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1975 - Die Invasion der Japaner mit Hifi war abgeschlossen.

im Nov. 2010 - von Gert Redlich. - Um 1975 kamen viele leider sehr zutreffende Vergleiche auf. Ein erster Vergleich war, daß wir Deutschen nach dem Ende des 1945 verlorenen 2.Weltkrieges dann diesen Krieg doch noch - aber hinten herum - gewonnen hatten, nämlich 20 Jahre später und diesmal sogar ganz ohne Waffen. Die Engländer und Franzosen mußten (insgeheim und unter der Hand) teils neidisch, teils neidlos zugestehen, daß wir in Deutschland West trotz der totalen Zerstörung der gesamten Industrie diese beiden anderen führenden Wirtschaftmächte grandios überholt hatten.

Es fing noch vor 1970 an, uns in Deutschland-West richtig gut zu gehen. Die Engländer und Franzosen hatten trotz ihres militärischen Sieges in Bezug auf die Wirtschaft immer noch erheblich an den Folgen des Krieges zu knabbern.

Doch der Bumerang kam für uns Deutsche lautlos und dennoch absolut sichtbar aus einer ganz anderen Ecke dieser Welt. Und wir wollten es nicht wahr haben und "lächelten". Dummerweise machten diese kleinen ebenfalls "ewig lächelnden" Menschen ernst und nutzen wirklich diese Millionen von Fotos, die sie bei uns "lächelnd" gemacht hatten.

Auf einmal gab es 4 oder 5 Anbieter japanischer Spiegelreflex-Kameras zu erstaunlichen Preisen. Die bei Zeiss und Leica lächelten auf einmal nicht mehr, als die Fachleute die ersten Tests veröffentlichten und diesen Billig-"Dingern" eine ganz enorme Qualität bescheinigten. - Und ich kaufte mir dann eine Minolta SRT 101, keine Zeiss oder Leitz Kamera.

Und die Japaner hörten gar nicht mehr auf, uns zu "ärgern". Die japanische Invasion (mit den Hifi-Geräten) begann etwa 1968, als die ersten enorm preiswerten Tonbandgeräte, Receiver und Verstärker von irgendwelchen Importeuren "herein" geholt wurden. Auch hier versuchten die Tester, deutsche Produkte als deutlich besser in den Vordergrund zu stellen, doch es mißlang. Die ersten Pioneer Röhrenverstärker hatten einen enorm guten Klang und waren sogar erschwinglich.

Und von nun an ging es Schlag auf Schlag. Und wir Deutschen "lächelten" immer noch, nur bereits etwas gequält.

1975 war es ganz deutlich zu sehen, da tat sich ganz langsam etwas "Schlimmes".

Die deutschen Hersteller hatten ja immer noch den so profitablen Fernseher-Markt und den gingen die Japaner damals bei uns (noch) nicht an und so wiegten sich die damals Großen in Sicherheit. Auch Max Grundig wollten den neuen "Feind" aus Fernost ("Feind" stand bei Max für die Wettbewerber) nicht erkennen oder sehen. Was war das für ein Fehler - nämlich die emsigen und kreativen Japaner ziemlich blauäugig und beinahe schon dumm zu unterschätzen.

Denn die waren ganz erstaunlich lernfähig. Die mechanische, elektronische und optische Qualität, die anfangs wirklich traurig war, stieg in wenigen Jahren auf deutsches Niveau und dann schnurstracks an uns vorbei. Das ging auf einmal so schnell, daß auch einem erfolgsverwöhnten Max Grundig die Schweißperlen auf der Stirne standen.

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Darum hier ein Blick auf die Neuheiten auf der IFA Aug. 1975

Auf der Funkausstellung wurden jedes Jahr die Neuheiten des Weltmarktes vorgestellt, die in Europa verkauft werden sollten. Die Amerikaner (und Engländer) waren schon etwas zurückgedrängt, weil die Japaner dort bereits früher mit der "Invasion"  begonnen hatten.
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FUNKSCHAU 1975, Heft 22
Internationale Funkausstellung 1975

Einleitung:
Auch 1975 machte die Funkausstellung ihrem Ruf, die größte der Weit zu sein, wieder alle Ehre. Ausverkauft bis zum letzten Quadratmeter, befrachtet mit einem noch nie dagewesenen technisch-wissenschaftlichen Rahmenprogramm und abgeschlossen mit einem Rekordbesuch - die Veranstalter dürften zufrieden sein, desgleichen die Mehrheit der Aussteller. Dank der Mitwirkung von ARD und ZDF und auch dank der eifrigen Presseberichterstattung wurde dem Ereignis eine außergewöhnliche Publizität zuteil.

Im Schlußbericht wird das geschäftliche Ergebnis als „erfreulich lebhaft" bezeichnet; das „in Aufwärtsbewegung geratene Geschäft" ließe, so heißt es, für die bevorstehende Herbst-Winter-Saison optimistische Schlüsse zu.

Nun, hoffen wir es; zwar wurde auf der Funkausstellung recht kräftig seitens des Groß- und Einzelhandels geordert - Schwerpunkt Farbfernsehgeräte -, aber die der Funkausstellung folgende extreme Schönwetterperiode stand der Kauflust des breiten Publikums erneut entgegen. Auf längere Sicht aber dürfte ein gedämpfter Optimismus angebracht sein, denn die Winterolympiade, die Olympischen Sommerspiele (die Übertragung aus Montreal ist gesichert) und die Fußball-Europameisterschaften im Jahre 1976 müßten sich auswirken.

Letztlich kauft sich der Mensch keinen Fernsehempfänger um dessen selbst willen, sondern nur und allein als Programmvermittler, als Heimkino. Also müssen attraktive Sendungen her...

Das beträchtliche Getöse auf und rund um die Funkausstellung hatte viele harmlose Gemüter enorme Neuheiten erwarten lassen. Die Enttäuschung blieb nicht aus und wurde gelegentlich laut artikuliert. Leider kann die Technik nicht alle zwei Jahre wirklich Neues, wie UKW-Rundfunk, Fernsehen, Farbfernsehen oder Stereofonie, bieten. Aber die Summe der Weiterentwicklungen war dennoch so groß, daß wir unsere Berichte nicht vollends in diesem Heft unterbringen können; einiges muß für Heft 23 (der Funkschau) aufgespart bleiben.

Funkausstellungsbericht: Rundfunkempfänger
High Fidelity ist Standard

Gerade das Fehlen herausragender technischer Neuerungen auf der diesjährigen Funkausstellung auf dem Gebiet der Hi-Fi-Technik war ein Beweis dafür, wie gut und qualitativ hochwertig die Geräte der Aussteller bereits sind. Technologisch ist es heutzutage nicht mehr schwer, die Bedingungen der Hi-Fi-Norm 45500 einzuhalten. Dies wird um so lieber gemacht, als das Aushängeschild der DIN-Norm ein gewisses Renommee für die Qualität eines Produktes darstellt.

Bei Hi-Fi-Steuergeräten und -Verstärkern ist man inzwischen bei einem Stand angelangt, der nur noch winzige Schritte in der Verbesserung des Klirrfaktors oder der Intermodulation zuläßt. Zwar wäre es theoretisch möglich, die obere Grenzfrequenz der Nf-Verstärker von derzeit bei rund maximal 100.000 Hz noch weiter zu erhöhen, jedoch werden nur wenige Ohren in der Lage sein, darin eine echte Verbesserung zu hören.

