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Ein Redakteur schreibt in 1996 über den D-ESAM 200 Mixer

Am Ende gibt der Autor zwar zu, daß er fast keine Ahnung hat, aber er gibt uns zumindest einen Einblick, worum es bei dieser Art (Fernseh-) Ton-Mischer geht. Hätte er das Install-Handbuch nur mal angelesen, hätte er die besonderen Eigenschaften besser verstanden.

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Graham-Patten D-ESAM 200

von der Firma "Graham-Patten Inc." (abgekürzt GPS)
(D-ESAM steht für "Digital Edit Suite Audio Mixer")

Ein UK-Magazin
Das Promo-Foto

Studio Sound - April 1996 - Seite 36

(aus dem Englischen weitgehend automatisch übersetzt)

Die Lücke zwischen Video- und Audiosendungen bietet eine wertvolle Gelegenheit für die Handvoll Hersteller, die bereit sind, beide Medien gleich zu behandeln. Dave Foister gründet die Firma Graham-Patten, die sich der Herausforderung stellt

Sie müssen integrieren, um zu akkumulieren. Geräte für Video-Editing-Suiten müssen nicht nur gut funktionieren, sondern auch mit vorhandenen Geräten funktionieren und den gängigen Praktiken entsprechen. In der Tat scheint es manchmal so zu sein, dass Integration und Komfort Vorrang vor Qualität haben, wenn es um Sound geht.

"Graham-Patten System's" Erkenntnisse und deren Entschlossenheit, "Audio in den verdienten Status" zu heben, sind nahezu selbstverständlich. Als Entwickler des ESAM-II Protokolls zur Steuerung von Audio-Mischern über Video-Editoren hat GPS einen Markt für dedizierte Mischersteuerung für Bilder erkannt und sich das Ziel gesetzt, dem Ton die gleiche Bedeutung wie dem Bild zugestehen.

Die D-ESAM-Reihe ist jedem in der Branche bekannt aber außerhalb des Fernsehens nahezu unbekannt, da diese spezielle Arbeitsweise nur in diese Umgebung passt und das gesamte Mischer-Konzept der konventionellen Musik- oder Rundfunkmischung fremd ist.

D-ESAM steht für "Digital Edit Suite Audio Mixer" und der 200 stellt eine Verkleinerung der vorhandenen Modelle - die bis zu 56 Kanäle haben können - zu einer erschwinglichen Version für kleinere Einrichtungen dar, aber ohne Einbußen bei Funktionalität oder Qualität.

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Andere Aufgaben bei der Bild-Nachbearbeitung (Editier-Suite)

Die Aufgabe eines Editiersuite-Mischers besteht anders als bei Audio-Streams, Bild-Schnitte (Übergänge) vorzunehmen, dazu Audio-Stücke von einer Reihe von Quellmaschinen zu übernehmen und in die Schnitte oder die Überblendungen zu platzieren, um mit den zugehörigen Bildübergängen zu harmonieren.

Wie alles andere in der Editier-Suite muss das alles auch vom zentralen Bearbeitungscontroller aus gesteuert werden, so wie ein "Vision Mixer" seine Schnitte, Wischvorgänge und Überblendungen über dasselbe System fernsteuert, welches die verschiedenen Videorecorder steuert. Infolgedessen sieht die D-ESAM-Reihe wie ein Vision-Mixer aus und funktioniert auch so.

  • Anmerkung : "Vision" stellt Schnitt-Steuereinheiten her, die die einzelnen Video-Stücke aus mehreren Videorecordern auf ein einziges Band zusammenfügen.

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Zurück zum D-ESAM 200 ....

Zuweisbarkeit und virtuelle Maschinen stehen im Mittelpunkt des Konzepts. Der Mischer verfügt über 16 Eingänge, die als verschiedene Kombinationen von 48kHz- AES-EBU und analog konfiguriert werden können, mit optionaler Samplerate-Konvertierung.

Die Eingänge werden als "Quellmaschinen" identifiziert - mit einer, zwei oder vier Spuren - und diese können dann als virtuelle Maschinen an einer beliebigen Stelle auf den 12 Fadern des Panels zugewiesen werden. Diese Zuordnung kann vom Editor (also vom Bediener oder über das ESAM Protokoll) im laufenden Betrieb geändert werden, wodurch die offensichtlichen physischen Einschränkungen des kleinen Bedienfelds beseitigt werden.

Alle mit einer Maschine verbundenen Kanaleinstellungen bleiben bei der Maschine und nicht beim physischen Kanal, sodass sie unverändert bleiben, wenn die Maschine an das Panel zurückgerufen wird, auch wenn sie sich auf einem anderen Fadersatz befindet.

