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Rückblick auf die Hifi Messe 1978
aus der FUNKSCHAU 1978, Heft 21

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Plattenspieler
mehr „Direkttriebler" und gute Tonabnehmer

Der Direktantrieb verbreitet sich immer mehr, auch die unteren und mittleren Preisklassen werden in zunehmendem Maße damit ausgestattet. Freilich gibt es bei der Regelungstechnik, die einen wesentlichen Einfluß auf die Qualität des Antriebs hat, große Unterschiede.

Zweifellos sind Geräte mit PLL-Regelung und Quarzreferenz besser als viele der heute noch verwendeten Schneidanlagen. dem Konsumenten bietet jedoch auch ein einfacher Direktantrieb schon die Vorteile in Form von geringer Störanfälligkeit und hoher Lebensdauer.

Im Zeitalter der Turmaufbauten für HiFi-Geräte gewinnt die Frontbedienung eines Plattenspielers besonders an Bedeutung, da man durch sie recht viel Platz sparen kann. Für die Industrie ist die kompromißlose Frontbedienung anscheinend nicht so schnell zu verwirklichen, denn das Konzept „Platte auflegen, Staubschutzhaube zuklappen und alles andere geschieht von der Vorderseite" ist noch nicht sehr verbreitet. Einige Geräte dagegen lassen sich bereits in allen Funktionen fernsteuern und die Spitze des Bedienungskomforts dürfte ein Gerät erreichen, das mit einer Mikroprozessor- Programmierung ausgestattet ist - fernsteuerbar, versteht sich.

Voll im Griff scheint die einschlägige Industrie dagegen die Tonabnehmerfertigung zu haben, an guten und preiswerten Systemen, auch nach dem dynamischen Prinzip, ist kein Mangel. Der HiFi-Freund, der sich mit Plattenspielern „von der Stange" nicht zufriedengeben möchte, findet ein reiches Betätigungsfeld in der Kombination von einzeln erhältlichen Tonabnehmersystemen und Laufwerken - Tonarme für die Anhänger verschiedener „Philosophien" nicht zu vergessen.

ADC

Gleich drei neue Plattenspieler stellte ADC vor. Das Modell 1500 FG wird von einem frequenzgesteuerten Gleichstrom-Servomotor über einen Riemen angetrieben. Die Geschwindigkeits-Feineinstellung erfolgt elektronisch. Am S-förmigen Tonarm sitzt ein auswechselbarer Magnesium-Tonkopf; das Gerät wird mit dem Tonabnehmersystem ADC QLM 34 Mk111 geliefert. Der Halbautomat 1600 DD mit Direktantrieb besitzt einen elektronisch gesteuerten bürstenlosen Gleichstrommotor (Bild 1). Am geraden Tonarm aus Aluminium befindet sich der Tonkopf aus Kohlenstoffaser. Die effektive Tonarmlänge beträgt 237 mm.

Mit dem System ADG QLM 36 Mk 111 wird ein Frequenzumfang von 15Hz...22kHz ±2dB erreicht, die Kanaltrennung wird mit 26dB angegeben. Direktantrieb mit PLL-Schaltung und Quarzreferenz und digitale Anzeige der vorgewählten Geschwindigkeit sind die Merkmale des Modells 1700 DD. Auch hier findet ein gerader Tonarm geringer Masse mit einer Systemhalterung aus gegossener Kohlenstoffaser und einem hauseigenen System XLM Mk 111 Verwendung. Die Gleichlaufschwankungen betragen 0,03% (RMS bewertet).

Akai

Neu bei Akai sind die beiden Plattenspieler AP 206 G und AP 306 G. Der Typ AP 206C (Bild 2) arbeitet mit den beiden Geschwindigkeiten 33 1/3U/min und 45U/min. Er enthält eine Antiskating-Einrichtung, Tonhöhen feinregulierung sowie beleuchteten Stroboskop-Plattentellerrand. Der größere Bruder AP 306C ist quarzgesteuert.

