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Die Spannnungsversorgung des BRAUN Regie 550 . . .

ist eine Schwachstelle, die recht einfach verbessert werden kann und soll. Im Rahmen des Austausches von defekten Kondensatoren, auch und vor allem im Netzteil, macht das Sinn.
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Es geht los mit der Vorbereitung

Hier noch mal der Ausschnitt der originalen Platine nach ca. 35 Jahren mit der originalen Spannungsregulierung für Tuner und Vorstufen.

Der große 2200 uF Kondensator war bereits ausgelötet.
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Alle Bauteile aus diesem Bereich sind entfernt

Wie auf der Seite "Modifikation 2" aufgezeigt, brauchen wir die alten Bauteile nicht mehr und die alten Kondensatoren sowieso nicht.

Hier sind sie erst mal alle ausgelötet

und hier ist die Platine feucht abgewischt.
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Hier ein Teil der alten Bauteile

Ob der grüne 22uF Tantal Kondensator wirklich noch funktionieren würde, ist nicht relevant, er ist durch die lange Zeit der Überhitzung ein potentieller Ausfall-Kandidat. Die anderen Kondensatoren werden auch noch fotografiert.

Der Stromverbrauch wird sorgfältig geprüft

Aus dem Regie 550 Schaltplan ist zu entnehmen, daß die Vorstufen mit 15 Volt= und mit 25/24 Volt= zu betreiben sind. 25Volt sind es beim 550 und 24 Volt beim fast gleichen CES 1020, also sind 24 Volt ok.
Dazu habe ich jetzt zwei Drähte an genau die Stellen eingelötet, an denen die Spannungen zu den nachfolgenden Schaltungen weiter gehen würden. (grüne Pfeile)
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Strom und Leistung werden gleichzeitig gemessen :

Mit unseren beiden intelligenten ELV Spannungsquellen kann ich (für die Schaltung) gefahrlos bis zu 30 Volt Gleichspannung in 1 Volt Schritten hochregeln und natürlich vorher eine Maximalstromstärke vorgeben, damit nichts abraucht. Das funktioniert absolut super. Bei der 15 Volt Versorgung haben ich als Grenze 100 mA eingestellt und bei der 25 Volt Quelle habe ich 200mA eingestellt.

Wie man an den beiden Anzeigen sehr anschaulich sehen kann, verbrauchen die 15 Volt Verbraucher nur 59 mA, das wären dann ca. 0,9 Watt und die 25 Volt Verbraucher nur 35 mA, das wären auch nur ca. 0,9 Watt.

Damit ist die Verlustleistung für das Kühlblech der beiden neuen Regler bzw. den neuen Hochlastwiderstand sehr einfach zu ermitteln.
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Große Frage - wohin mit den Reglern

Die Idee, die beiden Spannungsregler auf die Leiterbahnenseite der Platine - also oben drauf - zu verlegen, erwies sich als unglücklich. Eine Chassis Verstrebung (oder auch Traverse) bietet sich da besser an - mit Vorsichtsmaßnahmen.


Die Regler werden nicht ganz so viel Wärme erzeugen wie geplant. Das stellte sich aber erst später raus. Warum die Platine aber so abgebrutzelt aussah / aussieht, ist nicht schlüssig.

Diese Verstrebung steht im Gehäuse senkrecht und ist daher recht gut geeignet. Beide Regler müssen so plaziert werden, daß die untere Bodenplatte mit der Wanne für die DIN-Buchsen nicht berührt wird. Weiterhin müssen die Enden der Beinchen so lang gelassen werden, daß dort flexible Leitungen angelötet werden können - für den Fall, daß sich das Chassis doch mal verbiegt.

Die Modifikation sieht fertig erst mal so aus:

Die drei großen Kondensatoren passen auf die alten Plätze, der C806 mit 2200/63Volt liegt direkt hinter dem Gleichrichter an den 33 Vlot (oder besser 30Volt). Der C808 mit 220/40 liegt hinter dem 24 Volt Regler und der C809 mit 100/40 liegt am Ausgang des 15 Volt Reglers. Dazu kommen noch ein paar sehr kleine Cs zum Abblocken eventueller Hochfrequenz-Störungen.

