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Heco produzierte seit langem eigene Lautsprecher-Chassis

Die HECO Chassis Platte 1974/75

Seit Ende 1946 entwickelten und produzierten sie bei Heco ganz gewöhnliche Consumer- Chassis für Radioapparate und die typischen Musiktruhen und für Spezialanwendungen. Viele Chassis wurden bei Feho im Auftrag gefertigt.

Beinahe nebenbei wurden dann auch weitere Auftragsproduktionen durchgeführt - ab etwa 1960 auch für Braun zum Beispiel. Heco hatte Mitte der 60er Jahre zwar auch schon Hifi Boxen im Programm, doch die lieferten nur eine magere Qualität.

ein Braun L715 Mitteltöner
Heco Hoch- und Mitteltöner

Als dann 1964 der junge Lautsprecherentwickler Seikritt von Braun zu Heco kam (er wurde angeblich bei Braun sichtlich verärgert), konnte Heco von dessen Wissen um hochwertige Einzelchassis profitieren. Braun hatte die fertigen Chassis alle bei Heco bezogen, jedoch geheimnisvoll modifiziert.

Mehrere Zeitzeugen aus der Braun Lautsprecher-Entwicklung erzählten von dem inzwischen gelüfteten Geheimnis um den schwarzen dauerelastischen Gummi-Teer-Klebelack, mit dem bei Braun die Pappsicken, Leinensicken und Nylon- Kalottensicken samt der Kalotte eingepinselt wurden und der Erfolg kam sofort. Das nachbearbeitete Chassis klang deutlich besser als das mit einem langsam völlig aushärtenden Kleber verklebte Heco- Lautsprecherchassis. Das wurde natürlich jetzt auch bei Heco geändert.
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So brachte der Herr Seikritt sein Wissen mit zu Heco, das war sicherlich mit der Sinn der ganzen Aktion. Und dazu gehörte auch, wer für Braun die Gewebe-Kalotten formte und mit dieser Gummisuppe tränkte und wer die Schwingspule dran klebte und das ganze mit dem Magnet zu einem Lautsprecher- Chassis zusammensetzte und verschraubte und wo Heco all dieses Teufelszeug auch kaufen konnte.

Da die Firma Heco noch recht klein war und auf dem Hifi-Markt noch keinen Namen hatte, wurde weiter "gezaubert". Mit einem ganz engen Chassis-"Portfolio" sollte und mußte in recht kurzer Zeit eine kleine aber feine Lautsprecherpalette auf die Beine gestellt werden, die man den damaligen Kaufhäusern und Hifi-Studios anbieten konnte. Ein oder zwei auch noch so gute Boxen reichten da nämlich nicht aus, zumal Heco (noch) keine Elektronik hatte.
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Die nachfolgenden Produkte sind bereits aus der nach 1972 Zeit :

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Die Heco Hifi Lautsprecher 1970-73

die Liste der 1974er Chassis
die 1974er technischen Daten

Die Heco Hifi Boxen jener Tage um 1970 hatte also zahlenmäßig wenige verschiedene Chassis-Komponenten. Das war vorerst service- und vertriebsmäßig gesund und trug zm Aufschwung der Marke Heco bei.

Vor allem die drei Baßlautsprecher oben im Bild machten Erstaunliches her. Das 205mm Chassis ganz links oben ist "scheinbar" sowohl in der P4302 als TC204 als auch 2 mal in der P7302 als TC200 mechanisch sehr ähnlich. Dieses Chassis hat einen enorm großen Magneten im Vergleich zu anderen Fabrikaten und damit einen sehr guten Wirkungsgrad.


Ob aber die Parallelschaltung von 2 Basschassis TC 204 mit nominell je 4 Ohm zur Gesamtimpedanz von nunmehr 2 Ohm in einer P7302 wirklich funktioniert, wird sich noch zeigen, wenn die Verstärker in unseren ersten P7302 SLV bzw. unseren zweiten SLV/K2 in Betrieb genommen werden. Vorweg gesagt hat auch dieses Chassis weit weniger als die nominellen 4 Ohm !!! Mehr über die "verbogenen" Lautsprecher-Impedanzen steht auf dieser Seite.

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Darum sehr wichtig:
Vorsicht auch bei vermeintlich gleichen Abmessungen

Heco baute die Chassis - wie später auch Braun - selbst. Auch Canton hatte das seinerzeit gemacht. Sicher war es ganz wichtig, aus dem kleinen Repertoire der verfügbaren Magneten und Körbe die jeweiligen Membranen und Schwingspulen je nach Bedarf geschickt zu kombinieren.

Das 205mm Langhub- Tieftonchassis der P4302 wird in der P7302 nur ungenügend arbeiten, weil dort eine andere Impedanz gefordert wurde. Diese beiden sind also NICHT austauschbar. Mehr steht auf der Folgeseite hier.
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