Quadrofonie

Quadrofonie, der Aussteller liebstes Spielzeug vor zwei Jahren, wurde diesmal stiefmütterlich behandelt. Nicht ganz zu unrecht warten Industrie und Käufer ab, wann endlich eine Einigung im leidigen Systemstreit herbeigeführt wird. Erst dann ist es wohl sinnvoll, sich wieder mit Quadrofonie- Soft- und Hardware zu beschäftigen. Nichtsdestotrotz brachten einige - u. a. auch deutsche Firmen - neue Quadrogeräte auf den Markt, die mit austauschbaren Decodern oder ähnlichen Einrichtungen versehen, auch in Zukunft den Quadrofreund voll auf seine Kosten kommen lassen können. Ein gewichtiges Argument der Quadrogegner - nämlich die vier großen Lautsprecherboxen in einem Wohnraum - beginnt sich auch langsam abzubauen. Immer kleinere Boxen mit immer besseren Eigenschaften erscheinen am Markt (siehe auch S. 81).

Der nun folgende Messebericht der Hi-Fi-Geräte kann sich aus Platzgründen nur auf eine gewisse Auswahl der vielen gezeigten Geräte beschränken.
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Tuner und Steuergeräte
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Akai

Für alle Quadrofonie-Verfahren ausgerüstet ist das Steuergerät AS-1080 DB von Akai. Es ist bereits vorbereitet für Dolby-UKW-Empfang und besitzt einen Dolby-Rauschunterdrücker für entsprechend eingespielte Tonbänder und Kassetten. Die Ausgangsleistung beträgt 4 x 40 W.

Bolex/Thorens

Das neue Steuergerät Thorens AT 410 von Bolex verfügt über einen fünffach-diodenabgestimmten Dual-Gate-MOS-FET-Tuner mit sehr gutem Großsignal-Verhalten, hoher Kreuzmodulationsfestigkeit und Oszillator-Stabilität. Es sind fünf Feststationen für den UKW-Bereich und zwei für den Mittelwellen-Bereich programmierbar. Der Nf-Teil enthält sogenannte aktive Multi-loop-Filter nach Thomson-Bessel, die besonders steilflankig sind, und ohne Ab-schwächung arbeitende aktive Klangfilter professioneller Ausführung mit dreifach variablem Einsatzpunkt (9 kHz, 6,8 kHz und 4,5 kHz). Weitere Besonderheiten: elektronische Stummschaltung beim Umschalten der Programmquellen, Tonbandaufnahmen wahlweise mit oder ohne Beeinflussung durch Klangeinsteller und Nf-Filter, insgesamt bis zu drei gleichzeitig anschließbare Tonbandgeräte und umschaltbares Feldstärke-Anzeigeinstrument.
Eine weitere Neuheit ist das Thorens-Steuergerät AT 401 mit vierfach-abgestimmtem Tuner, PLL-Schalterdecoder und im Nf-Teil einer Ausgangsleistung von 2 x 30 W Sinus.

Bolex/Denon

Unter der Typenbezeichnung Denon TU-500 vertreibt Bolex einen UKW/FM-Stereo-Tuner, der besonders auf die Erfordernisse im dichtbesiedelten Europa mit seinem weit ausgebauten UKW-Sendernetz im 100kHz-Raster ausgelegt ist. Man erreicht dies durch eine als abgestimmter Verstärker arbeitende Vorstufe mit einem rauscharmen Dual-Gate-MOSFET, der auf ein ebenfalls abgestimmtes Drei-kreis-Bandnlter arbeitet.

Braun AG

Der neue Receiver Braun Regie 450 ist ein Gerät der mittleren Preisklasse mit guten Empfangsdaten und hoher Leistung. Die UKW-Empfindlichkeit beträgt 1,1uV, die Ausgangsleistung 2 x 30 W Sinus. An das Gerät können zwei Boxenpaare angeschlossen werden, die wahlweise zu- oder abschaltbar sind. Zusätzlich verfügt das Gerät über Anschlußbuchsen für zwei Stereo-Kopfhörer und über eine Quasi-Quadro-Schaltung. Besonders hoher Wert wurde auf die Auslegung des UKW-Teils gelegt, die FM-Zf besteht aus 10 Kreisen; der Begrenzungseinsatz findet bereits bei 0,9 uV statt. Die AM-Unterdrückung beträgt 54dB, der Klirrfaktor bei Stereo 0,6%. Bei 30 W Ausgangsleistung an 4 Q beträgt der Klirrfaktor des Verstärkerteils 0,2%. Die Leistungsbandbreite hierfür reicht von 25 Hz bis 40 kHz. Der Fremdspannungsabstand des Verstärkers beträgt 80 dB, bei Phono 60 dB. Mit den Klangstellern für Höhen- und Tiefen ist eine Variation um 12 dB möglich. Die Bestückung des Geräts besteht aus einem Dual-Gate-MOS-FET, 57 Transistoren, 4 integrierten Schaltungen und vielen Dioden. Zur Bedienungserleichterung sind fünf Stationsspeichertasten für UKW vorhanden. Die Endstufen sind elektronisch und thermisch abgesichert (Bild 1).

Brims

Das Stereo Steuergerät Proxima von Brims wird komplett mit zwei Kompaktlautsprecherboxen ausgeliefert. Die Ausgangsleistung beträgt 2 x 6W, der Klirrfaktor bei 4,5W Ausgangsleistung 0,35 °/o. Die Zahl der FM-Kreise beträgt 11, davon drei veränderlich; AM 7, davon zwei veränderlich. Die Abstimmung erfolgt kapazitiv. Bestückt ist das Gerät mit 31 Transistoren und 15 Dioden.

Euro-Photo

Im Vertrieb der Euro-Photo ist der Receiver L&G R3400. Der UKW-Empfangsteil besitzt Vierfach-Drehkondensatorabstimmung und in der Eingangsstufe einen Feldeffekttransistor. Im Zf-Teil werden Keramikfilter und eine integrierte Schaltung verwendet. Zur exakten Sendereinstellung sind ein Ratiomitten- und S-Meter vorgesehen. Die UKW-Empfindlichkeit beträgt 1,4uV für 26dB Rauschabstand und 42kHz Hub. Die Ausgangsleistung ist 2 x 30W an 8Q bei Klirrfaktoren von 0,15%. Die Leistungsbandbreite reicht von 20 Hz bis 50 kHz -3 dB (Bild 2).

Dahl/Rotel

Die Dahl Elektronik Gruppe, Hamburg, erweiterte ihre Produktpalette um die Marke Rotel. Hierbei sind zu erwähnen: das Steuergerät RX 152 mit 2x 15W Ausgangsleistung, Mittelwellen- und UKW-Empfang, Frontkopfhörer-Ausgang, Loudness-Taste, Monitorfunktion und Quadrosound-Schaltung; ferner das Steuergerät RX 202 mit 2x 20W Ausgangsleistung; das Modell RX 402 mit 2x 40W Ausgangsleistung sowie zusätzlich Ratio-0-Anzeigeinstrument; das Modell RX 602 mit 2x 60W Ausgangsleistung und hier mit 2 x Monitorfunktion, vier Phono/Tonbandeingänge sowie einer Muting-Schaltung und schließlich das Modell RX 254 mit 4x 15W mit eingebautem CD-4-Demodulator und einer SQ-Matrix-Schaltung.

Grundig

zeigte eine elegante Lösung zur Positionssteuerung einer Rotor-Antenne über die UKW-Programm-Tasten des Empfangsgerätes. Als Demonstrationsobjekt diente dabei ein Hi-Fi-Receiver vom Typ RTV 901, der in Verbindung mit einem Stolle-Antennenrotor arbeitet (Einzelheiten im Antennenbericht im nächsten Heft).

Graetz

Mit Moduln aufgebaut ist die Hi-Fi-Spitzengeräte-Serie Profi 306 von Graetz. Es gibt sie in drei Ausführungen, wobei bei der Zusatzbezeichnung Regie noch ein Mischpult und bei der Zusatzbezeichnung Profi darüber hinaus ein Dolby-Hi-Fi-Kassetten-Laufwerk vorhanden sind. Das Grundgerät besteht aus einem LMK-Empfangsteil und einem 2 x 50W-Verstärker. Der FM-Tuner enthält Feldeffekttransistoren in Vorstufe und Mischer, so daß eine gute Rauschzahl und ein optimales Großsignalverhalten erzielt werden. Es sind fünf direkt wählbare Stationen speicherbar (Bild 3).

