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"Mein" Vorwort zum CD-4 "handbook/Handbuch" in Deutsch

Die englische Version
Die deutsche Version

Diese Version - also die deutsche Ausgabe des CD-4 Handbuches - ist vom Herausgeber oder Initiator der englischen Version ins Deutsche übersetzt auf den deutschen Markt "gebracht" (verteilt) worden. Während ich die englischen Texte heutzutage fast immer durch den google Übersetzer laufen lasse und dann von Hand - dem ursprünglichen Sinn nach - korrigiere, hatte hier in 1975 der Übersetzer vermutlich freie Hand. Ganze Abschnitte entsprechen nicht den Texten der englischen Version.

Was fällt dem Rezensenten sofort auf ?

Es muß die Zeit von 1974/1975 gewesen sein, als das Rennen um die wichtige Marktführer- schaft in der Quadro-Technologie (bei den analogen Schallplatten) voll entbrannt war bzw. in den letzten Zügen gelegen hatte.

Keine der beteiligten Firmen benannte die bekannten Schwächen des eigenen Systems, sondern nur die Vorteile seines/ihres Systems und ganz versteckt oder dezent oder mal etwas direkter die Nachteile des anderen Sytems. Auch war das Umwerben der Platten-Labels eher ein Hauen und Stechen unter der Gürtellinie, denn ohne die Medien war das ganze Quadro-Getue hilflos und voraussehbar am Ende.

Die Hersteller der Hardware konnten alleine - ohne die Labels - gar nichts ausrichten. Die Labels waren aber auch untereinander zerstritten, welche QUADRO-Variante denn nun Zukunft habe und so speicherten sie die Aufnahmen alle auf 4, 8, 16 oder 24-Spur Magnet- bändern - und damit war denen eigentlich ganz egal, wer dieses Rennen gewinnt. Die Tonmeister waren ebenfalls zerstritten, ob der Hörer nun mitten im Orchester oder davor im Zuschauerraum sitzen solle. Es war also alles im Fluß und nichts war ernsthaft "festgezurrt". Das konnte nur schief gehen. Bei der Einführung der CD etwa 10 Jahre später haben Philips und SONY daraus gelernt und das ganze professionell aufgezogen - mit Erfolg wie wir wissen.

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Das CD-4 HANDBUCH

"Ein „diskreter" Standpunkt zur Quadro-Entwicklung"
besser übersetzt - "Der aktuelle Stand der CD-4 Entwicklung"
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Wieder einmal ist es an der Zeit, Entscheidungen zu treffen

Es ist ein Verdienst der HiFi-Industrie, daß sie die wichtigen Entscheidungen in ihrer erstaunlich raschen Entwicklung stets auf der Basis kompromißloser Klangtreue und größtmöglicher Vielseitigkeit getroffen hat.

So waren beispielsweise die ersten HiFi-Heimgeräte auf dem Markt große, klobige Kästen - was den Verkaufsstrategen kein geringes Kopfzerbrechen bereitete; aber anders konnte die HiFi-Industrie damals ihre eigene Forderung nach kompromißloser Wiedergabetreue und größter Flexibilität nicht erfüllen - deshalb die großen Möbelstücke.

  • Anmerkung : Das stimmt doch auch nicht. Die amerikanischen Firmen Fisher, Scott und Harman Kardon sowie Marantz hatten bereits 1954 erstaunlich kleine Geräte entwickelt.

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Ein Vergleich mit dem Anfang von "Stereo"

Als die Entscheidung für ein einheitliches Verfahren zur Herstellung von Stereoschall- platten für die HiFi-Industrie unumgänglich wurde, entschied man sich für ein System, das den größten Spielraum für Exaktheit und Flexibilität bot: zwei sauber getrennte Kanäle mit dem geringstmöglichen "Übersprecheffekt" (??).

  • Anmerkung : Sehr unglücklich und historisch falsch übersetzt. Der Sinn ist jetzt völlig verdreht. Die Konzeption der Stereo-Rille wurde 1957/1958 von den ganz großen Labels nach langen Versuchen einfach vorgegeben. Die FCC war darin gar nicht involviert wie beim FM-Stereo Rundfunk. Gefragt war bei voller Mono Kompatibilität und nach wie vor voller Hifi-Qualität die bestmögliche "Kanaltrennung".

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Als diese Entscheidung erst einmal getroffen war, wurde das Wort „Stereo" bald zu einem gängigen Begriff.
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Heute nun ist Vierkanalklang („Quadro") volljährig.

Die Ziffern für Geräteproduktion und -absatz zeigen einen anhaltenden Aufwärtstrend. Die gleiche Tendenz ist beim Erscheinen und Verkauf von Quadro-Schallplatten zu beobachten. Fast jeden Tag werden neue technische Errungenschaften gemeldet.
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  • Anmerkung : Jede Menge an sofort wiederlegbarem Unsinn in nur 2 Sätzen. Was ist denn nun "Vierkanalklang" ? Wer hat diese neue Wortschöpfung entdeckt ? Der Übersetzer hätte beim Begriff Vierkanal-Sound bleiben sollen.

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Und wieder steht die HiFi-Industrie vor einer weitreichenden Entscheidung:
Auf welches Vierkanal-Schallplattenverfahren soll sie ihre technischen und Verkaufsbemühungen konzentrieren? Für Hersteller, Händler und Verbraucher ist es gleichermaßen wichtig, daß die Entscheidung rasch fällt, denn die Zukunft der HiFi-Klangwiedergabe hängt davon ab.

Das ist auch der Hauptgrund für das Entstehen dieser Broschüre. Wir wollen, daß Sie als engagierter Musikhörer, der Sie von dieser Entscheidung unmittelbar betroffen werden, klar verstehen, was wir für die richtige Wahl halten: das kompatible und diskrete Vierkanal-Schallplattenverfahren CD-4, auch „Quadradisc" genannt.

Sie fragen: warum?

Weil Quadradisc das einzige echte Vierkanal-Plattenverfahren ist. Weil kein anderes System die hohe Wiedergabetreue und schöpferische Vielseitigkeit der CD-4-Schallplatte aufweist. Damit ist bereits alles Wesentliche gesagt.

Wir möchten Ihnen vorschlagen, sich über dieses Verfahren zu informieren, es näher kennenzulernen und es anzuhören. Dann sind Sie zu einem kritischen Vergleich mit jedem der anderen diskutierten Systeme gerüstet.