AKG

Fünf neue Tonabnehmer-Systeme stellte AKG in Düsseldorf vor. Die Systeme wurden schwingungstechnisch optimiert und auf eine verbesserte Art gelagert. Sie arbeiten nach dem Weicheisen-Prinzip und belasten die Nadel mit effektiven Massen von nur etwa einem halben Milligramm. Die sich ergebende Empfindlichkeit ist rund 0,8mV pro cm/s bei einer Impedanz von 1kQ und einer Induktivität von 250mH. Der Wandler arbeitet in der Nähe der magnetischen Sättigung, um die Verzerrungen möglichst klein zu halten.

Die Wanddicke des Nadelträgers beträgt nur 30um, woraus auch die geringe effektive Masse resultiert. Die Werte für die Kanaltrennung liegen je nach Typ zwischen 25dB und 30dB, die Kanalsymmetrie bei 1...2dB. Für die optimale Auflagekraft werden 1...3p angegeben, die Lastimpedanz sollte für einen möglichst flachen Frequenzgang 47kQ parallel 470pF betragen. Die effektive Masse des kompletten Tonabnehmers, gemessen an einem Tonarm SME-9, beträgt bei allen Typen 5,11 g.

All-akustik

vertreibt den Plattenspieler Micro-DQX 500 mit dem neuen Tonarm MA 707 (Bild 3). Bei diesem Gerät wurde auf die Holzzarge verzichtet, um Resonanzen sowie Vibrationen zu unterdrücken. Der Motor - ein sehr starker quarzgesteuerter PLL-Servomotor - in Verbindung mit dem schweren Plattenteller, ermöglicht sehr niedrige Gleichlaufschwankungen. In der Anlaufphase leuchtet eine Kontrollampe auf, die erlischt, wenn die Sollgeschwindigkeit der Schallplatte erreicht ist. Um Störungen durch den Netztransformator zu vermeiden, wurde dieser extern untergebracht. Die Gleichlaufschwankungen des Plattenspielers liegen unter 0,02%, der Fremdspannungsabstand wird mit größer als 75dB (nach DIN) angegeben. Dazu passend gibt es den Tonarm Micro-707, der extrem leicht ist und sich für Tonabnehmersysteme mit hoher Nadelnachgiebigkeit eignet.

Audio Technica

Aus dem Programm von Audio Technica (Vertrieb JWS = Josef Wetz) stammen die dynamischen Tonabnehmer Mk 111E und Mk 112E. Für beide Systeme wird ein Frequenzumfang von 15Hz...50kHz angegeben. Die Compliance beträgt 10um/mN. Das Mk 112E ist fest in einem Tonkopf mit veränderbarem Überhang montiert. Ein passender Übertrager ist mit der Bezeichnung Mk 10 T erhältlich.

Magnetsysteme sind die Tonabnehmer AT-25, AT 15 SS und AT 20 SS. Das Modell AT 25 (Bild 4) ist fest in einer Halterung eingebaut, sein Frequenzumfang beträgt 10...20000Hz. Es soll mit einer Auflagekraft von 12mN (1,2p) betrieben werden. Der Diamant sitzt auf einem Berylliumträger und hat elliptischen Schliff. Die Tonabnehmer AT 15 SS und AT 20 SS sind mit Shibata-Nadeln ausgestattet.

Dahl

Das Angebot von Dahl reicht vom halbautomatischen Plattenspieler VT 3300 mit Synchronmotor, Riemenantrieb, Endabschaltung und Tonarmrückführung über die Modelle VT 5300 und VT 7300 mit Gleichstrommotor und Tachogenerator, bis zu den Direkttrieblern VT 8300 mit bürstenlosem Gleichstrommotor, Tachogenerator, Endabschaltung und automatischer Tonarmrückführung sowie dem Spitzengerät VT 9300 mit Quarzreferenz, Frontbedienung mit Microswitch- und Sensortasten und einer integrierten Tonarm-Tonkopf- Kombination mit dem Ortofon- Tonabnehmer VMS 20 EG MkII Die Gleichlaufschwankungen nach DIN sind kleiner als 0,035%, der Rumpel-Geräuschspannungsabstand wird mit mindestens 75dB (DIN) angegeben.

