Auch Telefunken hatte diese Plastik-Gurken, so nannten wir sie
In der aufstrebenden Zeit des Westdeutschen Wirtschaftswunders hatten alle alten aus dem 3. Reich übrig gebliebenen Firmen wieder mit Plattenspielern angefangen, jedenfalls in den 3 Westzonen.
Das waren Telefunken, Siemens ?, DUAL, PE, ELAC, Philips, BRAUN, Saba, Körting usw. Der Markt war in kurzer Zeit dermaßen überlaufen mit den fast überall gleich aussehenden Plastikgurken, daß keine der Firmen einen großen lukrativen Marktanteil erreichen konnte, auch DUAL nicht. Der kluge Kopf Max Grundig hielt sich da raus und konnte sich den Partner für seine Musiktruhen aussuchen.
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Die ersten Modelle hatten natürlich nichts mit Hfi zu tun.
Die Darstellung der 3 uns vorliegenden Telefunken-Modelle 501, 504 und 560 soll den Lauf der Entwicklung aufzeigen. Der Paukenschlag vom Frühjahr 1963 (Hannover Messe) und dann vom Herbst auf der Funkausstellung 1963 hieß DUAL 1009 und der änderte in wenigen Quartalen alles, das sind bislang auf dem Markt der Plattenspieler getummelt hatte. Auch hier hatte Max Grundig wieder seine Finger im Spiel mit der absolut einmaligen Konzerttruhe STUDIO 50 mit dem eingebauten DUAL 1009.
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DER PLATTENWECHSLER MIT DEN 4 DRUCKTASTEN UND DER UNVERLIERBAREN WECHSELACHSE
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Der TELEFUNKEN-Plattenwechsler TW 560
hat sich in der kurzen Zeit seit seinem Start im Jahre 1954 bereits einen großen Freundeskreis geschaffen. In dem TW 560 finden Wünsche der Kunden und das eigene Bestreben der Weiterentwicklung des Gerätes ihre Berücksichtigung.
Die vorliegende Werkstattanleitung soll dazu dienen, Ihnen einen umfassenden Einblick in die Mechanik des Gerätes und die Bewegungsvorgänge zu bieten und soll alle Fragen, die in Ihrer Werkstatt auftreten, bzw. den Fachmann interessieren, umfassend beantworten. Indem wir Ihnen diese Schrift übergeben, hoffen wir auf eine weitere erfolgreiche und ersprießliche Zusammenarbeit.
TELEFUNKEN G • M • B • H - Vertrieb Abspielgeräte
korrigiert in 1965
Fachbereich Geräte Mechanik
Vertrieb Fachgebiet Phonogeräte • 1 Berlin 65, Schwedenstraße 9
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Technische Daten
| Geräteart: | Vollautomatischer Plattenwechsler |
| mit 4 Drucktasten. | |
| Motor: | 'Streuarmer Einphasen-Asynchronmotor. |
| Antriebsart: | Reibrad. |
| Stromart: | Wechselstrom 50 Hz; |
| Wechselstrom 60 Hz durch Auswechslung der Stufenachse. | |
| Spannung: | 110 und 220 Volt; |
| Sonderausführung: 110, 127, 150, 220 Volt. | |
| Leistungsaufnahme: | 11 Watt (bei 50 Hz). |
| Tonabnehmer: | Kristallsystem (Seignette-Salz) TTSA mit 2 Saphiren (für Normal und Mikrorillen). |
| Auflagegewicht: | ca. 8 Gramm. |
| Tlonabnehmer-Spannung: | Bei Normal-Saphir > 40 mV/mm Lichtbandbreite, gemessen bei 1000 Hz 78 U/min; |
| (z. B. Meßplatte hat eine LBB von 26 mm, dann 40 mV X 26 = 1,04 Volt); | |
| bei Mikro-Saphir > 17 mV/mm Lbb, gemessen bei 1000 Hz 33 U/min. | |
| Frequenzbereich: | 30 bis 14000 Hz. |
| Gewicht des Gerätes: | Netto 3,6 kg, brutto 4,6 kg. |
| Maße: | Grundplatte 360x302 mm. |
| Einbaumaße: | Raumbedarf horizontal 410 x 310 mm, |
| Einbauhöhe 123 mm | |
| sonst 165 mm ab Oberkante Montageplatte. | |
| Einbautiefe70mm ab Oberkante Montageplatte. | |
| Platine: | Hammerschlaglack. |
| Anpassung: | 500 kOhm. |
| Plattenteller: | 230 mm 0. |
Ein Einblick in das Manual
TW 560 - Auswechseln von Baufeilen
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- Tonkapsel und Saphirnadeln
Wenn nach langem Gebrauch die Brillanz des Tones nachlassen sollte, empfiehlt sich eine Überprüfung der Kapsel. - Herausnehmen der Tonkapsel
Dazu schalten Sie den M-Saphir ein. Dann halten Sie die hohle linke Hand unter die Tonkapsel des leicht angehobenen Tonarmes und drücken mit dem rechten Daumennagel den Bügel an der Unterseite der Kapsel nach hinten (s. Abbildung), Sie lösen dadurch die Fassung, und die Kapsel mit den 2 Saphiren fällt in Ihre Hand. - Nadelträger. Halteschraube entfernen.
Beim Einsetzen beachten, daß Träger in Mitte des weißen Steges und im Längsschlitz des elastischen Führungsstückes liegt. - Einsetzen der Tonkapsel
Wenn die Kapsel in den Tonarm eingesetzt werden soll, stellen Sie bitte wieder auf dem Tonarm das rote M ein und legen Sie die Nase an der Vorderseite der Kapsel in den Halter A. Wenn Sie dann die Kapsel bei B fest in den Tonarm hineindrücken, legt sich der Bügel C automatisch davor.
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Zubehör für TELEFUNKEN-Phonogeräte
| Geräte_Nr | Tonkapsel-Type | Mit Abtastnadel: | UvP_DM |
| St = Stereorillen | |||
| M = Mikrorillen | |||
| N = Normalrillen | |||
| 2a | Tropensichere Stereo-Keramik-Tonkapsel T 200/2 Gehäuse elfenbein/ schwarz | M- + St- und N-Saphir | 30,- |
| 2b | Tropensichere Stereo-Keramik-Tonkapsel T200/D Gehäuse elfenbein/ schwarz | M- + St-Diamant | 50,- |
| 3 | Stereo SR 1 | M- + St-Saphir | 18,80 |
| 4a | Stereo SR 20/2 (-SR 2) | M- + St- und N-Saphir | 21,50 |
| 4b | Stereo SR 20/DS | M- + St-Diamant und N-Saphir | 49,50 |
| 5 | Tropensichere Keramik-Tonkapsel 2 TS | M- und N-Saphir | 18,90 |
| 6 | Tropensichere Keramik-Tonkapsel 3 TS | M- und N-Saphir | 26,80 |
| 7a | Tropensichere Stereo-Keramik-Tonkapsel 8TAS (= 8TS) | M- + St- und N-Saphir | 30,80 |
| 7b | Tropensichere Stereo-Keramik-Tonkapsel 8TAS/DS | M- + St-Diamant und N-Saphir | 58,90 |
| 8 | Mikroskop zum überprüfen von Abtastnadeln | Preis auf Anfrage |


