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Für alle Meßtechniker und Meßingenieure war dieser 830 Seiten dicke Spezial-Katalog ..... die "Bibel" des Meßwesens

Im Nachlass von Dipl.-Phys. Wolfgang Hasselbach (Chefentwickler der BRAUN AG) lag auch dieser dicke 1986er Meßgeräte- Katalog, der eher einem Lehrbuch entspricht. - War unser uralter RADIO-RIM Katalog der 1960er Jahre genauso beeindruckend wie der damalige Conrad Katalog, so schlägt dieser allumfassende Brüel & Kjaer Hightech-Wälzer alle Wettbewerber um Längen.

In allen Audio-Labors dieser Welt standen die großen hellgrünen Kisten aus Dänemark. Diese Ausgabe mit den über 800 Seiten fiel in eine Zeit des Umbruchs, als die erschwingliche PC-EDV Thema um Thema für sich vereinnahmte. Am Anfang standen die sogenannten Workstations von SGI, SUN und HP - für uns Jungingenieure unbezahlbar. - Als wir bei uns um 1978 mit den ersten Hobby-Selbstbau Computern von SWTPC (6809) und um 1982 mit dem ersten CANON CX1 Computer angefangen hatten, waren das reine PC- änliche Bürocomputer, die für anspruchsvolle Rechenaufgaben (noch) nicht geeignet waren.
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Das änderte sich im Audiobereich rasend schnell mit dem ersten Intel 386er Prozessor und dann ging es Schlaga auf Schlag. Die Meßgerätefirmen machten zwangsläufig gewaltige Anstrengungen, um von der ehemals analogen mechanischen Meßtechnik auf die gänzlich andere nur noch auf der EDV-Elektronk basierende Technik umzusteigen. Sie hatten gar keine andere Wahl.

Nur ein Beispiel sind damals unsere Frequenzgang- Messungen gewesen. Der mechanische Blattschreiber steuerte mit seinem Spannungsgenerator den Sinusgenerator synchron zu seinem Schlitten mit dem Tusche-.Schreibstift, damit die richtigen Frequenzen zur richtigen Zeit in den Probanden eingespeist wurden und die Ergebnisse - also die Kurven - auf dem Frequenzschrieb korrekt passend zu dem vorgedruckten Raster drauf waren. Diese B&K Präzisions-Geräte waren der Maßstab für die Labors dieser Welt und lagen preislich alle im fünfstelligen DM Bereich - und waren dann in den 1990er Jahren alle obsolet
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Hier ein Beispiel von einer Frequenzgang-Messung

Auf dem X-Y-Scheiber wurde ein vorgedrucktes meß-Blatt aufgelegt (oder im Level-Recorder der endlose 60m lange Papier-Streifen weiter vorgeschoben) und der Frequenzganschreiber wurde gestartet. Und dieses Gerät steuerte den Sinusgenerator genau passend zum vorgedruckten Frequenzbereich.
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Hier an diesem "Schrieb" aus 1980 kann man "etwas" sehen ....

Es geht um die analoge Schallplatte und deren vermutlich letzte Zuckungen. In 1983 wurde nämlich von Philips/Sony die digitale Schallplatte - die CD - in den Markt eingeführt und das ging natürlich an den alteingesessenen Platten-Firmen nicht spurlos vorbei. Hier sieht man, daß da sogar Frequenzen im 45 Kilohertz Bereich gemessen werden konnten.

Das war doch die analoge sogenannte "CD4"-Quadro-Technik aus den 1970er Jahren, die solche hohen Frequenzen verwendete. Funktioniert hatte das alles nur bedingt und wure am Ende ein Flop, ein sehr sehr teurer Flop.
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