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Max Grundig baute mehr als nur Omas Radios und Fernseher

Max Grundig hatte von Anfang an ein Händchen, wie man einen Markt aufrollen konnte. Das hatte er direkt nach dem Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft und der gesamten gesellschaftlichen Infrastruktur im Sommer 1945 allen anderen Zauderern vorgemacht. - Daß sein Konzept über Jahrzehnte funktionierte und das Konzept der aufstrebenden Japaner nicht so ganz funktionierte, können wir in der GRUNDIG-Historie nachlesen. Also nicht alleine der Preis und die Qualität der Produkte mußte bei Max Grundig stimmen, auch die Unterstützng der "Partner" und deren Dienstleistungen mußte stimmen. Die GRUNDIG ELECTRONIC Kataloge waren aber nicht so weit verbreitet wie Max Grundigs REVUE.

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Unser nächster "GRUNDIG" Katalog 1963 (ID = GR778/5634/71)

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GRUNDIG und Hartmann & Braun

Die fortschreitende technische Entwicklung stellt uns immer wieder vor die Aufgabe, mit höchster Genauigkeit zu messen, zu registrieren, zu regeln und engste Toleranzen einzuhalten. Für diese mannigfaltige und oft schwierige Arbeit stellt GRUNDIG eine Vielzahl elektronischer Geräte und Anlagen zur Verfügung.

Sie sind nach neuesten technischen Erkenntnissen gebaut und seit vielen Jahren im praktischen Einsatz erprobt. Darüber hinaus zeichnen sie sich - selbst unter härtesten Betriebsbedingungen - durch ein hohes Maß an Zuverlässigkeit aus und erfüllen damit höchste Ansprüche. Ein reichhaltiges Zubehör und verschiedene Sondereinrichtungen erweitern die Einsatzmöglichkeiten und tragen dazu bei, den Gebrauchswert zu erhöhen.

Durch langjährige zielstrebige Entwicklungsarbeit sind GRUNDIG Electronic-Geräte bis ins letzte ausgefeilt. Sie sind ganz auf die Praxis ausgerichtet und haben sich als moderne Rationalisierungsmittel überall bestens bewährt. Für den Fachmann sind sie deshalb ein unentbehrliches Werkzeug.

INHALTSVERZEICHNIS

  • 4 Impuls-Meßoszillograph JO 16
  • 5 Breitband-Meßoszillograph MO 15
  • 6 Meßoszillograph MO 5
  • 7 Oszillograph G 5/7
  • 8 Oszillograph W 2/13
  • 9 Eichspannungsgenerator EG 1 - 10 NF-Vorverstärker VB 1 - Gleichspannungs-Vorverstärker VB 2 - Resonanzmeter 701 und 709
  • 12 Bildmustergenerator SG 3
  • 13 Rechteckgenerator RG 3
  • 14 Wobbelsender WS 3
  • 15 Wobbelsender WS 11
  • 16 Universal-UHF-Vorsatz VS 2
  • 17 AM-FM-Abgleichsender AS 2
  • 18 Universal-Röhrenvoltmeter RV 3
  • 19 Röhrenvoltmeter RV 11
  • 20 Röhrenvoltmeter RV 55
  • 21 Röhrenvoltmeter RV 56
  • 22 Röhrenvoltmeter TV 1
  • 23 RC-Generator TG 11
  • 24 Schwebungssummer 295
  • 25 Klirrfaktorbrücke KB 2 -  Ohrkurvenfilter FO 2 -  Scheinwiderstandsprüfer ZP 2
  • 26 Stabilisiertes Netzgerät 6007
  • 27 Stabilisiertes Netzgerät SN 3
  • 28 Transistorgeregeltes Netzgerät TN 1 und TN 2
  • 29 Signalverfolger SV 1
  • 30 Röhrenmeßgerät 55 a
  • 31 Regelbarer Trenn-Transformator RT 3
  • 32 Widerstands-Dekaden RD 1, RD 2 -  Kapazitäts-Dekade CD 1 -  Induktivitäts-Dekaden LD 1, LD 2, LD 3
  • 33 H & B Meßinstrumente
  • 34 H & B Elima Vielfachmeßnstrumente
  • 35 H & B Eiima Vielfachmeßinstrumente
  • 36 Meßgerätezubehör
  • 37 Meßgerätezubehör
  • 38 Digital-Volt-Ohm-Meter DV 42 -  Code-Platte VC 43
  • 39 Universalzähler UZ 71
  • 40 Vor-Rückwärtszähler RZ 61
  • 41 Frequenzzähler FZ 41
  • 42 Vorwahlzähler VZ 41 / VZ 51
  • 43 Elektronische Abfrage-Einrichtung
  • 44 Zähldekaden ZD 11, 21, 31, 41
  • 45 Anzeigeplatte AP 11 -  Vor-Rückwärtsdekade RD 61 -  Zähldekade ZD 61 -  Zähldekade ZD 71
  • 46 Fernauge FA 11
  • 47 Fernauge FA 30
  • 48 Fernaugen-Zubehör -  Fernaugen-Gehäusetypen
  • 49 Fernaugen-Bankanlage
  • 50 Fernaugen-Anwendungsgebiete
  • 51 Fernaugen-Anwendungsgebiete
  • 52 Fernaugen-Verkehrsanlagen
  • 53 Variophon / Varioton Fernsteuerung
  • 54 Papiersortieranlage -  Breitenmeßanlage
  • 55 Zeitzeichen-Converter
  • 56 Tonband-Dokumentar-Anlage
  • 57 Tonband-Sprachlehranlage
  • 58 Tonband-Ansagegerät AG 11
  • 59 Meßplätze

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IMPULS-MESSOSZILLOGRAPH JO16

Dieser Oszillograph dient zur Darstellung und Messung elektrischer Vorgänge im Frequenzbereich von 0 bis 15 MHz. Er besitzt eine metallhinterlegte Elektronenstrahlröhre mit 13cm-Planschirm. Die Anodenspannung von 1000 V sowie die Gesamtbeschleunigungsspannung von 4,1 kV ermöglichen die Wiedergabe lichtstarker, scharf gezeichneter Oszillogramme.

Für die Zeitablenkung wurde - im Hinblick auf den größeren Bedienungskomfort - als zusätzliche Betriebsart eine automatische Triggerung vorgesehen. In dieser Betriebsart können periodische Vorgänge im Bereich von 3 Hz bis 3 MHz bei einfachster Bedienung stehend abgebildet werden. Niveau- und Stabilitätsregler sind dabei abgeschaltet, so daß nur noch der Zeitmaßstab eingestellt werden muß. Im Gegensatz zur normalen Triggerung wird bei fehlender Meßspannung die Zeitlinie geschrieben. Diese kann somit als Bezugspunkt verwendet werden.

Eine eingebaute Verzögerungsleitung ermöglicht die vollständige Darstellung eines die Zeitablenkung auslösenden Impulses. Für die fotografische Registrierung von Mefyergebnissen lassen sich geeignete Kameras adaptieren.
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BREITBAND-MESSOSZILLOGRAPH MO 15

Der Breitband-Meßoszillograph MO 15 ist ein hochwertiges, universelles Meßgerät, das im Hinblick auf die gesteigerten Erfordernisse der gesamten Technik entwickelt wurde.

Der große Frequenzbereich von 0 bis 15 MHz des Y-Verstärkers erlaubt die einwandfreie Darstellung sowohl von extrem langsam verlaufenden Zustandsänderungen, als auch von Vorgängen sehr kurzer Dauer. Der Ablenkkoeffizient ist in 6 geeichten Stufen zwischen 30 mV/cm und 10 V/cm veränderbar. Außerdem ist noch eine kontinuierliche Abschwächung von 1:3,3 möglich. Mit einer am eingebauten Meßinstrument ablesbaren Verschiebespannung können Amplitudenmessungen am Oszillogramm ohne Umschaltung des Meßeinganges vorgenommen werden. Diese Verschiebespannung kann auch vorteilhaft zur Kompensation etwaiger am Meßeingang anliegender Gleichspannungsanteile verwendet werden.

