Willie spielt auf Shasta ist nicht nur schön, sondern auch eindringlich. Baby ist ein viel schnellerer Track, der an die Musik der späten Vierziger erinnert. Wie für Irgendwann, Irgendwo, irgendwo, es ist buchstäblich voller Traurigkeit, Emotion und Melancholie.

Butch Stone & His Orchestra sind ein weiterer Newcomer auf der zweiten CD. Hier tritt Butch aus dem Schatten von Les Brown, in dessen Band er war. Ein Trompeter und Sänger, Butch bringt vier Tracks ein, die den meisten Leuten vertraut sein werden. Hier haucht Butch ihnen neues Leben ein. Fats Waller ist meine Füße zu groß, es schwingt wirklich. Von dort aus kann Butch nicht mehr gestoppt werden. The Nat King Cole Trios Little Girl und Put Your Brakes On, die Butch geschrieben hat, erhalten eine ähnliche Behandlung wie Sie auf einer atemberaubenden vier Song, musikalische Reise.

Madam Ira Mae Littlejohn ist das letzte der neuen Gesichter auf der zweiten CD von "The Petrillo Ban - Die späten Sessions von Dezember 1947". Ein Name, von dem die meisten Leute noch nichts gehört haben, das ist mehr schade. Was folgt, sind sechs leidenschaftliche Gospelsongs. Ira's Lieferung ist gefühlvoll, voller Emotionen und Aufrichtigkeit. Dies geht aus den ersten Takten von Lonesome Road Blues hervor. Ihre Lieferung ist Gänsehaut. Das ist der Fall durch Er macht den Weg, was kann Jesus mehr tun, gehen, Teufel, gehen, sehen, dass Jesus und meine Aufzeichnungen da sind. Diese sechs Stücke repräsentieren Madam Ira Mae Littlejohns gesamten Back-Katalog und sind ein verlockender Geschmack eines wahren Gospels.

Ergänzung :

Die neunundvierzig Titel auf CD One of Beating der Petrillo Ban-Modern Sessions im späten Dezember 1947 wurden während einer rasenden Acht-Tage-Periode aufgenommen. Gegen die Uhr wollte Modern Records vor dem Streik so viel Musik aufnehmen. Alle ihre Künstler wurden einberufen. Ob sie nun Jazz-, Blues- oder Gospelsänger waren, sie legten Tracks nieder. Begleitet wurden sie von Session-Musikern, die rund um die Uhr spielten.

Sie waren eigentlich sehr erfreut darüber. Schließlich hatten sie, sobald der Streik begonnen hatte, keine Ahnung, woher ihr nächster Gehaltsscheck (diegage) herkommen würde. Es war ein Fall, Heu zu machen, während die Sonne scheint. (scheint ein Sprichwort zu sein ?) Obwohl Musiker und Künstler nicht viel Schlaf bekommen hatten, sank die Qualität der Musik nie. Angesichts der Umstände hätte das durchaus hingenomen werden können. Aber es war nicht der Fall.

Nein. Die Musiker waren entschlossen, sich nicht von ihren Standards abbringen zu lassen. Sie waren stolz und sie waren Profis. Musik machen war mehr als ihre Arbeit. Es ging darum, Mini-Kunstwerke zu produzieren. Bemerkenswerterweise spielten viele der gleichen Session-Musiker auf den 49 Tracks, ließen aber nicht ein einziges Mal ihre Standards fallen. Insgesamt wurden 130 Titel in einem Acht-Tage-Zeitraum aufgenommen. Dies ist nur eine Momentaufnahme einer Plattenfirma, Modern Records. In ganz Amerika haben andere Plattenfirmen so viel Musik wie möglich aufgenommen. Vielleicht zu viel Musik.

Rückblick :

Rückblickend betrachtet, haben vielleicht viele Plattenfirmen, einschließlich Modern Records, es fast übertrieben und zu viel Musik eingespielt. Immerhin hatten sie seit dem ersten Streik im Jahr 1944 mehr Musik aufgenommen, als sie brauchten. Dann nahmen sie in acht Tagen 130 Titel auf. Jetzt kommt aber Musik schnell aus der Mode. Musik, die 1947 aufgenommen wurde, klingt vielleicht in den Jahren 1949 oder 1950 datiert? So schnell ändert sich die Mode.

Vielleicht war die Entscheidung von Modern Records, so viel Musik auf Vorrat zu hinterlegen, nach hinten losgegangen? Zu der Zeit, als sie beschlossen, die im Dezember 1947 aufgenommene Musik zu veröffentlichen, klang es bereits veraltet. Deshalb wurde es nie veröffentlicht. Glücklicherweise hat Ace Records dies kürzlich berichtigt, indem er die Modern Sessions "Beating The Petrillo Ban - Die späten Dezember 1947" veröffentlicht hat.

Beating The Petrillo Ban - Das Ende Dezember 1947 Modern Sessions ist ein historisches Musikdokument, das eine Momentaufnahme ist. Es erzählt auch die Geschichte von ein paar wilden Wochen, als Plattenfirmen versuchten, einem zweiten Streik amerikanischer Musiker zu begegnen, der die Musikindustrie nicht in die Knie zwingen würde. Während der erste Streik zwei Jahre dauerte, dauerte der zweite Streik etwas mehr als ein Jahr. Es verursachte aber nicht das gleiche Chaos, aber in gewisser Weise gewann James Caesar Petrillo von der American Federation of Musicians eine Reihe von Schlachten, aber nicht den Krieg. Denn schließlich vergeudeten die AFM-Mitglieder von James petrillio ein ganzes Jahr damit, überhaupt kein Geld durch Aufnahmesessions zu verdienen.

Die Mitglieder der AFM von James Caesar Petrillo haben mit mehreren Wochen rund um die Uhr schnell viel Geld verdient. So war es bei Modern Records. Als die Musiker, die in den Modern Sessions spielten, dann aufgrund des Streiks nichts mehr aufnahmen durften, spielten sie live. Zu allem Überfluss wurde ein Großteil der Musik, die Modern Records auf Lager hatte, nie veröffentlicht. Als der Streik vorbei war, wurde neue Musik aufgenommen. Für Musiker und James Caesar Petrillo von der American Federation of Musicians war das vorerst eine Win-Win-Situation. Vielleicht sollte die Musikindustrie erkannt haben, dass sie einen erbitterten Gegner in einem Mann namens Caesar haben würde?
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Nachtrag :

Bislang hatte ich noch keine Informationen gefunden, was mit den nicht gewerkschaftlich gebundenen Musikern passierte, wenn die dennoch spielen mußten, um zu überleben ?

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