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Die NAD (Kurz-) Geschichte

Die Ur-Firma wurde Ende der 1970er Jahre von einem englischen Physiker in England gegründet (New Acoustic Dimension) und um 1990 an eine dänische Firma verkauft, die sie wiederum Ende der 1990er Jahre an eine kanadische Firma bzw. einen kanadischen (Misch-) Konzern weiter verkauft hatte.
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Da unser einziges Produkt, in das ich bislang rein sehen durfte, aus 2008 oder danach stammt, spreche ich von "den Kanadiern". Produziert wurden die Geräte in fernost, anfänglich sicher in Japan, und jetzt werden sie sowieso in China gebaut, wie inzwischen fast alle anderengeräte von sehr vielen ehemals renomierten Marken auch.

Gleich im Vorhinein, die Qualität dieses Receivers ist erstklassig.
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Ein modernes Teil - denn es ist innen sehr "aufgeräumt"

"Sehr aufgeräumt" ist die Umschreibung, es ist fast nichts (Sichtbares) drinnen. In 2008 war die digitale Steuerung der Ein- und Ausgänge bereits gang und gäbe und es ist natürlich normal, daß man dann viel weniger Platz auf den Platinen braucht als vor 40 oder mehr Jahren. Und damit sind auch der Kabelwirrwar und sonstige Schwächen konstruktiv beseitgt worden.

Alle Platinen sind nur einseitig genutzt

Es spart enorme Kosten, wenn der Entwickler keine doppelseitigen Platinen - eventuell sogar mit Mehrfach-Layern - entwickeln und herstellen muß. Hier sieht man, wie die wenigen "Brücken" - der Leistungsübertragung entsprechend - auf der Oberseite der Platine verlegt sind. In der Mitte ganz oben ein "dünnes" Drähtchen, dann rechts oben ein "dickeres" Drähtchen und dann die ganz dicken Kupferschienen für die Stromversorgung und die Lautsprecherausgänge.

Auch die Beschriftung der Platinen mit den überprüfbaren Spannungsangaben ist mustergültig.

Die Werbesprüche von NAD - sie stimmen

Laut Prospekt werden nur die notwendigsten (kann man "notwendig" überhaupt steigern) Funktionen in den NAD Geräten realisiert, also aller Schnickschnack weggelassen. Weiterhin werden nur edelste Bauteile verwendet und alle Module optimal dimensioniert. Nach intensiver "Besichtigung" dieses Stereoreceivers muß ich den NAD Leuten neidlos zugestehen, das stimmt sogar. Es ist nicht gelogen wie bei so manchen Japanern oder Koreanern oder gar CHinesen.

Der Receiver C275 ist mit 2 x 50 Watt Sinus unter allen nur möglichen Mess-Konditionen spezifiziert. Der Ringkern- transformator kann noch etwas mehr als 120 Watt und ist dabei erstaunlich klein.

Der motorisch verstellbare analoge Lautstärkeregler ist von hoher Qualität und voll gekapselt.

Die Kapazität der Netzteil-Kondensatoren ist mit 2 mal 15.000µF bei 50 Volt sehr großzügig dimensioniert, dazu auch noch mit teuren 108° Typen.

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Das Radio-Empfangsteil ist ein Modul

Daß die moderne Technik den UKW Empfang so klein gemacht hat, daß man als Hersteller dafür schon gar keine eigene Platine mehr vorsieht, ist seit Jahren normal. Auch daß dort RDS und Mittelwelle und was noch alles in diesem einen Chip integriert ist, und das bei besserer Qualität, als die Sender sie liefern, ist auch normal geworden. Das Empfangsteil ist ganz hinten oben an der Rückwand angeschraubt.
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Vieles wird mit Relais gesteuert

Im Eingangsbereich direkt an den vergoldeten Cinch Buchsen werden die ankommenden Signale per Relais umgeschaltet, eine sehr gesunde Lösung.

Auch die Lautsprecherpaare

werden per Relais ein- bzw. umgeschaltet. Damit läßt sich auch die Schutzschaltung der Endstufen koppeln, sollte durch Überlastung oder einen Defekt wirklich mal Gleichspannung am Ausgang ankommen.

Eine sparsame Standby Lösung

Laut Prospekt verbraucht der NAD Receiver im Standby weniger als 1 Watt und das ist bemerkenswert. Fast alle unsere (deutlich älteren) Geräte wollen Tag und Nacht 10 Watt "sehen". Selbst, wenn sie dann an sind, ist der Hilfstrafo immer noch voll dabei. Rechts im Bild sieht man das Schaltrelais, das den eigentlichen Receiver einschaltet.
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Die Stereo-Endstufe komplett diskret aufgebaut

Viele andere Hersteller sind auf Endstufen-Module umgestiegen, um Kosten zu sparen. Da damit aber eine Menge Schindluder getrieben wurde und immer noch wird, ist es vom Verkaufsargument wichtig, bei hochwertigen Geräten die eigene Konstruktion und das Design hervorzuheben.

Es gab mal von Philips mehrere 70 Watt Blockmodule von sehr guter Qualität, doch die Produktion wurde eingestellt.
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Was machen diese beiden Baugruppen ?

Sobald ich einen Einblick in den Schaltplan bekomme, kann ich auch beschreiben, was auf den beiden beiseitig bestückten Hybrid Modulen passiert. Es könnten die Treiberbausteine für die Eingangsrelais sein.

Bei (nur) 2x50 Watt gerade noch ok

Aus thermischen Gründen sind innenliegende Kühlflächen kontraproduktiv, weil die Wärme oder Hitze nur durch normale Konvektion abfließt. Die in der Nähe liegenden Kondensatoren werden bei dicht gepacktem Innenleben sehr oft mit geheizt. Hier ist das Innenleben aber breit gestreut und bei den 50 Watt noch akzeptabel.

Bei YAMAHA abgeschaut ??

Als ich mir vor vielen Jahren den ersten (presiwerten) YAMAHA für unser Schlafzimmer gekauft hatte, war ich natürlich auch neugierig.

Warum klang der deutlich besser als andere ähnlich preiswerte Receiver von Onkyo, Kenwood, Pioneer usw. ? Sie hatten bei YAMAHA ein erstaunlich aufwendiges Endstufenkonzept, das hier beim RX 570 beschrieben ist.

Und hier beim NAD C275 ist es sehr ähnlich. Die Verstärkerleistung wird selbst bei diesen 50 Watt Nennleistung mit solchen soliden massiven Verbindungen zum Lautsprecher geleitet. Auch die rückwärtigen Schraub-Klemmen sind eigentlich überdimensioniert.
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Ein Blick noch auf die Rückseite

Vor- und Endstufe sind auftrennbar. Die Cinchbuchsen sind hauchvergoldet und übersichtlich beschriftet.

Die Fernbedienung des Receivers ermöglicht es, auch die restlichen Geräte dieser Serie über die IR Kabel-Verbindung zu steuern.
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