Wenn wir nach der bisherigen Entwicklung urteilen dürfen, dann wird „Quadradisc" zur nächsten großen Ära des Musikerlebnisses werden!

  • Anmerkung : Damit sind die überschwenglichen Werbesprüche erstmal gesagt.

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Der Inhalt - Zum Nachschlagen

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  1. Kurzer geschichtlicher Rückblick
  2. Die Schallplatte von Edison bis heute
  3. Quadrofonie: Die Qual der Wahl
  4. Das Prinzip der Quadro-Schallplatte
  5. Der wahre Vierkanal-Kandidat bitte ans Mikrofon!
  6. Das Quadradisc-Verfahren CD-4 genauer besehen
  7. Wie man CD-4-hörig werden kann
  8. Welche Geräte man braucht und wie man sie anschließt
  9. Ratschläge zum Aufstellen der Lautsprecherboxen bei CD-4
  10. „Ich habe mich bereits entschieden"
  11. So denken die Experten
  12. Hersteller von CD-4-Geräten
  13. Wer baut, was Sie für CD-4 brauchen?
  14. Das Plattenangebot in CD-4
  15. Künstler und Platten ä la Quadradisc
  16. Aus dem Fachjargon der Quadrofonie
  17. Ein Kurzglossar der Guadro-Ausdrücke
  18. Der CD-4-Frageonkel
  19. Die häufigsten Fragen zu Quadro

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Kurzer geschichtlicher Rückblick

Selbst ein so visionärer Geist wie Thomas Alva Edison hätte nicht das volle Ausmaß der Entwicklung absehen können, die er einleitete, als er zum ersten Mal Schall auf einer mit Stanniol bespannten Walze einfing. Weniger als ein Jahrhundert später hat die permanente Schallaufzeichnung die Menschen in aller Welt erreicht und ihr Leben verändert.

Sie hat in einem ständig wachsenden Industriezweig, dem Millionen Menschen ihren Lebensunterhalt verdanken, seither den „Ton" angegeben. Es ist der gleiche Ton, den wir heute als Musik und Unterhaltung durch einen Knopfdruck hervorzaubern.

Wie jede Entwicklung mußte auch Edisons Staunen erregende Walze viele Veränderungen durchlaufen. Zunächst wurde daraus eine flache Wachsplatte. Dieser Tonträger war weit leichter zu bedienen und beseitigte teilweise die der Walze anhaftenden Störgeräusche. Das weiche Wachs mußte jedoch schon bald dem dauerhaften Schellack weichen, und die 78er Platte - der letzte Schrei zu Großmutters Zeiten - war geboren.

Dann kam die Mikrorille. (Anmerkung : in Mono)

Nun konnte eine ganze Sinfonie auf einer Platte (Anmerkung : jedoch auf den 2 Seiten) und mit erheblich größerer Klangtreue als früher aufgezeichnet werden. Die Gerätehersteller waren mit den entsprechenden mechanischen und elektronischen Einrichtungen rasch zur Hand. Die Langspielplatte (LP) leitete 1949 die Epoche der High Fidelity ein.

Anfang der 1950er Jahre erschien die 45er Platte auf dem Markt, und hunderte von Musikern wurden von dieser rotierenden Scheibe in den Star-Himmel getragen oder in die Tiefen der Vergessenheit geschleudert.
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Der nächste Meilenstein

Der nächste Meilenstein in der Kunst der Schallwiedergabe war die Erfindung des Stereo-Verfahrens. Bis dahin wurde nur auf einer Spur (Anmerkung : auf dem Magnetband) aufgezeichnet und über einen Kanal wiedergegeben - ganz so, als wäre "der Klang" (??) für ein Geschlecht von Einohrigen bestimmt. Aber Dank der Entwicklung von Mehrspurgeräten wurde die unvermeidliche Raumlosigkeit monofoner Wiedergabe überwunden. Die Möglichkeit der Aufzeichnung und Wiedergabe zweikanaliger Programme erschloß das Tor zu einer reicheren Welt musikalischer Wirklichkeit.

Aber Stereo konnte sich erst durchsetzen, nachdem ein Plattenverfahren "genormt" (??) war. Die „Stereo-LP", die in jeder Rillenflanke einen separaten Kanal trägt, war für Ingenieure und Künstler gleichermaßen ein wichtiges neues "Werkzeug" (?? Anmerkung : eher ein neues Medium, kein Werkzeug !). Mehrkanal-Aufnahmeverfahren ergaben eine viel größere Genauigkeit (??) und Klangperspektive auf dem der Platte zugrundeliegenden Zweikanal-Mutterband.
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  • Anmerkung : Hier werden wieder Begriffe vermixt und vertauscht und mißverständlich benutzt, - so ist das nicht plausibel zu erklären. Stereo hatte sich bereits durchgesetzt, die Masterbänder waren fast alle nur noch auf 2 Kanal oder 4 Kanal Maschinen aufgenommen worden. Somit war bereits zum Beginn der Stereoplatten (jedenfalls bei den großen profitablen Labels) eine Menge Ton-Material verfügbar.

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Neue Plattenmaterialien und Preßverfahren

Neue Plattenmaterialien und Preßverfahren erhöhten die Haltbarkeit, erweiterten den Frequenzumfang und sorgten für vollständige Kanaltrennung - die Voraussetzung dafür, daß jede Lautsprecherbox (nur den) ihr zugeordneten Klanganteil abstrahlt.

  • Anmerkung : Fast alles des oben Gesagten ist Unsinnn. Die neuen Plattenmaterialien und Preßverfahren haben sich überhaupt nicht durchgesetzt. Sie verlagerten den Verschleiß auf den Abtastdiamanten. Auch die "vollständige Kanaltrennung" ist sicher symbolisch gemeint. Physikalisch stimmte das gar nicht.


UKW Rundfunkstationen übernahmen rasch das Stereo-Multiplex-Verfahren, bei dem zwei getrennte Kanäle auf dem Träger und Hilfsträger einer Rundfunkwelle ausgestrahlt werden.

  • Anmerkung : Historisch auch falsch, denn es gab bereits früher (um 1958) über 8 verschiedene Stereo-Versuchs-Systeme über die Antenne, teilweise über Mittelwelle für den zweiten Kanal. Die amerikanische FCC verordnete 1961 allen US-Sendern dieses einheitliche Pilotton-System per Gesetz.


