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Test und Kommentar zum QUADRO Receiver Sansui QR-6500

In der Januar 1973 Ausgabe der Hifi-Sterophonie beschäftigt sich Karl Breh mit den neuen QUADRO Seriengeräten aus Japan. Für uns ist neben der allgemeinen Beschreibung vor allem die Bewertung der Klangqualität und der Quadro Qualiät von immensem Interesse. Die detaillierten technischen Daten waren bereits 10 Jahre später sowie Schnee von gestern.

Darum sind die wichtigsten technischen Daten ganz hinten angefügt.

Überblick über den Sansui QR-6500

Der Sansui QR-6500 ist schon rein äußerlich ein imposantes Gerät, dem es aber auch nicht an entsprechendem Innenleben mangelt, denn es umfaßt:

  • Einen Empfangsteil für Mittelwelle und UKW-Stereo,
  • einen Stereo-Entzerrer-Vorverstärker,
  • einen Decoder für QS-encodierte Quadroplatten,
  • einen Synthesizer, der aus Stereosignalen pseudoquadrofone ableitet
  • und vier getrennte Endstufen.

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Unverbindlicher Richtpreis inkl. MWSt.: 3398.- DM
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Der QR-6500 bietet daher folgende Anwendungs- möglichkeiten:

  1. Empfang auf Mittelwelle mono,
  2. Empfang auf UKW, mono, stereo oder pseudoquadrofon,
  3. monaurale, stereofone oder pseudoquadrofone Wiedergabe angeschlossener Stereo-Tonquellen (Schallplatten und Tonbänder),
  4. quadrofone Wiedergabe von Schallplatten, die nach dem QS-Verfahren encodiert sind und
  5. diskretquadrofone Wiedergabe von Aufnahmen über ein angeschlossenes Vierkanal-Tonbandgerät.


Schließt man einen JVC-Quadro-Tonabnehmer (vgl. Testbericht in Heft 12/72) über den JVC CD-4 Demodulator (vgl. Bericht in diesem Heft) an die vier Aux-Eingänge des QR-6500 an, so können auch CD-4 Schallplatten korrekt wiedergegeben werden.
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Beschreibung

Das schwarz abgesetzte obere Drittel des Geräts enthält die Skalen für MW und UKW, die Leuchtanzeige der geschalteten Eingänge, den Stereo-Indikator, den Abstimm-Drehknopf, den beleuchteten Skalenzeiger sowie links zwei Abstimm-Instrumente, eines für Ratiomitte, das andere spricht auf die Signalstärke an, und schließlich ganz links die Digital-Leuchtanzeige des geschalteten Betriebszustands als Vierkanal- oder als Zweikanal-Verstärker.

Die Skalen

Die Skalen leuchten nur auf, wenn der Eingangswahlschalter auf AM oder FM steht. Bei AM ist nur das linke, signalabhängige Anzeigeinstrument erleuchtet, bei FM sind es beide.

Die Bedienungselemente

Auf dem unteren Teil der Frontplatte sind zahlreiche Bedienungselemente recht übersichtlich angeordnet. Ganz links befindet sich der Ein-Aus-Schalter in Form eines Druckknopfs. Darunter erkennt man zwei Klinkenbuchsen für den Anschluß von Kopfhörern. An der oberen liegt das Signal der Frontlautsprecher, an der unteren dasjenige der Rückboxen. Die Boxen können an den Boxenschaltern ausgeschaltet werden. Diese befinden sich für die Frontboxen im oberen eingerahmten Feld, für die Rückboxen im unteren.

Diese Felder enthalten ferner völlig gleich, getrennt auf die Front- und Rückkanäle wirkend: ein Baßfilter, ein Höhenfilter, Klangregler für Bässe und Höhen in einem zweiteiligen Regler zusammengefaßt und jeweils gleichzeitig auf beide Kanäle wirkend und einen Regler für die Links-Rechts-Balance. Der dann folgende, vertikal angeordnete Schieberegler dient der Herstellung der richtigen Front-Rück-Balance bei quadrofoner oder pseudoquadrophoner Wiedergabe.