Das Zeitablenkteil, das besonders für getriggerten Betrieb geeignet ist, erfaßt in sieben geeichten Stufen einen Bereich von 100ms/cm bis 0,1us/cm. Dieser Bereich kann unter Ausnutzung der kontinuierlichen Zeitbasis-Einstellung oder der Dehnung auf 1s/cm bzw. 0,02us/cm erweitert werden. Der X-Verstärker ist gleichspannungsgekoppelt und arbeitet über zwei Stufen im Gegentakt.

Die Gleichspannungskopplung in beiden Ablenkrichtungen macht das Gerät vor allem auch gut zu den verschiedenartigsten Funktionsdarstellungen geeignet. Bei zu großen Strahlauslenkungen wird die Lage des Elektronenstrahls durch Anzeigelampen sinnvoll angezeigt. Für die fotografische Registrierung von Meßergebnissen lassen sich geeignete Kameras adaptieren.
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Ein Blick in die Eigenschaften : "Jetzt 1 Transistor: OC 26)

Bestückung:
Röhren: PCF82, PCL84, E88CC, 9 x PCC88, PCF80, 4 x PCL82, PL36, EF86, EZ81, EAA91, EC92, EY51, 85A2, DG10-18
1 Transistor: OC 26
Gleichrichter: E 70 C30, B 450 C150, E 500 C5, B 30 C400
1 Diode: OA 180
Netzanschluß : 110/220 V, 40 ... 60 Hz, ca. 200 VA
Abmessungen : Breite 240 mm, Höhe 335 mm, Tiefe 560 mm
Gewicht: ca. 17 kg
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MESSOSZILLOGRAPH MO 5

Der Oszillograph MO5 ist ein tragbares handliches Meßgerät, das zur Beobachtung und Messung von elektrischen Vorgängen im Frequenzbereich von 0 bis 5 MHz entwickelt wurde. Der Oszillograph zeichnet sich vor allem durch eine Elektronenstrahlröhre mit spiralförmiger Nachbeschleunigungselektrode aus, die bei einer Gesamtbeschleunigungsspannung von 2000 Volt sehr lichtstarke und scharfe Oszillogramme gewährleistet.

Ein weiteres Merkmal ist die Gleichspannungskopplung der geeichten Verstärker für beide Ablenkrichtungen, so daß das Gerät zur Funktionsdarstellung zweier voneinander abhängiger Meßgrößen vorteilhaft eingesetzt werden kann. Dabei beträgt der Ablenkkoeffizient 30 mV/cm in vertikaler Richtung und 1 V/cm in horizontaler Richtung.

Die Zeitablenkung erfaßt in 6 geeichten Stufen einen Bereich von 100 ms/cm bis 1 //s/cm. Unter Ausnutzung der kontinuierlichen Zeitbasis-Einstellung oder der fünffachen Dehnung erweitert sich der Bereich auf 1 s/cm bzw. 0,2 //s/cm.
Die Triggerung ist in allen Bereichen der Zeitablenkung möglich. Externe Triggersignale können gleichspannungsgekoppelt zugeführt werden. Zur Niveau-Einstellung ist ein besonderes Bedienungselement vorgesehen.

Für besonders langsame Vorgänge kann das Gerät mit einer langnachleuchtenden Elektronenstrahlröhre ausgestattet werden. Die Auswertung von Oszillogrammen wird durch ein beleuchtbares Raster erleichtert.
Langlebensdauerröhren und gedruckte Schaltungen mit hochwertigen Einzelteilen tragen wesentlich zur Betriebssicherheit dieses Gerätes bei.
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OSZILLOGRAPH G 5/7

Der Oszillograph G5/7 ist ein unentbehrliches Arbeitsgerät für den Techniker zur Kontrolle von Schaltgeräten und Anlagen der industriellen Elektronik sowie auf dem Gebiet der Starkstrom- und Nachrichtentechnik.
Die Bandbreite des Y-Verstärkers erstreckt sich von 0 ... 5 MHz bei einem Ablenkkoeffizient von 20 mV/cm. Dieser dreistufige Gleichspannungsverstärker arbeitet im Gegentakt und ist äußerst stabil, sowie gegen Netzspannungsschwankungen unempfindlich. Eine eingebaute Eichspannung von 40mVss / 50Hz Rechteck kann auf den Verstärkereingang geschaltet werden.
Der Zeitmaßstab ist zwischen 30 ms/cm und 0,3us/cm einstellbar. Darüber hinaus ist eine Dehnung um den Faktor 4 möglich. Schmale Impulse sowie einmalig und regellos auftretende Vorgänge lassen sich im Triggerbetrieb der Zeitablenkung darstellen. Die Synchronisierung bzw. Triggerung kann wahlweise erfolgen: intern +# intern-, Netz, extern-.

Neben der eingebauten Rücklaufverdunkelung besteht die Möglichkeit, über eine Buchse mit einer von außen angelegten Spannung eine Helligkeitsmodulation durchzuführen, z. B. zur Erzeugung von Dunkelmarken.
Der lieferbare Tastkopf TK 2 mit eingebautem frequenzkompensiertem Spannungsteiler 20:1 ermöglicht die hochohmige und kapazitätsarme Abnahme einer Meßspannung.

An der Rückwand des Oszillographen befinden sich eine Aufwickelvorrichtung und zwei Blindbuchsen zum bequemen Unterbringen des Netzkabels beim Transport.
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OSZILLOGRAPH W 2/13

Der Oszillograph W2/13 - in seiner Preisklasse ein absolutes Spitzenerzeugnis - ermöglicht infolge seiner technischen Vollkommenheit rationelle Serviceleistungen. Er ist mit einer scharfzeichnenden 13cm-Elektronenstrahlröhre ausgestattet, kann durch Umschalten des Vertikalverstärkers von „Breitband" auf „Schmalband" in einfacher Weise an das jeweilige Arbeitsgebiet angepaßt werden und bietet darüber hinaus durch eine stabil arbeitende Zeitablenkung eine einfache Bedienung. So hat beispielsweise eine Frequenzänderung der Meßspannung bei der Betriebsart „automatisch" kaum einen Einfluß auf ein bereits stillstehendes Schirmbild.

Sollen unregelmäßig auftretende Vorgänge oszillographisch dargestellt werden, ist die Möglichkeit einer „Triggerung" des Zeitablenkgenerators gegeben, so daß auch in diesem Fall stabile Schirmbilder zu erzielen sind. Besonders einfach ist die Einstellung der Zeilen- bzw. Bild-Kippfrequenz, da beide Stellungen am Zeitablenkschalter markiert sind.

Zur Untersuchung sehr kleiner Spannungen im Frequenzbereich von 5 Hz bis 30 kHz kann dem Oszillographen der GRUNDIG Vorverstärker VB 1 vorgeschaltet werden. Dabei beträgt der Ablenkkoeffizient in der Schmalband-Stellung etwa 200uV/cm. Ist eine besonders hochohmige und kapazitätsarme Abnahme der zu untersuchenden Spannung erwünscht oder sollen Spannungen mit einem Gesamtspitzenwert von 1.000V oszillographiert werden, so kann dem Oszillographen der Teiler-Tastkopf TK 2 (20:1) vorgeschaltet werden.
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EICHSPANNUNGSGENERATOR EG1

Der Eichspannungsgenerator EG1 dient als Vergleichsspannungsquelle für Oszillographen. Es läßt sich damit in einfacher Weise die Amplitude des am Y-Verstärker eines Oszillographen angelegten Signales bestimmen.

