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Der Revox B251 ist unser Referenz Abhörverstärker.

Neu - B251 Anzeige im März 1987
In 2006 im Hifi-Labor noch mit Tuner links und Schornstein oben drauf
Links das Schaltnetzteil, unten ein sehr heißes Kühlblech (rote Pfeile) , rechts der Endstufenkühlblock, der von unten nicht durchlüften kann

Dieser Verstärker hat alle die Eigenschaften eingebaut bekommen, die einem Hifi Freak wie auch einem Profi das Herz höher hüpfen lassen. Aber gleich vorweg, ein Disco-Verstärker oder eine Leistungsendstufe für große Säle ist er trotz seiner 2 x 110 Watt nicht. Die Kühlung ist problematisch.

Natürlich haben wir auch andere dicke und ebenso leistungs- fähige, teilweise leistungsfähigere Typen und auch deutlich teuere Vollverstärker.

Doch der Revox hat einen analogen Pegelausgleich
für die wichtigen Eingänge und einen Lautstärkeausgleich für die beiden angeschlossenen relaisgeschalteten Lautsprecherpaare. Das war damals ungewöhnlich viel Komfort und ist es heute noch.

Daß der Verstärker absolut neutral klingt, wurde auch in den (von mir so oft bemängelten) Tests der diversen Hifi- Zeitschriften festgestellt. Er hat keine Loudness Einstellung und die Klangregler haben einen (im Vergleich zu Grundig oder Braun) sehr eingeschränkten Regelbereich im Bass von ±12db und in den Höhen von nur ±7db.

Bei Revox (wie auch bei Accuphase) hieß es eigentlich nur, entweder es klingt oder es ist kaputt.

Der B251 hat ein Schaltnetzteil !!!

Anfänglich wollte ich es nicht glauben, der Verstärker war für 2 x 110 Watt Sinus an 8 Ohm viel zu leicht. Also getürkt !! von Revox ?? Was hätte Willi Studer dazu gesagt ??

Nein, es war nicht getürkt, unser B251 macht genau 2 x 122 Watt an 8 Ohm bei 1 KHz über 20 Minuten an unseren 8 Ohm / 1% Lastwiderständen. Dann wird er aber sehr sehr heiß. Und er klingt super. Hebe ich bei Konzertlautstärke den Tonarm des Revox B795 (per Tastendruck) ab, ist nichts zu hören, kein Zirpen, kein Pfeiffen, auch kein Rauschen, einfach gar nichts.

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Ein Schornstein - der erste Versuch pfeift - der Lüfter ist zu laut
Die Kühlkörper dieser 8 Klein- leistungs-Transistoren sind zu klein - der mit dem Pfeil wird besonders heiß
2 große nahezu lautlose 18cm Lüfter saugen die Luft langsam ab

Es gibt beim B251 auch "Problemchen"

Normale Class B Endstufen brauchen nur einen minimalen Ruhestrom, damit bei leisen Lautstärken die Verzerrungen so minimal wie nur möglich sind. Der B251 ist aber ein Class A/B Verstärker. Beim B251 ist daher der Ruhestrom in den Treibertransistoren und damit die dortige Verlustleistung erheblich.

Und bei der Konstruktion wurde vermutlich nur die thermische Konvektion der 22 Grad "kalten" Umluft eines normalen Wohnraumes kalkuliert. - Das reicht aber nicht. Der thermische Weg der aufsteigenden Warm-Luft ist überhaupt nicht gut (eine sehr wohlwollende Umschreibung für einen Konzeptionsfehler) gelöst, weder beim Treiber-Verstärkerteil noch bei dem großen Peltier- Kühlkörper. Die gesamten !!!! Lüftungswege sind leider mit waagrechten Platinen geradezu perfekt verbaut bzw. zugebaut.

Der Verstärker muß "zwangsbelüftet" werden, sonst wird er bereits im Leerlauf im waagrechten !! Treiberteil der Endstufe zu heiß und die Platine (oben links unter der Abdeckung) wird braun und irgendwann lösen sich die Leiterbahnen ab und dann wird es leider teuer.

Bei einer sommerlichen Raum-Temperatur von 32 bis 36 Grad
wird es eklatant kritisch mit der Wärmeentwicklung in der linken Hälfte des Verstärkers. Da muß ich die beiden säuselnden Lüfter eben etwas schneller laufen lassen.

Und seit 2006 tut er es, laut oder leise, klanglich und von der Bedienung her einfach phantastisch - Tag für Tag - mit den beiden Lüftern natürlich.
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Eine weitere Hitzquelle ist das Kühlblech für die 5 analogen Spannungsregler.

Ohne Fremdbelüftung sehr heiß.
An dem aufgeklappten Deckel sieht man genau, wo die heiße Luft aufsteigt.

Es war 1981 bis 1982, als der B251 Verstärker mit den damals modernsten Bauteilen entwickelt wurde. Mit der Schaltnetzteil-Technik könnte man bereits +56V und -56V für die Leistungsendstufen - und zwar unabhängig von den ehemaligen 220V oder jetzt 230V oder 240V Netzspannung) erzeugen - leider nicht beim B251.