Die Drehknöpfe

Rechts von diesem Schieberegler erkennt man drei Drehknöpfe. Beim ersten handelt es sich um den Lautstärkesteller.

Beim zweiten um den Betriebsartenwähler mit folgenden Stellungen: "Rear" (Signal wird nur auf die Rückboxen gegeben), "Front" (das Stereosignal wird auf die Frontboxen gegeben), F + R (das Stereosignal wird auf Front- und Rückboxen gegeben), Normal (Normalstellung für Vierkanal-Wiedergabe), Right Quarter Turn (die vier Kanäle sind um jeweils 90° versetzt, d. h. Front links und rechts erklingen aus Front rechts und Rück rechts, usw.), Half Turn (die vier Kanäle werden um 180° versetzt, Front klingt aus Rück- und Rück aus Frontboxen), Left Quarter Turn (die vier Kanäle werden um 90° entgegen dem Uhrzeigersinn versetzt).

Der dritte dieser Knöpfe ist der Eingangswähler mit folgenden Positionen: Phono 2, Phono 1, FM auto und FM mono, AM, AUX (2-Kanal) AUX (4-Kanal). In der letztgenannten Stellung arbeitet das Gerät als Vierkanal-Endstufe unter Umgehung von Synthesizer und Decoder. Die letzte Regelmöglichkeit befindet sich in dem mit Syntheziser/Decoder bezeichneten und eingerahmten Feld ganz rechts. Ein orange leuchtendes Lämpchen zeigt an, wenn das Gerät quadrofon oder pseudoquadrofon arbeitet.

Der Funktionsschalter

Ein Funktionsschalter erlaubt die Wahl folgender Betriebsarten:

  1. 2CH (das Stereosignal umgeht den Synthesizer/Decoder und gelangt nur zu den Frontboxen),
  2. Concert Hall 1 (pseudoquadrofone Aufbereitung von Stereosignalen, vorzuziehen bei symphonischer Musik),
  3. Concert Hall 2 (pseudoquadrofone Aufbereitung von Stereosignalen, vorzuziehen bei kleinen Klangkörpern oder Soloinstrumenten),
  4. Surround/Decoder (geeignet für pseudoquadrofone Aufbereitung von Unterhaltungs- oder Effektmusik oder
  5. quadro-fone Wiedergabe von QS-encodierten Schallplatten oder Bändern.

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Die Drucktasten

Sechs Drucktasten unter dem Lautstärkesteller und dem Betriebsartenschalter schalten von links nach rechts:

  1. die gehörrichtige Lautstärke der Frontkanäle,
  2. die gehörrichtige Lautstärke der Rückkanäle,
  3. die Stillabstimmung bei UKW (aus in gedrückter Stellung),
  4. 4-Kanal-Hinterbandkontrolle,
  5. 2-Kanal-Hinterband-kontrolle 1 und
  6. 2-Kanal-Hinterband-kontrolle 2 (bei Anschluß eines Stereo-Tonbandgeräts an die Monitor-Eingänge 1 und 2.

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Der Ein- und Ausgang 2 ist auch in Form von Klinken-Buchsen auf der Frontplatte vorhanden. Wird ein Tonbandgerät hier angeschlossen, werden die entsprechenden Ein- und Ausgänge auf der Rückseite automatisch abgeschaltet.
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Die Rückseite des QR-6500

Neben den Klemmanschlüssen für die UKW-Antenne (300) Ohm und 75 Ohm) und die MW-Antenne befindet sich ein Kippschalter zur Dämpfung der Antennen-Eingangsspannung bei zu stark einfallenden Nahsendern. Darunter erkennt man, als Cinch-Buchsen ausgeführt, die zweikanaligen Eingänge für Phono 1 und 2, Aux, Band Rec (Aufnahme) und Monitor (Wiedergabe, Hinterbandkontrolle) 1 und 2.

