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Rückblick auf die Hifi Messe 1978
aus der FUNKSCHAU 1978, Heft 21

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Tuner
Viel Altbewährtes, viel Digitaltechnik, Qualität und Komfort

Der UKW-Tuner ist für den HiFi-Freund eine wichtige und stets einsetzbare Programmquelle, deren Ergiebigkeit von der Anzahl der in ausreichender Qualität zu empfangenden Sender abhängt. Neben dem Synthesizer-Prinzip, bei dem ein interner quarzgenauer Oszillator durch Frequenzteilung und nachfolgende Ableitung einer Abstimmspannung für die Kapazitätsdioden die Einstellung in bestimmten Rasterschritten vornimmt, sind die Abstimmung mit einer von einem Potentiometer abgegriffenen Spannung und die Sendereinstellung mit Mehrfach-Drehkondensator durchaus noch gebräuchliche Methoden.

In wenigen Fällen trifft man eine Senderspeicherung zusammen mit Drehkondensator-Abstimmung an, da der mechanische Aufwand hierbei recht groß ist. Die Speicherung von UKW-Frequenzen kann auf viele unterschiedliche Arten erfolgen, von denen das Umschalten von Potentiometer-Abgriffen die unaufwendigste ist.

Digitalanzeige und Synthesizer-Prinzip können, müssen jedoch nichts miteinander zu tun haben. Für den Konsumenten ist die gedankliche Verbindung von digitaler Frequenzanzeige mit aufwendigen digitalen Abstimmverfahren der Anlaß zu mancher Fehleinschätzung der Leistung eines Tuners - hier böte sich eine gute Gelegenheit für die Industrie, um noch viel Verbraucheraufklärung zu betreiben.

Mit den wachsenden Qualitätsparametern bei Tunern fallen so lästige Erscheinungen wie Mehrwegeempfang und Kreuzmodulation über die Gemeinschaftsantennenanlage stärker ins Gewicht als bei einfachen Gerätekonzepten - eine befriedigende Lösung für die Einwohner eines Mehrfamilienhauses steht noch aus. Auch hier wäre noch Aufklärungsarbeit vonnöten, damit der Besitzer eines Spitzentuners auch die Grenzen seiner Anlage klar erkennt, wenn er auf die Benutzung des Kreuzdipols auf dem Dach angewiesen ist.

Aiwa

Bei dem Tuner AT-9700 von Aiwa erfolgt die Abstimmung quarzgeregelt in 100kHz-Schritten (Bild 1). Neben der Linearskala ist noch eine vierstellige Digitalanzeige vorhanden. Die Selektivität ist automatisch umschaltbar, daneben sind noch feste Stellungen für „scharf" und „normal" vorhanden. Eine Kette von zehn LED zeigt die Signalstärke an. Der Eingangsteil ist mit einem Einfach-Drehkondensator und MOSEET ausgestattet. Die Eingangsempfindlichkeit (IHF neu) beträgt für einen Signal-Rauschabstand von 50 dB (mono, 75Q) 1,6uV; 16uV werden für Stereo (75Q) erreicht. Die Werte für normale und die schmalbandige Einstellung unterscheiden sich hierbei seltsamerweise nicht. Die Empfindlichkeit nach DIN (mono, 40 kHz Hub) beträgt 0.7 [iV an 75 Q für 26 dB Signal-Rauschabstand. Die Kanaltrennung (250 Hz...6,3 kHz) ist in der normalen Stellung größer als 50 dB. Das Gerät enthält 23 IS, 61 Transistoren, 6 FET, 67 Dioden und 43 LED.

Luxman

All-akustik vertreibt den Tuner Luxman T4 (Bild 2). Er verfügt über ein Quarz-Feinabstimmsystem, welches den Abstimmknopf bei Erreichen der korrekten Senderfrequenz mit einem leisen Klick" für etwa 1 Sekunde blockiert. Die Bandbreite des Timers ist umschaltbar, Feldstärke und Ratiomitte werden per LED signalisiert. Weiterhin enthält das Gerät ein Filter gegen das Zwitschern. Die Eingangsempfindlichkeit liegt bei 0,9mV an 75 Q für einen Signal-Rausch-Abstand von 75 dB. Die Mutingschwelle ist bei diesem Gerät einstellbar, der Klirrfaktor beträgt 0,2 % bei 100 Hz und großer Bandbreite, 0,5% bei schmaler Bandbreite und 1 kHz Meßfrequenz.