So viel wie möglich gerettet

doch keine 33V, sondern nur 29,5V

Von den alten Leiter-Bahnen auf der Platine wurden so viele wie möglich benutzt, so blieb auch die Sicherung mit dem Gleichrichter bestehen. Verblüfft war ich, als ich zum ersten Male die Haupt-Versorgungsspannung von angeblich 33 Volt= am Gleichricher gemessen hatte. Es waren auch bei 230 Volt vom Netz nur knapp 30 Volt - und wir haben wirklich eine exakte 230 Volt Netzsspannung bei uns.

15 Volt und 24 Volt
kein Schwingen oder Brummen

Die Kontrolle der ganzen Arbeit erfolgt am Scope.

Für ein Gerät der Spitzenklasse ist eine saubere stabile Versorgungsspannung innen an den Verstärkerstufen und am Tuner eminent wichtig. Und diese Spannung oder Spannungen dürfen weder pumpen noch schwingen, egal mit welcher Frequenz.

Auf dem Oszilloscope sieht man alles, zumal unseres zur 150 Megahertz Klasse gehört und das ist schon ganz ordentlich. Man sieht wirklich alles - Netzbrumm sowieso und auch HF- (= Hochfrequenz) Schwingen mit über 500 Kilohertz.

Die beiden Versorgungsspannungen liegen bombenfest bei 14,8 und 23,8 Volt. Eigentlich sollten es 15.0 und 24.0 sein, doch das ist marginal.
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Linker Kondensator
rechter Kondensator

Die ganz dicken Kondensatoren

Der Kraftverstärker ist mit 2 Kondensatoren je 10.000 uF bei 40 Volt ausgestattet, einer für die +36Volt und für die -36Volt. Für eine Nennleistung von 70 Watt an 4 Ohm ist das sehr gesund. Ob die 70 Watt aber bei gleichzeitigen Betrieb beider Kanäle verfügbar sind, darüber sagt auch das BRAUN Service Manual nichts aus - aber die Tests in der Hifi Sterophonie vielleicht.

Beide Kondensatoren mit Datum aus 1977 haben bereits etwas an Kapazität verloren. Das Messgerät zeigt die beiden Werte der abgeklemmten (abgelöteten) Teile an.

Um die Kirche im Dorf zu lassen, das reicht für Zimmerlautsärke immer noch voll und ganz aus - für mittellaute Unterhaltungs- musik selbstverständlich auch.
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Der Vergleich alt und neu

Wenn wir bei uns unseren Regie 550 mal so richtig volle Pulle betreiben wollen, sind neue Kondensatoren natürlich besser. Bei einem Vollasttest könnten die alten den Geist völlig aufgeben.
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Vergleich mit 10.000uF/63V
und 20.000uF/40Volt

Das Alter ist nicht zu verleugnen

Auch hier im Regie 550 sind diese Isolierschläuche der vom Trafo kommenden Zuleitungen sehr mau, sie bröckeln oder bröseln aufgrund der Zersetzung. Im BRAUN CES 1020 ist es noch viel schlimmer, da hängen die beiden Drähte aus dem Trafo nahezu blank rum. Darum habe ich die Drähte gegen die scharfen Kanten mit Isolierschlauch geschützt. So lebt der Regie 550 noch ein paar Jahre länger.

Wissenswert, der Stromverbrauch im Leerlauf

Nicht nur dieser hier muß eine Nacht durchlaufen, denn ich will aus eigenem Interesse wissen, wie lange halten diese alten Geräte durch, wenn sie mal länger als ein paar Stunden an sind. Und wie warm werden sie. Stimmt der Ruhestrom der Endstufe noch oder heizt die sch auf - ohne Musik.

Bei leiser Laustärke sind es 35 bis 38 Watt, die der Receiver verbraucht, wenn er einfach nur an ist. Das ist zwar gegen einen Class A verstärker mit 200 Watt (wenn er einfach "nur" an ist und keine Musik spielt) gar nichts, doch nach heutigen (Energie-) Maßstäben ist es bereits recht viel, eigentlich schon sehr viel.
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Also : Der Regie 550 geht wieder

Er leuchtet, weil die Birnchen bereits vorher vom Besitzer getauscht wurden, bei unserem sind 3 Birnchen defekt. Dafür leuchtet hier die Stereo-Lampe nicht mehr, das Birnchen ist ok. Ob die Sender nicht mehr stark genug sind ? Und zumindest beim ersten Test mit den BRAUN L710 oben im Regal geht er noch ganz schön laut.
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Wenn er 24 Stunden gelaufen ist . . . .

bekommt er Sinustöne am 8 Ohm Lastwiderstand und muss zeigen, was er kann und wie er es kann - jedenfalls mal ganz kurz.
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