Handic

Der Hi-Fi-Stereo Receiver 3030 von Handic ist ein Steuergerät von hoher Qualität. In seinen technischen Details entspricht er modernen Grundsätzen für Hi-Fi-Verstärker. Die Ausgangsleistung beträgt 2 x 30W Sinus an 4 Q im Frequenzbereich von 20...20000 Hz. Der Klirrfaktor hierbei beträgt weniger als 0,15%. Interessant auch der Frequenzbereich: Er reicht von 10...75 000 Hz ± 3 dB. Die Empfindlichkeit des UKW-Teils beträgt 2uV nach IHF, die Kanaltrennung 35 dB bei 1 kHz.

Harman-Kardon

Der Tuner-Verstärker Harman-Kardon 430 ist mit einer doppelten Stromversorgung ausgerüstet. Dies erlaubt eine vollkommene Trennung der beiden Stereokanäle. Hohe Beanspruchung bei der Wiedergabe schwieriger Musikpassagen hat damit keinen Einfluß mehr auf das Klangbild des Verstärkers. Der Verstärkerteil leistet zweimal 25 W Sinus an 8 Q. Die übertragene Bandbreite beträgt 20 kHz, der Klirrfaktor 0,5 %. Hier noch ein paar Werte für Hi-Fi-Fans: die Rechteck-Anstiegsflanke beträgt 3us, die Intermodulation 0,12% bei Endleistung. Die Eingangsempfindlichkeit des UKW-Teils wird mit 1,9uV nach IHF angegeben (Bild 4).

Von der gleichen Firma stammt der „Rauschfreie Tuner" mit dem Namen Citation Fourteen. Das Gerät soll nach Angaben des Herstellers optimale Rauschfreiheit bei UKW-Empfang gewährleisten. Dies wird unter anderm durch eine höchstmögliche Phasenlinearität im Aufbau erreicht. Von entscheidender Bedeutung ist diese Voraussetzung im Hf-Teil, da Phasenverschiebungen hier direkt in Klirr- und Intermodulationsverzerrungen umgewandelt werden. Selbstverständlich ist es notwendig, das Signal auch im Niederfrequenzteil ohne Hinzufügen von Phasenverschiebungen aufzubereiten.

ITT Schaub-Lorenz

Für das Modell Stereo 3501 Hi-Fi electronic gibt ITT Schaub-Lorenz mit einem sog. Stereo-Logbuch Hilfestellung. Auf Arbeitsblättern werden u. a. Themen aus der Empfangs- und Nf-Technik in leicht verständlicher Form erläutert. Außerdem werden Informationen über die Wellenausbreitung und Ratschläge für Empfangsversuche gegeben. Eine UKW-Sendertabelle gehört ebenso zum Inhalt wie Vorschläge zum Auf-und Ausbau einer Diskothek bzw. Cassettothek. Der Verstärkerteil des Gerätes selbst liefert 2 x 30 W; die Leistungsbandbreite wird mit 15 Hz bis 35 kHz bei 1% Klirrfaktor angegeben. Es sind fünf UKW-Stations-Tasten vorhanden.

Das mit einem Mischpult ausgestattete Modell Stereo 4501 Hi-Fi Regie hat für Hobby-Regisseure ein Regiebuch plus Demonstrations-Schallplatte in seinem Zubehör aufzuweisen. In anschaulicher Form werden praktische Tips für den Aufbau und die Gestaltung eigener Programme, für die Vertonung von Schmalfilmen und Diaserien und viele andere nützliche Regie-Hinweise sowie Anweisungen zur Bedienung des Mischpultes gegeben. Die beiliegende Schaltung verdeutlicht in Negativ- und Positiv-Spots die ausgefeilte Bedienung des Mischpultes (Bild 5). Dieses Gerät liefert 2 x 30W und verfügt über eine Leistungsbandbreite von 15 Hz bis 35 kHz bei 1%Klirrfaktor. Sechs UKW-Stations-Tasten stehen zur Verfügung.

Kenwood

Spitzengerät bei Kenwood ist ein Frequenz-Synthesizer-Tuner vom Typ 700T. Bei diesem Gerät wurde besonderer Wert darauf gelegt, daß man immer den Ratio-Mittenpunkt, also die Stelle des optimalen Empfangs, einstellen kann. Abweichung und Mitteneinstellung werden durch drei Leuchtdioden angezeigt. Der Synthesizer selbst nimmt die Nachstimmung vor. Im Gegensatz zu reinen Digital-Tunern bietet das Modell 700T eine sehr große Linearskala.

Neben dem UKW-Empfangsteil, das eine Eingangsempfindlichkeit von 1,8uV aufweist, hat das Gerät noch ein Mittelwellenteil eingebaut. - Das Vorverstärker-Steuergerät 700C besteht aus den drei Hauptbaugruppen Entzerrervorverstärker, Klangregelnetzwerk und Filter/ Lautstärke / Nachverstärkerschaltung. Dazu gehört die Leistungsendstufe 700M mit 2 x 170W an 8Q. Der Klirrfaktor beträgt bei Nennleistung 0,1%.

Zu erwähnen bei den Kompakt-Geraten sind das Stereo-Steuergerät KR-9400 mit UKW-Empfangsteil und 2 x 120W Ausgangsleistung, der Typ KR-7400 mit UKW-Empfangsteil und 2 x 63W Ausgangsleistung, das Modell KR-54 mit UKW-Empfangsteil und 2 x 35W Ausgangsleistung, der Typ KR-3400 mit UKW-Empfangsteil und 2 x 22W Ausgangsleistung sowie schließlich das Modell KR-240 mit UKW-Empfangsteil und 2 x 16W Ausgangsleistung. Ferner liefert dieser Hersteller eine Reihe sogenannter Hi-Fi-Gespanne, das sind Tuner und Verstärker in verschiedenen Geräteklassen (Bild 6).

Loewe

Das Spitzengerät bei Loewe ist der Quadrofonie-Empfänger-Verstärker QR320-1. Der FM-Teil besitzt einen Dual-Gate-MOSFET-UKW-Eingang mit Fünffach-Abstimmung. Damit weist die Vorstufe ein ausgezeichnetes Großsignalverhalten auf. Die Signalmischung erfolgt in einer Dual-Gate-MOSFET-Mischstufe. Integrierte Begrenzerverstärker sorgen für ausgezeichnete AM-Unterdrückung. Der Diskriminator ist breitbandig und wird symmetrisch angesteuert. Für die Feldstärkeanzeige, die AFC, die Ratio-Null-Anzeige, das Muting sowie den Stereoschwellwert ist ein zusätzlicher FM-Zf-Verstärker mit sdimalbandigem Diskriminator eingebaut. Der Nf-Teil enthält vier gleichspannungsgekoppelte Komplementär-Endstufen, die leerlauf- und kurzschlußfest sind. Außerdem ist ein 3stufiger Verstärker für Magnettonabnehmer und Mikrofonwiedergabe vorhanden. Das Gerät ist zur Wiedergabe sämtlicher quadrofoner Systeme geeignet. Es kann von 4-Spur-Tonbändern angesteuert werden, für SQ und CD-4 mit jeweils eingebautem Decoder und für Pseudoquadrofonie- Wiedergabe verwendet werden. Der Bedienteil enthält sieben Programmspeicher. Über acht Sensoren können diese sieben Programme und eine Händabstimmung abgerufen werden. Das eingestellte Programm wird digital angezeigt (Bild 7).