ASC

Neu von ASC ist der Tuner AS 5000E. Er ist ein im 50-kHz-Raster abstimmbarer Voll-Synthesizer und besitzt Digitalanzeige für Kanal und Frequenz. Im Eingangsteil wird ein Dual-Gate-MOS-FET eingesetzt, der Zf-Teil enthält zwei IS und 18 Filterkreise. Sieben Sender lassen sich mit Stationstasten digital speichern, die Speicherung bleibt auch nach dem Ausschalten erhalten. Die Eingangsempfindlichkeit (bei ± 40 kHz Hub an 75 Q) beträgt 0,4uV für 26 dB Signal-Rauschspannungsabstand. 10 ^iV Eingangsempfindlichkeit (± 40 kHz Hub, 46 dB Signal-Rauschspannungsabstand nach DIN 45 500) werden bei Stereo erreicht (Bild 3).

Binntone

stellte seinen Drei-Bereich-Tuner vor. Er gehört zum „Power-Tower" -System des gleichen Herstellers und ist mit Kapazitätsdioden-Abstimmung (Schwungrad) und einem Feldstärke-Anzeigeinstrument ausgestattet.

Cybernet

Nach dem bewährten Prinzip der Senderabstimmung mit einem frequenzlinearen Drehkondensator und einer Schwungmasse arbeitet der Tuner GT-22 von Cybernet (Vertrieb EPD). Das Gerät hat noch einen MW-Bereich, außerdem verfügt es über beleuchtete Zeigerinstrumente für Feldstärke und Mittenabstimmung. Die Muting-Schwelle ist in zwei Stufen einstellbar. Die Eingangsempfindlichkeit nach DIN für einen Signal-Rauschspannungsab-stand von 26 dB (Mono) beträgt 1,0uV, und der Übertragungsbereich reicht von 30Hz...15 kHz (+ 0,5; -2 dB).

Dahl

präsentierte den neuentwickelten Tuner VST 1000, der für die Empfangsbereiche UKW und MW ausgelegt ist. Er besitzt eine Dual-Gate-MOS-FET-Eingangsstufe und Keramik-Zf-Filter. Zu den weiteren Ausstattungsdetails zählen Feldstärke- und Mittenabstimminstrumente und eine Stereo-Blend-Schaltung, die den rauschärmeren Empfang schwächerer Stereosender ermöglicht. Die Eingangsempfindlichkeit für Stereo (75Q, ±40kHz Hub und 46dB Signal-Rauschspannungsabstand) beträgt 16uV. Der Geräuschspannungsabstand für ±40kHz Hub und 1 mV Eingangsspannung an 300Q wird mit 62dB bei Stereo angegeben.

Dual

Fünf Empfangsbereiche (UKW, MW, LW, KW 1 und KW 2) weist der Tuner CT 1641 von Dual auf (Bild 4). Er ist mit einer quarzstabilen Digitalanzeige für alle Wellenbereiche ausgestattet, die sich bei 1 IKW von der Frequenz- auf die Kanalanzeige umschalten läßt. Auch bei diesem Gerät gehören Feldstärke-u nd Mittenabstimminstrument zur Ausstattung. Sieben UKW-Sender lassen sich speichern und über Sensorta-sten abrufen. Muting- und Stereo-schaltschwelle sind einstellbar. Die Eingangsempfindlichkeit für 46 dB Signal-Rauschabstand (Stereo) beträgt 25 iiV, die statische Selektivität ist größer als 80 dB. Der Klirrfaktor bei ± 40 kHz Hub und 100 Hz ist <0,5%.

Zum Turmsystem 1500, das für eine Infrarot-Fernsteuerung aller Komponenten eingerichtet ist, bietet der Hersteller den Tuner CT 1540 RC an. Bei ihm übernimmt ein Mikrocomputer die Steuerung aller Abstimm- und Hilfsfunktionen. Feldstärke und Mittenabstimmung werden über LED angezeigt, Frequenz- und Kanalanzeige erfolgen digital.

Fisher

Mit dem Modell FM 7700 stellt Fisher ein UKW-Mittelwellenempfangsteil
vor, welches mit Dreifachdrehkondensatorabstimmung ausgestattet ist. Zwei Instrumente für Kanalmitte und Feldstärke ermöglichen eine genaue Senderabstimmung.