Ein Stereotonbandgerät kann auch über eine DIN-Buchse angeschlossen werden. Jeweils eine DIN-Buchse sowie Cinch-Ein- und Ausgänge für den Anschluß eines Tonbandgerätes, Aux-Eingänge und durch Klammern (es sind Brückenstecker) verbundene Vorverstärker-Aus- und Endstufen-Eingänge, für die Front- und Rückkanäle übereinander angeordnet, dienen dem Anschluß von vierkanaligen Tonquellen (Vierkanal-Tonbandgerät, CD-4-Tonabnehmer). Die DIN-Buchsen und dazu parallelen Cinch-buchsen sollen nicht gleichzeitig benutzt werden.

Unterhalb der vier flinken Endstufen-Sicherungen sind Klemmen für den Anschluß von zwei Paar Frontboxen und zwei Paar Rückboxen angeordnet. Das Frontsignal kann wahlweise auch auf ein drittes Boxenpaar (System C) gegeben werden. Dabei können die Frontpaare A und B oder A und C wahlweise zusammen betrieben werden. Dies gilt auch für die Rückpaare A und B. Alle Boxenpaare sind aber auch allein ansteuerbar. Von den drei vorhandenen Kaltgerätebuchsen amerikanischer Norm wird eine mit dem Ein-Ausschalter unter Spannung gesetzt, die beiden anderen sind es immer, solange das Gerät mit dem Netz verbunden ist. Für den MW-Bereich ist eine ausziehbare Ferritantenne vorhanden. Zur Erdung des Geräts dienen zwei gesonderte Klemmschrauben.

Wir überspringen die Meßwerte hier

Die kommen ganz am Ende - sie sind nicht mehr wichtig.

Kommentar zu den Ergebnissen unserer Messungen
(1) Der Empfangsteil

Das UKW-Empfangsteil des QR-6500 macht einen sehr guten Eindruck. Besonders lobend hervorzuheben sind der frühe Begrenzer-Einsatz, die hohe Pilottondämpfung und der gute Signal-Rauschspannungsabstand mono und Stereo. Vernünftigerweise erfolgt die Stereo-Umschaltung erst ao 18uV Antennen-Eingangsspannung, bei der der Signal-Rauschspannungsabstand immerhin schon knapp 40dB beträgt. Auch die Gleichwellenselektion ist sehr gut. Leider ist das signalstärkeabhängige Instrument zu empfindlich. Für 100uV Antennen-Eingangsspannung zeigt es schon Vollausschlag und eignet sich daher nicht für die optimale Ausrichtung einer Richtantenne.

Das Klirrgradminimum stellt sich bei relativ starker Verstimmung ein. Die Werte bei exakter Abstimmung nach dem Instrument liegen bei 75 kHz Hub knapp unter 1%, während sie bei optimaler Abstimmung um die Hälfte kleiner sind. Dies ist wahrscheinlich ein kleiner Individualfehler. Kein solcher, dafür aber leicht zu beheben, ist die Tatsache, daß die Deemphasis 75us beträgt. In dieser Hinsicht muß der Importeur für eine Umstellung auf 50us sorgen. Der Skalenantrieb und die mechanischen Eigenschaften aller anderen Bedienungselementesind präzise, stabil und gut zu handhaben.

(2) Der Verstärkerteil

Die Eigenschaften des Verstärkerteils stehen denen des Empfangsteils nicht nach und stimmen ziemlich gut mit den Angaben des Herstellers überein. Auch im Vierkanalbetrieb bei Vollaussteuerung der vier Kanäle bleibt das Klirrgradverhalten gut. Am stärksten steigen die Werte bei tiefen Frequenzen mit der Ausgangsleistung, weil das Netzteil durch die vier Endstufen entsprechend stärker belastet wird. Das Intermodulationsverhalten ist im Stereo- und im Vierkanalbetrieb sehr gut. In anbetracht der recht hohen Phono-Eingangsempfindlichkeit von 1,4 mV an 4 Ohm ist der Fremdspannungsabstand mehr als befriedigend. Phonoentzerrung, Klangregelung, gehörrichtige Lautstärkeregelung sind sehr gut ausgelegt. Von den Filtern kann man dies allerdings nicht sagen. Das Rumpelfilter setzt zu früh ein, das Höhenfilter erst recht, fällt dann aber zu langsam ab. So wie die Filter ausgelegt sind dienen sie bestenfalls der Dekoration.

