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Ein elektronisch steuerbarer Gleichspannungs- Lastwiderstand

Bei den Voll-Profis in den Labors von Netz- geräten und Netzteilen und anderen elektro- nischen Geräten werden natürlich keine ganzen Vorrats-Schränke an verschiedensten Last- widerständen mehr aufbewahrt, vielleicht noch ein einziger hochgenauer Messwiderstand, ein sogenanntes "Vergleichs-Normal".

Dazu gibt es seit langem ganz spezielle und sehr teure hochgenaue elektronisch regelbare Lasten, bei uns zum Beispiel ein solches Gerät von Zentro Elektrik. Damit kann ich Last-Ströme von 0,0 bis max. 99 Ampere und max. 75 Volt mit mehreren Potentiometern einstellen und insgesamt (in der Summe "Spannung x Strom") ) bis zu 500 Watt (Gleichspannungs-) Lasten sehr variabel simulieren und vor allem direkt online kontrollieren. Diese Last funktioniert auch nicht an verschiedenen Frequenzen sondern nur mit Gleichspannung und ist darum für Audio-Meßreihen nicht geeignet.
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Die dicken Anschlüsse haben eine besondere Bedeutung

Litze mit 2,5mm² Querschnitt

Es gab gute Gründe, das Verlöten von flexiblen 220 Volt Netz- leitungen aller Art schon vor vielen Jahren zu verbieten. Das verlötete Ende konnte zwar genial in die Lüster-Klemme (Schraubklemme) eingespannt werden, jedoch bei Erwärmung durch hohen Strom und den immer noch vorhandenen Übergangswiderstand zog sich das Lötzinn ganz leicht zusammen und die Verschraubung fing an, zu schmoren und die Klemme wurde immer wärmer - bis sie glühend heiß war und das ganze Gerät und sogar ganze Labors abfackelte.

Darum dürfen sich solche Meßbuchsen (und auch die Stecker) auch durch einen richtig hohen Strom von bis zu 99 Ampere nicht erwärmen, weil wir einen kleinsten Übergangswiderstand von nahezu 0 brauchen. Sonst taugt die ganze Messung nichts. Und einen ganz kleinen Übergangswiderstand an Buchsen und Klemmen gibt es immer. Er ist niemals absolut 0.

Zusätzlich zu der Digitalanzeige im Gerät messen wir die Spannung an den Büschelsteckern, um ganz sicher zu gehen, ob die Messung funktioniert hat.
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Hier ein Beispiel für einen Zwitter - ein Lautsprecher-Kabel

Wie gesagt, bei Netzleitungen und Steckern und Kuplungen und Mehrfachdosen war es strikt verboten, Kabelenden zu verzinnen. Adern-Endhülsen sind zwingend vorgeschrieben.

Bei Lautsprecherleitungen war es eine erlaubte Hilfe, damit so gut wie alle Einzel-Drähtchen der Litze in die Klemmen rein gingen, vor allem, bei dickeren 4-Quadrat oder 6-Quadrat Leitungen.

Das Verzinnen haben wir deshalb immer nur am vordersten Ende erlaubt. Die Klemmfeder(n) sollte(n) sich später an des unverzinnte Drahtbündel anpassen können. Außerdem haben wir seltenst 2 Kilowatt Dauerleistung über solche Klemmen geschickt. Und für die Impulse war es gerade noch vertretbar.

Die verzinnten Enden von flexiblen Lautsprecherleitungen sind eine Ausnahme !!!
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Bis etwa 20 Ampere kann hier vernünftig gemessen werden.

Die Spezifikation des Herstellers

Diese Last ist speziell für Gleichspannung entwickelt worden, zum Dauerstresstest von kleinen und größeren Netzgeräten und Netzteilen.

Maximal 75 Wolt DC
maximal 99 Ampere
maximal 500 Watt
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Eine Beispiel-Messung :

Ein professionelles 5 Volt Schalt-Netzteil aus einem teuren Computer soll(te) mal 1 Stunde lang mit 40 Ampere belastet werden. Das sind dann 200 Watt. Mal sehen, ob es ohne Zusatzbelüftung freistehend durchhält (wie versprochen).

Unsere "elektronische Last" muß diese erzeugte Wärme irgendwohin abführen. Dazu gibt es auf der Rückseite des Gerätes einen großen (und dennoch lauten) Lüfter, der die warme Luft aus demgerät und von dem Kühlkörper absaugt.
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Und bis zu 500 Watt reine Wärme sind im Sommer auf jeden Fall Gift für jedes Labor, für unsere Umwelt sowieso. Darum sind bei uns keine stundenlangen Dauertests mehr angesagt. Für unsere Fernseh-Kamera Netzgeräte ist es optimal geeignet, weil ich alle Netzgeräte mit einem leicht einstellbaren vergleichenden Nennstom von 6 Ampere ausmessen kann.
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Ein Eindruck von der Größe des Gerätes

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