Doch Vorstufen und Treiber und vor allem die digitalen Baugruppen wollten es "etwas genauer" wissen. Das mussten dann sehr genaue 5,0 Volt sein. Und die wurden über herkömmliche sogenannte integrierte analoge "Längsregler" stabilisiert. Das sind intelligente ICs, die zwar wie ganz normale (TO220 Bauform) Kleinleistungstransistoren aussehen, aber bis zu 25 Transistoren auf diesem einen Chip haben.

An dem Kühlblech "kleben" ganz unten 5 solcher Regler und das Blech wird (gefühlt) fast "glühgend" heiß, auch im Leerlauf. Für die Luftzirkulation ist wenig Raum und damit kühlt da nichts von alleine. Man muß nachhelfen, wie wir mit den beiden Lüftern, dann geht es auch im Hochsommer.

Auf jeden Fall muß der B251 Verstärker unten mindestens 1,5cm freien Raum haben, damit überhaupt Luft (per Lüfter künstlich bewegt) zirkulieren kann.
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  • Anmerkung : Wird der sogenannte analoge Längsregler mit zum Beispiel etwa 8 Volt gefüttert und kommen dann hinten die geforderten 5,00 Volt raus, müssen etwa 3 Volt Differenz irgendwie "verbraten" werden und bei zum Beispiel 1 Ampere Stromstärke sind das dann 3 Watt (verlorene) Verlustleistung. Und die werden in Wärme umgesetzt. Es wird dann richtig warm - also heiß - dort bei fünfen solcher Regler.

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Von vorne will er nicht fotografiert werden .......

es blitzt zurück, das viele Aluminium

Hier ein Blick in den oben offenen Verstärker. Rechts ist die sogennante Heatpipe - die Hitzeröhre -, die die Wärme von den Endtransistoren an die großflächigen Kühlrippen abgibt. Dennoch, als Diskotheken-Verstärker ist er nicht geeignet.

Wie gesagt, das mit der Wärmeabgabe über die Heatpipe gilt nicht für die Treibertransistoren. Links ein voller Blick auf das hochkant eingebaute Netzteil.

Die Modifikation fürs Labor
Die Revox Klemmen, etwas "dünn".
Zwei Schrack Relais im B251
Die Schraubklemmen am kleinen Accuphase E-210

Noch eine Besonderheit bei uns:

Ich wollte wissen, wie viel Leistung beim "volle Pulle Sound" eventuell an den Relais und dem Lautsprecherkabel "hängen" bleibt und darum habe ich hinten am Verstärker spezielle Hochstromklemmen mit 1,5qmm Litze an der Endstufe "vor !!" den Relais angelötet. Und dann habe ich mir mit dem Oszilloscope die Höhe der Spannungsspitzen bei angeschlossenen Lautsprechern angesehen.

Wenn man die Relais nicht unter absoluter Vollast umschaltet, leben die ewig und die Kontaktköpfe "verbrotzeln" nicht und es macht keinen Unterschied aus, ob die Lautsprecher direkt an der Endstufe oder an den testweisen Ausgangsklemmen angeschlossen sind.

Im Frühjahr 2015 fing die rechte Box an, sporadisch auszufallen.
Nach mehrfachem Umschalten auf LS-Paar B und zurück ging es wieder. Irgendwann machte die rechte Box dann gar keinen Mux mehr und ich wollte nachsehen und die beiden Boxen einfach von Ausgang A auf den Ausgang B umlegen. Doch in diese Klemmen gingen die dicken Kabel nicht rein. Also wieder in A eingesteckt und ...... beide Boxen gehen wieder. Die dort im B251 verwendeten Lautsprecherklemmen sind also nicht der Weisheit letzter Schluß. Das Relais war es gar nicht.

Das mit den Klemmen hat übrigens Accuphase in seinem E210 deutlich besser gemacht.
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So langsam tauchen weitere Fehler auf

Das ist unser B251 mit SN 5565

Im Nov. 2016 hatte ich einen B251 auf dem Labortisch, der sowohl bei den Balance- Tasten wie auch bei den Anzeigetasten keine Umschalt-Funktion mehr zeigte. Die Eingangsum- schaltung, die - vom Prozessor gesteuert - von jeder Menge von FET-Schaltern bewerkstelligt wird, hatte scheinbar noch funktioniert.

Also aus dem Cinch-Ausgang für Bandgeräte kamen die Eingangssignale noch einwandfrei raus. Damals hatten wir noch keinen Schaltplan. Ich wußte nicht, daß es im B251 zwei sogenannte Sammelschienen gibt.

Der Pegelunterschied am Ausgang der Endstufe zeigte mehr als 20db an. Die Endstufen selber schienen zu funktionieren. Soetwas kan man nur mit genauen Unterlagen diagnostizieren.

Wir sind dem Fehler auf der Spur, da er so ähnlich auch bei uns aufgetreten ist.

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