Hitachi

Der Tuner FT-270 im Programm von Hitachi besitzt die Wellenbereiche UKW und MW. Die Eingangsempfindlichkeit für einen Signal-Störspannungsabstand von 26dB beträgt 1,6uV und der Geräuschspannungsabstand 75dB. Für die Zf-Dämpfung wird ein Wert von 90dB angegeben. Zur Ausstattung des Gerätes zählen zwei Zeigerinstrumente für Feldstärke und Mittenabstimmung, einschaltbare Stummabstimmung und automatische Stereo-Mono-Umschaltung (Bild 5).

JVC

Auch JVC zeigte einiges Neue, darunter zwei Tuner. Der Typ JT-V77 hat ein Keramikfilter mit vier Resonatoren und eine Filterschaltung zum Unterdrücken des Pilottons. Der JT-V22 besitzt eine besonders gute Kanaltrennung, die auf den PLL-Multiplex-Decoder zurückzuführen ist.

Kenwood

Der Tuner L07 T2 von Kenwood ist dem Euro-UKW-Wellenplan und den UKW-Empfangsverhältnissen in Mitteleuropa angepaßt. Er arbeitet mit einem Zähldiskriminator und besitzt zur Optimierung der Selektivität eine zweifache Zf-Bandbreitenumschaltung. Die Eingangsempfindlichkeit liegt bei 1,2uV bei 26dB und 40kHz Hub, der Begrenzungseinsatz bei 0,75uV. Der Klirrfaktor bei 40kHz Hub beträgt in der schmalbandigen Schaltstellung maximal 0,5%. Die Übersprech-dämpfung ist größer als 43dB.

Mitsubishi

Der Tuner DAF 680 des neu auf dem deutschen Markt erscheinenden Her-
stellers Mitsubishi kann mit einigen interessanten technischen Daten aufwarten. Seine Spiegelfrequenzunterdrückung liegt bei 80dB, die Zf-Unterdrückung bei 85dB. Der Rauschabstand liegt bei 70dB, der Klirrfaktor bei 0,1% (große Bandbreite) bzw. 0,3% (geringe Bandbreite).

Nakamichi

Der Tuner 430 von Nakamichi stimmt in seinen Abmessungen mit den anderen Geräten der 400er Serie überein. Die Abstimmung erfolgt mit einem Fünffach-Drehkondensator. In der Eingangsstufe werden selektierte Dual-Gate-MOSFET verwendet, die Zf-Stufe enthält ein vierpoliges Keramikfilter in Verbindung mit einem LC-Bandfilter. Die Durchlaßkurven der Filter können in zwei Stufen gewählt werden: „normal" mit 60dB und „schmal" mit 90dB Selektivität, letzteres für Empfangsgebiete mit hoher Senderdichte. Der Stereodecoder ist als PLL-Schaltung ausgeführt. Anstelle von Anzeigeinstrumenten zeigen LED die wichtigsten Funktionen an. Laut Datenblatt beträgt die Eingangsempfindlichkeit für 30 dB Signal-Rauschabstand 1,8uV (300Q), der Störspannungsabstand ist bei Stereo größer als 68 dB, und Nebenwellen-, Spiegelfrequenz- sowie Zf-Dämpfung erreichen Werte von über 100 dB. Die Nf-Ausgangsspannung ist einstellbar.

Nikko

Das Spitzengerät im Programm von Nikko (Vertrieb: Transonic Intermarket) ist der Tuner Gamma (Bild 6). Er besitzt eine Linearskala, Zeigerinstrumente für Abstimmung und Feldstärke und eine Zf-Bandbreitenumschaltung mit den Stellungen breit und schmal sowie eine Mutingtaste. Zur Qualitätsverbesserung schwach einfallender UKW-Sender ist ein Stereofilter vorhanden. Die Eingangsempfindlichkeit beträgt 0,6 \N und die Selektivität ist größer als 80 dB.

Onkyo

50-kHz-Schritte erlaubt der Quarz-Synthesizer-Tuner T 909 von Onkyo. Hier liefert ein Quarzoszillator ein genaues und stabiles Referenzsignal, das zur Senderabstimmung dient. Die eingestellte Senderfrequenz wird digital angezeigt. 7 Festsendertasten erlauben das Vorprogrammieren von Lieblingssendern, die Eingangsempfindlichkeit dieses Gerätes wird mit 1,3 [iV angegeben. Der Stereodecoder enthält eine PLL-Schaltung; ein Oszilloskop zur Kontrolle von Mehrwegeempfang ist anschließbar (BiJd 7).

