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Ein Negativbeispiel eines großen Wiesbadener Tanzsaales

Das Wiesbadener Kurhaus
Pause im glanzvollen Prachtsaal
die gewaltige Konzertorgel
Herbert Siebert und sein Orchester
Einer von 6, ein akustischer Kontrabass

Dezember 2012 - von Gert Redlich

Wir haben hier in der Innenstadt von Wiesbaden im Kurhaus einen wunderschönen Ballsaal mit Bühne (den Tiersch-Saal) und grandioser beinahe versteckt eingebauter riesiger Orgel, alles vergoldet mit vielen riesigen Marmorsäulen und vielen tollen Bildern an Decken und Wänden.



Als Besucher-Neuling kommen Sie da rein und sind vom Glanz und Gloria geblendet und schrauben die akustische Erwartungshaltung auch ganz nach oben.






Und dann legt das Orchester auf der Bühne los und . . . . . . .

es klingt nicht.




Sie stochern erst mal in den (eigenen) Ohren, ob da etwas nicht stimmt, schneuzen sich vorsichtig leise die Nase und dann folgt die Bestätigung der Enttäuschung.




Die gleichen Instrumente (wie nebenan im Wiesbadener Opernhaus, dem Staatstheater) klingen hier nur mittelmäßig. Es ist schön laut, es sind die Geigen alle da, die Chelli, die Bratschen und die Kontrabässe, auch die Kesselpauke macht einen mords Wumm,

doch in der Summe klingt es nicht. -




Es ist eben doch kein Konzertsaal, es ist (nur) ein Tanzsaal oder Festsaal.

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