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Nachtrag zu den Quadro-Infos aus den 1970er Jahren ...

Es gibt nur wenige, die sich noch lange danach intensiv mit dem Kommen und Gehen der analogen Quadrophonie beschäftigt hatten und alles an verfügbarem Material aufgehoben hatten, das zu der damaligen Zeit verbreitet wurde. Inzwischen ist die damalige 4 Kanal Quadro- phonie über "5+1" und "7+1" zu "12+irgendwas" hochgetrieben worden und nur wenige Starverkäufer können wirklich plausibel erklären, was es dem ganz normalen Stereofreund mit dieser Technik wirklich bringt. Hier wird diese Thematik augearbeitet. Die Einführung finden Sie hier.

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Über die CD-4 "Demodulatoren" (es sind keine "Dekoder")

In der Abteilung CD-4 Demodulatoren soll nicht noch einmal über die Technik berichtet werden, sondern es werden hier diese Zusatzbausteine vorgestellt.

Fast jede namhafte Firma, die HiFi-Geräte herstellte, hat solche CD-4 Demodulatoren gebaut. Viele davon waren allerdings keine kompletten Eigenentwicklungen, sondern basierten auf den Grundschaltungen von JVC, die dann etwas anders gestaltet und evtl. auch technisch modifiziert wurden.

Hier im Text sollen nur einige typische oder besondere Geräte herausgegriffen werden. JVC als Systemerfinder hat natürlich eine aanze Palette im Angebot gehabt, wobei nicht alle Demodulatoren ausserhalb Japans angeboten wurden.

Der Demodulator JVC DD-5

Zunächst war der Demodulator JVC DD-5 einer der ersten hier am Markt. Allerdings hörte man aus Quadro-Kreisen, daß es bei diesem Modell durchaus zu Störungen kommen konnte. Vermutlich konnte er noch nicht gewisse Ungenauigkeiten der Tonabnehmer kompensieren.

Der Demodulator JVC 10

Ein sehr robustes Gerät in relativ schmucklosem Gehäuse aber mit guter Kanaltrennung ist der JVC 10, der für Kontrollzwecke in Plattenstudios handselektiert die Bezeichnung S als Zusatz bekommen hat.

Der Demodulator Technics SH-400

Von der Bedienung her ist der Technics SH-400 ideal, denn man konnte das Einmessen mit Drehknöpfen an der Vorderseite tätigen, während das bei anderen Modellen vielfach nur mit kleinen Schlitzschraubern an der Gehäuse-Rückseite möglich war. Auf einem kleinen VU-Meter kann man die bei der Justage erreichten Werte der Übersprechdämpfung ablesen, die im Idealfall bis an die möglichen 30dB reichen.

Der Demodulator von Grundig

Ein wieder relativ schmuckloser Demodulator ist derjenige von Grundig mit nur einfachster Bedienungsmöglichkeit. Dieses daher oftmals falsch eingeschätzte Gerät hat jedoch den letzten und somit modernsten Demodulations-Chip (IC) eingebaut und bietet daher auch eine sehr gute Kanaltrennung.
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Der Demodulator JVC 1000

Ein besonderes Schmuckstück und für viele damals kaum zu erwerben ist der Demodulator JVC 1000. Dieser war in Verbindung mit den passenden Vor- und Endstufen als Ausrüstung für die Schallplattenstudios gedacht. Von dieser Gesamt-Anlage gibt es weltweit nur 50 Exemplare und somit auch nur die entsprechende Zahl an Demodulatoren, die natürlich Seltenheitswert haben. Sein Preis alleine lag bei DM 5.000. Er ist mit etlichen Steckplatinen bestückt, also noch ohne Zusammenfassung dieser Schaltkreise in IC's. Aber mit diesem hohen Aufwand wird natürlich auch eine sehr gute Kanaltrennung erreicht.

Der Demodulator JVC 50 und der DENON UD-100

Eine modernisierte und etwas abgespeckte Version ist dann der JVC-50. Für UD-4 gab es nur einen Demodulator den Denon UD-100. Dieser beinhaltete neben der Einstellung für UD-4 Schallplatten auch eine für CD-4 als auch SQ.

Die Vorab-Justage eines CD-4 Demodulators

Natürlich müssen die Decoder zunächst justiert werden, um optimal arbeiten zu können. Dafür lag jedem Gerät eine entsprechende Justierplatte bei, das waren überwiegend Singles waren mit 45 Umdrehungen/s. Hiermit konnten der maximale Pegel des 30kHz Trägersignals eingestellt werden, also auch die maximal erreichbare Kanaltrennung, bei der nicht immer die 30dB erreicht werden.