Restek

stellte einen Synthesizer-Tuner vor, der von einem Mikrocomputer gesteuert wird (Bild 8). Das PLL-Synthesizersystem arbeitet im 25-kHz-Raster. Der Mikrocomputer bereitet alle zur Abstimmung, Anzeige und Steuerung der Analogfunktionen benötigten Daten auf und gibt die Steuerbefehle an die zuständigen Schaltungen aus. Neben manueller Senderwahl ist auch Suchlauf möglich. Der Hersteller nennt eine Spiegelfrequenzdämpfung von 85dB, eine Zf-Dämpfung von 90dB, einen Klirrfaktor von 0,1% bei 1000 Hz sowie eine Kanaltrennung von 50dB bei 1kHz. Die Eingangsempfindlichkeit beträgt 0,8uV und der Frequenzumfang reicht von 30 Hz...15 kHz (±0,5dB).

Sansui

zeigte die Tuner TU-217, TU-317, TU-717 und TU-9900 aus seinem Programm. Die Modelle TU-217 und TU-317 sind sich in der Ausstattung ähnlich. Beide haben zwei Empfangsbereiche, Linearskala, Anzeigeinstrumente für Mittenabstimmung und Feldstärke sowie Schwungradabstimmung. TU-717 ist ein Gerät mit zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen wie Kalibrier-Tongenerator, umschaltbare Bandbreite und einstellbarem Ausgangspegel. Die Empfindlichkeit nach DIN beträgt 1,2uV, für die Trennschärfe werden 80dB angegeben. Das Spitzenmodell aus dem Programm ist der Tuner TU-9900 (BiJd 9). Auch er ist ein Zweibereich-Gerät mit Linearskala, in der Eingangsstufe ist er mit Dual-Gate-MOSFET ausgestattet. Die Bandbreite ist umschaltbar und das Feldstärkeinstrument läßt sich auf Mehrwege-empfangs-Anzeige umschalten. Die Empfindlichkeit nach DIN beträgt 0,9uV und der Gesamtklirrfaktor (Stereo) 0,08%. Zum Voreinstellen des Aufnahmepegels von Tonbandgeräten ist ein Pegeltongenerator eingebaut. Der Antenneneingang läßt sich um einen festen Wert bedampfen.

Sanyo

Der Tuner FMT 301 von Sanyo besitzt zwei Empfangsbereiche (UKW, MW), eine Linearskala und Schwungradabstimmung sowie zwei Instrumente zur Anzeige der Feldstärke und der Mittenabstimmung. Die Stummabstimmung ist abschaltbar. Die UKW-Eingangsempfindlichkeit beträgt bei einem Hub von ± 22,5kHz und einem Signal-Rauschspannungsabstand von 26dB, bezogen auf den Antenneneingang von 75 Q 1,2uV. Der Übertragungsbereich wird mit 30 Hz...15000 Hz angegeben. Für den Geräuschspannungsabstand (DIN/Mono) nennt der Hersteller einen Wert von 60dB.

Sony

präsentierte den Einbereichs-Tuner ST-A7. Er besitzt eine quarzgesteuerte digitale Frequenzanzeige, Feldstärke- und Mehrwegeempfangsanzeige. In der Eingangsstufe werden MOSFET eingesetzt. Die Stummabstimmung ist abschaltbar und die Zf-Bandbreite läßt sich von normal auf schmal umschalten. Der Stereodecoder ist in PLL-Technik ausgeführt. Die Empfindlichkeit nach IHF (Mono) für 26dB Signal-Rauschspannungsabstand beträgt 1,5uV. Für die Zf- und die Nebenwellenunterdrückung nennt der Hersteller 120dB; der Geräuschspannungsabstand wird mit 75dB (Stereo) angegeben. Das Gerät hat einen festen und einen einstellbaren Nf-Ausgang. Die besonderen Merkmale des Tuners ST-A6B (Bild 10} sind automatische und manuelle Bandbreitenumschaltung, Meßtongenerator zum Einpegeln von Tonaufnahmegeräten und Umschaltmöglichkeit des Feldstärkeinstruments auf Anzeige des Mehrwegeempfangs. Das Gerät ist mit einer Hi-Blend-Schaltung ausgestattet, die den Empfang von schwach einfallenden Stereo-Sendern auf Kosten der Kanaltrennung verbessert.

