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Wir blicken zurück ins Jahr 1959

Bei uns in Deutschland beherrschten "die Großen" den Radio Markt. Max Grundig war als ehemals kleinster inzwischen zu den Großen aufgestiegen, war aber von den Kollegen (besser : von den Wettbewerbern und Konkurrenten) wegen seiner unkonventionellen - und sehr erfolgreichen - Methoden nicht sonderlich beliebt, er war eher schon gefürchtet.

Die Amerikaner waren uns damals wie heute immer wieder etwas voraus. So gab es vor 1960 bei uns für den Musikliebhaber keine richtigen (bezahlbaren) Endstufen oder größere Verstärker zu erschwinglichen Preisen. Alles Höherwertige aus dem Rundfunkbereich war exorbitant teuer.

Wir kleinen Buben bekamen auf einmal einen amerikanischen Radio Katalog in die Hände und dort gab es einen Stereo Verstärker für 159.- irgendwas. Was wußte ich als Bub schon, was ein "$" (also ein US Dollar) ist. Bei uns stand da etwas von 1900.- Mark. Daß das ein Bausatz war, wußte ich auch nicht, was ist schon ein "Kit". Im Kino gab es "Billy the Kid". Das war doch in etwa gleich oder doch ?

So staunten wir 1959 über den Heathkit - "Modell SA-2"

Heute habe ich (ein Geschenk aus Wien !!) das damals unerschwingliche Röhren-Gerät auf dem Labortisch stehen und darf gezielt rein schaun. Aha, da waren vier EL 84 Röhren drinnen, die gleichen Endröhren wie in dem späteren Grundig NF10 oder dem BRAUN CSV13 oder dem PIONEER SM-83. Doch diese Vergleichs-Geräte kamen alle erst um 3, 4 oder 5 Jahre später in Deutschland auf den Markt. Wir sind ja noch in 1959.
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Man sieht und riecht diese 55 Jahre schon

An den Knöpfen auf der Fronplatte sind Fett und Schweiß von Jahrzehnten kleben geblieben. Und dann stand dieser Verstärker bei einem begeisterten Sammler im Regal zum Aufarbeiten. Doch das hatte nie geklappt. Der Herr ist inzwischen verstorben. Außerdem hatte der Verstärker einen 110 Volt Trafo, wie auch der Tuner AJ-53 und die beiden 3M-Wollensak Bandgeräte mit den 60Hz Motoren. Das mit den 110 Volt war auch nicht umschaltbar.
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Für die Reingung habe ich eine Menge Seifenwasser gebraucht.

Zum Glück war es in den Sommer-Monaten 2017 richtig schön warm und mit Regenwasser und Seife kann man fast jedem Schmutz "beikommen." In der prallen Sonne trocknet es auch schnell wieder. Hier mußte ich mit etwas Spiritus nachhelfen.
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