(3) Der UKW Empfangstest (Karlsruhe)

UKW-Empfangstest
Wie üblich wurde der UKW-Empfangsteil an einen Ringdipol auf Laborebene und an eine UKW-Richtantenne angeschlossen, die sich auf dem Dachfirst befindet und mit Hilfe eines Rotors vom Gerät aus geschwenkt werden kann. Gleichzeitig wurde der Empfangstest unter denselben Antennenbedingungen an einem Vergleichsgerät durchgeführt, das hinsichtlich Trennschärfe, Empfindlichkeit und Störfreiheit zur Spitzenklasse zählt. Diese Vergleichsergebnisse sind in Klammern angegeben.

Am Ringdipol in Karlsruhe brachte der QR-6500 26 (27) Stationen einwandfrei, davon 2 (2) in Stereo, 4 (3) empfangswürdig und 2(2) verrauscht. An der UKW-Richtantenne verhielten sich beide Empfangsteile absolut gleich, d. h. die in Karlsruhe empfangbaren Stereosender des Hessischen Rundfunks, des Saarländischen und Süddeutschen Rundfunks, des Südwestfunks und von France Musique wurden einwandfrei wiedergegeben. Dies war aufgrund der Meßergebnisse auch zu erwarten.

und jetzt der wichtigste Teil des tests :

(4)Betriebs- und Musik-Hörtest

Der Sansui QR-6500 wurde mit zwei Dual-Boxen CL190 und zwei Onkyo Modell 20 verbunden. Die CL 190 dienten als Frontboxen, die Onkyo 20 als Rückboxen. Als Plattenspieler wurde ein Thorens TD 124 II mit Rabco-Tonarm verwendet. Die Anordnung der Boxen im Hörraum ist in Bild 8 skizziert.

Man konnte sich in Position I aufhalten, was bei Effekt-Musik vorteilhaft ist oder in Position II, was bei aller Musik besser ist, die eine Gegenüberstellung von Klangkörper und Hörer voraussetzt. Dies ist praktisch bei aller konventionellen Musik der Fall.

Zur Erprobung der echten Matrix-Quadrofonie standen folgende Schallplatten zur Verfügung:
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  • fever! Doc Severinsen, his Trumpet and his Orchestra - Command Quadraphonic CQD 40 003;
  • Enoch Light & the Light Brigade, a new Concept of Great Cole Porter Songs - Command Quaarapnonic CQD 40 002;
  • Guitar. . . Paris, Tony Mottola - Command Quadraphonic CQD 40 001;
  • Richard Strauss, Also sprach Zarathustra New York Philharmonie, Leonard Bernstein - CBSSQ MQ30 443;
  • Antiphonische Musik für vier Bläser-Chöre Gabrieli, Purcell, Desprez und andere Leitung Andrew Kazdin aufgenommen in der St. Georges-Kirche, New York - CBS SQ MQ31 289;
  • P. Tschaikowsky, Suite aus dem Ballett Schwanensee New York Philharmonie, Leonard Bernstein - CBS SQ MQ 30 056;
  • Toshiba, QMS Demonstration Record - TX4-3 004

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Mehr über diese SQ und QS Matrix Schallplatten

Bei diesen Schallplatten handelt es sich um matrix-codierte Quadro-Platten, wobei die Command-Platten nach dem Sansui "QS-Verfahren" encodiert sind, d. h. sich für Sansui-Geräte optimal eignen müssen, während die CBS-Platten nach dem "SQ-Verfahren" encodiert sind und daher in Verbindung mit dem Sansui-Decoder des QR-6500 nicht unbedingt zu brauchbaren Ergebnissen führen müssen. Ähnlich verhält es sich mit der Vorführplatte von Toshiba, die nach dem QMS-Verfahren encodiert ist.
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Die Ergebnisse des "Hörens"

Nach gründlichem Abhören kann folgendes festgestellt werden:

Alle genannten Schallplatten werden einwandfrei quadrofon wiedergegeben, gleichgültig ob sie QS-, SQ- oder QMS-encodiert sind. Die Klangqualität der Platten ist gut bis sehr gut, unterschiedlich ist der Rauschpegel.