Der Hi-Fi Receiver SD600 von Loewe übertrifft bei weitem alle Forderungen der DIN 45500. Als Besonderheit besitzt das Gerät neben dem zusammengefaßten Mittel- und Langwellen-Bereich zwei gespreizte Kurzwellenbereiche von 7,0 bis 15,6 MHz und von 5,94 bis 6,25 MHz. Der Festsenderspeicher wird über eine leichtgängige Tastatur abgefragt. Zwei großflächige Instrumente ermöglichen ein leichtes und genaues Einstellen des gewünschten Senders. Die Endstufe gibt 2 x 24W Sinus an 4Q ab und ist kurzschlußfest. Ihre große Leistungsbandbreite von 14...60 000 Hz ist für alle Anwendungsfälle ausreichend (Bild 8).

Marantz

Der Stereo-Receiver 2220B von Marantz entspricht mit seiner Mindestleistung von 20W Sinus pro Kanal bei 8 Q von 20 bis 20 000 Hz bei einem Klirrfaktor von weniger als 0,5% den professionellen Daten. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, können Quadro- UKW-Signale einer separaten Ausgangsbuchse des Geräts entnommen und einem Demodulator zugeführt werden. Der UKW-Teil ist auf dem neuesten Stand durch Einbau der neuen PLL-Technik. Die Eingangsempfindlichkeit beträgt 2 uV, der Gesamtklirrfaktor 0,5% bei Stereo und 0,3% bei Mono.

Der Receiver Marantz 4400 gehört wohl zu den stärksten Quadro-Receivern überhaupt. Hauptmerkmale des Geräts sind eingebauter Dolby-Stretcher, eingebauter Meßgenerator für Dolby-Pegeleinstellung, extrem hochwertiges UKW- und MW-Empfangsteil, Quadro-Verstärkerteil und Anzeige des jeweiligen Signals auf einem Oszillografenschirm. Hier kann auch die Kanaltrennung bei Quadrofonie gut beobachtet und beurteilt werden.

Bei Quadrofoniebetrieb beträgt die Ausgangsleistung 4 x l25W an 7Q. Das UKW-Teil weist eine Empfindlichkeit von 1,8uV auf. Der Klirrfaktor beträgt bei Stereo 0,3%, bei Mono 0,2% Unter anderem sind im Gerät noch ein Dolby B-System und die Schaltmöglichkeit eingebaut, die Dolby-Elektronik als dynamisches Geräuschfilter zu verwenden.

Marlux

Der Tuner MT 200 von Marlux ist für genaue Abstimmöglichkeit auf UKW mit einem Feldstärke- und Dikriminator-Mitteninstrument ausgerüstet. Seine Empfindlichkeit nach IHF beträgt 2,7uV, der maximale Klirrfaktor bei Mono 0,6%, bei Stereo 0,8%. Als Besonderheit ist eine Rauschsperre eingebaut. Die Kanaltrennung bei Stereo beträgt bei diesem Gerät 30 dB. Der Typ MR220 von Marlux ist ein 2 x 20W-Receiver. Bei diesem Gerät fällt auf, daß die Beschriftungen an der Frontplatte in englisch und deutsch ausgeführt sind. Auch dieses Gerät hat zwei Instrumente zur Feldstärke- und Diskriminator-Mittenanzeige. Der Klirrfaktor des Nf-Teils beträgt 0,8%, Die Leistungsbandbreite reicht von 20 Hz bis 30 kHz. Die technischen Daten des Tuner-Teils: FM-Empfindlichkeit nach IHF 3uV, maximale Verzerrung 0,5%, Kanaltrennung 30 dB.

Nordmende

Vier Wellenbereiche hat das Stereo-Steuergerät 5008 ST von Nordmende. Die Ausgangsleistung beträgt 2 x 10 W, zwei Gleitregler für Ton und Lautstärke erleichtern die Bedienung.
Als eine der wenigen Firmen, die ein Quadro-Gerät vorstellen, tat sich Nordmende mit seinem Quadronado Q45 hervor. Als Besonderheiten sind ein Abstimmanzeigeinstrument, vier Wellenbereiche, sieben programmierbare Festsendertasten für UKW, Gleitregler für Lautstärke, Höhen, Baß und Balance-Einstellung sowie Anschlüsse für Stereo-Kopfhörer und vier Lautsprecher vorgesehen. Die Bestückung des Geräts besteht aus sechs integrierten Schaltungen, 40 Transistoren und 25 Dioden [Bild 9).
Das Hi-Fi-Stereo-Steuergerät 8040 SP, ebenfalls nach DIN 45 500, ist mit Anzeigeinstrumenten für Feldstärke und Mittenabstimmung ausgerüstet. Es besitzt ebenfalls vier Wellenbereiche und 7 programmierbare Festsendertasten für UKW. Seine Halbleiterbestückung besteht aus 52 Transistoren, 6 integrierten Schaltungen und 43 Dioden; die Ausgangsleistung beträgt 2 x 40 W.

Pioneer

Der Spitzentuner TX 9500 von Pioneer ist mit Feldeffekttransistoren und einem Fünffach-Drehkondensator ausgerüstet. Diese sorgen für eine UKW-Empfindlichkeit von 1,2uV in einer Spiegelfrequenz- und Störimpulsunterdrückung von 110dB. Für die sehr hohe Selektivität von mehr als 85dB und für die Gleichwellenselektion von 100dB zeichnen die integrierten Schaltungen im Differenzialverstärker, im UKW-Zf-Teil die vier Keramikfilter und ein linearer 6MHz-Diskriminator verantwortlich. Der Gesamtklirrfaktor liegt bei 0,2%, der Signal-Rausch-Abstand bei 75dB. Die PLL-Schaltung im MPX-Demodulator sorgt für eine recht hohe Stereokanaltrennung von 40dB. Die eingebaute Aufnahmepegelkontrolle legt an die Ausgangsbuchsen des Tuners in Abständen von 1,5s ein 440Hz-Signal, welches einem 50%igen UKW-Modulationsgrad entspricht. Dadurch kann die Aussteuerung des Tonbandgerätes bereits vor der Aufnahme so vorgenommen werden, daß während der gesamten Aufnahmezeit ein Nachregeln nicht notwendig wird. Weitere Vorteile des Geräts sind UKW-Stummabstimmung in zwei Stufen, die Sender unterdrückt, die nicht einwandfrei in Stereo empfangen werden können (Bild 10).

Der professionelle Spitzenverstärker SA-9900 von Pioneer erreicht eine Leistungsbandbreite von 5Hz bis 40kHz bei einem Klirrfaktor von kleiner als 0,1%. Er ist mit einer doppelten Gleichstromversorgung ausgerüstet. Der Differenzverstärker ist mit Feldeffekttransistoren bestückt. Die Ausgangsleistung beträgt 2 x 110W nach DIN. Die Klangkorrekturschalter überstreichen jeweils eine Spanne von -7,5dB. Sämtliche Klangkorrekturen können über einen Schalter auf Linear geschaltet werden, ohne das Klangregelnetzwerk selbst bedienen zu müssen.

