Sie sind hier : Startseite →  Hifi Hersteller (1) Deutschland→  Dual (2) Plattenspieler→  Der Dual 250/260 (1949)

Der Dual 250/260 war der Vorläufer des Wechslers Dual 1000

Dual hatte von vor 1939 und auch vor April 1945 viel Knowhow über drehzahlgeregelte Wechselstrommotoren, sowohl für hochtechnische (militärische) Geräte wie auch für Consumergeräte. Und aus diesem Wissen heraus entstand so ab 1948 der DUAL Plattenspieler. In 1949 wurde das erste Dual-Chassis vorgestellt und erst 1950 folgte der neue Dual 1000 als Wechsler.
.

Das Dual 250/260er Chassis ist kein Wunderwerk .....

..... wenn wir es heute betrachten. In 1949 war es ein Wunderwerk, denn die meisten anderen Wettbewerber wie Telefunken und Perpetuum Ebner hatten einen 50Hz Synchronmotor, der bezüglich Drehzahl fast nicht zu regeln war. Auch die immer noch oft verlangten Gleichstrommotoren waren da sehr aufwendig. Der Dual Motor hatte aber einen einstellbaren Fliehkraftregler.

Mit einem Schieberegler ganz voren rechts an dem nadel-Vorratsgehälter wurde ein kleiner Filz gegen die sich mit dem Motor und der Fliehkraftregelung mitdrehenden Messing-Schleifscheibe gedrückt und diese leicht verschoben.

Dadurch konnten sich die drei an Stahlfedern befestigten Fliekraftgewichte beim schnellen Drehen mehr oder weniger weit nach außen bewegen / auslenken. Die drei Fliehkraftgewichte wurden durch Ausbohren alle auf ein gleiches Gewicht gebracht, sodaß es auch keine Rotations-Unwuchten gab.

Der quer liegende Motor hatte eine Baulänge, die den Direktantrieb des Tellers nicht ermöglichte. Also wurde er quer positioniert und die Drehkraft mit einem Schneckengetriebe auf den Teller übertragen.
.

Der Tonarm

Der Tonarm war massiv, man kannte es bislang nicht besser. Das Auflagegewicht an der Stahlnadel lag angeblich bei 80 Gramm. Das war natürlich heftig. Weder die Schellackplatte noch die Stahlnadel waren darüber "glücklich". Die Abnutzung war enorm.

Auch bemerkenswert ist der wirklich absolut verschließfreie Motor-Netzschalter in einem luftleeren Glasröhrchen, ein Quecksilberschalter. Der kam übrigens auch in vielen Grundig Tonbandgeräten vor.

Der Motor wurde durch Kippen des Glasröhrchens eingeschaltet.

Einen kleinen Flyer des Modells 260 - sogar mit Presien - aus 1950 finden Sie hier bei den Prospekten.
.

- Werbung Dezent -
Zurück zur Startseite © 2007/2020 - Deutsches Hifi-Museum Wiesbaden - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - DSGVO - Privatsphäre - Zum Telefon der Redaktion - Zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos natürlich.

Privatsphäre : Auf unseren Seiten werden keine Informationen an google, twitter, facebook oder andere US-Konzerne weitergegeben.