Denon

Eine Quarzreferenz steuert die Drehzahl des Plattenspielers DP-2500 (Bild 5) von Denon. Mit der phasenstarren Regelschleife (PLL) erreicht man für die Drehzahl des direktgetriebenen Plattentellers eine Genauigkeit von 99,998% (nach Angaben des Herstellers). Belastungsänderungen am Plattenteller haben somit keinen Einfluß auf die Laufwerkdaten. Der Tonarm ist dynamisch bedämpft und der Tonkopf besonders leicht, um Eigenschwingungen zu unterdrücken.

Dual

Dual GS 731 Q (Automatik) und GS 714 Q (Halbautomatik) heißen die Plattenspieler von Dual mit PLL-Regelung. Die Quarzreferenz hat eine Frequenz von 4,608MHz. Am Antriebsmotor befindet sich ein 200poliger Tachogenerator. Als Besonderheit erfolgt hier die Drehzahlverstellung im Bereich von ±5,5% ebenfalls mit der Quarzfrequenz verkoppelt. Die Gleichlaufschwankungen nach DIN betragen 0,025%, der Rumpel- Fremdspannungsabstand wird mit >52 dB angegeben. Beide Geräte werden mit einem geraden Tonarm von nur 8g effektiver Masse ausgerüstet; sie sind für die Aufnahme des Ortofon-Systems ULM 60 E eingerichtet. Beim Typ CS 731 Q ist totale Frontbedienung möglich (Bild 6).

Empire

Mit Broadcast One hat Empire ein robustes und qualitativ hochwertiges Tonabnehmer-System geschaffen - unter Berücksichtigung der besonderen Belange der Diskjockeys in den Diskotheken sowie der Rundfunk- und Fernseh-Studios. Die Abtastfähigkeit des Systems liegt bei 32cm/s (1000 Hz). Ein Lumineszenz-Punkt auf dem Ende des Nadelträgers erlaubt eine exakte Positionskontrolle, um mit dem genauen Anfang eines Bandes oder einer bestimmten Passage auf der Schallplatte starten zu können. Die weiteren technischen Daten sind: Frequenzgang 20...20000Hz ±1,5dB, Auflagekraft 20...35mN, Ausgangsspannung bei 3,54cm/s 4,5 mV, Spitzenverrundung 18 um.

Fisher

Spitzenmodell aus dem Fisher-Plattenspieler-Programm ist der Typ MT 6250 (Bild 7), der eine Drehzahlgenauigkeit von 0,003% erreichen kann. Er enthält eine elektromagnetische Plattentellerbremse, sein Rumpelgeräuschspannungsabstand liegt unter —70dB. Bei diesem Modell ist die Quarzreferenz abschaltbar, um eine Drehzahlfeinregulierung anwenden zu können. Der Tonarm des Gerätes ist kardanisch aufgehängt, die elektromagnetische Bremse stoppt den Plattenteller innerhalb einer Sekunde.

Garrard

Der Plattenspieler DD 130 von Garrard hat einen Direktantrieb-Motor, mit dem Gleichlaufwerte unter 0,06% erreichbar sind. Der manuell zu bedienende Plattenspieler ist mit einem Stroboskop-Plattentellerrand ausgerüstet, der von einer Leuchtdiode angestrahlt wird. Die elektronische Geschwindigkeitssteuerung erlaubt eine Verstellung um ±3% von der Sollgeschwindigkeit.

Goldring

Das Stereo-Magnetsystem G 900 SE Mk 2 von Goldring im Vertrieb von Scope besitzt eine Masse von nicht mehr als vier Gramm. Das empfohlene Auflagegewicht beträgt ein Gramm. Der Frequenzumfang wird mit 20Hz...20kHz ±2dB angegeben. Die horizontale Compliance ist 40um/mN.

Ultimo

Vom gleichen Vertrieb wird auch die Serie von dynamischen Tonabnehmern von Ultimo angeboten. Das Modell 20 C hat optimale Abtastfähigkeit durch einen Diamanten mit Shibata-Schliff und wird zusammen mit dem Übertrager DV-6A angeboten. Ohne Übertrager sind die Modelle 30 A und 30 B einsetzbar. Das Ultimo-30-C-System wird ebenfalls mit dem Übertrager DV-6A verwendet. Bei allen Modellen ist die Justierung des Überhangs um 3 mm möglich, ebenso die Einstellung des vertikalen Spurwinkels. Keinen Übertrager braucht das System 10 X, das Spitzenqualität mit einem vernünftigen Preis vereint.