Der Eichspannungsgenerator wird über das Ausgangskabel mit dem Y-Eingang eines Oszillographen verbunden. Das Oszillographen-Anschlußkabel wird dagegen an den Eingang des EG1 geführt, über einen 6-stufigen Schalter läßt sich wahlweise der Vertikalverstärker mit dem zu oszillographierenden Signal oder dem Eichspannungsgenerator verbinden. Haben nun Meßsignal und Vergleichsspannung am Bildschirm des Oszillographen gleiche Größe, so kann an den Skalen des Eichspannungsgenerators der Spitzenwert des Meßsignals abgelesen werden.

Die Vergleichsspannung wird über einen Transformator dem Wechselstromnetz entnommen, an einer Silizium-Zenerdiode abgekappt und stabilisiert. Diese Spannung ist an einem geeichten Stellwiderstand von 0-10Vss einstellbar. Der Abgriff des Widerstandes liegt an einem umschaltbaren Widerstandsteiler, der eine Teilung im Verhältnis 1:1, 1:10 oder 1:100 vornimmt. Weitere Stufen des Drehschalters verbinden den Eingang des Y-Verstärkers direkt mit dem zu messenden Signal, wobei am Eingang des Eichspannungsgenerators entweder ein Meßkabel oder ein Teiler-Tastkopf 1:20 angeschlossen werden kann.

In der dafür vorgesehenen Schaltstellung wird zum Ausgleich der zusätzlichen Kabelkapazität das Gesamt-Teilerverhältnis auf 1:25 erhöht. Ein von außen einstellbarer Trimmer gestattet eine genaue Phasenkompensation des Teilers. Ferner wurde eine Schaltstellung vorgesehen, in welcher der Eingang des Y-Verstärkers zur Korrektur der Null-Linie kurzgeschlossen ist.
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NF-VORVERSTÄRKER VB1

Der Vorverstärker VB1 eignet sich zum Anschluß an Oszillographen sowie an jeden anderen Verstärker, sofern eine zusätzliche Verstärkung vom Faktor 100 bei einem Frequenzbereich von 5 Hz bis 30 kHz gewünscht wird. Der Verstärker kann auch sehr vorteilhaft dem GRUNDIG Röhrenvoltmeter TV1 vorgesetzt werden. Dadurch erreicht dieses eine Empfindlichkeit von 2uV/Skt. Durch die Ausstattung mit Transistoren und die Ausführung in gedruckter Schaltung konnte das Gerät auf sehr kleine Maße beschränkt werden. Die Batteriebestückung garantiert eine brummfreie Verstärkung. In abgeschaltetem Zustand ist der Eingang mit dem Ausgang verbunden.
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GLEICHSPANNUNGSVORVERSTÄRKER VB2

Der Vorverstärker Typ VB2 ist ein Breitbandverstärker mit einer Spannungsverstärkung von 100. Der Frequenzbereich reicht von 0 bis 200 kHz. Er ist daher sehr geeignet zur Empfindlichkeitserhöhunq von Oszillographen und Röhrenvoltmetern (z. B. MO5, MO15, JO16, TV1, RV11, RV54), oder wo immer ein Gleichspannungsverstärker gebraucht wird.

Die Batteriebestückung ermöglicht einen universellen brummfreien Einsatz. Außerdem ist der Betrieb mit einer externen, erdfreien Spannungsquelle möglich. Die Bestückung mit sorgfältig ausgelesenen Siliziumhalbleitern, die Ausführung in Gegentaktschaltung und eine Rückkopplung gewährleisten eine geringe Temperaturabhängigkeit.

Der Verstärker kann sowohl gleich- als auch wechselspannungs-gekoppelt betrieben werden. In ausgeschaltetem Zustand ist der Ausgang mit dem Eingang verbunden.
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RESONANZMETER 701 u. 709

Das Resonanzmeter dient zur Bestimmung der Resonanzfrequenz von Schwingkreisen aller Art, zur Messung der Frequenz schwingender Oszillatoren, als amplitudenmodulierter Prüfoszillator und als einfacher Empfänger. Ein in Dreipunktschaltung schwingender Oszillator erzeugt eine durch die jeweilige Steckspule und die Einstellung des Drehkondensators gegebene Frequenz.

Bei der Betriebsart „G" (Gitter Dipper) zeigt das Anzeigeinstrument den durch die Oszillatoramplitude verursachten Gitterstrom an. Ein der Steckspule des Resonanzmeters genäherter Schwingkreis entzieht beim Abstimmen auf Resonanzfrequenz dem Oszillatorschwingkreis des Resonanzmeters Energie, so daß der Gitterstrom zurückgeht (Gitter Dip.).

Dabei ist zu beachten, daß die Stirnfläche der Steckspule die Windungsebene darstellt. Die Frequenzgenauigkeit der Messung ist dann am größten, wenn man das Resonanzmeter soweit vom Prüfling entfernt, als es die Anzeige gerade noch zuläßt. Zur Erhöhung der Anzeigeempfindlichkeit dient außerdem eine durch den Empfindlichkeitsregler veränderbare Gitterstromkompensation. Der Zeiger des Meßinstruments ist mit dem Regler etwa auf Skalenmitte einzustellen.

Bei der Betriebsart „S" (Sender) ist der Oszillator mit 50 Hz amplitudenmoduliert und kann als Prüfoszillator induktiv an Empfänger angekoppelt werden.

In der Betriebsart „W" (Wellenmesser) wird die Anodenspannung der Oszillatorröhre abgeschaltet, so daß diese als HF-Gleichrichter wirkt. Koppelt man induktiv in die Steckspule eine fremde Spannung ein, so liest man beim Maximalausschlag die gesuchte Frequenz auf der Frequenzskala ab.

Bei der Betriebsart „E" (Empfänger) kann das Resonanzmeter auf einen Sender abgestimmt und dessen Modulationsfrequenz den Buchsen „T" entnommen werden. Der Verbraucherwiderstand soll in der Größenordnung von einigen kQ liegen.
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BILDMUSTERGENERATOR SG3

Mit dem Bildmustergenerator SG3 wurde ein Meßgerät entwickelt, mit dem alle Funktionen eines FS-Empfängers unabhängig von den Test- und Programmsendungen der örtlichen FS-Sender geprüft werden können. Der SG3 gestattet die schnelle Durchführung der Justierarbeiten von UHF- bzw. VHF-Tunern bis zur Bildröhre.

Das Gerät liefert ein Video-Signal mit vertikalen bzw. horizontalen Balken oder einem Schachbrettmuster als Inhalt. Das Bildmustersignal wird mit den Zeilen- und Bildaustast-Impulsen gemischt. Diesem ausgetasteten Bildsignal (BA) wird das Synchronisiersignal (SS) aufaddiert. Die Zeilenimpulse sind aus dem freilaufenden Zeilengenerator, die Bildimpulse dagegen aus einem netzverkoppelten Sperrschwinger abgeleitet. Daher arbeitet der Bildmustergenerator ohne Zeilensprung.

Abweichend von der CCIR-Norm weist der Bildimpuls keine Vor- und Nachtrabanten auf. Er ist durch einen einzigen Impuls mit einer Breite von 2 1/2 bis 3 Zeilen ersetzt worden; doch wird dadurch der Anwendungsbereich des Gerätes in der Praxis nicht beeinträchtigt. Dagegen entsprechen der Bildaustast-, der Zeilenaustast- und der Zeilen- Synchronimpuls der Norm.

