Auch Telefunken hatte diese Plastik-Gurken, so nannten wir sie
In der aufstrebenden Zeit des Westdeutschen Wirtschaftswunders hatten alle alten aus dem 3. Reich übrig gebliebenen Firmen wieder mit Plattenspielern angefangen, jedenfalls in den 3 Westzonen.
Das waren Telefunken, Siemens ?, DUAL, PE, ELAC, Philips, BRAUN, Saba, Körting usw. Der Markt war in kurzer Zeit dermaßen überlaufen mit den fast überall gleich aussehenden Plastikgurken, daß keine der Firmen einen großen lukrativen Marktanteil erreichen konnte, auch DUAL nicht. Der kluge Kopf Max Grundig hielt sich da geschickt raus und konnte sich den Partner für seine Musiktruhen aussuchen. Und er konnte sich auf seine Tonbandgeräte konzentrieren.
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Die ersten Modelle hatten natürlich nichts mit Hfi zu tun.
Die Darstellung der 3 uns vorliegenden Telefunken-Modelle 501, 504 und 560 soll den Lauf der Entwicklung aufzeigen. Der Paukenschlag vom Frühjahr 1963 (Hannover Messe) und dann vom Herbst auf der Funkausstellung 1963 hieß DUAL 1009 und der änderte in wenigen Quartalen alles, das sind bislang auf dem Markt der Plattenspieler getummelt hatte. Auch hier hatte Max Grundig wieder seine Finger im Spiel mit der absolut einmaligen Konzerttruhe STUDIO 50 mit dem eingebauten DUAL 1009.
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Aus dem TW 501 Manual :
TELEFUNKEN- Plattenwechsler
Der Plattenwechsler TW 501 ist auf der bewährten Konstruktion der voraufgegangenen Wechslermodelle aufgebaut. Die Betriebssicherheit wurde weiter vervollkommnet. Die Bedienung vereinfacht. Die vorliegende Werkstattanleitung soll dazu dienen, Ihnen einen umfassenden Einblick in die Mechanik des Gerätes und die Bewegungsvorgänge zu bieten, und soll alle Fragen, die in Ihrer Werkstatt auftreten bzw. den Fachmann interessieren, umfassend beantworten.
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Solch einen Text hatte ich bislang noch nie gesehen :
Umstellung des Plattenwechslers auf Netzfrequenz 40 Hz
Bei 110 Volt Netzspannung ist ein Vorwiderstand von 60 Ohm mit einer Mindestbelastbarkeit von 6 Watt in eine der beiden Netzzuleitungen zu legen. Dabei ist darauf zu achten, daß die Montage des Widerstandes in bezug auf Berührungs-, Erwärmungs- und Spannungssicherheit nach den landesüblichen Vorschriften für den Netzbetrieb solcher Geräte erfolgt. (z. B. IEC, SEMKO, VDE.)
Der Spannungsumschalter bleibt auf der Stellung 110 V stehen. Bei 220 Volt Netzspannung ist unter Verwendung eines 250 Ohm Vorwiderstandes wie bei 110 Volt zu verfahren. Der Spannungsumschalter bleibt auf der Stellung 220 V stehen.
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Technische Daten
| Geräteart: | Vollautomatischer Plattenwechsler |
| Tourenzahl: | 78, 45, 33V3, 162/3 U/min. |
| Motor: | Streuarmer Einphasen-Asynchronmotor. |
| Antriebsart: | Reibrad. |
| Stromart: | Wechselstrom 50 Hz; |
| Wechselstrom 60 Hz durch Auswechslung der Stufenachse. | |
| Spannung: | Einstellung: 110—125 Volt = betriebsfähig im Spannungsbereich 99-137,5 Volt; |
| Einstellung: 220—240 Volt = | |
| Leistungsaufnahme: | 12 Watt ±10% bei 110/220 Volt |
| 16 Watt ± 10 o/o bei 125/240 Volt | |
| Tonabnehmer: | Kristall-Kapsel (Seignette-Salz) TTSA mit 2 Abtastnadeln (für Normal und Mikrorillen). |
| Auflagegewicht: | 10 Gramm ± 10°/o |
| Tonabnehmer-Spannung: | bei Mikro-Saphir J> 17 m V/mm Lbb, gemessen bei 1000 Hz 33 U/min. Bei Normal-Saphir ^ 40 m V/mm Lichtbandbreite, gemessen bei 1000 Hz z.B. bei 78 U/min; Meßplatte hat eine LBB von 26 mm, dann 40 mV X 26 = 1,04 Volt); |
| Frequenzbereich: | 30 bis 14000 Hz. |
| Gewicht des Gerätes: | Netto 3,4 kg, brutto 4,4 kg. |
| Maße: | Grundplatte 360 X 302 mm. |
| Einbaumaße: | Raumbedarf horizontal 410 X 310 mm, Einbauhöhe 137 mm bei oben aufklappbarem Abspielfach, sonst 172 mm ab Oberkante Montageplatte. Einbautiefe 70 mm ab Oberkante Montageplatte. |
| Platine: | resedagrün spritzlackiert |
| Anpassung: | 500 kOhm. |
| Plattenteller: | 230 mm Durchmesser. |


