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Die PCM Technik war bereits 1978 betriebsbereit

und einige Labels hatten die teuren Geräte bereits gekauft und erste Studio- oder Live-Aufnahmen gemacht. Andere wollten auf diesen vielversprechenden Zug aufspringen und kündigten viele Aktionen an.

Hier ein Auswahl aus der Musikwelt :

Erste Platten-Infos aus der Hifi-Stereophonie 1982 Heft 2

Heft 02 - 1982

Auch die Russen haben inzwischen auf Digitaltechnik umgestellt: Ein halbes Dutzend Melodia-Aufnahmen mit dem Großen Rundfunk-Symphonieorchester der UdSSR unter Wladimir Fedosejew veröffentlicht Eurodisc in diesem Frühjahr. Der Programmschwerpunkt liegt dabei auf berühmten Werken der russischen Musik: Tschaikowskys Symphonien Nr. 5 und 6, sein „Capriccio italien" und der „Slawische Marsch" sind dabei, Rimskij-Korsakows „Scheherazade" und das „Capriccio espagnol", Borodins „Steppenskizze aus Mittelasien" und Mussorgskijs „Nacht auf dem Kahlen Berge", aber auch Strawinskys „Sacre du printemps".

Auch bei den anderen Plattenfirmen geht die digitale Erneuerung des Standard- und „Show"-Repertoires weiter: Mit Antal Dorati hofft Teldec einen weiteren „Sacre" und eine Strauss-Platte mit „Don Juan", „Till" und „Tod und Verklärung" herausbringen zu können, bei CBS erscheint im nächsten Monat ein Strauss-„Heldenleben" mit den New Yorker Philharmonikern unter Zubin Mehta, RCA hat eine Platte mit Dukas „Zauberlehrling", Mussorgskijs „Nacht auf dem Kahlen Berge" und Tschai-kowksys „Capricio italien" neu im Programm, DG veröffentlicht mit Karajan und den Berliner Philharmonikern eine Digitalversion von Mozarts „Kleiner Nachtmusik" und Griegs „Holberg-Suite".

Neue Beethoven-Aufnahmen ohne zyklischen Ehrgeiz: Der zweiundacht-zigjährige Eugene Ormandy spielte für RCA mit „seinem" (ehemaligen) Philadelphia Orchestra noch einmal die „Eroica" ein. Sein Nachfolger Riccardo Muti setzte bei EMI seine sporadischen Beethoven-Interpretationen mit einer Aufnahme der vierten Symphonie fort.

Aus Japan übernahm der TIS eine Denon-Platte mit der Fünften
in einer Aufführung durch die Staatskapelle Berlin unter Otmar Suitner, die dort ebenso wie die Vorgängerplatten mit den Symphonien Nr. 3 und 6 sensationell gut „gehen" soll - man spricht von 40000 verkauften Platten.

Die junge Detmolder Produktionsfirma MDG, deren Aufnahmen vom ASD der EMI Electrola vertrieben werden, kündigt Digitalaufnahmen des Deutschen Requiems von Brahms und des Te Deum von Brückner mit dem Bremer Domchor unter Wolfgang Hel-bich sowie eine Clavichordinterpretation des Wohltemperierten Klaviers von Bach, erster Teil, mit Heinz Iseringhausen an.
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Die erste digitale Aufnahme der „Beggar's Opera" von Gay und Pepusch hat für Decca (über TIS) in London Richard Bonynge dirigiert; Bonynge war auch verantwortlich für die Einrichtung des nur bruckstückhaft überlieferten Werkes. Die vokale Starbesetzung mit Kirite Kanawa, Joan Sutherland, Regina Resnik und Stafford Dean wird ergänzt durch eine Reihe von englischen Schauspielern.
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  • Anmerkung: Also so berauschend waren diese 1982er Informationen für die Hifi-Welt nun doch nicht. Die Klassik-Fans standen der digitalen Revolution sowieso sehr reserviert gegenüber.

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