Das Video-Signal kann dem Gerät über Buchsen entnommen werden, wobei wahlweise ein Positiv- oder Negativsignal zur Verfügung steht. Ein umschaltbarer VHF-Oszillator, dessen Festfrequenzen den FS-Kanälen 2 bis 11 entsprechen, ist mit dem Video-Signai moduliert. Die gewählte Zweiseitenband-Modulation genügt den Erfordernissen, da durch die Selektivität des FS-Gerätes eine ausreichende Unterdrückung des nicht benötigten zweiten Seitenbandes gewährleistet ist.

Zur Überprüfung der Fernsehgeräte mit Dezi-Tunern wird ein kontinuierlich abstimmbarer UHF-Oszillator mit dem bereits modulierten VHF-Signal gemischt, wobei das gewünschte Mischprodukt über eine selektive Verstärkerstufe an den UHF-Ausgang gelangt.
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TECHNISCHE DATEN (eine Auswahl !)

VHF mit Bildträgerfrequenzen:

Band 1 Kanal 2 48,25 MHz
    3 55,25 MHz
    4 62,25 MHz
Band III Kanal 5 175,25 MHz
    6 182,25 MHz
    7 189,25 MHz
    8 196,25 MHz
    9 203,25 MHz
    10 210,25 MHz
    11 217,25 MHz

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Tonträgerfrequenz: 5,5 MHz

Einlaufzeit: ca. 15 Minuten

Modulation : Bildträger amplitudenmoduliert mit Bildmuster (Negativmoduiation) und Ton. Bild und Ton sind unabhängig voneinander abschaltbar
Tonträger frequenzmoduliert mit Eigenton ca. 1000 Hz
Modulationshub ca. + 35 kHz


Röhren: 3 x ECC85, 3 x PCL84, 2 x ECH81 Dioden: 2 x OA180, 3 x OA161, OA160
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Silbergraues Stahlblechgehäuse - Gewicht: ca. 15 kg

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RECHTECKGENERATOR RG3

Die Aufnahme von Frequenz- und Phasenverlaufskurven einer Verstärkeranordnung ist sehr zeitraubend und erfordert großen Meßaufwand. Eine Überprüfung mit "Rechteckschwingungen" (es gab und gibt keine Rechtweckschwingungen sondern nur Rechtecksignale) läßt sich sehr schnell durchführen und ist wesentlich aufschlußreicher für die Beurteilung eines Verstärkers, bei dem außer dem Frequenzgang auch der Phasenverlauf einen wesentlichen Einfluß hat, wie z. B. bei Fernseh-Bild-Verstärkern.

Eine Rechteckschwingung ist als ein sehr breit-bandiges Frequenzgemisch von Sinusschwingungen aufzufassen (??). Nur wenn alle diese Teilschwingungen in Amplitude und Phase richtig durch einen Verstärker übertragen werden, kann die Ausgangsspannung die gleiche Kurvenform (Signalform) haben wie die Eingangsspannung.

  • Anmerkung : Bereits hier wurde der mißveständliche Begriff einer "Rechteckschwingung" geprägt. Es gibt aber keine "Rechteckschwingungen" sondern es sind Rechtecksignale.


Der Rechteckerzeuger ist ein Multivibrator in der bekannten Grundschaltung. Die Frequenzgrobstufen werden durch Umschalten der Kopplungkondensatoren zwischen Anode und Gitter erreicht, während die Feineinstellung der Frequenz mit einer einstellbaren positiven Vorspannung an der geerdeten Seite der Gitterableitwiderstände erfolgt.
In der folgenden Begrenzerstufe wird die Form der vom Multivibrator gelieferten Rechtecke verbessert.

Die Begrenzerstufe steuert die Endstufe, die auf einen umschaltbaren Außenwiderstand (Amplitudengrobeinstellung) arbeitet. Die Amplitudenfeineinstellung erfolgt im Schirmgitter der Endröhre. Der Innenwiderstand des Ausgangs beträgt in allen Stufen 150 Q.

Zur Sicherstellung einer guten Synchronisation ist ein Synchronisationsverstärker eingebaut, der den Multivibrator steuert. Die Synchronisationsstärke ist durch Einstellung seiner Verstärkung veränderbar. Die Katodenstromänderungen beim Kippen des Multivibrators werden an einem Impulsausgang geführt, so daß die hier auftretenden positiven und negativen Impulse dem Rechteckgenerator entnommen werden können.
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WOBBELSENDER WS3

Der Wobbeisender WS3 dient in Verbindung mit einem Oszillographen zur Darstellung aller in UKW- und Fernsehempfängern vorkommenden Filter- und Durchlaßkurven. Durch die große Ausgangsspannung von 500mV an 60 Ohm können auch Messungen an einzelnen Verstärkerstufen vorgenommen werden. Der Wobbelsender WS3 eignet sich ferner zur Anpassungsmessung von Antennen, zur Untersuchung von Kabeln und Übertragungsmessung von passiven Vierpolen (z. B. Topfkreise, Topfkreisfilter, Schwingkreise und Bandfilter).

Das Gerät besteht im wesentlichen aus einem Wobbler- und einem Markengeberteil. Im UHF-Bereich wird die gewobbelte Frequenz in einem kontinuierlich durchstimmbaren Oszillator erzeugt, während im Bereich von 4 ... 230 MHz ein Festoszillator und ein veränderbarer Oszillator auf einen Mischer arbeiten, der die Differenzfrequenz über ein Tiefpaßfilter an den direkten und an den regelbaren Ausgang liefert.

Zusätzlich zu einem durchstimmbaren Markengenerator ist noch ein Festmarkengenerator eingebaut, der ein Linienspektrum mit einem Markenabstand von 2, 5 oder 10 MHz liefert. Einsteckmöglichkeit für ein Quarz von 2 ... 12 MHz vorhanden.

Durch die Mischung der Marken in einem getrennten Markenmischer entstehen bei großem Markengeberpegel keine Kurvenverzeichnungen, außerdem ist die Markenhöhe auf der Durchlaßkurve immer konstant. Ferner ist die Bestimmung der Bandbreite unabhängig von der Lage der Mittenfrequenz (besonders wichtig bei UHF) und ein genaues Ausmessen von Filterkurven durch eingeblendete Festmarken möglich. Durch Einstecken eines geeigneten Quarzes kann der Bild-Ton-Abstand bei Fernsehempfängern exakt festgestellt und eine Frequenzkontrolle des veränderbaren Markengenerators mit Quarzgenauigkeit vorgenommen werden. Durch die Bereichsanzeige auf der Skala für Wobbler und Markengeber werden Ablesefehler vermieden.
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WOBBELSENDER WS11

1. Der Wobbelsender WS11 bietet infolge seiner relativ hohen HF-Spannung die Möglichkeit, Verstärkerstufen eines Transistorempfängers einzeln zu überprüfen und gegebenenfalls zu neutralisieren.

Um auch Rundfunkgeräte älteren Typs mit den früher üblichen Zwischenfrequenzen von z. B. 473 kHz, 468 kHz, 455 kHz, 452 kHz ohne besondere Einstellung am Wobbler abgleichen zu können, wurde der Wobbelhub auf ca. ±26kHz festgelegt. Die vom Wobbelsender abgegebene HF-Spannung wird über einen HF-Regler (oder HF-Steller) der Greifklemme ZK1 zugeführt. Durch die Greifklemme wird die Zuführung der HF-Spannung zum Prüfling besonders vereinfacht.

Die an der Greifklemme zur Verfügung stehende Spannung beträgt ca. 500 mV und kann um ca. 80dB abgeschwächt werden. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, an Rundfunkgeräten mit so geringer Eingangsspannung zu arbeiten, daß die Regelung des Gerätes noch nicht anspricht.

