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1979 - der (damals) neue Sinus-Generator 1023

Dieses Gerät war beim ZDF in der Ton-Meßtechnik im Einsatz, bis irgendwann ein Fehler auftrat. Es ließ sich nicht mehr einschalten.

Warum dieser Fehler innerhab der ZDF Meßtechnik nie repariert wurde, wie gesagt - in der professionellen Ton-Meßtechnik in der größten Fernseh-Firma (Anstalt) in Deutschland - ist mir bis heute schleierhaft. Und so wurde der defekte Generator ein Geschenk, als wir den ganz großen Bildmischer - einen DD35 von BTS / Philips - abholen durften.

Einer unserer Leser aus Berlin bot uns vor Jahren dann an, das Teil nachzuschaun und zu reparieren. Der Trafo hatte einen Defekt, ein Kabel war gerissen. Jetzt geht er wieder - mit Einschränkungen - denn der Trafo brummt auf einer Tischplatte. Mit der Schaumstoffunterlage brummt er nicht mehr.
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Ein paar Details zum Brüel & Kjaer Sinus-Generator 1023

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Ein Präzisions-Zeigerinstrument
mit sauber beschrifteten Skalen
und moderner Digitalenzeige

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Und das hier ist professionell, ein kalibrierter Abschwächer im Millivolt-Bereich

Was ist das Besondere an diesem reichlich teuren Audio-Generator ?

Dieser Ton-Generator hat einen speziellen Ausgangsverstärker und liefert damit wirklich präzise und kalibrierte Labor- Meß-Signale am Ausgang.

So "in etwa" machen das unsere anderen Ton-Generatoren zwar auch, jedoch lange nicht bei diesen kleinsten Audio-Spannungen - zum Beispiel zur Messung von Phono-Vorverstärkern und Mikrofon-Vorverstärkern im Millivolt-Bereich.
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Beispiel: extrem sauberesDie "Ouput-Attenuator"- Einstellung von 1 mV (am Instrument ist das dann Vollaussteuerung) mit einem 50 Ohm Innenwiderstand, das verspricht ein Quellen-Signal und das können unsere anderen Audio-Generatoren nicht. Die liefern fast alle mindestens 300 bis 500 mV.
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Am anderen Ende - unsere Sennheiser UPM 550

Und auch hier, ein Präzisions- Zeigerinstrument mit sehr gut ablesbaren Skalen

Mit dem Sennheiser- UPM 550 (Universal Pegel Meßgerät) messen wir, was da am Ende der Verstärkerkette raus kommt. Das sind aber bislang alles "optische" Messungen, die wir so noch nicht "festhalten" können (außer mit dem Fotoapparat). Das Dokumentieren (und danach das Auswerten) wiederum machen wir mit anderen moderneren digitalen Hilfsmitteln auf dem PC.

Eigentlich wollen wir ja "nur" messen, was hinten an dem Verstärker "raus kommt", wenn wir vorne "Nichst" rein schicken - den Geräuschspannungs- Wert bzw. den Fremdspannungs- Abstand und das sind wirklich allerkleinste Werte.
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Und jetzt gehen wir über zur Theorie :
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Die theoretischen Grundlagen der Vierpol-Theorie lernt man im Studium der Nachrichtentechnik

Ich beschreibe das mal aus der Sicht des Audio-Technikers :
Vor mir auf dem Labor-Tisch steht ein Metall-Kasten (z.B. ein Verstärker). Der hat 2 Eingänge (Pole) und zwei Ausgänge (Pole) - das sind die 4 Pole (Grundlage für die Vierpol-Theorie).

An die beiden Eingänge speise ich ein Prüfsignal ein und an den beiden Ausgängen messe ich, was (davon) wieder raus kommt. Alleine aus diesen beiden Informationen errechnet der Ingenieur, was "in dem Kasten" drinnen sein "müsste". Das ist aber alles reine Theorie.

Wir haben aber keinen schwarzen Kasten mit unbekanntem Inhalt, wir wissen ja, was da drinnen ist und wollen die Verarbeitung unseres Eingangssignales ausmessen. Deshalb müssen wir ganz präzise (äußerst präzise) wissen, was wir da rein schicken, um dann dieses Signal mit dem Ausganggssignal zu vergleichen. Und wir müssen diese Messungen dazu hochgenau mit allen Feinheiten abspeichern können. Das machen wir mit einem Digital-Recorder vom Feinsten, dem Tascam DR40A.
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Wozu brauchen wir das ?