Die Gerätehersteller waren der Herausforderung auch diesmal gewachsen, und die Regale der Fachhändler begannen sich mit ganzen Serien von Heimgeräten zu füllen, die auf die höhere Qualität der neuen Programmträger abgestimmt waren.

  • Anmerkung : Auch falsch. Die Audio-Qualität war bereits bei den Mono-LPs auf dem hohen Hifi-Niveau. Jetzt kam Stereo als Rauminformation hinzu - mit großen Problemen, - wieder neue Abtaster, wieder neue dünnere Nadeln, die nicht kompatibel zu den Mono-LPS waren. Die Kunden waren völlig verunsichert.

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Man brauchte also doch einige Lehrjahre für die "Werkzeuge"

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  • Anmerkung : Auch hier wäre die Übesetzung "neue Medien" anstelle "neue Werkzeuge" viel sinnvoller und aussagekräfiger.

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Nach einigen rasch absolvierten Lehrjahren im Umgang mit dem neuen Werkzeug fanden sich Ingenieur und Künstler in einem schöpferischen Team zusammen, das der Welt den elektronischen Zauber zwei-ohrigen Hörens erschloß.

Es war die Geburtsstunde einer neuen musikalischen Wirklichkeit, die erst durch die Verbindung von Kunst und Technik möglich wurde.

Heute nun drängt eine neue Dimension in der Welt des Klangs stürmisch nach vorn: „Quadrofonie". Vierkanalklang. Der Klang mit Raumwirkung. Der Klang, der den Hörer ins Zentrum der Aktion versetzt. Der Klang mit einem völlig neuen Erlebniszuwachs des Dabeiseins. Der Klang, den viele Kenner für einen größeren Fortschritt gegenüber Stereo halten, als es Stereo gegenüber Mono war.

  • Anmerkung : Ersetzen sie "Klang" unbedingt mit "Sound".
  • Insgesamt war das das Wunschdenken der Marketing-Leute, die dringend neue Produkte benötigten. Und die Ingenieure mußten das entwickeln, jeder mit anderen Konzepten und Ideen dahinter.

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Anmerkung : Es gab also doch einige "Schwierigkeiten"

Zunächst aber ergab sich bei der Quadrofonie-Klangwiedergabe eine grundsätzliche Schwierigkeit. Mit dem Tonband war alles einfach. Es mußten "lediglich" (??) vier getrennte Kanäle auf das Band aufgezeichnet und anschließend über vier getrennte Kanäle abgespielt werden. Dieses Verfahren wird auch heute (wir sind noch - oder schon - in 1974) bei Quadrobändern angewandt.

Aber wie war dieses System mit dem wichtigsten Programmträger, der Schallplatte, zu vereinbaren ? Die Rille besitzt nur zwei Flanken (Anmerkung : für die beiden Kanäle), und Quadrofonie verlangt vier getrennte Kanäle für die Übertragung der Information.

Das Matrix-Verfahren

Die erste und einfachste Lösung bestand darin, die Information von vier Kanälen in voraussagbarer Weise auf zwei Kanäle zu „kodieren" und anschließend mittels einer speziellen elektronischen Schaltung im Abspielgerät wieder in die ursprünglichen vier Kanäle zu „dekodieren".

Dieses sogenante Matrix-Verfahren funktioniert bis zu einem gewissen Grad. Die klangliche Verbesserung bei derartiger Aufbereitung eines normalen Stereoprogrammes ist deutlich hörbar, und als Stereoverbesserung kann die Vierkanal-Matrixwiedergabe auch in Zukunft dem Hörer viel Freude bereiten.

Aber selbst bei den besten elektronischen Matrixschaltungen geht in dem Umsetzungsvorgang 4-2-4 immer etwas (an Raum-Information) verloren. Das Ergebnis ist der Verlust klarer Kanaltrennung, die für exakte Wiedergabe der Vierkanal-Information unerläßlich ist.

Die Alternative - 4 einzelne Kanäle . . . .

Die einzige akzeptable Lösung besteht darin, vier vollständig isolierte und separate Kanäle irgendwie in den beiden Flanken einer Plattenrille unterzubringen. Diese Lösung galt es zu finden.

Ein Team japanischer Ingenieure wurde von dieser Idee gefesselt. Außerstande, dieser Herausforderung zu widerstehen, setzten sie all ihre Kräfte in ein massives Forschungs und Entwicklungsprogramm, das nötig war, um diese Aufgabe zu bewältigen.
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  • Anmerkung : Ui-Ui, was für ein Spruch ! Aus eigener Kraft hatten auch die japanischen Ingenieure keine Chance. Die Entscheidung für die Entwicklung einer alternativen 4-Kanal Idee kam von ganz ganz oben und kostete viel Geld. Und vor allem, jeder der Hersteller bzw. Entwicklerfirmen wollte seine (dan auch patentierte) Idee zum profitablen Marktstandard erzwingen.

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Ausgehend von Kompatibilität (die Fähigkeit, auch auf Stereogeräten und bei einer der Stereoplatte "vergleichbaren Lebensdauer" die gleiche Leistung zu liefern) und "Diskretheit" (??) (maximale Isolierung der Information auf jedem der vier Kanäle) als den Normvorstellungen bei der Leistungsbewertung, entwickelte das Team das CD-4-Verfahren „Quadradisc".

CD-4 bedeutet ,Kompatibilität und „Diskretheit" auf allen vier Kanälen. Es ist das erste und einzige Quadroverfahren, das in einer Schallplatte kompromißlose Wiedergabetreue und damit unbegrenzte schöpferische Vielseitigkeit vereint.
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  • Anmerkung : Hier wird wieder der bereits bekannte Begriff der High-Fidelity als "Wiedergabetreue" mit dem "Quadroeffekt" vermanscht und gemixt.

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Quadrofonie: Die Qual der Wahl

Ungeachtet der vielen verwirrenden Abkürzungen gibt es im Grunde nur zwei verschiedene Quadroverfahren auf dem Schallplattenmarkt - Matrix und Diskret. Matrixsysteme erscheinen unter dem Signum SQ, QS und ähnlichen Bezeichnungen, Es gibt jedoch nur ein Diskret-Verfahren: CD-4.