Hitachi

Zwei Plattenspieler mit Direktantrieb, die Modelle HT-353 und HT-460, zeigte Hitachi aus seinem Programm. Der Antrieb erfolgt durch den vom Hersteller entwickelten Unitorque-Motor, der zwei gegeneinander versetzte Flachspulen zur Erzeugung eines Ankerfeldes verwendet. Die Gleichlaufschwankungen beider Geräte werden mit 0,04% angegeben. Im Typ HT-353 erfolgt die Drehzahlsteuerung über eine Quarz-PLL-Schaltung. Der Magnettonabnehmer MT-202 Mk II vom gleichen Hersteller besitzt einen Frequenzumfang von 10...25.000Hz und soll mit einem Auflagegewicht von 0,75... 1,5p betrieben werden.

JVC

Vier neue Plattenspieler zeigte JVC: Das Modell QL-F 4 ist für vollautomatische Bedienung der üblichen Vorgänge eingerichtet, sein Antrieb erfolgt - wie bei den Modellen QL-A7, QL-5 und QL-Z - durch einen quarzgeregelten, kernlosen Direktläufer mit 32,4kHz Tachofrequenz pro Umdrehung, damit wird eine sehr hohe Belastungsunabhängigkeit erreicht. Die Gleichlaufschwankungen sind geringer als 0,045% (DIN). Der Tonarm ist reibungsarm kardanisch aufgehängt.

MC-1 heißt das dynamische Tonabnehmersystem des gleichen Herstellers. Die Spule des Tonabnehmers befindet sich relativ weit vorn am Nadelträger in der Nähe des Abtast-Diamanten, der mit Shibata-Schliff versehen ist. Die Ausgangsspannung beträgt 0,2mV bei einer Schnelle von 5 cm/s und der Frequenzumfang 10Hz bis 50kHz. Der Innenwiderstand wird mit 30Q angegeben.

Kenwood

Wesentliche technische Merkmale des Spitzenplattenspielers KD 5070 von Kenwood sind seine ungewöhnlich hohe Drehzahlkonstanz, die durch den servogesteuerten Gleichstrommotor und einen sehr schweren Plattenteller erreicht wird. Die Gleichlaufschwankungen liegen unter 0,025%, der Rumpelgeräuschspannungsabstand beträgt 73dB nach DIN. Zusätzlich zum Antriebsmotor des Plattentellers enthält dieser Spieler einen Synchronmotor für die Steuerungsautomatik (Bild 8).

Mitsubishi

Zur Spitzenserie von Mitsubishi zählt der Plattenspieler DP-EC 10. Er wird von einem 12poligen Gleichstrommotor direkt angetrieben, wobei eine manuelle Drehzahl-Feineinstellung von ±3% möglich ist. Bei der Nullstellung dieses Feinreglers ist die Abweichung von der Soll-Drehzahl kleiner als 0,25%, und die Gleichlaufschwankungen liegen sogar bei nur ±0,03%. Der Rumpelabstand ist (nach DIN-B gemessen) 75dB. Der optimale Antiskating-Wert ist an einer Skala einstellbar. Der Plattenspieler verfügt auch über eine Startautomatik, eine automatische Tonarmrückführung sowie eine automatische Endabschaltung. Wenn keine Schallplatte auf dem Teller liegt, wird die Tonarmabsenkung mechanisch verhindert, um eine Beschädigung der Nadel zu vermeiden.

Ortofon

Ortofon (im Vertrieb von Bolex) führt zwei neue Tonabnehmer im Programm. MC10 ist ein dynamischer Tonabnehmer mit elliptischem Diamanten und einem sehr leichten, steifen Nadelträger (Bild 9). Für den Betrieb mit diesem System wird der Aufwärts-Transformator STM72 empfohlen. Die Ausgangsspannung bei 1000Hz und einer Schnelle von 5cm/s beträgt 0,1mV (5,0mV mit Transformator) und die Kanaltrennung bei 1000Hz ist größer als 22dB. Für den Frequenzumfang wird der Bereich von 10...20000Hz (+3dB, -2dB) angegeben. Die horizontale Compliance ist 15um/mN. Für das System wird eine relativ hohe Auflagekraft von 20mN (2g) empfohlen.

