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Ein Paar nahezu fabrikneue (uralte) Canton GLE 100

Im Mai 2018 habe ich ein Paar solcher GLE 100 geerbt, zusammen mit einem Paar Magnat ZERO 6. Lange Jahre vorher hatte ich bereits ein Paar Canton LE 600 erhalten, um auch die mal im Vergleich zu den JBL L90 zu hören.

Die Canton Boxen betreibe ich nicht am Revox B251, obwohl dort die beiden Paare mit Relais umgeschaltet werden könnten. Die jeweils zum Vergleich angeschlossenen Boxen werden am (kleinen) Accuphase E210 betrieben. So läßt sich bei gleicher Quelle die Lautstärke sauber auspegeln.

Um eventuelle Irrtümer respektive Fehler besser erkennen zu können, ist inzwischen auch ein Grundig FineArts A903 Vollverstärker sowie ein DENON PMA 1060 alternativ zu dem Accuphase E210 in Betrieb. Natürlich gibt es noch mehr Vertstärker bei uns im Labor, doch hier geht es um Vollverstärker mit ähnlicher Leistung und ähnlichem Preisgefüge.
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Der erste Eindruck im Vergleich

Die GLE 100 klingen nach Holz-Gehäuse hinter einem Vorhang - und - obwohl gleich groß, haben die JBL den sauberen kräftigeren lebhaften Bass. Spiele ich die mir lieb gewonnen Refrenzen ab, Via Condios, Dire Straits, Milva, Katie Melua, Sissel usw., hört man die Unterschiede deutlich, also ohne sich beim Hören besonders anzustrengen. Spiele ich uralte Aufnahmen wie die von Edith Piaf, Daliah Lavi, Catarina Valente und Peter Alexander, klingen die Boxen scheinbar sehr sehr ähnlich.

Bei technisch guten klassischen Aufnahmen ist der Unterschied eklatant. Da liegen eben mindestens 10 Jahre Entwicklung dazwischen. Das hört man deutlich.

Die beiden größeren Magnat-Boxen Zero-6 sind deutlich schwerer und müssen darum noch etwas warten.
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Unsinn in manchen Foren

In einem Forum hatte sich einer der Schreiber sogar darauf versteift, diese Canton GLE 100 seien ja eigentlich für liegenden Betrieb entwickelt. Prinzipiell macht der Ansatz Sinn, daß Hoch- und Mitteltöner immer senkrecht übereinander positioniert werden sollten. Damit werden Interferenzen und Auslöschungen zwischen den beiden Chassis bei der Stereowiedergabe weniger kritisch.

Liest man jedoch die Produkt-Aufkleber auf der Rückseite, so ist die linke Box mit dem Hochtöner nach links ausgerichtet, die rechte Box eben umgekehrt. Weiterhin werden bei beiden Boxen spezielle leicht angewinkelte schwarze Standfüsse mitgeliefert, die eindeutig zum senkrechten Aufstellen hinweisen.

Im liegenden Betrieb soll(t)en Hoch- und Mitteltöner jedoch optimal - also immer außen liegen, sodaß die linke Box dann rechts hingelegt werden müsste und umgekehrt. Damit hätte also Canton die Aufkleber verwechselt und das kam dort bestimmt nicht vor. Die ex-BRAUN und ex-HECO "Leute" waren Vollprofis.
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