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Nutzt uns die digitale Version des SACD Originals wirklich ?

Anfänglich bin ich davon ausgegangen, daß die Verwendung / Benutzung der digitalen Ur-Aufnahme der ein(zig)e optimale Maßstab für einen sinnvollen Vergleich mit der CD (oder weiteren Tonträgern) sei.
Doch eigentlich ist das deutlich übers Ziel hinaus geschossen, denn der anspruchsvolle "Normalo" hört doch seine Lieblings- musik über seine eigene Anlage und dort von den - über den analogen Eingang zugespielten - Quellen von CD, DVD Audio oder von SACD oder mittels Streaming aus dem Internet.
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Ein Vergleich in der Realität müsste anders aussehen

Und damit ist ein (vielleicht sogar machbarer) Vergleich der "super-optimalen" SACD-Wiedergabe im Abhörstudio eines Hightech- Rundfunkstudios mit entsprechenden super tollen Abhör-Monitoren mit der CD-Wiedergabe auf der Hifi-Anlage zuhause an der Realität vorbei geplant.

Die Realität :
Um in der Realität zu bleiben, müssen also beide Quellen an einem analogen Eingang eines qualitativ hochwertigen Verstärkers / Receivers eingespeist werden. Auch die Verwendung des im A / V-Receiver oder Verstärker integrierten D / A-Wandlers verschiebt die Vergleichs-Kriterien. Das sollte demnach vermieden werden.

Die verschiedenen CD-, DVD-Audio-, DVD-Video- und SACD- Player :
Die Ausgabe der Quelle muß daher für unseren Vergleich analog erfolgen, entweder vom gleichen (hochwertigen) CD/SACD-Player (natürlich alternativ von der Hybrid-Scheibe - was auch eingestellt werden können muß) oder von einem (nur) SACD-Player und einem (nur) CD-Player.

Der mögliche Beweis in der (aus 5 sek Schnipseln montierten) Wave- Vergleichs-Datei :
Da der echte Vergleich nur funktioniert, wenn die 5 oder 8 Sekunden-Sound-Schnipsel pausenlos alternierend aneinander "geklebt" (= montiert) worden sind, bleibt nur der weitere Weg über einen hochwertigen digitalen 96/24 bit Recorder über dessen analoge Stereo-Eingänge.
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Zusatzerläuterung zu den Wave-Dateien : Wave Dateien sind Container-Files, in die man alles mögliche reinpacken kann, also auch 4-kanalige 96kHz/24bit Streams, die der Sound-Chip im Player (oder PC) natürlich decodieren können muß.
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Die Weisheiten / Wahrheiten aus 2003 und von 2024

Wir haben jetzt April 2024 und ich habe mit vielen Beteiligten und vermeintlichen Fachleuten gesprochen und diskutiert, wie das damals in 2003 mit den ersten SACD- Vergleichen gelaufen war.

Alle Gesprächspartner mit "monitären" Interessen fallen aus dem Raster, weil die etwas verkaufen "müssen". Und in der High-End Szene ist aber sehr oft (oder viel zu oft) Glauben und "Fühlen" angesagt.

In der Ingenieursgilde gilt aber nur der nachvollziehbare Beweis. Mit Gefühl konnten wir noch nie etwas beweisen. Darum sondiere ich nochmals die Grundlagen, wie man einen fundierten Beweis für beide Aussagen auf die Beine bekommt.
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  • 1. Kein Unterschied zwischen SACD und CD oder anderen digitalen Konserven
  • 2. Ein hörbarer Unterschied zwischen 96/24 Bit und 44/16 Bit Konserven

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Grundlage 1

Ab dem analogen Eingang des Vorverstärkers sind die elektronischen Hifi-Komponenten samt der Wandler (Lautsprecher oder Kopfhörer) bei den meisten Hörern festgelegt. Diese "Schnittstelle" muß daher mit meinem Vergleichs-Material gespeist werden.
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Grundlage 2

Die zu vergleichenden Musik- bzw. Audio-Schnipsel von den beiden Quellen müssen (beide) auf der höchst möglichen Qualitätsstufe abgespeichert werden und aus dieser bestmöglichen Konserve an den analogen Eingang der Stereoanlage angeliefert / eingespeist werden.

Bedingung ist bei der Wiedergabe der Audio-Schnipsel auch, daß der gleiche höchstwertige D/A-Wandler verwendet wird. Wir haben dazu den modernen TASCAM DR40X Recorder (aus 2018) mit 96/24 bit Technik zur Verfügung.
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Grundlage 3

Die Referenz-Schnittstelle für die realen Vergleiche ist der vorhandene analoge Audio-Ausgang

Das bedeute auch, daß die SACD auf einem SAD-Player abgespielt wird, dessen analoges Ausgangssignal in den TASCAM Recoder analog eingespeist wird, genauso wie es der Musik-Fan zuhause machen würde (oder mangels Alternative(n) machen "muß".)
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Damit durchläuft die digitale Aufnahme der SACD den ersten (eingebauten eigenen) hochauflösenden D/A Wandler. Den originalen digitalen SACD 1bit Datenstrom als Referenz zu verwenden, geht an der Realität vorbei. Bei dem Musik-Fan ist immer ein SACD- oder CD-Player mit seinen jeweiligen technischen Eigenschaften in der Kette.