Sansui

SR-232 und SR-838 heißen die neuen Plattenspieler im Sansui-Programm. Der SR-232 ist ein Automatik-Spieler mit Riemenantrieb und S-Tonarm, während der SR-838 einen quarzgesteuerten Servo-Antrieb mit PLL und einen 20poligen bürstenlosen Gleichstrommotor besitzt. Die Gleichlaufschwankungen (RMS bewertet) betragen 0,025% und der Rumpel-Fremd-spannungsabstand nach DIN-B 75dB. Der Tonarm ist S-förmig und hat eine Höhenverstellung und Schwenklager. Anheben und Absenken des Arms erfolgen von der Frontseite her.

Sanyo

Die Merkmale des Plattenspielers TP 1012 von Sanyo sind: Halbautomat mit Endabschaltung und Tonarmrückführung, Direktantrieb mit bürstenlosem Gleichstrommotor, statisch ausbalancierter Rohrtonarm mit 203mm Länge und Antiskating-Vorrichtung. Das Gerät wird mit einem hauseigenen Tonabnehmer bestückt. Das Modell TP 1005 ist ein Halbautomat mit Riemenantrieb und Gleichstrommotor, während der Vollautomat mit Direktantrieb die Bezeichnung TP 1030 trägt. Die Tonarmautomatik wird von einem zweiten Motor gesteuert. Die Gleichlaufschwankungen nach DIN liegen innerhalb ± 0,03%.

Sharp

Als „denkenden" Plattenspieler bezeichnet Sharp sein Gerät RP-Xl mit Mikroprozessor (Bild 16). Beim Auflegen einer beliebigen Platte wird der Durchmesser festgestellt und damit die Drehzahl bestimmt. Automatische Wiederholung eines Programms ist bis zu fünfmal programmierbar. Eine beliebige Abspielreihenfolge aus maximal zehn Aufnahmen einer LP ist ebenso möglich wie vorprogrammiertes Abspielen einzelner Passagen. Die Anzeige aller Programmschritte sowie die Rest-Programmanzeige und die Anzeige des Zählwerkstands erfolgen über fünf Siebensegment-LED.

Insgesamt sind drei Motoren vorhanden, einer für den direkten Antrieb des Plattentellers, ein zweiter für die Bewegungen des Tonarms und ein dritter für den optischen Sensor. Alle vorgenannten Funktionen lassen sich mit einer Infrarot-Fernbedienung betätigen. Die Gleichlaufschwankungen werden mit ± 0,04 % (DIN 45 507) angegeben, der Geräuschspannungsabstand (DIN B) beträgt 65 dB. Das Auflagegewicht kann direkt abgelesen werden. Die Bedienung erfolgt über Tasten an der Frontseite.

Sonus

Sonus (im Vertrieb von EPD) führt fünf neue Tonabnehmersysteme im Programm. Der Hersteller betont die niedrige Impedanz der Systeme Gold Series II und Silver Series II, die diese gegen unterschiedliche Lastwiderstände unempfindlich macht, so haben z. B. Abschlußwiderstände von 40kQ...100kQ mit einer Parallelkapazität von 0...400pF keinen hörbaren Einfluß auf die Wiedergabequalität. Die Tonabnehmer der Serie Gold II haben eine Compliance von 50um/mN, die der Serie Silber II eine Compliance von 40um/mN. Der Frequenzbereich beider Serien wird mit 10Hz...20kHz angegeben, wobei die Serie Silber II etwas größere Toleranzen aufweist. Der Frequenzbereich beider Serien erstreckt sich bei entsprechendem Abschluß bis 45kHz.

