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Uns liegen 16 SACDs unterschiedlichster Richtung vor .....

Jan. 2026 Und gleich zu Anfang gibt es Erkenntnisse, die zu den Grundlagen der Bewertung gehören. Die für einen anspruchsvollen aber normalen Hifi-Fan hörbaren Qualitätsunterschiede sind dann absolut marginal, wenn es sich um elektronische Musik handelt.

Werden die akustischen Instrumente über Bühnen-Verstärker wiedergegeben wie zum Beispiel bei Pink Floyd oder Dire Straits / Mark Knopfler und vielen anderen, höre auch ich überhaupt keinen Unterschied, weil die Gitarren bei Dire Straits schon auf der Bühne künstlich völlig verzerrt klingen (sollen). Auch die SACD-Demonstration einer gewaltigen Kirchenorgel mit einem Orgelkonzert von J.S. Bach ist mit der CD gleichwertig.

Es ist also völliger Humbug oder eine blöde (oder geschickte) Verkaufsmasche oder besser gesagt reine "Augenwischerei", jemandem solche SACDs anzudrehen, selbst wenn er oder sie die haben möchte. Da tut es die ganz normale CD allemale.

Auch bei der Wiedergabe von Gesang ist die Beurteilung zweifelhaft. Dort spielt das jeweils eingesetzte Mikrofon und der Abstand zum Künstler eine entscheidende Rolle. So bleiben die reinen akustischen Instrumente übrig, aber auch wieder mit Einschränkungen.
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Beurteilen und Vergleichen mit Musik, die nicht gefällt .....

Jetzt kommt das viel schwierigere Thema, die Psyche des Hörers. In einer Studien- oder Diplomarbeit hatte schon vor über 20 Jahren ein junger Diplomand sehr ausführlich beschrieben, daß die ausgewählte Vergleichsmusik jegliches Abschwenken der Aufmerksamkeit des oder der Juroren auf die Interpretation des dargebotenen Stückes vermeiden muß. Sonst verschiebt sich die primäre Konzentration der Juroren auf die qualitative Beurteilung der Wiedergabe vom Vordergrund ganz schnell in den Hintergrund.

In unserem Falle bedeutet das, daß die diversen Free-Jazz SACDs so extrem gewöhnungsbedürftig sind, daß nach den ersten 2 Stücken auf einer dieser SACDs die Zielrichtung der ganzen Bewertungs-Aktion ins Trudeln gerät. Die Beurteilung der musikalischen Interpretation überlassen wir den Fans dieser Musik, die sehr oft mit alten Schellack-Aufnahmen zufrieden sind.
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Nur wenige Stücke der sogenannten Sampler begeistern

Da heutzutage (im Jahr 2025) so gut wie fast alle (Millionen von) Musiken der vergangenen 100 Jahre im Internet zum Streamen verfügbar sind, kann man leicht den überwiegenden Geschmack der Hörer statistisch erfassen und so sind einige Stücke auf den SACD-Samplern als (empfundene) Fingerübungen eines Pianisten nicht so populär und damit weniger zum Vergleich geeignet. Die Musik für solche Vergleiche sollte melodisch sein und nicht ablenken.
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Die anderen Randbedingungen eines machbaren Vergleiches kommen noch weiter unten.
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Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Tonstudio-Profis

Natürlich hatte ich im Vorfeld versucht, mich so kundig wie möglich zu machen, um nicht irgendwelchen populistischen Promotion-Aussagen auf den Leim zu gehen. In den seriösen Magazinen der EDV-ler wird die Software-Technik des Wandelns ab und zu aufs Korn genommen und ausführlich erläutert.

Mit diesem Wissen haben wir ganz gezielt einen der ersten SONY SACD Spieler und mehrere modernere Low-Cost Player erworben, wobei der Vergleich der Player unvollständig werden wird, weil wir nur jeweils eine SACD besitzen. Damit kann man sich nur einen oberflächlichen Eindruck verschaffen.

Mit dem auf 88,2 kHz / 24 bit erweiterten Pioneer Player können wir jetzt einen unserer Pioneer-Receiver analog (sowieso) und auch hochauflösend digital füttern und darum mit nur einer SACD vergleichen, wie es klingt.

Einer der wenigen Spezialisten ist Professor Hergesell - (ehemals HDM Medienhochschule Stuttgart). Er hatte natürlich auch diese ganze Hype um die SACD seit 1999 mit verfolgt. Auch die beiden Professoren Stanley Lipshitz und John Vanderkooy hatten sich mit dem Thema der (nach ihrer Meinung NICHT ....) hörbar besseren Qualität intensiv beschäftigt.

Dabei kam in etwa heraus, daß bei lauten Passagen wirklich kein Unterschied auszumachen sei. Ganz abgesehen davon, daß die CD-Versionen auf den hybriden SACDs fast nie identisch sind zu der SACD- Version der gleichen Musik.
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Um zu einem glaubhaften Vergleich anzutreten, ......

.... müssen wir die originalen 88,2 kHz / 24 Bit Versionen herunterrechnen (mathematisch halbieren) auf die CD-Qualität von 41 kHz / 16Bit.

Dan hätten wir die musikalisch gleiche Musik in beiden Varianten. Ob das dann wirlich ein fairer Vergleich sein wird, sei dahingestellt.
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