  • Anmerkung : Das hier muß der Laie nicht verstehen, das sind ganz spezielle Feinheiten aus der Broadcast- Technik.

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Die Anzeigen auf dem D-ESAM 200

Vier Ausgangs-Busse (man könnte es auch Sammelschienen nennen) werden sowohl in analoger als auch in digitaler Form angezeigt. Durch die Vision-Mischer-Analogie kann eine beliebige Kombination von Kanälen als Voreinstellung an die Busse weitergeleitet werden, wobei die aktuell vorhandene Audio-Konfiguration überschrieben wird. Der Übergang kann ein unkomplizierter Schnitt oder eine zeitübergreifende Überblendung sein, die wie alles andere auf dem D-ESAM in Frames und nicht in Sekunden gemessen wird und für einzelne Busse sogar unterschiedlich sein kann.
 
"Die Natur" - besser : Das Konzept des Geräts bedeutet, dass die Zahl der vorhandenen Tasten eine höhrere Funktionalität haben als die Anzahl der Knöpfe und Schieberegler und daß dazu die Tastenbeleuchtung sehr hilfreich ist, um sofort zu erkennen, was gerade passiert.

Beispielsweise leuchten die Routing-Tasten im Live-Modus rot und im Preset grün, und zwei Helligkeitsstufen zeigen an, welche Funktion derzeit zur Auswahl steht.
 
Die andere Hauptgruppe von Tasten dient gleichzeitig als numerische Eingabetastatur und als Mittel zum Aufrufen anderer Funktionen auf dem Bildschirm zur Anpassung. Der große, klare LCD-Bildschirm (Anmerkung : Das ist natürlich mit der Größe unserer heutigen 27" LCD Monitoren nicht mehr zu vergleichen) kann die verschiedenen Aspekte von sechs Kanälen gleichzeitig anzeigen und wird seitlich gescrollt, um den Rest zu sehen. Die darunter liegenden Softkeys werden von der auf den Haupttasten ausgewählten Funktion aufgerufen und ermöglichen die Einstellung von Parametern wie EQ-Schwenken und Verzögerung durch zwei Drehgeber.

  • Anmerkung : "EQ" steht eigentlich für Equalizer - bei uns natürlich Klangregler genannt ?


Der EQ ist überraschend aufwendig.
Die drei (Frequenz-) Bänder (Anmerkung : gemeint sind Höhen und Tiefen und Mitten des Frequenzbandes) bieten Kombinationen aus Regal-, Peak- und Deep-Notch-Eigenschaften mit einem guten Einstellbereich und einem sehr beeindruckenden Klang, der sowohl sanft versüßt als auch extremere Korrekturen und Effekte ermöglicht.

Der EQ kann gleichzeitig über mehrere Kanalgruppen hinweg angepasst und die Einstellungen an eine andere Stelle kopiert werden.

Die Verzögerungsfunktion ist kein Effekt, sondern ein Mittel zum Korrigieren von Verarbeitungsverzögerungen an anderer Stelle im System, sodass die maximale Verzögerung nur wenige Frames beträgt.
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Die Frontplatte - das Bedien-Panel des D-ESAM 200

All dies ist über die Frontplatte leicht zugänglich, aber der Punkt ist, dass es auch von jedem Editor (das kann ein Bildmischer oder auch ein PC sein) mit einem geeigneten Treiber über einen seriellen Sony 9-Pin Anschluß ferngesteuert werden kann. Es ist merkwürdig zu bemerken, dass eingetellten Pegel der Schieberegler die einzige Funktion des D-ESAM sind, die nicht vom Editor gesteuert werden können. Damit wird viel von der Arbeit verschenkt.

Fader-Pegel werden jedoch mit den Tracks (Spuren) eine virtuellen Maschine gespeichert, und die Anpassung erfolgt in den gleichen Formen wie bei der herkömmlichen Automatisierung, mit automatischer Nullung, Trimmung und manueller Steuerung.
 
Trotz meiner relativen Unkenntnis der Arbeit des D-ESAM fand ich dessen Konzept und Funktionsweise überraschend leicht zu verstehen. Ich habe gesehen, daß Video-Editoren (Bildmischer) oft mit zu einfachen bzw. unitelligenten Ton-Mischpulten zu kämpfen haben, während alles andere in der Regie "per Kabel fliegt" (über die Leitung ferngesteuert wird). Da ist klar, warum ein Mischpult wie das D-ESAM benötigt wird und die Implementierung von GPS kaum Wünsche offen lässt.

Ein Artikel in Englisch aus 1996
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