Sony

Der Plattenspieler PS-X 60 von Sony läßt sich wahlweise für vollautomatischen Betrieb oder manuelle Bedienung einsetzen. Der Direktantrieb erfolgt durch einen quarzgesteuerten Gleichstrommotor. Die Tonarmhöhe ist zur Verwendung mit verschiedenen Systemen verstellbar. Bei geschlossener Abdeckhaube ist die Bedienung über Sensortasten von der Frontseite möglich. Nach DIN betragen die Gleichlaufschwankungen ±0,045% und der Geräuschspannungsabstand 75dB. Der Tonarm ist statisch ausbalanciert, der Überhang wird mit 15mm angegeben (Bild 11).

Stax

Im Programm von Stax wird das elektrostatische System CP-Y angeboten, das keinen Oszillator und Demodulator benötigt. In Verbindung mit dem zugehörigen Adapter ECP-1 läßt sich das System in alle Spitzentonarme mit internationalem Anschluß einbauen. Der Adapter enthält die Stromversorgung für den Verstärker und für die im System eingebaute IS. Der Frequenzumfang beträgt 10Hz...30kHz und die Ausgangsspannung (mit dem Adapter FGP-1) 300mV. Vom Hersteller wird eine Auflagekraft von 10mN (1p) empfohlen. Die Stromversorgung erfolgt über eine wiederaufladbare Batterie mit Ladeautomatik.

Technics

Einen neuen vollautomatischen Plattenspieler mit der Bezeichnung SL 5300/5310 zeigte Technics. Bei diesem Gerät können die Bedienungselemente auch bei geschlossener Haube bedient werden (Bild 12). Die Platten sind so während des Abspielvorgangs am besten gegen Staub geschützt. Die Gleichlaufschwankungen betragen nur ± 0,042% (bewerteter Mittelwert) und sind damit so gering, daß selbst ein geschultes Gehör keine Tonhöhenschwankungen mehr wahrnehmen kann. Diese hohe Gleichlaufkonstanz wird durch einen Direktantrieb erzielt.

Der ebenfalls neu entwickelte Tonarm zeichnet sich durch seine geringe Reibung von 7mg in beiden Bewegungsebenen aus. Mit dem Gerät wird das Magnet-Tonabnehmer-System EPC 206 C geliefert. Zum besonders erwähnenswerten Bedienungskomfort zählen die abschaltbare Beleuchtung, die als Aufsetzhilfe dient sowie die Wiederholautomatik, die eine Plattenseite bis zu sechsmal oder unendlich oft wiederholen läßt. Mit der Drehzahlfeinregulierung lassen sich die Nenndrehzahlen jeweils stufenlos in einem Bereich von ±6% variieren.

Von der gleichen Firma gibt es den neuen Tonabnehmer EPC100C, der einen besonders linearen Frequenzgang (±0,3dB von 20Hz... 10kHz) aufweist. Aufgrund der Verwendung von neuen Magnetmaterialien, einen besonderen Nadelträger und eine neu entwickelte Aufhängung ist es gelungen, einen Tonabnehmer mit diesen sehr guten Daten zu erstellen.

Telefunken

Der Plattenspieler S 800 von Telefunken wird von einem Gleichstrommotor direkt angetrieben, die Drehzahlregelung erfolgt elektronisch (Bild 13). Der Plattenteller hat einen Durchmesser von 308mm und wiegt ein Kilogramm. Eine Stroboskop-Markierung am Plattentellerrand ist für die Drehzahlen 33 1/3U/min und 45U/min ausgelegt, wobei getrennte Bänder für 50Hz und 60Hz vorhanden sind. Der S-förmige Tonarm mit geringer Masse ist in zwei Ebenen ausbalanciert und sehr verwindungssteif. Die Gleichlaufschwankungen sind ±0,03%. Die Solldrehzahl läßt sich um ±5% verändern. Der automatische Plattenspieler S 900 besitzt eine automatische Tonarmrückführung, kann jedoch auch manuell bedient werden. Sein Plattenteller ist dynamisch ausgewuchtet und wiegt 1,5kg. Die Gleichlaufschwankungen bei diesem Gerät sind kleiner als ±0,075%. Das Tonabnehmersystem F 150 MkII von Ortofon wird serienmäßig eingebaut.