Philips

Für das MFB-Programm brachte Philips einige neue Steuergeräte heraus. Unter MFB versteht man das sogenannte Motional-Feed-Badk-Prinzip, eine Beschleunigungs- Gegenkopplung im Tieftonzweig, wobei die Verzerrung und auch die Eigenresonanz des Tieftonlautsprechersystem erheblich vermindert werden. Bei diesem System befindet sich der komplette Endverstärkerteil in der Lautsprecherbox. Zu den Neuheiten gehören das Steuergerät MFB-Tonmeister 743 TS mit einem Vier-Bereich-Rundfunk-Empfangsteil und fünf UKW-Stationstasten zur Programmspeicherung. - Der MFB-Tonmeister 762 TS enthält eine elektronische UKW-Sender-Such- und Abstimmautomatik. Ferner fünf UKW-Stationstasten und zusätzlich vier Sensorflächen, über die der UKW-Bereich elektronisch durch- und abgestimmt werden kann. Angetippt wirken die Sensoren über eine einfache, aber wirksame Elektronik für Linkslauf oder Rechtslauf der UKW-Abstimmung. Dabei kann zwischen Durchlaufen bis zum Loslassen des Sensors oder aber Einrasten auf den nächsten empfangswürdigen Sender gewählt werden. Die durchlaufenen oder eingerasteten Frequenzen zeigt ein Zeigerinstrument an (Bild 11).

Rank-Heco

Die Rank-Gruppe zeigte aus dem Heco-Programm das Steuergerät 2000 receiver, mit einer Sinusausgangsleistung von 2 x 40W. Die Endstufen sind mit Überlast- und Lautsprecherschutzschaltung ausgerüstet. Für die UKW-Empfindlichkeit wird ein Wert von 1,6uV für 26dB Rauschabstand angegeben (Bild 12).

Saba

Obwohl Saba in seinen Presseverlautbarungen betont, daß alle Geräte korrekt nach den DIN-Vorschriften gemessen wurden, machte das Unternehmen trotzdem die Leistungsangaben bei Steuergeräten in Musikleistung. Wir werden daher auf diese ungenaue Angabe verzichten. An Neuheiten zu erwähnen ist zunächst das Saba- Hi-Fi-Studio 8280 Quadro. Es verfügt über eingebaute CD-4- und SQ-Decoder. - Das Steuergerät Hi-Fi-Studio 8101 audiomatic hat einen eingebauten Infrarotsender, so daß auch drahtloser Stereoempfang mittels Kopfhörer möglich ist. Das Gerät besitzt acht impulsgesteuerte Berührungstasten für die UKW-Programm-Schnellwahl (Bild 13).

Sansui

Seine hochempfindliche Eingangsstufe verleiht dem Tuner TU 9900 von Sansui eine UKW-Empfindlichkeit von 0,9uV nach DIN. Die harmonische Verzerrung übersteigt im UKW-Betrieb (Stereo) nicht die 0,08%-Marke. Sämtliche Daten des AM-Empfanges sollen dem heutigen Stand dieser Übertragungsart entsprechen (Bild 14).

Sanyo

Der Tuner FMT 200 von Sanyo ist für UKW-Mono/Stereo- und MW-Empfang ausgelegt. Die UKW-Empfindlichkeit wird mit 1,9uV nach IHF angegeben. Der Fremdspannungsabstand ist >60dB. Der Klirrfaktor beträgt <0,5% für Stereo-Empfang. - Dazu passend gibt es den Hi-Fi-Stereoverstärker DCA 200 mit einer Dauertonleistung von 2 x 15W an 8Q. Das Gerät verfügt über zwei Wahlschalter für zwei Lautsprechergruppen A + B, Kopfhöreranschluß und Mikrofoneingang. Ferner ist der Anschluß für Tuner, Phono, Tonband 1+2 und Reserve möglich. Weitere Ausstattung: Loudness-Schalter, Geräusch- und Rumpelfilter sowie individuelle Baß- und Höhenregelung.

Der Stereo-Vollverstärker DCA 650 liefert eine Dauertonleistung von 2x 50W an 8Q, bei <0,1% Klirrfaktor. Die Leistungsbandbreite beträgt 5 Hz bis 80 kHz. Besonderheiten sind: schaltbare Einsatzpunkte für Baß- und Höhenregelung, 20Hz-Infraschall- sowie Rumpelfilter mit 12dB/Oktave Flankensteilheit, zwei Tonband-Monitorkreise mit Kopierschaltung sowie Vorverstärker-Aus- und Endverstärker-Eingänge [Bild 15). Einen erheblichen Komfort, sieht man von den bei den japanischen Geräten im allgemeinen fehlenden Stationstasten ab, bietet der Hi-Fi-Tuner FMT 450. Die UKW-Empfindlichkeit wird mit weniger als 1,5uV bei 26dB Rauschabstand und ±22,5kHz angegeben. Der Klirrfaktor liegt unter 0,2% für Mono und Stereo. Besonderheiten: Ausgangsspannung regelbar, UKW-Stummabstimmung, 20-dB-Abschwächer für UKW-Eingangssignal, UKW-Stereogeräuschfilter, Anzeigeausgänge für UKW-Mehrdeutigkeitsempfang und zusätzliche UKW-Mono- und Tonbandaufnahmeausgänge.

Sharp

Der neue Stereo-Tuner ST 1400 von Sharp ist mit drei Wellenbereichen ausgerüstet: UKW, MW und LW. Zur exakten Abstimmung auf UKW dienen ein Feldstärke- und Diskriminator-Mitteninstrument. Stillabstimmung und PLL-Schaltung im Stereo-Decoder sind vorhanden. Im Eingangsteil des Tuners sind Dual-Gate-MOSFET-Transistoren eingebaut (Bild 16).

Sony

zeigte als Spitzengerät den Tuner ST4950. Der Eingangsteil ist mit dem MOSFET für hohe Eingangsempfindlichkeit und Übersteuerungssicherheit bei großen Signalen konzipiert. Ein neues Modul aus vier Elementen im Zf-Teil und ein integrierter Stereo-Decoder bringen hohe Selektivität, verbesserten Störspannungsabstand und gleichmäßige Stereo-Trennung.
Zwei Ab Stimminstrumente erleichtern die genaue Sendereinstellung. Zusätzlich ist eine Anzeige für FM-Mehrfachempfang durch eine Leuchtdiode eingebaut. Weiterhin enthält das Gerät eine wirksame Stummabstimmung und abschaltbare AFC. Weitere technische Daten sind: Antenneneingang 300Q und 75Q wahlweise, Empfindlichkeit 1,9uV, Geräuschspannungsabstand 70dB, Nebenwellenunterdrückung 100dB (Bild 17).

Syma

Der AM/FM-Tuner T526 von Syma electronic paßt in Abmessung und Design zu den Verstärkern A426 und A 436. Die Empfindlichkeit nach DIN ist 1,3uV für UKW-Empfang. Vierfachabgestimmte HF-Stufe, Kristallfilter im Zf-Teil ermöglichen eine hohe Trennschärfe. Der Stereo-Decoder arbeitet nach dem PLL-Prinzip. - Das Steuergerät R316 AM/FM liefert eine Ausgangsleistung von 2 x 35W an 4Q. Die technischen Daten des FM-Teiles entsprechen weitgehend dem Tuner T526. - Bei dem Steuergerät R326 AM/FM beträgt die Ausgangsleistung 2 x 45W an 4Ohm. Das Gerät enthält als Besonderheiten Anzeige-Instrumente für Feldstärke und 0-Durchgang, schaltbare Rauschunterdrückung sowie Baß-, Höhen- und Lautstärkeregler in festen dB-Schritten.

Tandberg

Bei den Steuergeräten zeigte Tandberg vier neue Modelle. Der Typ TR2075 ist ein 2 x 100W-Gerät, das neben sehr guten technischen Daten einen besonderen Bedienungskomfort bietet. Die hohe Ausgangsleistung wird bei 0,2% Klirrfaktor über den gesamten Frequenzbereich von 20Hz bis 20kHz erreicht. Funktionsanzeigen, Leuchtdioden und elektronisch zeitverzögerte Programmumschaltung gehören zu den Besonderheiten. Der Hersteller leistet fünf Jahre Vollgarantie. - In der Leistungsklasse 2 x 25W steht nunmehr das Modell TR220 mit hochempfindlichen UKW-Tuner-Stationstasten usw. zur Verfügung. Schließlich ist der Allwellen-Receiver SS12 mit einer Sinusleistung von 2 x 22W zu erwähnen.