Beide Systeme haben gewisse Vor-und Nachteile. Ein sinnvoller Vergleich ist jedoch ohne Verständnis der Grundsätze beider Systeme nicht möglich. Die folgende Kurzdarstellung in Wort Bild soll dieses Verständnis erleichtern,
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Anmerkung : "Diskret-Verfahren" - ein unsinnige Übersetzung

Das Wort "diskret" bzw. die Eigenschaft "diskret" bedeutet im Deutschen eigentlich "vertraulich". Hier wird es sehr unglücklich benutzt und so kommt viel zu oft der Sinn der ganzen Thematik gar nicht zum Tragen. Die Übersetzung mit "getrennt" oder "kanalgetrennt" trifft den Kern der Sache viel genauer. Es gibt seit vielen langen Jahren vorher bereits die Abkürzung "RMS" und "TrueRMS" bei der Berechnung der wirklichen Ausgangsleistung von Leistungsendstufen. Also ein Begriff wie TFC für "True Four Channel" zum Beispiel wäre besser angekommen.

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Das 4-2-4 Matrixsystem :

Gemischte Schallinformation nach dem Kodieren und Dekodieren in jedem Kanal
Vier Kanäle mit separaten Informationen werden in zwei Kanäle kodiert und anschließend beim Abspielen wieder in vier Kanäle dekodiert.

Beachten Sie das beim 4-2-4 Verfahren unweigerlich auftretende „Wechseln aus der Fahrspur",
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Das 4-4-4 Diskretsystem :

Reiner und unvermischter Klang vom Anfang bis zum Ende der Übertragungskette. Durch Aufzeichnen der Summensignale der vorderen und rückwärtigen Kanäle im Hörbereich und der Differenzsignale der vorderen und rückwärtigen Kanäle im Hörbereich und der Differenzsignale der vorderen und rückwärtigen Kanäle als modulierte Signale zwischen 20 und 45 kHz bleiben die vier separaten Kanäle vom Originalband bis zu den Lautsprecherboxen erhalten - gleichzeitig ist das Verfahren mit der Wiedergabe im Stereo- und Monobetrieb voll kompatibel.
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Das Matrixverfahren

Theoretisch erscheint bei Quadro-Schallplatten das Matrixverfahren am einfachsten und logischsten (kannman logisch steigern ?). Rezept: Man nehme lediglich vier getrennte Kanäle, würfle sie nach einem vorbestimmten Muster bzw. einer Matrix elektronisch zusammen und zeichne diese Zweikanalmatrix auf einer gewöhnlichen Stereoplatte auf. Dann ist nur noch eine Einrichtung nötig, die die Matrix bei der Wiedergabe dekodiert und die ursprünglichen vier Kanäle so originalgetreu wie möglich wiederherstellt,

Klingt sehr einfach. Neuentwicklungen bei Plattenmaterialien, Schneiden, Pressen der Platten erübrigen sich, Sie brauchen lediglich eine elektronische Zusatzschaltung, vier Lautsprecherboxen, und schon sind Sie „quadrofonisiert".

Aber diese Matrix-Theorie hapert an einer Stelle - und das Problem scheint unlösbar Es ist bis heute kein Verfahren bekannt, mit dem die vier ursprünglichen Kanäle nach dem Mischen in ihrer Ausgangsform
wiedergewonnen werden können. Beim 4-2-4-Vorgang vermischt sich die Information der einzelnen Kanäle teilweise so sehr, daß die Kanäle in manchen Fällen kaum mehr voneinander zu unterscheiden sind. Dieses Mischen von Information wird in der Fachsprache als „Übersprechen" bezeichnet und führt zu Verlusten in der Kanaltrennung.

Leider können selbst die raffiniertesten Dekoder mit komplizierter Phasenverschiebung und Logikschaltung weder das Übersprechen verhindern noch das Niveau der Kanaltrennung liefern, das Sie von Stereodarbietungen her gewöhnt sind. Eine brauchbare Stereoanlage besitzt eine Kanaltrennung von 20 bis 25dB (Anmerkung : bei Stereoschallplatten).

Aber wenn Ihre Heimanlage mit Matrixquadrofonie keine vollständige Logikschaltung besitzt (und das gilt für 80% aller heute produzierten Geräte), kann die Kanaltrennung während des Matrix-Kodierens bis auf 3dB absinken. Damit geraten Sie bereits bedrohlich nahe an monofonische Wiedergabe, und das reicht für adäquate Reproduktion des Quadro-Klangspektrums bei weitem nicht mehr aus.

  • Anmerkung : Ersten wird hier fälschlicher weise die Stereokompatibilität Infrage gestellt und zweitens : Was hat das mit dem Quadro-Klangspektrum zu tun ?


Das Matrixsystem kommt jedoch in einem anderen Bereich voll und ganz zur Geltung: beim Aufwerten oder „Pseudo-Quadrofonieren" gewöhnlicher Stereoplatten.

Jeder, der einmal seine Lieblings-Stereoplatten über ein gutes Matrixsystem gehört hat, kann das bestätigen. Schon aus diesem Grunde ist es nützlich, eine Quadro-Wiedergabeanlage zu besitzen, die auch eine Matrixschaltung vorsieht,

  • Anmerkung : Das ist natürlich Unsinn und soll nur eine angeblich wertneutrale ausgewogene Beurteilung der Matrix-Konzeption in diesem CD-4 Handbuch suggerieren. Der Matrix Decoder versucht, aus erkannten Phasenverschiebungen, egal, wo die her kommen, ein synthetisches Quadro-Signal für die beiden hinteren Boxen zu generieren. Das vermurkst die Stereodarbietung aber fürchterlich, da er die vorderen beiden Kanäle auch verändert. Also Stereoplatten über den Matrix-Decoder abgespielt werden nicht besser oder informativer oder genußvoller.

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Das "Diskretverfahren"

Mit dem "Diskretverfahren" bei der Wiedergabe von Quadro-Schallplatten wurde von Anfang an ein völlig anderer Weg beschritten. Die Toningenieure, die sich dem Diskretverfahren verschrieben hatten und nicht bereit waren, die technischen Grenzen ungeprüft hinzunehmen, waren sich darin einig, daß sie vier völlig getrennte Kanäle in einer Schallplattenrille unterbringen mußten - und sie machten sich ans Werk.

Zunächst prüften sie das Signal, das in eine Rille der Standard-Stereoplatte (45/45 -Schrift) geschnitten wird - auf besseren Platten mit Frequenzen bis zu 18 000 Hz.

Aber warum, fragten sie sich, sollte das bereits die obere Grenze sein? Mit bekannten Verfahren konnten Signale mit Frequenzen bis zu 45.000 Hz in die Rillenflanken geschnitten werden. Die Technik war bereits in der Lage, Tonabnehmer zu produzieren, die solche und noch höhere Frequenzen einwandfrei abtasten.