Teleton

Bewährte Technik sitzt in dem Plattenspieler P 600 von Teleton. Der Gleichstrom-Motor ist servogeregelt und treibt über einen Riemen den ausgewuchteten Aluminium-Plattenteller (Bild 14). Der S-förmige Rohrtonarm ist kugel- und spitzengelagert und besitzt eine Rückholautomatik. Das Auflagegewicht ist an einer Skala mit 0,1p-Markierungen fein einstellbar. Als Wert für die Gleichlaufschwankungen wird 0,1% angegeben, die Kanaltrennung ist 25dB, der Geräuschspannungsabstand 60dB, und der Frequenzbereich 40Hz bis 14kHz - nicht gerade großartig, aber welcher erwachsene Mensch hört schon noch Töne über 14 kHz...

Thorens

Als semiprofessionell bezeichnet Thorens seinen Plattenspieler TD 126 MkIII. Es handelt sich um ein Modell mit elektronisch geregeltem Riemenantrieb und einem extrem massearmen „Isotrack"-Tonarm TP16 MkIII. Es lassen sich die drei Geschwindigkeiten 33, 45 und 78U/min einstellen. Die Tonhöhenschwankungen liegen, bewertet nach DIN 45507, unter 0,035%, der Rumpel- Fremdspannungsabstand ist 52dB und der Rumpel- Geräuscspannungsabstand 72dB (nach DIN 45539). Für die Tonarmlift-Steuerung ist ein zweiter Motor vorhanden. Der Tonarm selbst ist sehr resonanzarm in „Split-Wave"-Technik gebaut und besitzt eine effektive Masse von nur etwa 10g. Der Plattenteller befindet sich gemeinsam mit dem Tonarm auf einem Innenchassis, das über Dämpfer mit dem Außenchassis verbunden ist, und dieses trägt wiederum den Antriebsmotor; das dürfte der Grund für den doch recht brauchbaren Rumpel-Geräuschspannungsabstand sein. Die automatische Drehzahlstabilisierung wird vom Hersteller als APC (Automatic Pitch Control) bezeichnet und arbeitet lastabhängig. Eine kapazitive Hf-Abtastung dient als Endabschaltung. Der Plattenspieler bringt rund 14kp auf die Waage (Bild 15).

Transonic

In der Strato-Serie von Transonic-Intermarket gibt es drei neue Plattenspieler: Das Modell P40 ist ein Halbautomat mit Riemenantrieb, P60 (Bild 16) heißt ein Direktläufer mit Tonarmrückführung und Endabschaltung und bei dem Plattenspieler P70 läßt sich der Plattendurchmesser vorwählen, wobei Endabschaltung und Tonarmrückführung ebenfalls automatisch erfolgen. Der Antrieb des Plattentellers wird durch einen elektronisch gesteuerten Servomotor besorgt. Die beiden Modelle P60 und P70 werden mit Audio-Technica-Systemen ausgestattet.

Transrotor

Etwas fürs Auge bietet der Plattenspieler Transrotor Golden Shadow (Vertrieb: Räke). Der Plattenteller besteht aus einer antimagnetischen Aluminiumlegierung in Zweischicht-Bauweise, auf ihm sind sechs vergoldete massive Schwungmassen befestigt (Bild 17). Die Gesamtordnung ist dynamisch ausgewuchtet. Angetrieben wird das Gerät von einem Synchronmotor über einen geschliffenen Riemen direkt am Außenrand des Plattentellers mit den Drehzahlen 33 1/3U/min und 45U/min. Die Gleichlaufschwankungen nach DIN (bewertet) betragen nach Herstellerangaben 0,025%. Das Gerät wird ab Werk mit verschiedenen Tonarmkombinationen geliefert.

Yamaha

Spitzenmodell bei den Plattenspielern von Yamaha ist der Typ YP-D8 (Bild 18). Bei seiner Entwicklung wurde angestrebt, einen qualitativ hochwertigen Einfachplattenspieler mit Direktantrieb und Endabschaltung zu schaffen. Die Auswahl der verwendeten Materialien erfolgte nach akustischen Kriterien. Die wichtigsten technischen Merkmale sind verstellbare Tonarmhalterung (in der Höhe um 6mm), kapazitätsarme Verbindungskabel mit Goldkontakten, extrem schwerer Plattenteller von 2,7kg, photoelektrische Endabschaltung über LED-CDS-Zellen sowie ein 12poliger Direktantrieb mit Frequenz- und Hallgenerator.