Teleton

Das Spitzengerät von Teleton ist der Typ TFS 80. Es besitzt Feldstärke- und Kanalmittenanzeige, Sensortechnik mit deutlicher Anzeige der Frequenz, AFC, Muting, Loudness- und Höhenfilter. Die Ausgangsleistung beträgt 2 x 33W Sinus an 8Q bei einem Klirrfaktor von 0,2%. Für den UKW-Teil sind sieben Sensoren vorgesehen, die UKW-Empfindlichkeit beträgt 1,3uV, die Kanaltrennung 30dB (Bild 18).

Toshiba

Das Steuergerät SA 420 von Toshiba weist 2 x 25W Ausgangsleistung auf; dabei beträgt der Klirrfaktor 0,4%, die Eingangsempfindlichkeit des UKW-Teils 1,9uV bei 30dB Signal-Rausdiabstand. Zur Abstimmungsanzeige sind ein Feldstärke- und ein Diskriminator-Mitteninstrument vorgesehen.
Der Typ ST910 von Toshiba ist ein Hi-Fi-Stereo-Digital-Synthesizer-Tuner. An dem Gerät befindet sich nur noch eine mechanische Taste, nämlich die zum Ein- und Ausschalten. Alles andere funktioniert mit der Betätigung von Sensorfeldern, die in die Frontglasscheibe eingezeichnet sind. Betätigt werden hierbei automatischer Sendersuchlauf, manuelle Sender-Frequenz-Einstellung, sieben Stationsspeicher, die auch nach dem Ausschalten des Geräts gespeichert bleiben, Umschaltung der Muting-Empfindlichkeit sowie Sendersuchlauf nur für Stereo-Sender. Sämtliche Funktionen werden über Leuchtdioden optisch angezeigt, einschließlich der Senderfrequenz-Digital-Anzeige. Eine Reihe außergewöhnlicher technischer Daten zeichnet diesen Tuner weiterhin aus; Eingangsempfindlichkeit 1uV bei 26dB Rauschabstand, Klirrfaktor Mono 0,1%, Stereo 0,15%, PLL-Frequenz-Synthesizer mit Quarz-Oszillator, Eingangsstufe mit sechsfacher Kapazitätsdiodenabstimmung, Zf-Verstär-ker mit Gaußschen Filtern und Chassis in servicefreundlicher Modul-Technik (Bild 19).

Wega/Sony

Der Tuner T4710 von Wega lehnt sich in der Technik sehr stark an das Sony-Gerät SC 4950 an. Er ist bestückt mit drei integrierten Schaltungen, vier Feldeffekttransistoren und 23 Transistoren.

Yamaha

Der UKW-Stereo-Tuner CT 7000 von Yamaha ist ein Gerät, das nach Angaben des Herstellers absolut störungsfreien Empfang auch unter schlechtesten Empfangsverhältnissen bietet. Hier bewährt sich die konsequente Verbindung moderner Feldeffekttransistoren (14 Stück neben weiteren 108 Transistoren, 42 Dioden und 7 integrierten Schaltungen). Dazu gehört die erstmalige Verwendung der Gegenkopplung im FM-Stereo-Decoder zur Vermeidung von Verzerrungen. Die PLL-Schaltung im Stereo-Decoder garantiert gute Stereo-Kanaltrennung bei geringen Verzerrungen.

Siebenstufige Differential-Verstärker im Zf-Teil mit keramischen Filtern bringen hohe Selektivität und Verzerrungsfreiheit, ein neuer Diskriminator, der Welt erster Siebenfach-Drehkondensator sowie Dual-Gate-MosFet im Eingang sorgen für eine gute Empfangscharakteristik mit Spitzenwerten für alle Qualitätsparameter.

Höhenfilter ermöglichen auch bei schwachen Sendern eine rauschfreie
Wiedergabe ohne Beeinträchtigung des Stereo-Effekts. Zwei Anzeigeinstrumente erfüllen drei Funktionen: Die Anzeige des Eingangssignals, umschaltbar auf Anzeige von Mehrwegeempfang (wertvoll für die Ausrichtung der Rotorantenne). Das zweite Instrument dient zur Anzeige des Mittendurchgangs des Diskriminators. Automatisch schaltet sich beim Loslassen des Abstimmknopfes die AFC ein. Sie wirkt mit einer Stationsanzeige mit Leuchtdiode zusammen, die beim Erreichen eines empfangswürdigen Senders schwach und nach dem Loslassen des Knopfes hell aufleuchtet. Als zusätzliches Extra ist in diesem Empfänger noch ein Kopfhörerverstärker eingebaut (Bild 20).

So weit der Hifi-Bereich der Neuigkeiten der IFA 1975

Die Fernseh-Neuigkeiten kommen auf den Seiten des Fersehmuseum 2

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Bildunterschriften Receiver

Bild 1. Das neue Steuergerät Braun Regie 450
Bild 2. Das Steuergerät L & G R 3400 von Euro-Photo
Bild 3. Profi 306 nennt sich das Spitzengerät von Graetz
Bild 4. Das Steuergerät Harman-Kardon 430 mit doppelter Stromversorgung der Endstufe
Bild 5. Das Modell Stereo 4501 Regie von ITT Schaub-Lorenz ist mit einem Mischpult ausgerüstet
Bild 6. Bei Kenwood war ein Frequenzsynthesizer-Tuner, Modell 700T, zu sehen
Bild 7. Quadrofonie-Empfänger-Verstärker Loewe QR 320-1
Bild 8. Mit zwei gespreizten Kurzwellenbereichen ist der Hi-Fi-Receiver SD 600 von Loewe ausgerüstet
Bild 9. Quadronado Q 45 heißt das neue Quadrogerät von Nordmende
Bild 10. Der Spitzentuner TX 9500 von Pioneer ist mit einem Fünffach-Drehkondensator ausgerüstet
Bild 11. Neu von Philips ist der MFB-Tonmeister 743 TS
Bild 12. Aus dem Heco-Programm im Vertrieb von Rank ist das Steuergerät 2000 mit einer Ausgangsleistung von 2 X 40 W
Bild 13. Einen eingebauten Infrarotsender hat das Steuergerät Hi-Fi-
Studio 8101 von Saba
Bild 14. Eine UKW-Empfindlichkeit von 0,9uV weist das Steuergerät TU 9900 von Sansui auf
Bild 15. Sanyo zeigte den Stereo-Vollverstärker DCA 650
Bild 16. Dual-Gate-MOSFET im Tuner sorgen für sehr gute Empfangsleistungen des Steuergeräts des ST 1400 von Sharp
Bild 17. Das Spitzengerät von Sony ist der Tuner ST 4950
Bild 18. TF S 80 heißt der neue Spitzentuner/Verstärker von Teleton
Bild 19. Toshiba zeigte einen Hi-Fi-Digital-Synthe-sizer-Tuner Typ ST 910
Bild 20. Der Spitzen-Stereo-Empfänger CT 7000 von Yamaha
Bild 21. Als Verstärker-Lautsprecher-Einheit bietet ASC Elektronik den Stereo-Verstärker AS 400 LV an

Internationale Funkausstellung 1975
Verstärker
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ASC-Elektronik

Der Stereo-Verstärker AS 400 LV von ASC-Elektronik ist ein Hi-Fi-Gerät der Spitzenklasse mit Vorverstärker und zwei Lautsprechereinheiten, die zu dem Steuergerät gehören. Das Gerät besitzt vier Endstufen, die vollkomplementär ohne Auskoppelkondensator aufgebaut sind. Je zwei dieser Endstufen sind mit vier Leitungen mit den Lautsprecherboxen verbunden, so daß sich die Kanalweichen, die oft zu Phasenfehlern führen, bereits im Verstärker befinden. Der Übertragungsbereich beträgt 40 bis 25000Hz, die Übergabefrequenz liegt bei 750Hz. Der Aufbau der Anlage ermöglicht es, mit Hilfe von Aussteuerungsinstrumenten, in dB geeichten Lautstärkestellern und Eingangspegelstellern für jeden Eingang die Anlage optimal auf alle Tonquellen einzustellen und dabei den Schallpegel im Raum abzulesen. Eine optimale akustische Anpassung an die Dimensionen im Hörraum ermöglicht die Basisbreitenregelung (Bild 1).

