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Peter Burkowitz (†) und "Die Welt des Klanges"

In der "stereoplay" Ausgabe Mai 1991 beginnt eine Artikelserie von Peter Burkowitz. - Der damalige Chefredakteur Karl Breh kannte sie alle, die Koryphäen der Tontechnik und der "highfidelen" Edelstudiotechnik. Ob es ein Siegfried Linkwitz oder Eberhard Sengpiel war, das waren die unbestech- lichen Geister, die mit dem Gehör jede Legende, jeden Mythos oder jedes virtuelle Wunschdenken und erst recht die verklärte Wahrheit der Erinnerung sofort entlarven konnten. Das alles steht in den 25 Artikeln "über den Klang".

Karl Breh 1991

Dem Feund ein Geschenk machen . . . .

Daß Karl Breh mit "der Ausrichtung" der stereoplay nie recht zufrieden war, hatte sich herumgesprochen, seine Ausdauer aber auch. Und so wuchsen Freundschaften. Peter Burkowitz hätte nie irgendwelche Artikel in stereoplay oder STEREO oder AUDIO oder anderen populistischen Hochglanzmagazinen publiziert. Dazu waren er und seine Tonmeister viel zu anspruchsvoll, auch, was die Leser und deren "Verstehen Wollen" anging. Er machte es Karl Breh zuliebe, dessen Engagement für Qualität - von den ersten Hifi-Tagen bis zu den Hifi-Messen und den Live-Auftritten dort mit den legendären Cabasse Boxen - sehr geschätzt wurde.

Diese Wahrheit in den Artikeln wird nicht jedem gefallen . . .

Peter Burkowitz ist im Juni 2012 im stolzen Alter von 92 Jahren von uns gegangen und hat eine Menge Wissen hinterlassen und vor allem, er hatte es aufgeschrieben. Das sind über 50 Jahre Erfahrung und mehrere Bücher und einige sehr interessante Patente. Doch davon später. Übrigens hatte Peter Burkowitz bereits in 1983 einen Artikel für Karl Breh geschrieben.

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Hier Karl Brehs Editorial als Einleitung der Ausgabe Mai 1991

Karl Beh war nach über 22 Jahren als Chef der Hifi Stereophonie zur Zeitschrift stereoplay gewechselt und hatte dort ab 1984 weitere (fast) 12 Jahre die Chefredaktion inne.

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stereoplay EDITORIAL 5/1991 (das hier ist das Duplikat)
"Welt des Klangs"

Der Titel dieses Editorials (hier auf der 5/1991 stereoplay Seite wohnt das Original) soll keinen neuen Namen für stereoplay einführen, wenngleich die Zeitschrift sich zu 100 Prozent mit der Welt des Klangs befaßt. Umgekehrt kann sie aber nicht für sich beanspruchen, die Welt des Klangs zu 100 Prozent zu erfassen.

Vielmehr muß sie sich zur einen Hälfte damit begnügen, ihren Lesern zuverlässig mitzuteilen, mit welchen Geräten welcher Preisklassen sich die Zielsetzung der „High Fidelity" - bestmöglicher Klang bei der Wiedergabe von Musik in den privaten vier Wänden - verwirklichen läßt.

Zur anderen Hälfte soll der Leser von sachverständiger Seite erfahren, was von den angebotenen Tonträgern künstlerisch, klanglich und vom Repertoire her zu halten ist. Berichte über Menschen, die sich als Künstler der Musik verschrieben haben, ergänzen den Themenkreis.

Um es kurz zu sagen: Stereoplays Klangwelt ist eher die Hörerseitige, bereits produziert vorliegende, verfügbare. Und das ist eben nur ein Teil. Zum Ganzen gehört geradezu als Voraussetzung alles, was mit Musik auf ihrem Weg vom Künstler zum Hörer geschieht. Von ihrem Klangwerden im Konzertsaal oder Studio über ihre Metamorphosen vom mechanischen Schall in diverse Formen elektromagnetischer Schwingungen bis zu ihrer Rückverwandlung ins Hörbare.
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Die Geschichte dieser Welt

Die Geschichte dieser Welt handelt von Menschen und ihrem Wirken als Erfinder, Techniker, Tonmeister, Toningenieure, Künstler und Manager. Sie handelt vom innigen Wechselspiel so ungleicher Partner wie Industrie und Kunst, Technik und Musik, das aus elementaren Anfängen heraus zur heutigen milliardenschweren Musikindustrie geführt hat.