Technics

Hervorstechende Merkmale des Empfangsteiles STC01 von Technics sind die Aktiv-Servosynchronisation, die den eingestellten Sender unverückbar auf dem Optimalpunkt hält, und die Abstimmanzeige mit drei Leuchtdioden, davon zwei in Pfeilform, die genauer und bedienungsfreundlicher arbeiten als übliche Abstimminstrumente. Im UKW-Teil finden sich zahlreiche Schaltungs- verbesserungen, wie z. B. Dual-Gate-FET in der Hf-Stufe und eine hochstabil arbeitende Mischoszillatorstufe. Herauszuheben ist auch die Aktiv-Servosynchronisation, die unter allen Empfangsbedingungen stets optimale Sendereinstellung gewährleistet und unverrückbar beibehält. Dabei werden nicht nur der Mischoszillator, sondern auch die Zf-Stufe und der FM-Demodulator durch die Servo-Synchronisierung gegen jedes Weg driften des Senders geschützt. Im ZF Teil befinden sich drei Keramikfilter mit sehr geringen Gruppenlaufzeit- Verzerrungen; fünf Differenzverstärker sorgen für guten Begrenzereffekt. Darauf folgen ein Quadraturdemodulator sehr präziser Auslegung und ein PLL-Stereo-Decoder mit guter Kanaltrennung. Die nutzbare Empfindlichkeit, in diesem Fall lobenswerterweise für Stereo angegeben, beträgt 28uV an 75Q für 40,2dB Störspannungsabstand.

Beim UKW-Stereo-Tuner ST 9038 von Technics erfolgt die Abstimmung quarzgenau nach dem Synthesizer-Prinzip (Bild 11). Außerdem werden z. B. in der Zf-Stufe sorgfältig abgestimmte Keramikfilter und ein Oberflächenwellenfilter verwendet, um hohe Trennschärfe und gleichmäßiges Phasenverhalten erzielen zu können. Die Verwendung von 19-kHz- und 38-kHz-Pilottonfilterschaltungen sorgt im Höhenbereich für geringsten Klirrfaktor. Aber auch hinsichtlich Bedienungskomfort hat der Tuner einiges zu bieten; neuentwickelten Sendersuchlauf und Stummabstimmung sowie die Wahl zwischen automatischer und manueller Sendereinstellung. Passend hierzu gibt es die Microcomputer-Programmier Einheit SH9038. Das Gerät kann verwendet werden, um z. B. eine vorprogrammierte UKW-Station zu einer bestimmten Zeit einzuschalten und gleichzeitig ein Tonbandgerät in Betrieb zu setzen.

Toshiba

Der Mikrocomponenten-Tuner F15 von Toshiba hat eine mattgrüne digitale Frequenzanzeige, die von einer PLL-Synthesizer-IS angesteuert wird. Seine Eingangsempfindlichkeit beträgt 0,9uV an 75 Q. Die zehn vorprogrammierbaren Stationstasten und eine LED-Reihe als Feldstärkeindikator vereinfachen die Bedienung des Geräts. Die Stereo-Kanaltrennung beträgt 45 dB bei 1 kHz, der Fremdspannungsabstand 72 dB (Bild 12).

Transonic-Intermarket/Strato

Das Spitzenmodell im Strato-Programm von Transonic-Intermarket ist der Zweibereich-Tuner T1109 (Bild 13). Eine LED-Kombianzeige läßt sich auf Feldstärke-, Mehrwegeempfang-sowie Pegelanzeige umschalten. Die
Eingangsempfindlichkeit für den 75-Q-Antenneneingang beträgt bei einem Signal-Rauschspannungsabstand von 26dB und ± 40kHz Hub, 0,65uV, die Selektivität ist größer als 80 dB. Für den Geräuschspannungsabstand bei 1mV Eingangsspannung und 75 kHz Hub nennt der Hersteller einen Wert von 70 dB.

Wega

Der Spitzentuner bei Wega trägt den Namen Lab-Zero (Bild 14). Die Abstimmung erfolgt mit einem Zehnfach- Drehkondensator, das Resultat ist ein sehr gutes Großsignalverhalten. Im Zf-Teil finden SAW-Filter (Surface Acoustical Wave, Oberflächenwellenfilter) mit einem gegenüber Keramikfiltern besseren Gruppenlaufzeitverhalten Anwendung. Die eingestellte Frequenz wird fünfstellig digital angezeigt, das gleiche Display wird auch für die Kanalanzeige verwendet. Feldstärke- und Ratiomittenanzeige erfolgen mit einer neuartigen LED-Anordnung. Die Selektivität ist von 70dB bei 300kHz auf 120dB bei 300kHz umschaltbar. Die aufwendige Konstruktion schlägt sich in den technischen Daten nieder: Eingangsempfindlichkeit (Mono) für 26dB Signal- Rauschspannungsabstand 0,65uV (60/75Q), Trennschärfe, Zf-Dämpfung und Spiegelfrequenzdämpfung 120dB, Signal-Rauschspannungsabstand (Stereo) 80dB. Das Gerät ist im Design der Lab-Zero-Serie angepaßt. Für das Junior Precision System bietet der gleiche Hersteller die Tuner JPS 351T-3 und JPS 351T-4 an, beide mit Linearskala und untereinander ähnlichen Daten, jedoch mit 3 Wellenbereichen (UKW, MW, LW) bzw. 4 Wellenbereichen (UKW, LW, MW, KW).

