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Keine DIN Norm war so umstritten wie die DIN 45.500

Bei der ersten Publikation des Entwurfs (etwa 1965) zu einer deutschen DIN Norm für sogenannte "High Fidelity" in den Rundfunk- und Hifi-Medien prallten Welten aufeinander. Die Puristen schrien, so ein Mist, die Hersteller schrien auch, was für ein Mist, aber mit entgegengesetzten Argumenten und die Kunden bzw. die Verbraucher schüttelten die Köpfe über diesen vermeintlichen Unsinn.

Den Puristen war diese Norm überhaupt nicht scharf genug, das sei doch alles halber Kram, also "nichts Halbes und nichts Ganzes". Die Hersteller sahen nicht nur eine riesen Kostenlawine auf sich zu kommen, da sie jetzt nicht mehr jedes Radio mit 3 Transistoren mit dem Prädikat Hifi verkaufen durften, sondern auch die Daten korrekt publizieren mussten oder sollten. Es sollte vergleichbar werden. Und es sollten Mindeststandards gelten.

Heute wissen wir, das war nur ein erster Schritt zu mehr Transparenz auf diesem neuen Markt - damals. Die Mindeststandards waren ziemlich "mau" mit 6 Watt Sinus pro Stereo-Kanal bei 1 Kilohertz und 1% Klirrfaktor. Auch die Definition des Frequenzbereiches und der Linearität bei Lautsprechern war sehr sehr zögerlich.

Es war eben der "kleinste gemeinsame Nenner", auf den man sich einigen konnte, ohne daß einer der großen Hersteller sein Gesicht verloren hätte.

Im Nachhinein war es eine Marketing Persiflage
- ob man darauf hätte verzichten sollen ?

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