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Es gab und gibt bei aktiven Boxen nicht nur Vorteile . . .

In fast allen sogenannten Hifi- und/oder Musik- Fachzeitschriften oder Magazinen wurde mehrfach seitenlang über die Vor- und Nachteile von Aktivlautsprechern referiert und sinniert.

Viele dieser Artikel waren fundiert, einige waren extrem populistisch und wenige waren einfach nur falsch. Also: vom Grundsatz her ist ein (mehrkanaliger) Aktivlautsprecher einem Passivlautsprecher immer überlegen. Nur - wie immer bei "Radio Eriwan", eben nur prinzipiell und grundsätzlich.

Es gab und gibt da in der Realität schon einige Problemchen und Nachteile, die nicht jedem Kunden bekannt oder bewußt waren oder die von "Den Werbemenschen" und den Verkäufern einfach nur verschwiegen wurden, wegen des Populismus und wegen des Umsatzes.
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(1) Der Einschalt- und Ausschalt-Knacks

Nachdem diese Canton CA20 Artikel im Oktober 2013 hier erschienen sind, melden sich auf einmal eine Reihe von Canton Besitzern und fragen nach, ob wir vielleicht helfen könnten.

Die Boxen würden seit Jahr und Tag, also im Prinzip seit der Anschaffung, beim Einschalten (mit dem ersten Signal - aus dem Bereitschaftsmodus) einen lauten Knacks von sich geben. Auch beim Ausschalten nach wenigen Minuten würde es ebenfalls laut knacken. Das könne doch bei Lautsprechern der 14.000 Marks Klasse einfach nicht sein.

Die (damalige) Technik von Canton (es war nur der eine Techniker) hätte mit allen Tricks versucht, das Problem in den Griff zu bekommen, aber leider sehr oft unerfolgreich.

Da wir bei uns eine ganze Gruppe von aktiven Lautsprechern im Studio haben, wissen wir, daß es welche gibt, die beim Ein- und Ausschalten nicht knacken.

Auch hier wieder nach "Radio Eriwan", im Prinzip müsste es nahezu lautlos funktionieren. Ganz lautlos ginge es aber nur nur mit lautlosen elektronischen Relais.

Doch die Canton CA 20 hat ein ganzes Rudel von mechanischen Relais
, die schon mal beim Einschalten laut klacken. Und die werden auch gebraucht. Will oder muß man die Einschwingvorgänge eines dicken direkt gekoppelten Verstärkers von den Chassis fernhalten, weil diese die 30 Volt Gleichspannung - auch für wenige Millisekunden - nun mal nicht vertragen, muß man jedes Chassis per Relais verzögert einschalten. Und eigentlich müsste je ein Relais die beiden Trafos einschalten.

Bei den CA10/20/30 hängen der/die Trafos primärseitig aber (leider !!!) immer am Netz und nur die Sekundärspannungen werden per Hochlastrelais geschaltet. Grundig und andere haben kleinere Hilfstrafos und schalten per Relais den dicken Haupttrafo komplett ein und aus.
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(2) 4 Stück 100 Watt Endstufen sind noch keine 400 Watt !

In den Lautsprecher- und Verstärker- Beschreibungen hier im Bereich Wissen habe ich ausführlich erläutert, daß bei konzertanter Orchster-Musik - von CD zum Beispiel - recht hohe Impulse am Verstärker ankommen. Und es ist nachweisbar, daß ich an meinem Accuphase P800 Endverstärker mit dem Oszilloscope die steilen spitzen und hohen Impulsspitzen am Verstärkerausgang immer noch sehen (erkennen) kann, an einer kleinen 70 Watt Endstufe aber nur die Clipping Grenze erkenne, wenn das Musiksignal oben platt (waagrecht) abgeschnitten wird.

Das bedeutet für mich aber, daß ein stabiler 400 Watt Verstärker selbst mit den Verlusten der Weiche (bei passiven Boxen) immer noch höhere kräftige Impulsspitzen an die Tiefton und Tiefmittelton- Chassis anliefert, als ein in der Box eingebauter 70 Watt Verstärker ohne passive Weiche. Und zwischen 70 Watt und 100 Watt ist kein so großer Unterschied zu erkennen.

Bei meiner Anlage mit den JBL Ti250 könnte ich (mit Gewalt) die 4 Chassis von der Weiche abtrennen und mit getrennten Endstufen ansteuern. Dann brauchte ich aber (nur) maximal 40 Watt für den Hochtöner, maximal 60 Watt für den Hoch-Mitteltöner, mindestens 150 Watt für den Mittel-Tieftöner und ganz bestimmt richtige 400 Watt Sinus für den Tieftöner, natürlich alles auf dem qualitativen Niveau der Accuphase P800 Endstufe und zusätzlich eine ganz edle 4 Wege Stereo Frequenzweiche. Und das ist nahezu unbezalhlbar.

Mit diesem Wissen wollen wir einen Vergleich mit den Canton CA20 oder CA30 durchführen, mal sehen, ob wir diese Boxen bekommen können.
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