Zur Serie Modul 42 gehört der Tuner Modul 42 T, ein Gerät mit Digitalanzeige, das im Zf-Teil ebenfalls Oberflächenwellenfilter verwendet. Die Kontrollinstrumente wurden durch LED-Anzeigen ersetzt. Die Eingangsempfindlichkeit beträgt 1,3uV an 300 Q, die Trennschärfe 80dB für 300kHz. Für Stereo-Betrieb wird ein Geräuschspannungsabstand von 64 dB angegeben.

Yamaha

Der Stereo-Tuner T2 (Bild 15) von Yamaha ermöglicht nach Angaben des Herstellers optimale Wiedergabegüte unter allen Empfangsbedingungen durch die Entwicklung völlig neuer Schaltungen. Erstmals wird hier die Umschaltung der Eingangsstufe in der Empfangscharakteristik auf bevorzugte Trennschärfe (100dB) oder bevorzugte Eingangsempfindlichkeit (0,75uV) ermöglicht. Zusätzlich hierzu enthält das Gerät eine automatische Zf-Bandbrei-tenumschaltung, Abstimmung über 7fach-Drehkondensator mit drei Dual-Gate-MOS-FET und eine digitale Frequenzanzeige im 50-kHz-Raster. Nebenwellen- und Zf-Unterdrückung betragen 120dB, die Klirrgradanteile unter 0,025 % und die Übersprechdämp-fung bei 1kHz ist besser als 55dB. Zur Pegelvoreinstellung bei Aufnahme auf Bandgeräten enthält der Tuner weiterhin einen eingebauten Testoszillator (333Hz) sowie eine Schaltung zur Unterdrückung von Rauschen bei schwach einfallenden Stereosignalen. Außerdem wird der Pilotton durch ein phasengedrehtes Signal unterdrückt.

Tuner

Bild l. Die Abstimmung in Tuner AT-9700 von Aiwa erfolgt quarzgeregelt in 100kHz-Schritten
Bild 2. Tuner T4 von Luxman mit Signalisierung der genauen Sendereinstellung durch kurzzeitiges Blockieren des Abstimmknopfes
Bild 3. Frequenz und Kanal werden im Voll-Synthesizer-Tuner AS5000K von ASC digital angezeigt
Bild 4. Quarzstabile Digitalanzeige für alle Wellenbereiche weist der Tuner CT 1641 von Dual auf
Bild 5. Tuner FT-270 von Hitachi mit automatischer Stereo-Mono-Umschaltung
Bild 6. Das Spitzengerät im Tunerprogramm von Transonic-Intermarket ist der Tuner Gamma
Bild 7. Abstimmung in 50 kHz Schritten erlaubt der Tuner T909 von Onkyo
Bild 8. Tuner von Restek mit Mikroprozessorsteuerung
Bild 9. Ein Pegeltongenerator zur Erleichterung von Tonbandaufnahmen ist im Tuner TU-9900 von Sansui eingebaut
Bild 10. Das Feldstärkeinstrument im Tuner ST-A6B läßt sich auf Mehrwegeempfangsanzeige umschalten
Bild 1l. Oberflächenwellen- und Keramikfilter werden im Tuner ST9038 von Technics eingesetzt
Bild l2. Der Tuner F15 von Toshiba gehört zur Mikrokomponentenreihe
Bild l3. Transonic-Intermarket zeigte den Zweibereich Tuner T ll09
Bild 14. Die Abstimmung im Spitzentuner der Reihe Lab-Zero von WEGA erfolgt mit einem Zehngang-Drehkondensator
Bild 15. Die Zf-Bandbreite im Tuner T2 von Yamaha schaltet sich automatisch je nach den Empfangsbedingungen um

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