Das kommt auch auf den jeweiligen im Plattenspieler eingesetzten Tonabnehmer an. Bei den Demodulatoren ohne Funktionsanzeige, wie bei dem SH-400 enthalten, geht man bei der durchzuführenden Justage wie folgt vor:

Die Schraube für das 30kHz Signal wird zurückgedreht und dann, während der Testton läuft, langsam aufgedreht. Der optimale Pegel ist eingestellt kurz vor Beginn der Verzerrung. Für die links und rechts getrennt durchzuführende Einstellung der optimalen Kanaltrennung mit einem Trillerton im Bereich von 800 Hz stellt man die vorderen Lautsprecher ganz leise und dreht dann die Einstellschrauben so, daß hinten die Lautstärke den kleinsten Pegel hat, also ganz leise wird. Die optimalen 30dB werden allerdings nicht über den gesamten Frequenzbereich erreicht. Den höchsten Wert hat man im Bereich um 1.000 Hz. Bei 10kHz fällt die Übersprechdämpfung bis auf 14kHz zurück. Dennoch bleibt die große Kanaltrennung erhalten, weil es hierbei auf die Werte im mittleren Frequenzbereich ankommt.

Anmerkung : Selbst für notorisch fanatische Qaudro-Fans war das schon sehr sehr aufwendig, solch einen Demodulator einzustellen, auch wenn es angeblich nur einmal gemacht werden mußte.
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Eine (unvollständige) Liste der CD-4 "Demodulatoren"

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  1. Marantz CD-400 B (als Einbau-Modul)
  2. Pioneer QD-240
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  4. JVC 4DD-5
  5. Braun CD-4
  6. JVC CD4 A-1
  7. SE-405 - der Technics Demodulator, der als Novum auch für für SQ und QS ausgelegt war
  8. SH-400 - Der Technics Demodulator ist mit dem IC 5022 und der Anzeige der Kanaltrennung einer der modernsten Demodulatoren.
  9. Panasonic SH-3400
  10. Grundig CD-4 mit dem IC 392
  11. Toshiba SY 404
  12. Vidox VID-112
  13. Harman Kardon 44+
  14. Sansui QC-04

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JVC Announces (kündigt an) :
New CD4-1000 Professional Demodulator and X-1 Cartridge

For especially demanding playback applications, the "Victor Company of Japan" (JVC) has developed the new CD4-1000 professional demodulator. The device, shown in Figure 1, is intended for audiophile use as well as for product review applications in recording studios. Fine tolerances are maintained throughout, resulting in increased front-to-back separation, as shown in Figure 2.

Additional features of the CD4-1000 are:
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  • - The ability fo accommodate two cartridges at the same time with optimization of each,
  • - Coarss and fine separation controls. The fine control varies high-end phase shift so that precise high-frequenry separation can be obtained.
  • - Carrier crosstalk cancellation, permitting a degree of "fine tuning" in the carrier recovery,
  • - Precise ANRS circuitry. Components are of the same tolerances as used in the cutting ANRS and the result is optimum separation at all program levels.
  • - Special attention to low noise and low distortion design throughout.

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  • Anmerkung : Im Umkehrschluß ist das natürlich die Aufzählung der bekannten Mängel odr Schwächen der gesamten anderen CD-4 Demodulatoren, die diese Verbesserungen ja nicht hatten.

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The net result of all this is a unit which lets the professional hear just how good the entire CD-4 process really is. It is matched in its response by thc characteristics of the new X-1 cartridge shown in Figure 3.
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The X-1 is a magnetic cartridge with a berylium cantilever and a samarium cobalt magnet. Its laminated core structure provides extremely smooth electrical response to beyond 50 kHz and renders the unit relatively insensitive to load impedance. Crosstalk characteristics of the X-1 are shown in Figure 4.
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By Tom Nishida, JVC Cutting Center, Los Angeles,
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Nachtrag zu dem Text und den Bildern :

Die mit elektronischer Signaleinspeisung hier aufgezeigte sehr gute Übersprechdärnpfung des JVC 1000 hat die stärkste Wirkung im mittieren Bereich, was typisch bei allen Demodulatoren ist. Die Kanaltrennung des Tonabnehmers JVC X-1 dürfte hier etwas geschönt sein, denn 25dB erreicht kaum ein Tonabnehmer im 50kHz Bereich. Mindestens 12dB sollten es links-rechts dort aber schon sein, damit ein CD-4 Demodulator richtig arbeiten kann.
D.R.

Details des JVC 1000

Der Professionelle Studio Demodulator JVC 1000 ist der mit dem aufwendigsten analogen Aufbau. Es sind alleine 10 dick bestückte Leiterplatten eingebaut. Sogar 2 Tonabnehmer können angeschlossen und eingemessen werden. Von diesem Demodulator und der gesamten 1000er Anlage wurden weitweit nur 50 Exemplare gebaut.

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