Wer könnte diese spannende Geschichte besser schreiben als einer, der sie ein Berufsleben lang in führenden Positionen mitgeprägt hat: Peter K. Burkowitz.
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.... monatlich auf den Blauen Seiten

Von diesem Heft an (stereoplay 5/1991) wird er monatlich auf den Blauen Seiten den "Weg der Musik vom Künstler zum Hörer" schildern, der nicht selten weniger einer geraden Straße als vielmehr einem verschlungenen Pfad durch den Dschungel gegensätzlicher Interessen gleicht.

Die unterhaltsame Lektüre wird dem Leser manches offenbaren, was er bislang hinter dem Tonträger nur diffus erahnen konnte. Seine Einsicht in die Welt des Klangs wird umfassender, sein Problembewußtsein geschärfter sein.

Karl Breh im Mai 1991
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Der Autor : Peter K. Burkowitz ist 1920 geboren - 2012(†).

Peter K. Burkowitz - Geboren 1920 (-2012) in Königsberg/Ostpreußen. - Studium der HF- und NF-Technik in Berlin. - 1939-45 Funk-Nachrichtenaufklärung. - Entwicklungsingenieur für die ersten Nachkriegs-Aufnahmegeräte bei der Deutschen Grammophon Hannover. - Toningenieur beim RIAS; - zahllose Studio- und Liveaufnahmen, - Einführung des „Synchronisierens". - Leiter der Aufnahmeabteilung 1953-67, - Vorstandsmitglied 1960-67 bei der Carl Lindström, später EMI Electrola Köln; - Entwurf neuer Anlagen und Studios, - Einführung der Mehrkanaltechnik, - Hallverzögerung, - Kompressoren.

Executive Director der Deutsche Grammophon und Philips Phonographic Industries 1967-79. - Vice President Studios & Recording der Polygram Record Operations 1979-82, - verantwortlich für DGG, PPI und Decca; - Einführung der Digitaltechnik im Großmaßstab. - Viele Patente. - Autor des DIN-Standards 45544 über die Messung von Rumpel-Störungen. - Hobbies: 6 Enkel, Amateurfunk, Computer, Kosmologie, Golf, Bridge, Dichten, Wandern.

Nachtrag aus 2015 - Es gibt das Buch von Peter Burkowitz

So wie dieses Technik- Kompendium einige Jahre früher hätte seines auch sein sollen

Nachdem Peter Burkowitz diese 25 Artikel für die Stereoplay 1991 bis 1993 geschrieben hatte, sollte meines Wissens nach ein ähnliches Kompendium als Zusammenfassung erscheinen wie das Kompendium "Grundlagen der HIFI-Technik" - von Karl Breh in 1989 angekurbelt. Auch hier waren über 58 Artikel aus über 55 Magazinen zu einem Werk zusammengefaßt worden.

Warum das mit dem "Was ist Klang"-Kompendium der Burkowitz Artikel in 1993/1994 dann (doch) nicht geklappt hatte, ist nicht mehr zu beantworten. Jedenfalls hatte Peter Burkowitz (mit 91 Jahren) in 2011 zu diesen Themen zusammen mit einem Berliner Verlag ein entsprechendes Buch mit 400 Seiten herausgegeben, in dem sogar die Übersetzung in Englisch enthalten ist. Dieses Buch ist heute noch (über den VDT oder den Buchandel) erhältlich und als Geschenk für High-End Fans sehr zu empfehlen.

Anmerkung zum RIAS im Berlin der Jahre 1946-1948

Zur gleichen Zeit um 1947-1948 haben neben Peter Burkowitz weitere bekannte Namen beim RIAS (es gab beim RIAS nur den Bereich Rundfunk) angefangen. Das waren die späteren Fernsehstars Joachim Fuchsberger, Hans Rosenthal und der weniger bekannte "Goldene Schuß" Produzent Günter Bartosch. Übrigens: Der Fernseh Kommissar Eric Ode war zu dieser Zeit sogar deren Abteilungsleiter.

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