2. Das Gerät WS11 ist außerdem mit einem Resonanzverstärker ausgerüstet. In Verbindung mit einem normalen Werkstattoszillographen wird so eine Empfindlichkeit von ca. 300uV/cm erreicht. Die große Bandbreite von 100 kHz und der geringe Amplitudengang von ±1dB ergeben eine amplituden- und phasentreue Abbildung der Filterkurven.

Der Verstärkerausgang wird über den Tastkopf CK 2 an den Prüfling angeschlossen. Die Verbindung Verstärker - Oszillograph (Y-Eingang) erfolgt durch das HF-Kabel 6043 A.
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UNIVERSAL-UHF-VORSATZ VS2 (fürs 2.Programm)

Der Universal-UHF-Vorsatz VS2 soll die Einsatzmöglichkeit bereits vorhandener Meß- und Prüfgeräte auf UHF erweitern. Die Notwendigkeit ergibt sich aus der Tatsache, daß nun Fernsehprogramme in diesem Bereich zu empfangen sind und die meisten bisher auf dem Markt befindlichen Meßgeräte nur für die Bänder I und III ausgelegt sind.

Anmerkung : Hieraus ist zu entnehmen, daß die Sendungen des ZDF auf den UHF Kanälen bereits begonnen haben. Dieser Katalog datiert demnach nach dem April 1963.

Im wesentlichen besteht dieses Gerät aus einem UHF-Generator und einer Mischstufe. Eine am Wobbler einzustellende feste Frequenz (55 MHz) wird auf die Mischstufe gekoppelt. Vor dieser befindet sich noch ein Filter, das alle Frequenzen > 100 MHz unterdrückt.

Nach der Umsetzung steht das UHF-Signal am Ausgang zur Verfügung. Die Ausgangsfrequenz überstreicht den Bereich von 460 - 795 MHz und ist am Vorsatz einzustellen. Der Eingangswiderstand beträgt 60 Ohm und die Mischdämpfung ca. 13dB, d. h. bei einem Eingangssignal von 45mV VHF stehen am Ausgang 10mV UHF an 60 Ohm.

Der Vorsatz erweitert somit auf bequeme und schnelle Art die Anwendungsmöglichkeiten eines bereits vorhandenen FS-Wobblers für Abgleicharbeiten im UHF-Bereich.

Ferner ist es möglich, in Verbindung mit dem VS2 und einem Signalgenerator (ohne UHF-Bereich) Fernsehgeräte mit eingebautem UHF-Teil unabhängig von Programmen und Sendezeiten auf Bild- und Tonwiedergabe zu überprüfen.
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AM-FM ABGLEICHSENDER AS2

..... mit eingebautem Wobbier für die ZF- und UKW-Bereiche.

Für Kundendienst und Reparatur der AM-FM-Rundfunkgeräte und Fernsehgeräte ist ein Abgleichsender unentbehrlich. Durch die Entwicklung des AM-FM-Abgleichsenders AS2 mit eingebautem Wobbler wurde ein technisch hochwertiges und handliches Meßgerät geschaffen, das durch seinen geringen Preis auch für den Kleinbetrieb rentabel ist.

Die Verbindung des AM-FM-Abgleichsenders mit einem Elektronenstrahl- Oszillographen, z. B. GRUNDIG Oszillograph G4, und einem GRUNDIG Röhrenvoltmeter stellt einen universellen Meßplatz dar. Der AM-FM-Abgleichsender ermöglicht alle in der Praxis vorkommenden Abgleicharbeiten. Eine besonders schnelle akustische Prüfung der AM-Unterdrückung aller FM-Rund-funkgeräte ist durch die Amplituden- und Frequenzmodulation des Senders möglich.

Als Wobbler gestattet er die Darstellung der ZF-Kurven im Bereich von 400 ... 500 kHz, 5 ... 10 MHz, 10,2 ... 11,2 MHz und die Kontrolle der AM-Unterdrückung im Ratio-Detektor. Das eingebaute Anzeigeinstrument gestattet eine genaue Einstellung der Oberspannung und somit die Kontrolle der HF-Ausgangsspannung.

Mit 12 Bereichen umfaßt der Abgleichsender alle in- und ausländischen Rundfunk-, Funk- und Amateurbänder von 100 kHz ... 115 MHz. Durch die Aufteilung einer Dekade in drei Bereiche wurde es möglich, die Ablesegenauigkeit der Skalen außerordentlich zu erhöhen.

Bei Betrieb des AM-FM-Abgleichsenders AS2 als Wobbler wird durch Austasten des Rücklaufes die für die Messung wichtige Null-Linie auf dem Oszillographenschirmbild geschrieben. Die Ablenkspannung für die Zeitbasis des Elektronenstrahloszillographen ist von 0 ... 125 V eff stetig einstellbar. Die Wobbelfrequenz beträgt 50 Hz Sinus, wobei im Bereich 400 ... 500 kHz ein Hub von ±15kHz, im Bereich 5 ... 10 MHz ein Hub von ±100kHz und im Bereich 10,2 ... 11,2 MHz ein Hub von ±500kHz erreicht wird.

Durch zusätzliche Amplitudenmodulation mit 4 kHz (60%) kann die AM-Unterdrückung im Ratio-Detektor sichtbar gemacht werden. Die Ausgangsspannung von max. 50 mV ist durch einen Hochfrequenzspannungsteiler kontinuierlich bis -70dB teilbar. Durch einen zusätzlichen UKW-Abschwächer auf das Breitbandsymmetrierglied kann die Ausgangsspannung bis unter die Rauschgrenze moderner FM-Rundfunkgeräte geteilt werden.
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TECHNISCHE DATEN (eine Auswahl !)

Skala Bereich Frequenz MHz  
1 1 0,1 ... 0,22  
11 2 0,22 ... 0,5  
III 3 0,5 ... 1  
  4 1 ... 2,2  
II 5 2,2 ... 5  
III 6 5 ... 10  
  7 10 ... 22  
II 8 22 ... 50  
VII 9 40 ... 100  
VI 10 85 ... 115  
V 11 0,4 ... 0,5  
IV 12 10,2 ... 11,2  

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UNIVERSAL-RÖHRENVOLTMETER RV3

Die moderne Gerätetechnik erfordert ein praktisch verlustloses Messen von Gleich- und Wechselspannungen. Das Röhrenvoltmeter RV3 arbeitet in Brückenschaltung, wobei die beiden Röhren als Impedanzwandler dienen. Hierdurch wird erreicht, daß das Röhrenvoltmeter einen großen Eingangswiderstand erhält. Außerdem kann im Kathodenkreis ein besonders stabiles Meßwerk benutzt werden.

Ein Gleichrichtertastkopf gestattet die Messung von NF- und HF-Spannungen; während mittels einer eingebauten Batterie Widerstände gemessen werden können.
Das große Instrument mit 6 Skalen ermöglicht eine hohe Ablesegenauigkeit. Zur Vermeidung von Ablesefehlern kennzeichnet eine optische Anzeige am Instrument automatisch mit der Wahl der Betriebsart am Drucktastenaggregat und des Bereiches am Drehschalter die zugehörige Skalenteilung.

Zusätzlich erhältliche Hochspannungsmeßtasten erweitern den Gleichspannungsmeßbereich auf 3, 10 bzw. 30 kV, wobei mit der 30kV-Taste in der empfindlichsten Stellung noch ein Vollausschlag von 30V bei einem Innenwiderstand von 900 MQ erreicht wird. Der mit einer Duodiode ausgerüstete Tastkopf für NF- und HF-Messungen arbeitet als Einweggleichrichter. Das zweite Diodensystem dient zur Kompensation des Diodenanlaufstromes.