AKG

Für das AKG-Stereomischpult SM 2006 wurde bei der Festlegung der technischen Ausstattung und elektrischen Daten auf einen großen Anwendungsbereich bei der Tonaufnahme und -wiedergabe, hohe Betriebssicherheit und geringe Ausmaße besonderer Wert gelegt. Die elektroakustischen Daten der Tonstudiotechnik werden in zahlreichen Punkten übertroffen. Der mechanische Aufbau erfolgt mit sechs gleichen Eingangsverstärkerplatinen und zwei Summenverstärkerplatinen, die sich lösbar in einem stabilen Metallchassis befinden.

Lecson

Im Vertrieb der Firma Jesko Fritz war der Lecson-Verstärker zu sehen, der nicht nur durch seine ungewöhnliche äußere Gestaltung auffiel. Das Flachgerät enthält alle Steuer- und Reglerorgane, während im zylindrischen Teil die Endstufen untergebracht sind. Die Endstufe leistet 100W pro Kanal an 8Q. Die Verzerrungen betragen 0,05% bei 100W und Frequenzen zwischen 20Hz und 20kHz. Die Lautsprecherausgänge sind abgesichert, um sie vor Überlast zu schützen. Ein Anschluß für einen Quadrodecoder ist am Gerät vorgesehen. Außerdem können bei diesem Gerät Lautstärke und Eingangswahlschalter fernbedient werden (Bild 2).

Grundig

hat einen eigenen CD-4-Demodulator herausgebracht. Das Zusatzgerät mit eingebautem Netzteil wird zwischen Quadro-Plattenspieler und Quadro-Steuergerät geschaltet. Es ist nach Herstellerangaben für alle Fabrikate verwendbar, und zum Lieferumfang gehören eine CD-4-Abgleichplatte sowie drei Anschlußkabel.

Harman-Kardon

Der Leistungsverstärker Citation 16 von Harman-Kardon ist ein absolutes Spitzengerät, was Verzerrungen anbetrifft. Sie sollen nach Angaben des Herstellers bei 0,005% liegen. Das ganze Gerät ist ein Breitbandverstärker mit einer unteren Grenzfrequenz von 0,1Hz und einer oberen Grenzfrequenz von 130kHz. Diese obere Grenzfrequenz verleiht dem Gerät eine Rechteckanstiegszeit von 3us und eine ausgezeichnete Phasenlinearität. Dazu trägt auch eine doppelte Stromversorgung bei. Die Ausgangsleistung beträgt 2 x 150W an 8Q beim Betrieb von beiden Kanälen. Der Fremdspannungsabstand soll nach Angaben des Herstellers größer als 100dB sein [Bild 3).

Marantz

Im breiten Programm der Hi-Fi-Geräte von Marantz ist der Verstärker 1040 neu, welcher mit seiner Mindestausgangsleistung von 20W pro Kanal an 8Q und einem Klirrfaktor von kleiner als 0,3% kaum Wünsche offenläßt. Für Tonbandfreunde hat dieses Gerät Anschlußmöglichkeiten für zwei Tonbandgeräte mit Hinterbandkontrolle, die es ermöglichen, beide Geräte gleichzeitig zu betreiben oder Bandüberspielungen zu machen.

Pioneer

Aus zehn Typen besteht das Verstärkerprogramm von Pioneer, abgestuft von 2 x 10W bis 2 x 110W Ausgangsleistung und kombinierbar mit den zugehörigen Tunern. Alle Verstärker verfügen über getrennte Baß- und Höhenregelung, einen Monitorausgang, einen Loudness-Schalter und verschiedene Schaltmöglichkeiten für die Lautsprecher. Bei den aufwendigeren Geräten kommen dann Komfort-Elemente, wie zusätzliche Filter, in Schritten schaltbare Höhen- und Tiefenregelungen sowie Summen-Schaltung und Einzelwiedergabe der Stereosignale, hinzu.

Sansui

Der Hi-Fi-Stereo-Endverstärker BA-5000 von Sansui liefert 300 W Sinus je Kanal an 8Q bei Betrieb beider Kanäle. Die Leistung steht über die gesamte Bandbreite von 20Hz bis 20kHz bei einer harmonischen Verzerrung von nicht mehr als 0,1% zur Verfügung. Bei Mono-Betrieb ergibt das unter gleichen Bedingungen eine Leistung von 600W. Gewährleistet wird diese hohe Leistung durch eine spezielle Ringspulenwicklung, die die Wirbelstromverluste sowohl im Netztransformator als auch in den beiden Ausgangstransformatoren wesentlich verringert (Bild 4).

Der etwas „schwächere" BA-3000 liefert 170W Sinus je Kanal an 8Q bei Betrieb beider Kanäle. Die Leistung steht über die gesamte Bandbreite von 20Hz bis 20kHz zur Verfügung. Auch die Intermodulationsverzerrung bleibt in jedem Fall auf einen Wert unter 0,05% begrenzt. Die Skalen der Pegelmesser sind sowohl in Dezibel als auch in Watt eingeteilt.

Die Konzeption des CA-3000 Hi-Fi-Stereo-Vorverstärkers von Sansui ermöglicht seine Verwendung sowohl mit dem BA-5000 als auch mit dem BA-3000. Die aktive Frequenzweiche des Phono-Vorverstärkers gewährleistet eine präzise RIAA-Entzerrung sowohl im Baß- wie im Hochtonbereich (± 0,2 dB).
Außerdem verfügt der Verstärker über getrennte stabilisierte Netzteile für jeden Kanal. Daraus ergibt sich ein hoher Grad an Stabilität und eine gesicherte konstante Speisespannung auch bei Spannungs- und Temperaturschwankungen [Bild 5).

Sharp

Der Stereo-Verstärker SM 3000H von Sharp ist ein Modul-Verstärker mit 2 x 45W Sinusleistung. Er weist unter anderem Schutzschaltungen bei Störungen im Gerät, diverse Filter, Telefontaste, Tonband-Monitor sowie Überspielmöglichkeiten von Tonbandgerät zu Tonbandgerät auf. Darüber hinaus enthält er eine Reihe von Anschlußmöglichkeiten. Der Frequenzgang reicht von 20 bis 50.000Hz bei 1,5dB Welligkeit. Der Geräuschspannungsabstand bei Vollaussteuerung beträgt bei diesem Gerät 63dB.
Der größere Bruder ist der Typ SM 4000H, der mit 2 x 65W Sinusleistung 0,5% Klirrfaktor einhält. Ein Nachteil ist, daß diese Geräte nicht die üblichen DIN-Stecker und -Buchsen, sondern z. B. Schnellklemmanschlüsse für die Lautsprecher nach amerikanischer Norm aufweisen (Bild 6).

  • Anmerkung: Was für eine fatale Beurteilung. Überall auf der Welt hatten sich bereits die Cinch und 3,5mm Klinkenstecker als Norm durchgesetzt und nur Deutschland beharrte auf den deutschen 5pol DIN Steckern und Buchsen. Damit war für Braun der Weltmarkt praktisch verschlossen, für Grundig und K+H und Sennheiser Hifi quasi auch. Nur DUAL hatte es schnell verstanden, die Amerikaner wollen Cinch Anschlußkabel an den Dual Plattenspielern haben, kein DIN und keine Adapter.