Warum also nicht die Summensignale der vorderen und rückwärtigen Kanäle im normalen Hörbereich und die Differenzsignale der vorderen und rückwärtigen Kanäle als frequenzmodulierte Signale im Ultraschallbereich zwischen 20.000 und 45.000 Hz aufzeichnen?

Es muß nach wie vor Stereo kompatibel sein

Auf diese Weise wären die Schallplatten mit bestehenden Stereogeräten voll kompatibel und könnten bei Verwendung entsprechender Wiedergabegeräte trotzdem vier vollständig getrennte Informationskanäle liefern. Eine Gefahr gegenseitiger Störung bestände nicht, weil der Abstand zwischen beiden Signalen im Frequenzspektrum genügend groß ist.

  • Anmerkung : Es wird estens kein Wort darüber verloren, daß die Hifi-Qualität der vorderen zwei Stereokanäle bei den hinteren beiden Kanälen gar nicht erreicht wird. Es werden also keine 4 völlig gleichen Kanäle gespeichert. Es wird auch zwitens weiter kein Wort darüber verloren, daß ein 30 Kilohertz Träger-Signal über die normale Musikinformation drüber gelegt, eine ganz andere Problematik der TIM-Verzerrungen auslöst.


Dann müßte man nur noch in das Wiedergabegerät eine zuverlässige FM-Demodulierschaltung einbauen, wie sie beim UKW-Multiplex-Stereoverfahren seit Jahren üblich ist, und eine Abtastnadel entwickeln, die die hohen Frequenzen im Ultraschallbereich abtastet.

Mit Hilfe dieses neuen Mediums wären Künstler, Toningenieure und Plattenhersteller erstmals in der Lage, die unbegrenzten schöpferischen Möglichkeiten der echten Quadrofonie zu nutzen, und der Hörer könnte das Ergebnis dieser schöpferischen Freiheit in vollendeter Wiedergabetreue hören - auf einer fantastischen neuen Schallplatte.

  • Anmerkung : Hier spricht der Übersetzer zum ersten Mal korrekt von einem neuen Medium. Den Begriff hatte er bisher gemieden. - Aber weiter im Text ist das eine durchsichtige Verdrehung der Tasachen. Mit den bislang verfügbaren 4-Kanal Bandgeräten konnte der Hörer die Quadrophonie in wirklich sehr guter Qualität bereits erhalten (kaufen). Es war einfach nur eine Frage des Preises für das Bandgerät und die bespielten Quadro-Bänder.


Das Resultat kennen Sie bereits: es heißt Quadradisc.
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Der wahre Vierkanal-Kandidat bitte ans Mikrofon!

Eine Anzahl von Neuentwicklungen war nötig, bevor sich das CD-4- "Diskretverfahren" auf dem Quadroplattenmarkt durchsetzen konnte.

  • Anmerkung : So wird also rethorisch geschickt suggeriert, das CD-4 Verfahren "habe" sich durchgesetzt. Das ist "mitnichten" die Wahrheit. Es ist ein allzu durchsichtiger Markting-Spruch.


Es gereicht der heutigen HiFi-Technik zur Ehre, daß all diese notwendigen Entwicklungen unter kompromißloser Wahrung von Klangtreue und künstlerischer Freiheit erzielt wurden, die die Grundvoraussetzungen für das Konzept der Diskret-Schallplatte bilden.

Eine der wichtigsten Forderungen an Quadradisc war es z, B., dem Käufer ein Produkt anzubieten, das in Lebensdauer und Leistung seinem Stereo-Gegenstück mindestens ebenbürtig war. Die Schallplattenfirmen entwickelten rasch neue Werkstoffe, die wesentlich härter sind und weit niedrigere Rauschwerte aufweisen als herkömmliche.

  • Anmerkung : Hier steht auch wieder zwischen den Zeilen, daß es mehrere !! Vinylite-Mixturen gab, die alle von sich behaupteten, das neue geniale Plattenmaterial erfunden zu haben. Es gab da also noch eine gefährliche Baustelle.


Dieses neue Quadradisc-Material verlängert sogar die Lebensdauer der Platte um bis zu 50% und wird bald bei der Herstellung auch von hochwertigen Stereoplatten eingesetzt.

  • Anmerkung : Nein, das wurde ganz schnell wieder verworfen, weil nur die Abnutzung der Rille mit anderen Nachteilen auf die Diamantspitze verlagert wurde.

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Die sogenannte Shibata-Nadel

Mehrere Hersteller entwickelten und produzieren bereits Tonabnehmer, die mühelos die oberen Grenzfrequenzen von Quadroplatten erreichen und überschreiten. Ein völlig neuer Nadelschliff - die sogenannte Shibata-Nadel - wurde erfunden und vervollkommnet.

Dieser neue Super-Abtaststift besitzt eine "beträchtlich" größere Kontaktfläche mit den Rillenflanken und verringert dadurch den Plattenabrieb wesentlich. Ultrapräzise Schneid-, Kopier- und Preßverfahren wurden nötig - dieser Qualitätsgewinn wird sich schließlich ebenfalls bei Stereoplatten auswirken.

Demodulatoren wurden entwickelt, die vier getrennte Kanäle liefern, deren Kanaltrennung einigen der besten Stereoaufnahmen ebenbürtig ist - und das, ohne das Signal zu verrauschen oder durch Störanteile zu verändern.

CD-4 ist heute verdientermaßen ein ernstzunehmender Faktor auf dem HiFi-Markt. Künstler und Produzenten, die mit dem System gearbeitet haben, sind voll des Lobes und bezeichnen es als ein schöpferisches Werkzeug, das uns neue Regionen musikalischen Engagements erschließen kann.

  • Anmerkung : Auch wenn Unsinn wiederholt wird, bleib es Unsinn. Die Künstler oder deren Produzenten beauftragten "ihr" Tonstudio, die Songs oder die "Kreationen" auf 4 oder 8 oder 16 Kanal Bandgeräten aufzuzeichnen. Das dann folgende Quadro-Platte-System war denen vollkommen wurscht. Hauptsache die Platte verkaufte sich gut und mit Stereoabtastern kam einigermaßen sauberer Sound raus.

