Was wir in den Booklets an technischen Infos gefunden haben
Januar 2026 - Schon bei den etwas teureren Vinyl- Langspiel- Schallplatten der 1960er Jahre war es üblich, dem Käufer und damit dem Hörer mehr Informationen zu liefern, was er da gerade hört. Und wenn die Rückseite des vollformatigen 30 x 30cm Covers nicht ausgereicht hatte und auch die Innenhülle bereits beidseitig bedruckt war, hatte man dazu ein mehr oder weniger kleines oder großes "Booklet" in den Umschlag bzw. die Hülle beigelegt.
Bei den deutlich kleineren CDs hatt es dann angefangen, zu dieser bereits gekauften CD weitere Werbung und ganze Listen des restlichen bereits fertigen Repertoirs mitzuliefern, damit der Kunde noch mehr kaufen sollte. Auf diesen recht kleinen Booklets stand dann immer öfter drauf, um was für eine Aufnahme es sich handelte. Alle hatten mit DIGITAL geworben und dann waren es in den ersten Jahren nach 1993 doch nur die so bezeichneten "AAD" Umspielungen vorhandener alter analoger Masterbänder aus dem Archiv. Erst später wandelte es sich zu wirklich echten "DDD" Aufnahmen.
Bei den SACDs muß man auch wieder genau hinschaun, was man da bekommt. Von den Beatles und von Pink Floyd existieren keine digitalen Aufnahmen. Bei den Beatles sind es die 4 Spur Masterbänder der damals ganz neuen 4-Spur Studer Maschinen.
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Bewiesen ist, daß auf den analogen 24 Spur- oder analogen 48 Spur- Masterbändern qualitativ mehr drauf ist als auf dem Produktions-Band für die 33er Schallplatten und später vermutlich auch auf den 2-kanalig zusammengemixten CDs. Ob das dann auf einer SACD qualitativ vergleichbar so viel besser ist als die CD Version, soll ja unser Vergleich zeigen.
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Darum betrachten wir die SACD Booklets mal etwas genauer
Nur in wenigsten Booklets steht mehr über die benutze Digital-Technik, weil es den Käufer überwiegend gar nicht interessiert und er allermeist mit den technischen Geräten nichts anfangen kann. Für uns, die wir die Entwicklung der analogen Vielspurtechnik in der analogen Endzeit der großen Boliden um 1988 und den Übergang zur digitalen DASH Magnetbandtechnik mitbekommen hatten, sind solche Infors schon interessant.
Auch diese DASH Technik lebte nicht lange und die reine Vielspur-Digitaltechnik beendete alle diese Entwicklungen. Heute (besser ab 2010) sprechen die Profis weder über den Frequenzgang noch über den Klirrfaktor noch über den Dynamikbereich. Alles ist inzwischen jenseits von "Gut und Böse" und das sogar über mehr als 64 Kanäle.
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Betrachten wir die Pink Floyd Aufnahme Dark Side of the Moon
Die analoge Vielspur-Aufnahme (angeblich eine Studer A80 Bandmaschine) stammt aus 1973 und wird immer noch als das "Noneplusultra" der Musikgeschichte vermarktet. Die Interpretation ist ganz sicher beeindruckend - doch die technische Qualität ist (nur !) am oberen Rand des Maximums der analogen Technik - mitsamt dem damaligen DOLBY, wenn es damals eingesetzt wurde. So gut wie alle "Neuerscheinungen" dieser Aufnahmen aus Konzerten und Studio sind remasterte Versionen der analogen Originalbänder oder von Sicherheits-Kopien davon. Angeblich sei es eine 16-Spur Version der Studer A80 gewesen. Die SACD Surround-Version erschien erst in 2003, denn die mehrfach angegangene 4-Kanal Quadro Version war mit der CD nicht zu machen. Somit ist die SACD Qualität beinahe nebensächlich, die Surrond-Technik aber im Vordergrund.
Zu bemerken ist jedoch, daß es 2003 bereits 5+1 Surround Aufnahmen auf Audio-DVDs gab. Warum da die SACD Technik ausgewählt wurde, ist nicht zu ergründen.
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Auch Mark Knopfler erstellte eine 5.1 Surround SACD
Auf der SACD "Brothers in Arms" wird auch die 5.1 Multichannel Surround Technik in den Vordergrund gestellt. Die Aufnahmen von vor 2005 sind vermutlich auch auf analogen Mehrspurmaschinen aufgenommen worden. Auf der Rückseite der SACD wird deshalb auch von Remastering gesprochen. Bei reinen Digitalaufnahmen ist Remastering gar nicht notwendig. Die künstlich verzerrte Gitarre von Knopfler klingt zwar toll, ist aber kein qualitatives Audio-Wunderwerk. Eine Kompaktkassette hätte es da auch getan.
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Die US-Plattenfirma TELARC gab sich da mehr Mühe .....
..... dem Neukunden zu erklären, was es mit der SACD auf sich hatte.
Telarc hatte sich in den 1970ern zusammen mit Sheffield Labs auf dem analogen Vinyl-Schallplattenmarkt einen Namen gemacht mit den ersten überragend klingenden "Direct Cut"- Platten.
Später gab es auch CDs von diesen Aufnahmen, wobei dann raus kam, sie hatten doch ein digitales Studiobandgerät mitlaufen lassen - das hatten sie zwar zuerst abgestritten - aber dann doch (nur) zur Sicherheit mitgenommen - sagten sie in einem Hifi-Magazin.
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