Ein Beispiel wäre die frequenzabhängige Loudness-Einstellung eines Vorverstärkers. Also bei welchen Pegeln werden welche Frequenzen mehr oder weniger angehoben. Sehr ähnlich ist auch die Abbildung der umgekehrten Entzerrerkurve des Phono- Magnet-Einganges eines Vorverstärkers.

Interessanter ist jedoch, was kommt da hinten raus, wenn ich vorne "NICHTS" einspeise, also der sogannnte Fremdspannungsabstand der einzelnen Eingänge einschließlich der digitalen Verarbeitung von digitalen Rauschfiltern. Dazu muß unsere Quelle, der Generator, sowohl den sogannnten Nennpegel erzeugen können und einspeisen, als auch "NICHTS" erzeugen können.

Unser Ohr ist nach wie vor das beste Meßinstrument und dennoch hört das Ohr die digitale Signalverabeitung auf analoge Weise.
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Bleiben wir bei den grundlegenden Messungen :

Der analoge Phono-Eingang des Pioneer VSX-859 ist mit 3,5mV Empfindlichkeit und 120 mV Übersteuerungsgrenze (maximale Eingangsspannung) sowei einem Fremdspannungsabstand von 60 "bis" 80 Dezibel spezifiziert.

Somit erzeugen wir als erste "Messung" mit einer Meßschallplatte und einem Magnetabtaster einen Referenzton von 1 Kilohertz. (DHFI Schallplatte auch aus den 1970er Jahrren).

Welche meßbare Spannung wird damit am Eingang des Phono-Verstärkers erzeugt und welcher Pegel kommt am Tape-Monitor Ausgang des Verstärkers an ? Hier müsste ich also 2 mal messen, wenn die vom Magnet-Abtaster erzeugte Pegel-Refrenz deutlich von den Spezifikationen (z.B. Pioneer VSX 859 = 3,5 mV) abweicht.
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Der analoge CD-Eingang (und diverse andere Video-Ton Eingänge ebenfalls) ist (sind) mit einem Nennpegel von 335 mV spezifiziert. Versorge ich also diese Eingange mit dem Nennpegel, wären das am Ausgang die 100% bzw. 0dB.
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Und jetzt wird es ernst :

Schalte ich am Generator jetzt ganz einfach das Signal weg - also auf 0 (die Kabel bleiben gesteckt), dann kann ich messen, ob da dennoch noch irgendetwas hinten raus kommt und wenn ja, wieviel Pegel das in bezug auf den 0 dB Pegel ausmacht. Das Messen von -80 oder -90db kleinen Pegeln ist überhaupt nicht trivial.

Die dann folgende zweite Messung erfolgt mit einem Kurzschlußstecker auf der Eingangsbuchse des Verstärkers, wobei mir diese Messung dann anzeigt, ob und welches Störsignal der internen Elektronik noch zu messen ist. Das Messen des Störabstandes mit einem kurzgeschlossenen Eingang ist sehr beliebt, weil dann telweise erheblich bessere (Prospekt-) Werte rauskommen.
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Bislang waren alle Messungen übersichtlich

Doch unsere Messungen im Audio-Frequenzbereich sollten von 20 - 20.000 Hz erfolgen. Der kritische Phono-Vorverstärker soll ja die RIAA Entzerrerkurve abbilden und das Eingangs-Signal auf den Vorverstärker-Nennpegel verstärken.
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Dann kommen wir auf unseren Refrenz-Verstärker, den Pioneer VSX 859 zu sprechen, denn dort gibt es erstaunliche Besonderheiten. Mit einem Tastendruck "DIRECT" kann das analoge Audio- Eingangssignal ohne jegliche digitale oder sonstige Beeinflussung bis zu den Endstufen durchgreicht werden. Alleine eine analoge Loudness Korrektur und die analoge Lautstärke-Einstellung sind in dieser analogen Kette immer enthalten.

Alle anderen Beeinflussungen wie Pegelausgleich der 7 Kanäle samt Höhen und Tiefen pro Kanal und natürlich die ganzen Surround-Technologien werden im DSP eingestellt und gespeichert, sind aber komplett überbrückbar.

Und dort wollen wir mit unseren Messungen rein schaun. Was macht dieser DSP mit dem Audiosignal. Gibt es meßbare Veränderungen ?
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