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Und noch ein Wunschtraum :

Immer mehr Schallplattenfirmen bringen ihre Spitzenartisten auf CD-4 Quadradisc heraus, Und immer mehr Gerätehersteller nehmen CD-4 Demodulatoren in ihr Vierkanal-Geräteprogramm auf, während die Zahl der Firmen, die die teurere volle Logikschaltung für Matrixverfahren liefern, ständig abnimmt.

  • Anmerkung : Leider auch hier verdrehtes und sogar falsches Marketing Blabla ohne Ende. Der Schaltungsaufwand beider Verfahren unterscheidet sich nur marginal. Matrix ist von den Bauteilen her preiswerter. Und vor allem, die neue musikalische Freiheit hat mit CD-4 überhaupt nichts zu tun. Das ist nur eine Frage der mehrkanaligen Studio-Ausstattung mit Mehrkanal Mischpulten und entsprechenden Bandmaschinen - und das hatten die großen Plattenstudios mit den 24 Kanal 2" Bandmaschinen bereits. Ausschlaggebend war für solch eine Entscheidung am Ende die "Studio-Miete" nach Stunden oder Tagen und die war (auch) vom gemieteten Equipment abhängig.

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Wie man CD-4-hörig werden kann

Man wird leichter CD-4-hörig, als man glaubt. Beginnen Sie mit einer Quadro- Wiedergabeanlage, die alles wesentliche enthalt:

  1. einen guten Plattenspieler,
  2. einen Vierkanal-Receiver (bzw. -Verstärker) und
  3. vier gut aufeinander abgestimmte Boxen.
  4. Bestücken Sie den Plattenspieler mit einem der vielen ausgezeichneten Tonabnehmern, die für die Wiedergabe von CD-4-Platten entwickelt wurden.
  5. Nun brauchen Sie noch einen CD-4-Demodulator, entweder als Zusatzgerät oder bereits im Plattenspieler bzw. Quadro-Receiver eingebaut.

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  • Anmerkung : Nicht jeder "gute" Plattenspieler war bei der Audio-Leitung durch den Tonarm hindurch nach vorne zum Abtast-System Quadro-fähig. Die Verkabelung sollte ja jetzt 50kHz Signale frequenzlinear zum Vorverstärker transportieren. Und das war gar nicht trivial.


Dann wählen Sie sich einige Ihrer Lieblingskünstler aus dem ständig wachsenden Quadradisc-Angebot. Hören Sie sie sich zuhause an und erleben Sie in den blumenhaften Worten eines Quadradisc-Kritikers "einen Diamant des Klanges".

  • Anmerkung : Die Liste der CD-4 Quadro-Platte ist hinter dieser Seite aufgeführt. Diese Liste ist im Gegensatz zu den obigen Sprüchen nicht mehr gewachsen. Die Labels hatten CD-4 eingestellt, weil die Umsätze in keiner Weise rentabel waren.


Wenn Sie den Raumklangeindruck von CD-4 Quadradisc noch nicht erlebt haben, können wir Ihnen nur zu einer Vorführung bei Ihrem HiFi-Fachhändler raten. Bei fachmännischer Anordnung der Geräte werden Sie bald überzeugt sein, bereits im Jahre 19CD-4 zu leben.
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Ratschläge zum Aufstellen der Lautsprecher bei CD-4

Ihre Wohnungseinrichtung stammt vermutlich noch aus der Zeit, als Sie noch nicht zur Schar der HiFi-Quadrohörer zählten. Wir geben Ihnen daher einige Tips, wie Sie diese neue Möglichkeit des Klangerlebnisses voll ausschöpfen können. Denken Sie vor allem daran, daß jede Kombination so individuell ist wie der Hörer, für den sie bestimmt ist. Keine Angst vor Experimenten.

Wenn Sie eine Box näher zur Ecke aufstellen, werden die Bässe verstärkt, genau wie bei Stereowiedergabe. Wenn Ihnen die Bässe zu stark erscheinen, stellen Sie die Boxen weiter von der Ecke entfernt oder auf einem Sockel oder Regal auf, oder Sie hängen sie an die Wand.

Zunächst einmal müssen Sie sich entscheiden, wo Sie beim Hören ernster Musik sitzen wollen. Dann plazieren sie die Frontlautsprecher vor den Hörplatz, wie bei Stereo auch, Die Rücklautsprecher stellen Sie nach Möglichkeit hinter sich auf. Achten sie darauf, daß Sie die Rücklautsprecher nicht seitenverkehrt aufstellen!

Häufig ist der Hörplatz eine an der Wand stehende Couch, so daß Sie dahinter keine Lautsprecher aufstellen können.

Wenn Sie nun einfach die Boxen zu beiden Seiten der Couch an die Wand stellen, hören Sie praktisch Schall von der Rückseite der Boxen. Das ist alles andere als ideal. Die Klangwiedergabe wird verbessert, wenn Sie statt dessen die Boxen an der Wand aufhängen oder sie in flachem Winkel extrem links und rechts aufstellen.

Bei Quadro müssen Sie sich etwas mehr um das Aufstellen der Boxen bemühen als bei Stereo. Dafür werden Sie mit einer viel größeren Hörzone belohnt, als Sie bei Stereo erwarten können.

  • Anmerkung : Daß diese Ratschläge natürlich auch für die anderen Quadro- Systeme galten, sei hier nur mal angefügt. Doch nach wie vor hatten die Tonmeister ihren Klinch, wo denn der Hörer nun (virtuell) sitzen solle, mitten im Ochester oder vor dem Orchestergraben oder vor der Bühne.

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Bevor die ganze CD-4 Lobhudelei weiter geht, hier die Probleme der CD-4 Technik :

