Hifi Messtechnik war immer auch Rundfunk-Messtechnik
Messtechnik war anfänglich sehr teuer. Bei uns in Europa gab es mehrere renomierte Firmen für edle Messtechnik, da waren die Firmen Rhode & Schwarz aus München, Hartmann & Braun sowie Grundig Electronic und dann waren da noch die Dänen von Bruel & Kjaer mit ihrem Edelequipment.
Sicher gab es auch noch andere Firmen, die aber in der Audio-Messtechnik alleine nie die weltweite Bedeutung erlangten. Es gab damals die Amerikaner Hewlett & Packkard (HP) und natürlich Tektronix. Die bauten Messgeräte für alles, auch für die Audiotechnik und die Fernsehtechnik.
Mit diesen Messgeräten konnten man auf Promille genau messen, was das Ohr hört (oder hören sollte). Im Laufe der Zeit bescherte uns die moderne Chiptechnologie aber neue, völlig andere kleine Messgeräte für extrem wenig Geld, die den alten großen Boliden sowohl vom Preis als auch von der Qualität das Wasser abgegraben haben.
Aus riesigen Röhren Boliden wurden kleinste Kästchen.
Auf den Magnetbandseiten habe ich Beispiele, wie genau heute ein mit mehreren Operationsverstärkern als geschlossener Regelkreis entwickelter Lowcost Tongenerator die super genauen Frequenzen "von damals" nicht nur "rein" und linear sondern auch präzise erzeugen kann. Und das Teil ist bestimmt 15 Jahre alt, also Baujahr 1990.
Gleiches gilt auch für die modernen Klirrfaktormessgeräte auf PC Basis mit einer Genauigkeit von 4 Stellen hinter dem Komma (die übrigens wirklich keiner mehr hören kann). Mein im Vergleich zu den Spezialisten immer noch recht einfacher PC kann nahezu 108db Fremdspannungsabstand messtechnisch verarbeiten. Damit kann ich jedes auch nur im Entferntesten hörbare Rauschen oder Wispern oder Zirpen extrem weit hoch verstärken, sodaß ich genau beurteilen kann, was über die normalen NF Kabel oder über Coax Digital oder über Fiber Digital zum Ton hinzu kommt.



