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Grundig Hifi-Werbung 1966
Saba Hifi-Werbung 1966

SABA "wohnt" im Schwarzwald - das wurde immer herausgestellt.

Für die angehenden Hifi-Jünger der 1968er Jahre gab es zuerst mal nur (den unbestrittenen Marktführer) Max Grundig.

Max Grundig hatte es genial verstanden, jeden interessierten "Mann", weniger die Frauen, mit vielen tollen bunten Bildern in der großen Grundig-Revue für sich persönlich einzunehmen. Als einer der wenigen Hersteller warb er, wie auch der alte BRAUN Chef, Max Braun, mit seiner Person als Chef, seinem Gesicht und seinem Namen.

Die anderen Hersteller waren dagegen irgendwie farblos und vor allem anonym. Wer oder was waren schon SIEMENS, eine AEG oder SABA oder WEGA gegen den alten Max Grundig.

So fand die aufmerksame Wahrnehmung der anderen Marken erst viel später statt. Nämlich, als ab 1963 die ersten Tests in der neuen Hifi-Stereophonie auch deren Geräte mit einbezogen hatten.
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Es gab da bei SABA zwei Hifi-Geräte, die waren völlig anders als die anderen "Normalos".

Das war das SABA Hifi-Studio IIa Stereo und das war das Monsterradio Hifi-Studio Freiburg Stereo.

Allen SABAs wie überhaupt allen deutschen Radio- und Hifi-Geräten waren die DIN Normen heilig. So wurden generell nur DIN Stecker verbaut. Selbst, als sich der Weltmarkt ganz offensichtlich zu der 3,5mm Kopfhörer-Klinke und den Mono-Cinch Steckern hin gewandt hatte, die "Deutschen" bauten nach wie vor DIN Diodenstecker von Hirschmanns Gnaden ein, überall und ohne Ausnahme.

Erst als das Kind schon im Brunnen lag, wurden - ganz still - hier und da auch die weltweit gebräuchlichen Buchsen hinzugefügt. Das war etwa 1978 bis 1980, als die Japaner einen inzwischen so großen Marktanteil erobert hatten, daß den etablierten deutschen Herstellern der Angstschweiß auf der Stirne stand.

Eskaliert hatte das Ganze dann, als es um die Hifi-Ausstellung 1978 in Düsseldorf ging, die man fast nicht mehr zusammen bekommen hätte. Nicht nur Max Grundig wollte keine "Japsen" mehr auf der Messe sehen. Es gab richtig Krach damals.
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Und dann baute auch SABA konkurrenzfähige Hifi-Produkte.

... jedengfalls eine Zeit lang noch. Mit dem hochpreisigen Monsterreceiver konnte aber SABA von den Stückzahlen her nur Achtungserfolge vermelden. Gegen Grundigs Marktpräsens war fast kein Kraut gewachsen. Und dann gegen beide, den Max Grundig "UND" gegen die Japaner - war es fast schon aussichtslos.

So gaben sich die SABA Entwickler einen Ruck und bauten (eine kurze Zeit) technisch und optisch sehr attraktive Geräte. Auf einmal konnten die richtige 2 x 50 Watt Sinus hinten raus schicken. Vorher waren es - wie auch bei Dual - immer nur 2 x 15 Watt und auch mal 2 x 25 Watt (an 4 Ohm). Die Japaner hatten 1972 bei ihren Topmodellen bereits echte 2 x 100 Watt Sinus (an 8 Ohm).

Und bei den Hifi-Freaks wurden die beworbenen "Watt" verglichen. Also die gesamte Werbung wie auch die Hochglanz-Magazine stellten die Nennleistung der Endstufe(n) als wichtigstes Kriterium immer wieder in den Mittelpunkt - und wir glaubten das auch noch.

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