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Hier ein Beispiel, wie die Hersteller versucht hatten, es den Kunden, den Konsumenten, schmackhaft zu machen.

In meinen Schallplattenregalen haben wir auch eine 33er EMI/CBS Vinyl- Quadroplatte nach dem SQ System gefunden. Meines Wissens nach hatte keiner der Vorbesitzer jemals eine Quadroanlage.

Auf dem Innen-Cover innen drinnen klingt das dann so :

QUADROPHONIE

Bevor wir Ihnen sagen, was es damit auf sich hat, ein sehr wichtiger Punkt vorweg:

Qadrophonische Schallplatten könnenauf jedem Stereo-Plattenspieler abgespielt werden. Sie werden feststellen, daß Sie gegenüber den herhömmlichen Schallplatten mehr aus den Q-Schallplatten heraushören. Das gesamte Klangbild wird verbessert.

  • (Anmerkung: Es wird mit keinem Wort erwähnt, daß es ja drei grundverschiedene Quadro- Technologien gibt, die alle miteinander incompatibel sind. Weiterhin wird von Klangbild-Verbesserung gefaselt, die aber überhaupt nicht vorhanden war. Es konnte, wenn überhaupt, eine Verbesserung des Stereoeffektes erzielt werden. Bei den meisten Aufnahmen war die Wiedergabe über Stereo-Systeme deutlich schlechter und leicht verschwommen)

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Was ist Quadrophonie?

Im täglichen Leben hören wir den Schall aus allen Richtungen. Der Schall breitet sich gleichmäßig nach allen Seiten aus, trifft zuerst ohne Umwege aus der direkten Richtung auf unser Ohr, darüber hinaus aber auch, von den uns umgebenden Gegenständen reflektiert, mit den verschiedensten zeitlichen Verzögerungen vervielfacht. Erst dadurch können wir die richtige Zuordnung von Schall und Raum vornehmen, die für die natürlche Empfindung der akustischen Räumlichkeit notwendig ist.

Auch im Konzertsaal kommt die Musik nicht nur von vorn; erst durch die Gemeinsamkeit von direktem und indirektem Schall entsteht das lebendige Klangbild. Für die elektroakustische Übertragung dieses natürlichen Klanges genügen aber die beiden Lautsprecher einer Stereo-Anlage nicht. Der in der Natur von hinten auf uns eintreffende Schall muß auch bei einer künstlichen Übertragung von hinten kommen, und dazu werden zwei weitere Lautsprecher benötigt, die hinter oder zumindest seitlich vom Hörer postiert werden.

So ergeben sich vier Übertragungskanäle, eine Vierkanal-Stereophonie: die QUADROPHONIE. Außer der realistischen Darstellung des „Konzertsaales in den eigenen vier Wänden" kann die Quadrophonie das Wohnzimmer zum Opernhaus umfunktionieren, sogar einen Platz auf der Bühnenrampe zwischen Orchester und Akteuren anbieten, etwas, was man in Wirklichkeit kaum erlebt. Es wäre möglich, das Orchester leiser gegenüber den Sängern , spielen zu lassen oder umgekehrt, ganz nach persönlichem Geschmack.

Die Quadrophonie gibt Komponisten und Aufnahme-Produzenten neue Ausdrucksmöglichkeiten. Die Musik kann, in Gruppen zerlegt, von verschiedenen Seiten wiedergegeben werden, reizvolle Richtungswechsel-Spiele werden möglich, der Hörer kann von allen Seiten in den Klang förmlich eingehüllt werden.

Die quadrophonische Schallplatte ermöglicht es, den natürlichen quadrophonischen Rundum-Klang zu reproduzieren - wenn man zur Stereoanlage einen Decoder plus Verstärker und zwei Lautsprecher für die hinteren Wiedergabe-Kanäle hinzufügt. Einzelheiten dazu sagt Ihnen Ihr Fachhändler.

Wie fuktioniert Quadrophonie ?

Durch das bei der Herstellung dieser Schallplatte angewandte quadrophonische Matrix-System ist es möglich, die für die quodrophonische Wiedergabe notwendigen vier getrennten Übertragungskanäle innerhalb einer Schallplattenrille aufzuzeichnen, ohne die Verwendbarkeit(Kompatibilität) dieser Platte für normale Stereoabtastung zu beeinträchtigen.

In der modernen Aufnahmetechnik
werden für eine Aufnahme bis zu 40 Mikrofone verwendet. Ihre Informationen werden auf Tonbandgeräte mit bis zu 24 Spuren aufgenommen. Vorher werden sie mit Hilfe eines Mischpultes vom Tonmeister und dem künstlerisch-musikalischen Produzenten wunschgemäß behandelt. In dem nachfolgenden Mischvorgang wird aus diesen 24 verschiedenen Klangspuren das quadrophonische Masterband hergestellt, das aus 4 Kanälen besteht.

Diese vier quodrophonischen Kanäle werden im sogenannten Coder (oder auch Encoder) nach einem komplizierten mathematisch-elektronischen Verfahren in zwei Kanäle umgewandelt, die verschlüsselt die vier quodrophonischen Informationen enthalten. Die zwei matrizierten Kanäle werden wie eine normale Stereoaufnahme zur konventionellen Stereo-Schallplattenfertigung verwendet.

Erst der Decoder, der spiegelbildlich zu dem Encoder aufgebaut ist, vermag die Entschlüsselung der codierten Informationen in die vier originalen Quadrophonie-Kanäle vorzunehmen.

Durch den Codiervorgang wird die Stereowirkung der vorderen Kanäle nicht beeinträchtigt. (Anmerkung: Das ist natürlich Unsinn, das ganze System der Kanäle wird verdreht.)

Die hinteren Kanäle werden harmonisch zu den Frontkanälen hinzugefügt
, so daß beim Abspielen der Quadro-Schallplatte mit einer normalen Stereo-Anlaqe (ohne den Decoder und die hinteren Wiedergabekanäle) nichts von der aufgenommenen musikalischen Information verloren geht und ein noch attraktiveres Klangbild als bei einer normalen Stereo-Platte entsteht.

Die volle quadrophonische Wirkung entsteht aber erst beim Abspielen über eine quadrophonische Wiedergabeanlage.

(Anmerkung: Das ist alles Schmuß oder Honig um den Bart schmieren. - Die Erfahrung hatte nämlich gezeigt, es klingt mit "nur" Stereo alles von vermurkst bis mieserabel.)
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