Bei Wechselspannungsmessungen ist allerdings zu beachten, daß der Tastkopf reine Spitzenspannung mißt, also die Kurvenform der Meßspannung eingeht, ein Vorgang, der aber auch für alle übrigen Meßinstrumente mit Ausnahme der Thermoinstrumente zutrifft. Mit einem mitgelieferten Aufschraubspannungsteiler kann der Wechselspannungsbereich auf 300V erhöht werden.
Die Widerstände werden durch Bestimmung der an ihnen abfallenden Gleichspannung gemessen.
Die Heizströme der Röhren sind durch Eisenwasserstoffwiderstände gegenüber Netzspannungsschwankungen stabilisiert, während die Anodenspannung des Gerätes durch eine Stabilisierungsröhre konstant gehalten wird. Da bei einer Brückenschaltung an und für sich schon Netzspannungsschwankungen weitgehend kompensiert werden, ist durch diese zusätzlichen Stabilisierungsmaßnahmen ein sicheres Arbeiten des Röhrenvoltmeters auch bei sehr großen Netzspannungsschwankungen gewährleistet. Das Netzteil ist für 120/220 V ausgelegt.
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RÖHRENVOLTMETER RV11

Das Röhrenvoltmeter RV11 bietet vor allem dem Servicetechniker die Möglichkeit, mit dem handlichen, leicht transportablen Gerät Gleich- und Wechselspannungsmessungen an Anlagen und Geräten durchzuführen.

Ein Eingangswiderstand von 10MQ in allen Gleichspannungsbereichen gestattet ein praktisch verlustfreies Messen. Zwei in einer Brückenschaltung liegende Röhrensysteme dienen als Impedanzwandler und erlauben die Verwendung eines robusten Meßwerkes. Eine zusätzlich lieferbare Hochspannungsmeßtaste dient als Spannungsteiler im Verhältnis 1 : 30 und erweitert somit den Bereich des Röhrenvoltmeters auf 30 kV. Der Gesamteingangswiderstand beträgt dabei 300 MQ. NF- und HF-Spannungen werden in einer als Zweiweg-Spitzenspannungsgleichrichter geschalteten Duodiode gleichgerichtet und dem Gleichspannungsteiler des Röhrenvoltmeters zugeführt.

Außerdem ist die Messung von ohmschen Widerständen möglich. Der unbekannte Widerstand R x erhält über Vorwiderstände von der eingebauten 1,5-V-Monozelle eine seinem Wert entsprechende Teilspannung, die am Meßwerk angezeigt wird. Die in Ohmwerten geeichte Skala gestattet eine direkte Ablesung.

Das Netzteil ist für 120/220 Volt ausgelegt. Die Schaltung des Gerätes ist im wesentlichen in Drucktechnik ausgeführt. Damit ist eine gute Übersichtlichkeit des Aufbaues gewährleistet.
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RÖHRENVOLTMETER RV55

Das Röhrenvoltmeter RV55 ist durch seinen weiten Frequenzbereich (10 Hz ... 1 MHz), seine hohe Empfindlichkeit und durch umschaltbare Gleichrichtungen außerordentlich vielseitig verwendbar. Durch die Effektivwertsgleichrichtung liefert es bei Messungen von Klirrfaktoren, Modulationsgraden, Rausch- und Impulsspannungen klar definierte Werte.

Die Spitzenwertgleichrichtung entspricht der für Störspannungsmesser geltenden Norm DIN 45405 und ist damit auch für Aussteuerungsanzeigen günstig dimensioniert, über zwei konzentrische Buchsen können Bewertungsfilter, Oktav- oder Terzsiebe usw. in den Verstärker eingeschleift werden. Wählbare Anzeigezeitkonstanten stellen einen weiteren Bedienungskomfort dar.

Das Gerät kann auch als sehr stabiler Breitbandverstärker verwendet werden. Das zu messende Signal gelangt über einen hochohmigen Vorteiler an einen Kathodenverstärker, in dessen Ausgangskreis die weitere Spannungsteilung erfolgt. In einem 3-stufigen gegengekoppelten Vorverstärker wird das Signal auf einen Wert von ca. 80mV verstärkt.

Die Quellimpedanz des Vorverstärkers ist durch einen Längswiderstand auf genau 600 Q gebracht worden, die Eingangsimpedanz des Nachverstärkers beträgt 1 MQ. Auf diese Weise ist es möglich, rein passive Bewertungsfilter zu verwenden, bei denen für die Bezugsfrequenz durch Transformation die Ausgangsspannung gleich der Eingangsspannung ist, so daß die Skalen des Röhrenvoltmeters ihre Gültigkeit behalten.

Der Nachverstärker ist ebenfalls 3-stufig ausgeführt und wie der Vorverstärker stark gegengekoppelt. Am Ausgang dieses Verstärkers liegt die umschaltbare Gleichrichteranordnung, die es gestattet, außer Sinusspannungen auch Rausch- und Impulsspannungen bis zu Tastverhältnissen von 1:10 nach ihrem Effektivwert oder ihrem Spitzenwert zu messen. (Bei Spitzenspannungsmessungen von Impulsen wird der Wert Spitze - Spitze dividiert durch 2 ] 2 angezeigt.) Entsprechend diesem Impulsverhältnis beträgt die Übersteuerungsfähigkeit des gesamten Verstärkers und der Gleichrichteranordnung ca. 20 dB.

Das Anzeigeinstrument trägt zwei Spannungsskalen, die in der Reihenfolge der Meßbereiche abwechselnd benutzt werden, so daß der abgelesene Wert nur mit Zehnerpotenzen umzurechnen ist. Die weiterhin vorhandenen dB-Skalen ermöglichen in Verbindung mit der genau 10 dB betragenden Staffelung der Meßbereiche eine bequeme Pegelmessung. Die dBm-Werte sind auf 0,775 V (entsprechend 1 mW an 600 Q) bezogen. Da es inzwischen auch üblich geworden ist, den Spannungspegel auf 1 V zu beziehen, ist weiterhin auch eine dBv-Skala vorhanden.
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RÖHRENVOLTMETER RV56

Das RV56 ist eine Weiterentwicklung des bewährten Röhrenvoltmeters RV54 mit Mittelwertsgleichrichtung. Gegenüber diesem zeichnet es sich durch einen erweiterten Frequenzbereich von 10 Hz ... 1 MHz und eine vergrößerte Empfindlichkeit mit einem untersten Meßbereich von 0 ... 1 mV Vollausschlag aus.

12 sich überlappende, durch Drucktasten wählbare Bereiche sowie eine große Skala mit Eichungen in Spannungs- und Pegelwerten erleichtern die Bedienung und Ablesung. Das Gerät kann auch als sehr stabiler Breitbandverstärker verwendet werden.

Das zu messende Signal gelangt über einen hochohmigen Vorteiler an einen Kathodenverstärker, in dessen Ausgangskreis die weitere Spannungsteilung erfolgt. In einem 4-stufigen stark gegengekoppelten Verstärker wird das Signal auf einen Wert von etwa 5V für Vollausschlag des Instrumentes verstärkt. Am Ausgang dieses Verstärkers liegt die Gleichrichteranordnung, die den arithmetischen Mittelwert bestimmt. Das Gerät ist mit Sinusspannungen in Effektivwerten geeicht.

Das Anzeigeinstrument trägt zwei Spannungsskalen, die in der Reihenfolge der Meßbereiche abwechselnd benutzt werden, so daß der abgelesene Wert nur mit Zehnerpotenzen umzurechnen ist. Die weiterhin vorhandenen dB-Skalen ermöglichen in Verbindung mit der genau 10 dB betragenden Staffelung der Meßbereiche eine bequeme Pegelmessung. Die dBm-Werte sind auf 0,775 V (entsprechend 1 mW an 600 Q) bezogen. Da es inzwischen auch üblich geworden ist, den Spannungspegel auf 1 V zu beziehen, ist auch eine dBv-Skala vorhanden.