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Sony

zeigt die sogenannten V-FET-Verstärker TA5650 und TA8650, die als Modul-Verstärker aufgebaut sind. Sie enthalten Phono-Entzerrer, Klangregelteil und Vorverstärker. Jedes Modul besteht aus einem zweistufigen Differenzverstärker und einem direkt gekoppeltem Puffer.

Hier noch einige wichtige Daten: Ausgangsleistung beim Typ 5650 2 x 50W, beim Typ 8650 2 xlOOW. Der Klirrfaktor beträgt 0,1%, die Leistungsbandbreite reicht von 5 ... 40.000Hz bzw. 5 ... 50.000Hz beim Typ 8650. Die Geräuschspannungsabstände betragen jeweils 70dB [Bild 7).

Die beiden Vorverstärker TAE 5450 und 8450 sind nach dem gleichen Modul-Prinzip aufgebaut. Sie weisen Klirrfaktoren von 0,03% und Intermodulationen von 0,05% auf. Die Geräuschspannungsabstände betragen bei Phono 70dB, bei anderen Eingängen 90dB. Die Frequenzgänge reichen von 10...100.000 Hz ±1dB (Bild 8).

Zu diesen beiden Vorverstärkern gehören die Endverstärker TAN5550 und 8550. Beide Geräte besitzen Eingänge für zwei Vorverstärker, von der Frontplatte her umschaltbar, sowie Pegelregler für jeden Kanal. Außerdem sind zwei Lautsprecherausgänge vorgesehen. Die Ausgangsleistung beträgt 2 x 50W (5550) bzw. 2 x 110W (8550). Der Klirrfaktor ist bei beiden Geräten 0,1%, die Intermodulation 0,1%. Die Frequenzgänge reichen von 0 ... 100.000Hz (nach Angaben des Herstellers), der Geräuschspannungsabstand beträgt 100dB (Bild 9).

Syma electronic

zeigte in Berlin drei Hi-Fi-Verstärker mit den Ausgangsleistungen 2 x 34W (Typ A 416), 2 x 45W (Typ A 426), 2 x 65W (Typ A 436), jeweils gemessen an 4Q. Das letztgenannte Modell enthält zwei logarithmisch ausgelegte Anzeigeinstrumente für die Leistungsabgabe, zwei Phonoeingänge, zwei Tonbandeingänge und zwei Zusatzeingänge sowie zwei Mikrofoneingänge. Die Endstufe ist elektronisch gesichert.

Technics

Die Stereo-Steuervorverstärker SU 9200 und SU 9600 von Technics sind in ihrem Aufbau sehr ähnlich. Interessante Schaltungstechnik bietet bereits die Phono-Entzerrerstufe, die als vierfach direkt gekoppelte Verstärkerstufe ausgelegt ist. Sie ist mit rauscharmen pnp-Transistoren bestückt. Die Klangregler-Netzwerke besitzen schaltbare Einsatzfrequenzen (Bässe 125Hz oder 500Hz, Höhen 2kHz oder 8kHz). Alle Stufen werden von einem spannungsstabilisierten Netzteil gespeist. Eine spezielle Impulssperre beseitigt Störimpulse beim Ein- und Ausschalten der Geräte. Angeschlossen werden können zwei Plattenspieler, ein Tuner, zwei Reserveprogramme sowie zwei Bandgeräte. Damit ist Vor- und Hinterbandkontrolle möglich. Der Gesamtklirrfaktor des Geräts beträgt 0,02%, die IntermodulationsVerzerrung ebenfalls 0,02%. Die Klangregler bestreichen einen Bereich von je ±12,5dB (Bild 10).

Optisch und technisch paßt zu diesen Vorverstärkern der Endverstärker SE 9600. Er liefert 110W pro Kanal an 8Q über das gesamte Frequenzspektrum von 20Hz bis 20kHz. Bei voller Leistung liegt der Klirrfaktor unter 0,08%. Die Anzeigeinstrumente sind echte Spitzenwertanzeiger, ihre Ansprechschwelle ist in drei Stufen schaltbar, um in jedem Leistungsbereich genaues Ablesen zu gewährleisten.

Noch einige technische Daten: Die Intermodulationsverzerrung beträgt 0,08%. Die Leistungsbandbreite reicht von 5Hz bis 60.000Hz -3dB, der Fremdspannungsabstand bei Nennleistung 110dB (Bild 11).

Teleton

Der Verstärker A 400 von Teleton weist Sinusausgangsleistungen von 2 x 20W auf. Die Leistungsbandbreite beträgt dabei 20...30.000Hz, der Fremdspannungsabstand 50dB, der Klirrfaktor 1%. Der Regelbereich der Baß- und Höhenregler überstreicht ±10dB. Zur Kontrolle sind zwei Aussteuerungsinstrumente eingebaut. Die Halbleiterbestückung besteht aus 20 Transistoren und sechs Dioden.

Yamaha

Der Basis-Verstärker C1 und die wahlweise zuschaltbare Kontrolleinheit UC1 von Yamaha bilden die Zentrale der Hi-Fi-Stereo-Anlage. Um allen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, ist die Verstärkerstufe vollständig mit Feldeffekt-Transistoren aufgebaut, zu denen noch 113 normale Transistoren und 64 Dioden kommen. Trotz der Ausgangsleistung von 150W je Kanal bleiben die Verzerrungen unter 0,06% innerhalb des Frequenzbereiches von 20...20.000 Hz. Die Grenzfrequenz des Verstärkers beträgt 100.000 Hz -1dB. Bei Verstärkern dieser Leistungs- und Preisklasse sind zwei Netzteile für die Endstufen bereits Standard.
Die angeschlossenen Lautsprecher sind mit einer automatischen elektronischen Schutzschaltung gegen jede Art von Überlastung geschützt.

Dazu kontrollieren auch noch Temperaturfühler die Wärmeentwicklung an vielen Stellen des Geräts. Die wahlweise direkt oder als Fernbedienung zuschaltbare Kontrolleinheit UC1 erlaubt die Umschaltung von fünf Lautsprecherpaaren über Reed-Relais und die Betätigung getrennter Pegelregler je Paar und je Kanal. Darüber hinaus bieten die Spitzenwert-Anzeigeinstrumente die optische Kontrolle der Ausgangsleistung an den Lautsprechern (Bild 12 und 13).

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Diese Zusammenstellung und Beschreibung aus 1975 stammte von Günter Knauft und Henning Kriebel
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Bild-texte:

Bild 1. Der Stereo-Verstärker AS 400 LV von ASC-Elektronik
Bild 2. Ungewöhnlich im Design präsentiert sich der Stereo-Verstärker Lexon von Fritz
Bild 3. Absolute Spitzenklasse in bezug auf Verzerrungsarmut ist der Leistungsverstärker Citation 16 von Harman-Kardon
Bild 4. 300 W Sinus-Ausgangsleistung je Kanal liefert der Verstärker BA 5000 von Sansui . . .
Bild 5.  .... der dazu passende Vorverstärker ist der Typ CA 3000 (Sansui)
Bild 6. 2 X 16W Ausgangsleistung hat der neue Sharp-Verstärker Optonica ST 4000 H
Bild 7. Der V-FET-Verstärker TA 8650 von Sony mit 2 X 100 W Ausgangsleistung
Bild 8. Der Vorverstärker TAE 8450 von Sony und ...
Bild 9. ... die passende Endstufe zum Vorverstärker mit eingebauten Aussteuerungsinstrumenten (Sony TAN 8550)
Bild 10. Stereo-Steuerverstärker SU 9600 von Tedmics und ...
Bild 11. ... der hierzu passende Endverstärker SE 9600 mit 2 X 110 W pro Kanal

 

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