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"Ich weiss nicht, was soll es bedeuten."

Wie schon auf der Hauptseite ausgeführt, der A-905 macht sehr gute Musik - solange er geht. Doch wenn man da mal rein schaun muß und etwas reparieren will, wird es schon eng mit dem Verständnis.

Also, wir haben 2 Stück von den A-905 und (nur) eine Fernbedienung. Das erleichtert dennoch die Suche von Fehlern. Bei unserem ersten uralten 905 geht am Gerät die Eingangsumschaltung perfekt, von der ersten Minute an.

An dem zweiten hakt es und manchmal wird beim Drehen ein Eingang übersprungen. Da man unendlich oft rechts rum drehen kann, muß es ein sogenannter "Inkrementalgeber" sein, der den elektronischen Umschalt-Chip steuert. Mit der Fernbedienung geht es einwandfrei, ist ja nur ein Chip, der das macht. Also der mechanische "Inkrementalgeber" dürfte eine Macke haben, den müssen wir uns ansehen.
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An die Frontplatte erst mal ran kommen

Von der Fontplatte, also der Platine dahinter, gehen 4 Flachbandleitungen auf die Hauptplatine. Dort sind sie in speziellen Fassungen eingesteckt, vermutlich sind es Einmalsteckverbinder. Das bedeutet, die Kabel gehen bei der Fabrikation zwar rein, doch dann nie wieder raus. Das ist eigentlich eine gute Idee, die Produktion so zu vereinfachen und das vermeidet Wackelkontakte. Doch um an die Elektronik hinter der Fronplatte ran zu kommen, müssen die Flachbandkabel aus den Steckverbindern raus, und vor allem später auch wieder sauber und korrekt rein.

Also das war sehr mühsam, den Trick zu finden, wie die Kabel da heil raus kommen. Am Ende, es geht nicht vernünftig. Man kann zwar mit allen Tricks das Deckelteil (die Kappe) der Sockel abhebeln (und damit zerstören), doch die Kontakte haben (sicher absichtlich) Widerhaken und geben die Bandkabel nur unwillig frei. Wenn Sie das geschafft haben, kommt die nächste Hürde.
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Die A-905 Frontplatte zerlegen

Die Frontplatte besteht aus der silbernen ALU Verkleidung, dem eigentlichen grauen Spritzteil aus PVC und der eigentlichen Platine. Der Laustärkeregler mit Poti sitzt auf der Hauptplatine.

Die Bedienknöpfe sind alle nur aufgesteckt, aber sehr sehr fest. Das Abziehen ist auch mühsam, denn man möchte ja nichts verkratzen und das geht ganz leicht.

Die Demontage ist insgesamt Schwerstarbeit, es macht  keine Freude und man zweifelt mehrfach, ob es das Ganze wirklich wert ist.

Jedoch alle 4 Potis machen von der Qualität her einen sehr guten Eindruck. Es steht aber nicht ALPS drauf, auch wenn sie so aussehen. Insgesamt dauert es ca 1 Stunde, bis man die Platine endlich solo vor der Nase hat.

Der Eingangs-Wähler sitzt ganz rechts und hat zum Glück 4 metallne Laschen, die sein Oberteil festhalten. Aus Erfahrung werde ich den ganzen "Inkrementalgeber" nicht auslöten, sondern die Laschen vorsichtig öffnen und da mal rein schaun.
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Der Eingangs-Inkrementalgeber ist völlig "verölt/verfettet"

Das ganze riecht sofort nach den uralten - funkel nagel neuen - Grundig VCR Videorecordern, die innen auch dick mit Silikonfett "eingeschmiert" waren und daher von Anbeginnn nie richtig funktioniert hatten. Sehen Sie sich mal die Fotos an, vor und nach der Reinigung, so verfettet kann das keinen Kontakt mit den Schleifern geben.

  • Anmerkung : Das ist nur bedingt korrekt, denn es gab auch mal Kontaktfette und Kontaköle.


Mir ist aber schleierhaft,wie da so viel von dem Fett von der geschmierten Achse rein laufen kann. Vielleicht hat der Verstärker mal längere Zeit hochkant in der Sonne gelagert. Die Doppelfedern und der Anpressdruck müssten völlig ausreichen, eine einwandfreie (prellfreie) Kontaktgabe zu gewährleisten. Der andere Verstärker zeigte diese Macken nicht, auch nicht nach 15 Jahren.
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Jetzt ist er wieder sauber und will zusammen gebaut werden

Wie oft man die Laschen aufbiegen darf, werde ich nicht ausprobieren. Jetzt geht es ans Zusammenbauen und ausprobieren.

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Ab und zu geht der Umschalter, meist geht er nicht.

Die Reinigung hat nur mäßigen Erfolg gebracht. Mit dem Drehknopf überspringt der Wählschalter manche Eingänge, aber ohne System. Es ist ja nur ein Inkremental- Dreher.

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