Durch starke Gegenkopplungen und elektronisch stabilisierte Betriebsspannungen ist das Gerät sehr zuverlässig. Zur internen Nacheichung wird eine durch eine Zenerdiode stabilisierte Wechselspannung verwendet.
Gleichzeitig mit der Anzeige kann das zu messende Signal an der Ausgangsbuchse (600 Q) durch einen Oszillographen oder einen Hörer kontrolliert werden.
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RÖHRENVOLTMETER TV1

Mit dem Röhrenvoltmeter TV1 wurde ein kleines, preiswertes Gerät geschaffen, dessen Daten ihm eine universelle Anwendung sichern. Seine Eigenschaften, wie hoher Eingangswiderstand, Unempfindlichkeit gegen Netzspannungsschwankungen und hohe Überlastbarkeit (ca. tausendfach in den unteren Bereichen) werden in der Praxis geschätzt.

Das Röhrenvoltmeter TV1 eignet sich zur Messung von Wechselspannungen im Tonfrequenz- und Trägerfrequenzbereich, z. B. an Verstärkern, Tonband- und Ultraschallgeräten, zur Messung an beliebigen Vierpolen, zur Klirrfaktormessung in Verbindung mit einer Klirrfaktormeßbrücke, sowie als Indikator in Wechselstrommeßbrücken. Dämpfungs- und Frequenzgangmessungen werden durch eine in dB-Werten geeichte Skala (relativer Pegel) erleichtert. Durch eine geeignete Gleichrichterschaltung wurde eine lineare Skalenteilung der Spannungsskalen erreicht.

Der Ausgang des Verstärkers läßt sich auf eine Buchse (Output) umschalten, so daß das Gerät als stabiler Verstärker verwendet werden kann.

Die Eichung des Gerätes kann jederzeit ohne zusätzliche Hilfsmittel vorgenommen werden.
Die verhältnismäßig große Instrumentenskala und eine übersichtliche Beschriftung tragen zur einfachen Bedienung bei.
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RC-GENERATOR TG11

Der RC-Generator TG11 läßt sich im gesamten NF-Bereich universell einsetzen. Er eignet sich als Meßstromquelle für Messungen an Verstärkern, für Pegel-, Dämpfungs- und Frequenzgangmessungen an Übertragungseinrichtungen sowie zur Speisung von Meßbrücken und zur Fremdmodulation von Prüfsendern.

Der RC-Generator TG11 überstreicht in 5 Bereichen die Frequenzen von 10 Hz ... 300 kHz. Die ersten 4 Bereiche sind dekadisch gestuft, während der Bereich 5 gedehnt ist (100 kHz ... 300 kHz).

Die Ausgangsspannung kann mit einem dekadischen Grobteiler in 4 Stufen und mit einem Feinregler kontinuierlich eingestellt werden, so daß ein Meßbereich von 0,6 mV bis 10 V zur Verfügung steht.

Durch Temperatur- und Netzspannungsschwankungen auftretende Frequenz- und Amplitudenänderungen sowie der Klirrfaktor sind verhältnismäßig klein.

In Verbindung mit dem Röhrenvoltmeter TV1 ergibt der RC-Generator TG11 einen idealen transportablen Meßplatz für Aufgaben aus der NF-Technik - im besonderen für transistorisierte Tonbandgeräte - bzw. mit dem Gleichspannungsvorverstärker VB2 für die gesamte Hi-Fi-Technik.
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  • Anmerkung : Hier kommt bei uns vorliegenden Prospekten und Katalogen zum ersten Male die Hi-Fi-Technik ins Blickfeld.

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SCHWEBUNGSSUMMER 295

Für Messungen an Tonfrequenzverstärkern, Kabeln, Filtern und Lautsprechern benötigt man eine geeignete Spannungsquelie. Hierfür ist wohl der Schwebungssummer die verbreitetste Wechselstromquelle im Tonfrequenzgebiet. Mit ihm kann ohne Umschaltung der ganze Bereich erfaßt werden, eine Eigenschaft, die durch das zugrundeliegende Prinpiz gegeben ist.

Hervorzuheben ist der kleine Klirrfaktor, das gute Nutz- und Störspannungsverhältnis und die große Genauigkeit der Frequenzanzeige. Die Ausgangsspannung ist weitgehend unabhängig von der Frequenzeinstellung, d. h. daß das Gerät keinen oder doch vernachlässigbar geringen Frequenzgang (?? was ist da gemeint ?? - die Linearität ??) aufweist.

Die Tonfrequenz entsteht als Differenzfrequenz zweier Hochfrequenzspannungen, von denen die eine in einem festen, und die zweite in einem um 20 kHz veränderbaren Hochfrequenzgenerator erzeugt wird. Die Differenzfrequenz der beiden Hochfrequenzschwingungen wird über einen Tiefpaß einer Verstärkerstufe und dann einem Kathodenfolger zugeführt, in dessen Kathode ein Feinregler und hinter diesem ein dekadischer Spannungsteiler liegt.

Die geteilte Spannung wird den Buchsen „Meßausgang" zugeführt, während die am Schleifer des Feinreglers liegende Tonfrequenzspannung - 0,1 ... 1 V - über eine besondere Buchse mit einem Anzeigeinstrument, z. B. Muitavi 5, überwacht werden kann.

Schwebungsnull und damit Nulipunkt der Skala läßt sich mit einem eingebauten Magischen Auge überwachen. Das Magische Auge dient in der Schaltstellung Frequenzmessung außerdem als Anzeigeorgan für Schwebungsnull der zu messenden Frequenz mit der am Schwebungssummer eingestellten und als Aussteuerungsanzeige bei Verwendung des Verstärkerteiles als Meß- oder Musikverstärker.

Hinter dem Meßausgang liegt ein hochwertiger Leistungsverstärker, der an 3,5, 5 und 7 Q eine Leistung von 8 W zu entnehmen gestattet, während an 150 und 600 Q 5 VV zur Verfügung stehen.
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TECHNISCHE DATEN (eine Auswahl !)

Frequenzbereich stetig einstellbar 30 Hz... 20 kHz Frequenzunsicherheit ± 2% bzw. ± 5 Hz Frequenzänderung nach 60 Minuten Einbrennzeit < 4 Hz/h
Frequenzänderung bei ± 10% Netzspannungsänderung < 5 Hz
Verstärker:
In Stellung „Verstärker" hochwertiger Musikverstärker mit 8W Endleistung an 3,5, 5 und 7 Q bei £ 5% Klirrfaktor
Bestückung:
Röhren:  2 x EC92, ECC83, ECH81, EM71, 2 x EL84, 150C2
Abmessungen :
Breite 300 mm, Höhe 215 mm, Tiefe 190 mm
Gewicht: ca. 1 0 kg

SCHEINWIDERSTANDSPRÜFER ZP2

Mit Hilfe des Scheinwiderstandsprüfers ZP2 läßt sich der Betrag beliebiger Scheinwiderstände in einfachster Weise unmittelbar bestimmen. Die Meßbereiche des ZP2 liegen zwischen 1 Q und 1 MQ, so daß jeder praktisch vorkommende Scheinwiderstand erfaßt wird. Die Meßbereiche zwischen 1 Q und 1 MQ sind - durch Drucktasten wählbar - 6 fach unterteilt. Durch eine zusätzliche Dehnung des oberen Meßbereiches der Skala stehen praktisch 12 Meßbereiche zur genauen Ablesung zur Verfügung.