Wega

Zum Junior Precision System von Wega gehört der vollautomatische Plattenspieler JPS 351P mit Direktantrieb durch einen bürsten- und nutenlosen Motor, einem Aluminium-Plattenteller mit 1kp Gewicht und statisch balanciertem S-Tonarm. Für die Drehzahlen 33 1/3U/min und 45U/min ist eine Feineinstellung von ±4% vorhanden. Die Gleichlaufschwankungen betragen 0,065% und der Rumpel-Fremdspannungsabstand 50dB.

Die Funktionen des Plattenspielers Modul 42P einschließlich der Lift-Bedienung und der Dauerspieleinrichtung lassen sich von der Frontseite steuern. Das Stroboskop wurde durch eine LED-Anzeige ersetzt. Auch bei diesem Gerät erfolgt der Antrieb über einen bürsten- und nutenlosen Motor. Mit der Feinregulierung ist eine Drehzahlveränderung von ±6% möglich. Die Gleichlaufschwankungen betragen nach Herstellerangaben 0,04% und für den Rumpel-Fremd-spannungsabstand werden 50dB angegeben. Auch dieser Plattenspieler ist mit einem statisch ausbalancierten S-Tonarm ausgestattet, neu ist ein von Wega entwickelter Systemträger.

Phonoeinheit Lab-Zero heißt der Plattenspieler für die Spitzengeräte-Serie. Das Gerät besitzt vollautomatischen Direktantrieb mit Quarzregelung und Frontbedienung. Die effektive Umdrehungszahl wird digital angezeigt, die Drehzahl läßt sich um ±4% verstellen. Als Tonabnehmersystem findet ein handverlesener dynamischer Abtaster XL55 von Sony Verwendung. Das Laufwerk ist mit zweifach gedämpfter Aufhängung versehen (Bild 19).


zusammengestellt und bearbeitet 1978 - Fe./Kf./Th.
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Plattenspieler

Bild 1. Halbautomatischer Plattenspieler 1600DD von ADC
Bild 2. Plattenspieler AP206C von Akai
Bild 3. Bei dem Plattenspieler Micro-DQX 500 wurde der Netztransformator separat untergebracht
Bild 4. Fest im Tonkopf ist das System AT25 von Audio Technica montiert
Bild 5. Die Drehzahlsteuerung des Direktantriebs im Plattenspieler UP-2500 von Denon erfolgt durch eine PLL-Schaltung mit Quarzreferenz
Bild 6. PLL-Regelung ist auch im Plattenspieler CS 731Q von Dual zu finden
Bild 7. Der Fisher-Plattenspieler vom Typ MT 6250 enthält eine elektromagnetische Plattentellerbremse
Bild 8. Im Plattenspieler KD 5070 von Kenwood gibt es einen Synchronmotor für die Steuerungsautomatik
Bild 9. Dynamischer Tonabnehmer MC10 von Ortofon mit elliptischem Diamanten
Bild 10. Der „denkende Plattenspieler" RP-Xl von Sharp mit Mikroprozessor
Bild 11. Manuelle oder automatische Bedienung ist bei Modell PS-X 60 von Sony möglich
Bild 12. Alle Bedienungselemente können beim Plattenspieler SL5300/5310 von Technics auch bei geschlossener Haube betätigt werden
Bild 13. Direktangetriebener Plattenspielers 800 von Telefunken
Bild 14. Mit einer Rückholautomatik für den Tonarm ist der Plattenspieler P600 von Teleton ausgestattet
Bild 15. Einen sehr resonanzarmen Tonarm besitzt der TD 126 MkIII von Thorens
Bild 16. Der Plattenspieler P60 von Transonic-Intermarket mit Endabschaltung und Tonarmrückführung
Bild 17. Bewährter Riemenantrieb mit Synchronmotor im Transrotor Golden Shadow
Bild 18. Das Modell YP-D8 von Yamaha ist mit Direktantieb und Endabschaltung ausgestattet
Bild 19. Die tatsächliche Umdrehungszahl wird in der Phonoeinheit Lab-Zero von Wega digital angezeigt

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