Die Verbesserung der „räumlichen Umkleidung" der Musik und die scheinbare Vergrößerung des Volumens des Abhörraums sind eklatant. Bei den Command-Platten mit Pop-Musik war es vorteilhaft in Position I zu hören, weil der Klangkörper den Hörer räumlich umschließt, während es bei den CBS-Platten mit konventioneller Musik vorzuziehen war, Position II einzunehmen.

Der Klangkörper gewinnt dann bei absoluter Wahrung des Richtungseindrucks ungeahnte Tiefe und Plastizität. Zwar hört man die Musik, wie es sein soll von vorne, aber bei wesentlich gesteigertem Räumlichkeitsempfinden.

Besonders eindrucksvoll ist die in einer Kirche aufgenommene barocke Bläsermusik, aber auch der Orchesterklang ist ohne Einschränkung überzeugend, die Klangperspektive richtig, obwohl Encodierung und Decodierung nicht übereinstimmen.

Die Toshiba-Platte enthält japanische Choraufnahmen, die ebenfalls höchst eindrucksvoll quadrofon zu Geltung kommen. In Hörposition II ist von hinten kein Schallanteil zu hören, nur die Tiefen- und Raumwirkung nimmt zu, der Klang gewinnt an Volumen und Rundung.

In Position I, die man auch bei klassischer Musik einnehmen kann, muß man die Front-Rückbalance zugunsten der Front-Boxen verstellen, dann verschwinden die von hinten kommenden Schallanteile auch gänzlich.

Die Kompatibilität des QS-Decoders

Außerordentlich erfreulich ist, außer der nicht zu leugnenden Kompatibilität des QS-Decoders mit anderen Encodierungen, die Tatsache, daß auch die pseudoquadrofone Aufbereitung stereofoner Signale durch den eingebauten Synthesizer, je nach Eignung der Stereoaufnahme mehr oder weniger, zu Verbesserungen des Hörerlebnisses führt, die nahe an diejenigen herankommen, die durch die Matrix-Quadrofonie zu erzielen sind.

Die Leistungsreserven des QR-6500 im Stereo- und im Vierkanalbetrieb sind mehr als ausreichend. In Verbindung mit einem Vierkanal-Tonbandgerät werden wir den QR-6500 noch gesondert erproben.

Darüber wird im nächsten Heft, zusammen mit den Ergebnissen von Hörtests mit dem Sony-SQ-Decoder und dem JVC-CD-4-Diskretverfahren unter Verwendung der oben genannten Quadroschallplatten berichtet.

Die Zusammenfassung

Der Sansui QR-6500 ist ein universell verwendbarer AM-FM- Stereo-Empfänger-Verstärker mit Synthesizer für Pseudo-quadrofonie und einem QS-Decoder für Matrix-Quadrofonie sowie vier Endstufen. Seine Leistungsreserven sind mehr als ausreichend, die Übertragungsdaten des Empfangsteils und des Verstärkerteils ausgezeichnet. Die Leistungsfähigkeit des Geräts als Synthesizer zur Umwandlung stereofoner Signale in pseudo-quadrofone und als Matrix-Decoder auch im Hinblick auf andere als die QS-Matrix ist höchst bemerkenswert. Verarbeitung und mechanische Solidität des Gerätes sind vorbildlich. Wer voll in die Quadrofonie einsteigen möchte und dabei möglichst universell ausgerüstet sein will, wird mit dem QR-6500 gut bedient sein.

Br.

