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DYNACO - Die "Dyna Company" von 1955

Bei DYNACO war es 1955 sehr ähhnlich wie bei Avery Fisher (The Fisher), Harman Kardon, H.H.Scott oder Marantz und vor allem Heathkit, es waren ein oder 2 visonäre "Geister" (bei DYNACO David Hafler and Ed Laurent), die etwas angehen wollten.
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Hifi (noch in Mono) war 1955 irgendwie am Kommen und "alle" wollten mitmischen. Natürlich nicht "alle", sondern nur die, die eine besondere Idee hatten. Und diese Idee war der Geräte-Bausatz für diejenigen, die nicht genügend Geld für fertige Geräte hatten und selbst bauen wollten und auch konnten.

Im Gegensatz zu unseren Träumen und Visionen vom "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" hatten bei weitem nicht alle Amerikaner den Krieg so gut überstanden, wie es uns in unseren "Magazinen" und der Bild-Zeitung suggeriert wurde. Man mußte dort drüben für sein Geld auch hart arbeiten. Und wenn dann wirklich mal ein amerikanischer Arbeitsloser mit seinem Caddilac zum Amt gefahren war (samt Bild), um seine "Stütze" abzuholen, stand das bei uns fast 2 Wochen lang überall und jeden Tag auf Seite 1.

Die DYNACO Geräte hatten einen sehr unterschiedlichen Ruf

Deutscher Prospekt von 1968

Die großen frühen DYNACO Transistor-Verstärker hatten zwar richtig Kraft, aber sie haben nicht "geklungen", so Karl Breh bei seinen Versuchen. Dafür waren die Bausätze (also die DYNAKITs") sehr gut beschrieben und beschriftet (in Englisch natürlich), das war mustergültig und davon hatte sich Heathkit später eine Menge abgeguckt.

Wir haben nicht nur diesen einen deutschen Prospekt und dazu eine Menge einzelner Seiten aus den Versandkatalogen der Amerikaner in der Redaktion - es gibt da noch viel mehr. Und darum fangen mal mit einer frühen Katalogseite aus 1962 und mit diesem Prospekt aus 1968 an, der hier sogar auf Deutsch.

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DYNACO wurde allermeist über US-Versandkataloge vertrieben

Auf anderen Seiten hatte ich es schon mehrfach angeführt, die USA sind ein riesiges Land. Für eine Firma bzw. einen Anbieter egal welchen Produktes ist es extrem aufwendig, in allen Teilen des Landes präsent zu sein, weder mit Laden-Geschäften noch mit Vertriebsbüros.

Das war dann auch die Stunde der Versandhäuser bzw. Versandkataloge, sehr ähnlich zu Neckerman und Quelle bei uns in Deutschland.

Es gibt da ein paar Ausnahmen, die ganze Ketten von Laden-Geschäften an der dicht bevölkerten Ostküste errichtet hatten. Diese Geschäfte hatten in den späten 1990er Jahren einen schweren Stand und sind so nach und nach alle wieder verschwunden.
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Wir haben in der Redaktion mehrere solcher Wälzer

In den 1960er Jahren war es für uns Deutsche eine Erleuchtung, was es in solchen amerikanischen Katalogen alles zu kaufen gab. Und scheinbar alles so billig. Doch der Dollar stand noch bei 1:4. Von kleinsten Bauteilen bis zu Autos und ganzen Häusern war alles vertreten - und natürlich auch "Stereo". "Stereo" war nach 1960 in den USA der Oberbegriff für Musikgeräte aller Art. "Hast Du schon ein Stereo ?" war oft die Frage (an den Freund oder Nachbarn).

Und die Kataloge von Allied, Harvey und Tandy-Radioshak (als Beispiele von weit mehr als 30 oder 40 solcher Anbieter) enthielten alle auch die "Stereos". Selbst McIntosh wurde über solche Kataloge angeboten.
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