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  1. Die CD-4 Platte soll Frequenzen von bis zu 50 Kilo Hertz in die Rille geschnitten bekommen. Dafür sind neue Schneidköpfe erforderlich. Die alten bisherigen können das laut der Firma Neumann nicht.
  2. Die Labels / Tonstudios tun sich mit der Anschaffung schwer, weíl sie auch neue Kraftverstärker für diese Schneidköpfe anschaffen müssen.
  3. Der Einsatz eines härteren Plattenmaterials verlagert die sowieso schon nicht unerhebliche und überall vertuschte Abnutzung der Rille bei der Stereo-LP noch weiter auf die Abnutzung der Diamant-Spitze.
  4. Die angeblich größere Kontaktfläche des neuen Shibata Nadel-Schliffs konnte ich nicht nachvollziehen. Die Kontaktfläche ist jetzt deutlich länger als der nahezu runde ovale Kontaktpunkt der elyptischen Nadel. Der Pressdruck und die Reibe-Belastung sind nur marginal weniger geworden.
  5. Mit Bezug auf die Doktorarbeit von 1968 über den mathematisch zu ermittelnden Verschleiß von Rille und Diamant und deren Verhältnis zueinander, ist das keine Verbesserung.
  6. Alleine in den Spezifikationen der Hersteller der externen CD-4 Decoder findet man, daß dier Frequenzgang der Rückkanäle deutlich eingeschränkt ist gegenüber dem normalen Frequenzgang der normalen Stereorille.
  7. Die Tonarme und die gesamte Zuleitung vom CD-4 Abtaster bis zum Phono-Vorverstärker müssen 50 kHz tauglich sein.
  8. Die Phono-Vorvestärker und eventuell auch die Vor-Vor-Verstärker für Moving- Coil Abtaster müssen ebenfalls Signale bis 50kHz verstärken und übertragen können.

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Hier die Beispiele : "Ich habe mich bereits entschieden"

Verfechter der CD-4-Schallplatte „Quadradisc" - seien es nun Künstler, Produzenten, Toningenieure oder Industriekapitäne - legen eine ansteckende Begeisterung für die kompromißlose Klangtreue und den unbegrenzten schöpferischen Spielraum von Quadradisc an den Tag.

  • Anmerkung : Nein, im Gegenteil. Die Toningenieure müssen mit allem Geschick und Fachwissen versuchen, die Macken aller Quadro-Platten bei Ihren Aufnahmetechniken und der finalen Abmischung zu beachten. Zu allererst wird auf ein Mehrkanal-Bandgerät aufgenommen und das hat mit CD-4 immer noch nichts zu tun.


Lesen Sie nur, was Repräsentanten dieser wachsenden Schar von CD-4-Anhängern zu sagen haben. Sie werden dann besser verstehen, warum auf CD-4 die Wahl der Profis fällt, die nichts weniger als Perfektion fordern.

  • Anmerkung : das ist Unsinn - es gab bereits keine wachsende Zahl oder wachsende Scharen von Anhängern aller Art mehr - siehe die Anmerkung oben drüber.

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Hugo Montenegro
„CD-4 bedeutet Freiheit." (Völliger Unsinn)

„Es ist unbestreitbar, daß der Vierkanalklang dem Komponisten, dem Arrangeur und dem Produzenten eine neue Welt schöpferischer Ausdrucksmöglichkeiten erschlossen hat. Wir sind nun in der Lage, den Hörer in jede Klangsituation zu versetzen, die unsere Vorstellung zu erdenken vermag. Das bedeutet die Freiheit, einen Klang zu manipulieren und in jeder Richtung zu verschieben.

(Richtig müsste es heißen, ein Instrument zu verschieben.) Aber diese neue Freiheit kann nur verwirklicht und genutzt werden, wenn das Endprodukt auf der Schallplatte absolut originalgetreu wiedergegeben werden kann. Für mich erfüllt von den verschiedenen Systemen auf dem Markt einzig und allein das Vierkanalverfahren CD-4 diese Forderung. Deshalb bedeutet es für mich künstlerische Freiheit."
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Henry Mancini
„Quadrofonie - der neue Klang" (Auch Unsinn, wenn Klang und Rauminformation vermischt wird)

„Quadrofonie", so Mancini, „sollte nicht mit Stereofonie verglichen werden. Es ist ein völlig neues Hörerlebnis, ein echter „Rundum-Klang".

Genauer gesagt handelt es sich um eine Modifizierung für den Heimgebrauch von neuen Verfahren, die für Breitwandfilme, Multimedien usw. entwickelt worden sind, bei denen der Hörer vom Klang völlig eingehüllt wird. Die Wirkung, die davon auf jede Art von Musik ausgeht, von Mozart über Sousa bis zum Jazz, ist verblüffend.

Ich habe mir in meinem Billardzimmer in Malibu eine Anlage aufgestellt, mit den vier Boxen in den Zimmerecken. Bei Sousa in Quadro springen die kühne Linienführung und leuchtenden Farben der Komposition förmlich aus den Lautsprechern. Ich sehe gleichsam die Fünfzig-Mann-Kapelle ins Zimmer marschieren."

Kurt Masur, Dirigent

Beginn unserer ersten Vierkanal-System Aufnahmen für Victor Company in Tokyo waren die Sinfonien Ludwig van Beethovens. Anläßlich der Japan-Tournee des Gewandhaus Leipzig 1971 lernten wir im Studio in Tokyo dieses neue Aufnahmesystem kennen.

Ich glaube, daß die Musiker des Gewandhauses und ich als Dirigent gemeinsam beeindruckt waren von der neueröffneten Möglichkeit, auch die Wiedergabe der klassischen Musik nicht nur Stereo sondern jetzt auch im Raumtonverfahren ungewöhnlich lebendig werden zu lassen.
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  • Anmerkung : Das ist die erste saubere und korrekte Formulierung des Eindrucks, das dieses neue Raumtonverfahren bewirkt hatte. Und Mazur bezieht sich mit Sicherheit auf das professionelle Quadro-Studio hinter der Tonstudio-Regie mit den großen Bandmaschinen. Er lobt also die Quadro-Technik an sich und das hat nicht direkt mit CD-4 oder SQ zu tun.


Abgesehen von der Tatsache, daß der Hörer jetzt nicht nur rechts und links das Klanggeschehen verfolgen kann, war die Auflösung des Orchesterklanges auch nach vorn und hinten möglich gewesen. Besonders fasziniert uns, daß ohne dynamische Abstriche, auch bei größter Besetzung mit Chor und Solisten, jede Einzelheit des musikalischen Geschehens verfolgbar bleibt.

Ich glaube, daß bei klugem Einsatz dieser technischen Möglichkeit das Hörerlebnis der Schallplatte in Zukunft noch mehr der Wirklichkeit angenähert werden kann.

Für uns ist es inzwischen zum Bedürfnis geworden, unsere eigenen Produktionen quadrophonisch zu hören und wir glauben, daß die Quadrophonie auch in Zukunft beherrschend sein wird.
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Frank Valdor

Nachdem ich nun bei der RCA Schallplatten GmbH exclusiv unter Vertrag bin, konnte ich auch anfangen, mich mit Quadrophonie praktisch zu befassen. RCA gehörte ja zu den allerersten Firmen, die mit CD-4 Platten auf den Markt kamen.