Ergebnisse der 1973er Messungen in Breh's Labor

a) UKW-Stereoteil

Frequenzbereich 86,9 bis 109,4 MHz
Frequenzbereich AM 535 bis 1605 kHz

Eingangsempfindlichkeit (stereo) bei 40 kHz Hub und 46 dB Signal, Rauschspannungsabstand 38 uV
Mutingeinsatz 7 u,V hierbei Signal-Rauschspanungsabstand mono: 55,5 dB
Stereoeinsatz 18 uV
hierbei Signal-Rauschspannungsabstand 39,5 dB

Übertragungsbereich
bei 75 u.s Preemphasis 21 Hz bis 14,7 kHz (-3 dB) 50 ns Preemphasis 21 Hz bis 7 kHz (-3 dB)

Klirrgrad bei Stereobetrieb
für Ue = 1 mV an 240 Ohm, 1 kHz,

Übersprechdämpfung
bei Ue = 1 mV an 240 Ohm und 40 kHz Hub
für 120 kHz > 345 dB
1 kHz > 41,5 dB
5 kHz > 33,5 dB
10 kHz > 22 dB

b) Verstärkerteil

Sinus-Ausgangsleistung
gemessen bei 1 kHz im Stereobetrieb bei Aussteuerung beider Kanäle
an 4 Ohm reell 2 x 56 W
an 8 Ohm reell 2 x 41 W

im Vierkanal-Betrieb bei Aussteuerung aller vier Kanäle
an 4 Ohm reell 4 x 48 W
an 8 Ohm reell 4 x 37 W

Übertragungsbereich für -3 dB Abfall bezogen auf 1 kHz

im Stereobetrieb
an 4 Ohm reell 18 Hz bis 40 kHz
an 8 Ohm reell 10 Hz bis 42 kHz

im Vierkanal-Betrieb
an 4 Ohm reell Frontkanäle 15 Hz bis 58 kHz
Rückkanäle 20 Hz bis 45 kHz

Leistungsbreite (Eckfrequenzen, bei denen bei halber Nennleistung der Klirrgrad 1 % erreicht)

im Stereobetrieb
an 4 Ohm 5 Hz bis 61 kHz
an 8 Ohm 5 Hz bis 67 kHz

im Vierkanalbetrieb
an 4 Ohm Frontkanäle 22 Hz bis 40 kHz
an 4 Ohm Rückkanäle 20 Hz bis 43 kHz

an 8 Ohm Frontkanäle 10 Hz bis 50 kHz
an 8 Ohm Rückkanäle 10 Hz bis 52 kHz

Frequenzgang
gemessen über Eingang Aux bei 6 dB unter Vollaussteuerung bezogen auf 1 kHz bei Mittelstellung der Klangregler
im Stereobetrieb von 20 Hz bis 20 kHz +0/-3 dB dies gilt bis herab zu -36 dB


Phonoentzerrung
Frequenzgang über Phono magnetisch bezogen auf 1 kHz von 20 Hz bis 20 kHz +1/-1 dB
hierbei größte Abweichung zwischen den Kanälen 2 dB

Klirrgrad
im Vierkanalbetrieb, gemessen bei gleichzeitiger Aussteuerung aller vier Kanäle bei 1 kHz an 4 Ohm an 8 Ohm

4 x 43 W 0,5 %
4 x 48 W 1 %
4 x 33 W 0,5 %
4 x 37 W 1 %

Klirrgrad im Stereobetrieb, gemessen bei gleichzeitiger Aussteuerung beider Kanäle
bei 1 kHz an 4 Ohm an 8 Ohm
2 x 5 W 0,07 % 0,07 %
2 x 20 W 0,09 % 0,08 %
2 x 40W 0,3 % 0,29%
2 x 50 W 0,42 %
2 x 56 W 0,85 %
zwischen 40 Hz und 15 kHz und im Leistungsbereich von 2x1 bis 2 x 40 W an 4 Ohm kleiner 0,5 %
zwischen 40 Hz und 15 kHz und im Leistungsbereich 2x1 bis 40 W an 8 Ohm kleiner 0,7 %

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