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Ein Mittelklasse Modell, der Saba 8080

Juli 2010 - Aus dem bergischen Land haben wir ein Saba Hifi Studio 8080 Stereo geerbt. Dies Steuergerät wurde 1971 fast in der Blütezeit der Hifi Welt auf den Markt gebracht. Es sah beeindruckensd aus und hatte viele viele Knöpfe und auch sonst alles, das sich der junge Papa leisten wollte.

Damals ließ man den Kunden nicht rein schaun und auch wenn er es gedurft hätte, er hätte nur gestaunt. Ahnung in Sachen Audio hatten die Wenigsten und man verließ sich auf überschwengliche Tests in den Magazinen.

Damit war Hifi schon machbar.

Der Prospekt sagt von der Endstufe: 2 x 30 Watt Sinus von 20-20-000 und 0,1% Klirfaktor: Das hört sich doch schon gut an, aber nur bei 4 Ohm Last.

Der Trafo scheint aber deutlich leistungstärker zu sein. Im Prospekt steht etwas vom maximal 170 Watt Netzleistungs- aufnahme. Der Ingenieur schüttelt aber sogleich wieder den Kopf, wenn er die beiden schmächtigen hellblauen Siebelkos direkt am Trafo sieht. Die erlauben keine richtige Impulsleistung. Also 2 x 40 Watt Musikleistung ist bestimmt übertrieben. Und an den Trafo "klemmt" man die sowieso nie an. Elkos sind immer wärmeempfindlich und trocknen dann schneller aus.

Dafür ist der Trafo in Gummilagern montiert, sodaß das Chassis nicht vibrieren dürfte. Das haben die Braun Entwickler bei den großen Braun Regie 520 bis 550 Receivern auch gemacht oder machen müssen. War der Trafo von Saba (auch) zu billig und hat er etwa gebrummt ?

Sehr sauberes Innenleben

Im Vergleich zu späteren Geräten, auch dem Hifi-Studio-9800-Stereo ist das mechanische Innenleben sehr ordentlich kostruiert. Platz war ja sowieso da wegen der Breite. Damals war die Optik noch ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung.

Die einfache Konzeption der Senderwahl mit Skalenzeiger und Schwungrad funktioniert hier nach 40 Jahren noch super. Viele andere Konzepte haben bereits den Geist aufgegeben, weil Gummis und Plastik inzwischen verrottet war.

Auch die Anordnung der aussenliegenden Kühlkörper ist urgesund. Beim Saba VS 80 zum Beispiel sind die innen drinnen, das war schon immer unglücklich.

Die Endstufe hat 9 Transistoren pro Kanal und dazu 3 Thermofühler pro Kanal. Das ist ordentlich und professionell. Überhitzen war also ausgeschlossen.

Die Radio Qualität interessiert nicht mehr . .

aber den Phono- und Verstärker Teil wollen wir schon noch mal testen. Das kommt demnächst.

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