Für meine Big Band mit Chor bietet die quadrophone Wiedergabe einen überwältigenden Effekt gegenüber der normalen Stereo-Abmischung. Und die ist schon hervorragend!

Das Klangbild wird wie ein Fächer aufgespreizt und das Arrangement viel durchsichtiger. Man kann, indem man sich auf die verschiedenen Sektoren im 360° Klangfeld konzentriert, tief in die Vielschichtigkeit der Musik hineinhören. Diese Tatsache erfordert auf der anderen Seite natürlich ein exakteres Spielen der Musiker - man kann jetzt jedem mehr 'auf die Finger hören'. Für die Freunde der ,nur' -Stereophonie ist dieser hörere Aufwand, der für die Quadro-Aufnahmen getrieben wird, somit auch ein zusätzlicher Gewinn.

Die Entwicklung geht mit großen Schritten voran. Leute, die dieses nicht zur Kenntnis nehmen und sich am Wegesrand ausruhen, laufen Gefahr, nicht mehr zu den Ersten zu gehören. RCA weiß das - und ich auch. Alles Gute und viel Spaß mit der Musik!

Rick Wakeman „ .... eine eigenständige Kunstform "

„Wegen der klareren Ortbarkeit des Klanges (Anmerkung : Ein Genie - er kann Klang orten !!!) und der besseren Sauberkeit ist mir das CD-4 Diskretverfahren am liebsten. Es paßt ideal zu meiner Musik und erzeugt ein unverwechselbares Klang- panorama. Natürlich kann es eine lebendige Konzertaufführung nicht ersetzen, aber es verschafft der Schallplatte nun endlich den Rang einer eigenständigen Kunstform."

  • Anmerkung : Der hier schwatzt wirklich dummes Zeug. Lesen sie nochmal : CD-4 erzeuge ein unverwechselbares Klangpanorama. So ein Unsinn. Das "Klangpanorama" erzeugt der Tonmeister am Studio-Mischpult vor seinen Nahfeldmonitoren. Während der Aufnahme im Tonstudio redet und redete kein Mensch von CD-4 oder SQ oder QS oder sonstwas. Die Aufnahme erfolgte auf irrsinnig teuren Vielspur-Bandmaschinen und wurde dort auch von diesen Maschinen wieder abgehört und akzeptiert oder verworfen.

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Hersteller von CD-4 Geräten

Qualität des Quadro-Schallplattenverfahrens allein bedeutet noch nicht viel. Wenn die HiFi-Gerätehersteller nicht die Anlagen produzierten, womit Sie CD-4 in all seinem Glanz zuhause hören können, dann wäre das ganze Quadro keinen roten Heller wert. Andererseits muß man einräumen, daß eine solche Umstellung für die Gerätehersteller eine folgenschwere Entscheidung ist. Sie erfordert neue Konstruktionen, neues Werkzeug, neue Modelle und neue Marketingpläne. Die HiFi-Industrie muß deshalb erst von den technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Entwicklung überzeugt sein, bevor sie die zur Produktions- und Vertriebsumstellung nötigen Investitionen vornimmt.

Deshalb sind wir so stolz auf die ständig wachsende Zahl von Geräteherstellern auf dem CD-4-Markt. Heute sind bereits mehr als 25 CD-4-tüchtige Tonabnehmer im Handel, und mehr als 50 Hersteller der Unterhaltungselektronik haben CD-4- Demodulatoren in ihr Geräteprogramm aufgenommen. Sehen Sie sich die eindrucksvolle Liste von Herstellern an, die die Zukunft von CD-4 immerhin so hoch einschätzen, daß sie ihr Programm auf den neuen Marktschlager umgestellt haben! Man könnte den Eindruck gewinnen, daß auch die meisten Gerätehersteller bereits ihre Entscheidung getroffen haben.
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Hersteller (oder Markennamen ?) von CD-4-Geräten (1974/75)

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  1. AKAI
  2. Audio World
  3. B&0
  4. B.G.W.
  5. Braun
  6. Brother
  7. Clarion
  8. Cybernet
  9. Crown Radio
  10. Denki Onkyo
  11. Denon
  12. Dual
  13. Electrohome
  14. Fisher
  15. Foster
  16. General
  17. Gladding Claricon
  18. Grundig
  19. Harman Kardon
  20. Heath
  21. Hitachi
  22. JVC
  23. Kenwood
  24. Kokusai Musen
  25. Magnavox
  26. Marantz
  27. Miida
  28. Mitsubishi
  29. Muntz
  30. National Panasonic - das ist dr gleiche Laden wie nr. 31
  31. National Technics
  32. NEC
  33. Nikko
  34. Noresco
  35. Onkyo
  36. Philips
  37. Pilot
  38. Pioneer
  39. Plessey
  40. Quadrasonics
  41. RCA
  42. Roland
  43. Rotel
  44. Sanyo
  45. Sansui
  46. Sharp
  47. Sherwood
  48. Shin Shirasuna Denki
  49. Sonab
  50. Standard
  51. Superscope
  52. Sylvania
  53. Tanasawa
  54. Terutron
  55. Thomson
  56. Toshiba
  57. Union
  58. Wells Gardner
  59. Yamaha

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Hersteller von CD-4-Tonabnehmern (1974/75)

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  1. ADC
  2. Audio Technica
  3. B&0
  4. Elac
  5. Empire
  6. Grace
  7. Grado
  8. JVC
  9. National Panasonic
  10. Micro Acoustic
  11. Ortofon
  12. Pickering
  13. Pioneer
  14. Stanton
  15. Toshiba

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Viele der führenden Musikkünstler der ganzen Welt haben bereits ihr Debüt auf CD-4 hinter sich. Wir stellen Ihnen hiermit diese eindrucksvolle Liste vor. CD-4 Platten sind überall im Schallplattenhandel erhältlich, erscheinen jedoch in manchen Ländern unter anderen Firmennamen. Das CD-4-Angebot wächst natürlich stetig weiter - am besten stöbern Sie mal in Ihrem Schallplattengeschäft.

  • Anmerkung : Nach meinen Informationen hatten alle Quadro-Angebote /-Programme bereits um 1975 herum ihren Stillstand erreicht. Es wurde zwar fast nur noch in 4, 8,16 oder 24 Kanal aufgenommen, aber davon wurden fast keine Quadro-Platten mehr gepresst.

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