Auch bei der Wiedergabe der ganz normalen CD ist der (eingebaute eigene) D/A-Wandler des jeweiligen CD-Players mit im Spiel und darf bei den realen Vergleichen nicht ignoriert werden.
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Grundlage 4

Das "Für und Wider", den digitalen "Output" einer SACD Quelle in einen weiterverarbeitbaren PCM-Datenstrom umzuwandeln, ist auch diskussionswürdig und damit problematisch. Der digitale Inhalt der SACD ist verschlüsselt und dieser Schlüssel muß (oder darf) laut Lizenzbestimmungen von SONY ausschließlich in dem Wandler-Chip enthalten sein. Dieser Chip darf aber auch laut der Lizenzbestimmungen keinen digitalen hochauflösenden 96/24 bit PCM-Ausgang zur Verfügung stellen - sondern nur ausschließlich analoge Ausgänge.

Ist daher im SACD Player der in diesem Chip integrierte D/A Wandler nur von "suboptimaler" Qualität, wird es grenzwertig bezüglich der qualitativen Verwendung des analogen Ausgangs. Die anonymen "Entschlüsselungs-" Spezialisten haben evaluiert, daß man die 4.8 GB große ISO Datei einer SACD, die (bislang !) kein normaler DVD-Player abspielen konnte, mit Tricks von der Playstation 3 herunterladen kann (Stand von 2007).

Und man kann sie mit einigen inzwischen verfügbaren Treibern in eine 96/24bit PCM Datei (entsprechend den 2 x 48/16 bit aus der SONY-DAT-Technik) wandeln. Andere sprechen von einer 88/24 bit Datei (entsprechend 2 x 44/16 bit) aus der Philips CD-Norm. Die digitale EBU/AES Studio-Norm spricht von 44 kHz und 24 Bit Technik.
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Große Erkenntnisunterschiede gibt es angeblich bei der Wandlung des digitalen 1 bit Streams in andere digitale PCM Formate. Niemand in meinem Umfeld kann etwas genauer und beweisbar die digitalen Umrechnungs- bzw. Wandlungs- Verluste beschreiben oder dokumentieren.
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Die Frage, die sich dann aber stellt, ist essentuell. Sind also die erkennbaren (abhörbaren) qualitativen Unterschiede wirklich so gering, daß man sie kaum noch wahrnehmen kann, und wenn das stimmen sollte, wo gehen die verloren ?
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Nachtrag : durch Zufall im April 2024 gefunden :
Der (besondere) SONY UBP-X800 Player aus dem Jahr 2019

Neu vom April 2024 - Beim Schmökern in älteren Audio-Werbemagazinen wie AUDIO finde ich zufällig eine Beschreibung aus 2019 eines damals ganz neuen SONY CD-DVD-SACD- Players. Und dort ist wieder alles "anders".
Sucht man nämlich im Internet nach einer Möglichkeit, SACDs auch auf anderen Geräten als den PCs abzuspielen, kommt man irgendwann auf die (uralten) SONY Lizenzvorgaben aus den Jahren 1999 bis 2001.
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Diese Lizenzvorgaben besag(t)en (jedenfalls in oder ab 2001), aus einem SACD-Player darf kein digitales Audio-Signal in hoher 96/24bit Edel-Qualität rauskommen. Es könnte ja bösartiger- weise von bösen Raubkopierern kopiert (geraubt) werden - obwohl bei uns in Deutschland die Urheber-Abgaben bereits einmalig pauschal abgegolten sind. Laut Gesetz : Kopieren ja, aber entschlüsseln NEIN. Es sei denn ...........
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Doch dann finde ich diesen SONY Blue-Ray Player, der gar keine analogen Ausgänge mehr hat. Also muß doch das hochauflösende Audio-Signal zwangsläufig irgendwo rauskommen. Sie haben also bei SONY notgedrungen (oder notgezwungen) das 20 Jahre alte - vorhersehbar - geflopte SACD-Lizenz-Konzept über den Haufen geworfen und sich dem kontinuierlich verändernden Markt angepaßt.

Also : Aus dem 299.- Euro Player, den es heute noch (in 2024) zu kaufen gibt, soll das hochauflösende Audio-Signal aus der SPDIF Coax Buchse sowie aus einer speziellen zweiten HDMI Sound Buchse (rechts) rauskommen. Die Betonung liegt auf "soll".

Ich bin gespannt, ob das geht ........ und was für ein Signal ausgegeben wird.
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Weitere Kriterien (oder Vorschläge) sind im Anrollen.
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Eine noch nicht beantwortete Kernfrage (für mich) ist : Wie analysiere ich ein digitales Signal aus einer digitalen Quelle ?

Es gab da mal ein tolles Meßgerät für einige tausend Euro, doch das wäre übers (finanzielle) Ziel hinausgeschossen.

Mit welcher PC-Hadware ginge das ??
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Es gab da mal einen Profi-Analyzer .....
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