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2013 - Besuch beim RBB und im "Haus des Rundfunks"

Hauses des Rundfunks in 2013
1957 nach der Renovierung

von Gert Redlich im Aug. 2013 - Seit der Entstehung des Hauses des Rundfunks etwa ab 1930 - initiiert durch den Reichskommissar Hans Bredow, hat sich sehr sehr viel ereignet.

Da gab es 1933 im Frühjahr die Übernahme
des gesamten deutschen Reichs-Rundfunks durch die neuen NS-Machthaber mit allen nur möglichen Einschränkungen. Im April 1945 war zwar der "Spuk" der NS Leute relativ abrupt vorbei, doch im "Haus des Rundfunks" in den Westsektoren "spukten" jetzt die Russen bis 1956 herum. Die Amis und Engländer wollten in und mit Berlin keinen weiteren Knartsch haben.

Es muß wirklich schlimm ausgesehen haben,
als die sonst angeblich doch immer so akkuraten und korrekten "Sowjet-Menschen" das Gebäude 1956 verlassen hatten. So wurde das Gebäude bis 1957 ein ganzes Jahr lang von Grund auf renoviert, jetzt für den SFB.

Und dann nach der Wende 1989 wurde aus dem SFB
(Sender Freies Berlin) der RBB (Radio Berlin Brandenburg).
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Der Eingang innen, wie damals
Der Lichthof in der MItte
Die Aufzüge - Paternoster

Rund 25 Jahre nach der Wende war ich zu einem Besuch eingeladen.

Das Haus ist quasi die wirkliche Geburtsstätte des deutschen Rundfunks. Die oft publizierten verschiedenen Berliner Lokalitäten davor waren meist nur Provisorien.

Meines Wissens nach steht es inzwischen unter Denkmalschutz und wurde innen so weit wie möglich wieder hergerichtet, wie es mal in den 1930er Jahren war.

Diesmal bin ich durch die Hintertür herein geführt worden, denn die Einladung kam vom RBB Bereich Fernsehen. Der RBB Fernsehbbereich wohnt nebenan in dem ehemaligen großen SFB Wolkenkratzer, hat aber interne Verbindungen und Gänge zu allen Gebäuden dieses RBB Komplexes.

Der uralte Eingangsbereich des Hauses sieht wirklich aus wie vor 80 Jahren
, das Treppenhaus und der Innen-Lichhof wurden im Stil der 1930er Jahre renoviert.
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Der Ton macht die Musik

Ein Schnitt durch das alte Ur-Gebäudes des Hauses

An anderer Stelle habe ich ausgiebig über die mir bekannten Klangqualitäten des Sendesaales des Hessischen Rundfunks und der "Alten Oper" in Frankfurt geschrieben.

Bei meinem Besuch im Juli 2013 im Haus des Rundfunks war gerade keine Veranstaltung am Laufen, die mir einen Klangeindruck hätte vermitteln können.
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Im Haus des Rundfunks gibt es zwei Säle

der große Saal
der kleine Saal (Studio)

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Einblicke - der große Sendesaal

Mein Gastgeber, der Tonmeister vom RBB, Klaus Thiemann, zeigte mir erst mal die kleinen puppenstubenartigen Nachbauten der beiden Sendesäle, die wir dann auch in Natura besucht hatten.

Der große Sendesaal ist schon sehr beeindruckend - sowohl von der Optik wie auch von den Dämpfungseigenschaften (Klatschtest).

Im Vergleich zum HR Sendesaal scheint er mindestens doppelt so hoch zu sein.

Der kleinere Saal ist eher ein großes Studio und war natürlich auch gerade leer und darum nicht so fotogen.

Die Nachhalltechnik im kleinen Saal (Studio)

Für einen Tonmeister ist es natürlich besonders wichtig, daß er bereits vor und während der Aufnahmen die raumakustischen Eigenschaften je nach Wunsch, Geschmack und Musikrichtung verändern kann.

Der Fachmann und selbst geübte Laien würden nachträgliche Korrekturen wie künstliches Verhallen usw. schon sehr einfach heraushören.

Die Wände können in vielerlei Hinsicht teilweise oder ganz aufgeklappt werden und so fast jeden gewünschten Ton-Effekt annehmen.

Die Studio-Regie war leider nicht zugänglich, man sieht hier nur das mehrfach schallgedämmte Regie-Fenster.

Berlin ist für uns ziemlich weit weg

Das ist ein "Paternoster"

Sehr gerne würde ich mir im großen Sendesaal des RBB ein Konzert - ob klassisch oder modern - mal anhören, doch nach Berlin sind es über 500 Kilometer. Dann muß es noch etwas warten, bis wieder eine Berlinreise eingeplant ist.

Vor allem wollte ich noch mal "Paternoster" fahren
, wie vor vielen vielen Jahren im UFA Haus in der Taunusstraße 52 in Frankfurt als 7-jähriger Junge. Es war ein beeindruckendes Erlebnis, "wie" (oder auch "als") die einzelnen Zellen bzw. Kabinen von oben aus dem Dach herunter kamen und immer leer waren.

Leider sind diese "Paternoster" vielerorts verboten worden, weil die Benutzer einfach zu dämlich waren oder geworden sind, um zu kapieren, wie man einsteigt und auch wieder aussteigt. Mein Bruder und ich haben sogar mit 8 Jahren eine unglaubliche Routine bekommen, nachdem wir beide "geschnallt" hatten, wie der funktioniert, und wollten damals mit unserem Vater Gerhard Redlich immer mit nach Frankfurt, nämlich "Paternoster" fahren.

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