Da das Gerät durch eine Batterie gespeist wird, ist eine kleine Skala zur Ermittlung der Betriebsspannung vorgesehen.
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KLIRRFAKTORBRÜCKE KB2

Die Klirrfaktorbrücke KB2 ist ein röhrenloses Ergänzungsgerät zu unserem empfindlichen Röhrenvoltmeter RV55. Zusammen mit diesem stellt sie eine sehr preisgünstige Verzerrungsmeßeinrichtung dar. Die Meßbrücke KB2 ist für die Grundfrequenzen 30 Hz, 60 Hz, 1000 Hz, 5000 Hz und 10.000 Hz vorgesehen und dient zur Messung des Klirrfaktors von Verstärkern, Lautsprechern und anderen Übertragungseinrichtungen.

Mit der Kombination RV55 - KB2 lassen sich Klirrfaktoren zwischen 0,2 und 40% messen. Die Grundfrequenzen können bis zu 10% von den angegebenen Werten abweichen, um die Brücken noch abstimmen zu können. Der Meßfehler ist dabei stets kleiner als 10%, so daß die Meßbrücke für fast alle Verzerrungsmessungen der Elektro-Akustik und der allgemeinen Elektrotechnik ausreicht.

OHRKURVENFILTER FO2

Um Geräuschspannungsabstände an Tonbandgeräten, Verstärkern, Mikrophonen und anderen elektroakustischen Einrichtungen messen zu können, ist ein Ohrkurven-Filter erforderlich, das die einzelnen Frequenzkomponenten nach ihrer Lästigkeit bewertet.

Der subjektive Eindruck der Lautstärke bzw. der Lästigkeit ist nach sehr eingehenden Untersuchungen in einer Bewertungskurve festgehalten worden, die auch nach den deutschen Normen für Geräuschspannungsmessungen DIN 45 405 empfohlen wird. Der Frequenz-Verlauf dieser Kurve ist auf der Frontplatte des FO 2 abgebildet.

STABILISIERTES NETZGERÄT 6007

Das stabilisierte Netzgerät 6007 wurde im Hinblick auf die große Nachfrage nach hochkonstanten Spannungsquellen für viele Aufgaben in Forschungs- und Entwicklungs- laboratorien, vor allem in der modernen Elektronik, aber auch für Werkstatt und Fertigung entwickelt.

Das Netzgerät liefert drei voneinander unabhängige, elektronisch stabilisierte Gleichspannungen, drei ebenso stabilisierte Gitterspannungen, sowie die gebräuch- lichsten Heizspannungen. Zwei der voneinander unabhängigen Gleichspannungen sind von 80 ... 350V einstellbar, wobei ein maximaler Strom von 100mA entnommen werden kann. Die dritte Gleichspannung ist stetig einstellbar von 50 ... 250V bei einer maximalen Belastung von 50mA.

Sämtliche Spannungen sind massefrei. Dadurch besteht die Möglichkeit, alle drei Gleich- spannungen hintereinander zu schalten, so daß eine Gesamtspannung von 950V bei einer maximalen Anodenstromentnahme von 50mA zur Verfügung steht. Es besteht auch die Möglichkeit, zwei oder alle drei Gleichspannungen parallel zu schalten bei einer maximalen Stromentnahme von 250mA, bzw. 200 mA oder 150 mA.

Es stehen somit je nach Bedarf positive oder negative Spannungen zur Verfügung. Der Pluspol jeder Gittervorspannung ist mit dem Minuspol je einer der drei Gleichspannungen verbunden. Es sind drei negative Spannungen in den Bereichen 0 ... 10 V, 0 ... 50 V und 0 ... 100 V stetig einstellbar.

Die stabilisierten Spannungen können jede für sich eingestellt und an den eingebauten Meß- instrumenten abgelesen werden. Diese Instrumente sind normalerweise als Spannungsmesser geschaltet und werden durch Tastendruck auf Strommessung umgeschaltet. Die Messung der drei Gittervorspannungen erfolgt durch ein gemeinsames Instrument.

Die Heizspannungen sind in zwei von einander unabhängige Gruppen aufgeteilt. Bei jeder Gruppe beträgt die maximal entnehmbare Leistung 30W. Eine Serienschaltung bzw. eine sinngemäße Parallelschaltung der Heizspannungen ist möglich. Der Netzanschluß erfolgt mittels Schuko- stecker.
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STABILISIERTES NETZGERÄT SN3

Das stabilisierte Netzgerät SN 3, Z. Nr. 6065 wurde im Hinblick auf die große Nachfrage nach hochkonstanten Spannungs- quellen für viele Aufgaben in Forschungs- und Entwicklungs- laboratorien, vor allem in der modernen Elektronik, aber auch für Werkstatt und Fertigung entwickelt.

Das Netzgerät liefert eine elektronisch stabilisierte Gleichspan- nung und eine ebenso stabilisierte Gitterspannung, sowie die gebräuchlichsten Heizspannungen. Die Gleichspannung ist von 80 ... 350 V einstellbar, wobei ein maximaler Strom von 100 mA entnommen werden kann. Die Gleichspannung ist massefrei. Dadurch besteht die Möglichkeit, Spannungen von z. B. drei stabilisierten Netzgeräten SN 3 hintereinander zu schalten, so daß eine Gesamtspannung von 1050 V bei einer maximalen Anodenstromentnahme von 100 mA zur Verfügung steht.

Der Pluspol der Gittervorspannung ist mit dem Minuspol der Gleichspannung verbunden. Es sind zwei negative Spannungsbereiche vorhanden, die von 0 ... -10 V und 0 ... -35 V stetig einstellbar sind. Durch Umschalten des Meßbereichschalters ist es möglich, die Spannungen und Ströme am Instrument zu kontrollieren.

Die Heizspannungen sind den Daten der gebräuchlichsten Röhren angepaßt. Sie sind in zwei voneinander unabhängige Gruppen aufgeteilt. Eine Serienschaltung der Heizspannungen ist möglich.
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TRANSISTORGEREGELTES NETZGERÄT TN1

Die Entwicklung der Transistorschaltungstechnik stellte die Forderung nach besonders niederohmigen Spannungsquellen und ermöglichte gleichzeitig den Bau von hochkonstanten Spannungsquellen in einem Spannungs- und Strombereich, der mit Röhrengeräten nicht erreicht wird.

Das "transistorgeregelte" (transistorisierte) Netzgerät TN1 wurde im Hinblick auf die steigende Nachfrage nach hochkonstanten und extrem niederohmigen Spannungsquellen für viele Aufgaben in Forschungs- und Entwicklungslaboratorien, aber auch für Werkstatt und Fertigung entwickelt. Das Netzgerät, dem eine mit Transistoren bestückte Regelschaltung zugrunde hegt, liefert eine stabilisierte Gleichspannung, die von etwa 0,3 ... 16 V stetig einstellbar ist, wobei ein maximaler Strom von 3A entnommen werden kann.

Die Gleichspannung ist massefrei; dadurch besteht die Möglichkeit, Spannungen von mehreren stabilisierten Netzgeräten hintereinander zu schalten. Eine besondere Buchse gestattet die Parallelschaltung von Netzgeräten des Typs TN1, so daß auch höhere Ströme als 3A zur Verfügung stehen.

Mit dem eingebauten Meßinstrument können in 4 Bereichen der Ausgangsstrom ohne wesentliche Erhöhung des Innenwiderstandes des Netzgerätes und in 3 Bereichen, die automatisch mit der Ausgangsspannung umgeschaltet werden, die Ausgangsspannung gemessen werden.
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TRANSISTORGEREGELTES NETZGERÄT TN 2

Dieses unterscheidet sich von dem Gerät TN1 durch die eingebaute elektronische Sicherung, die die Längstransistoren und das Meßinstrument vor Überlastung schützt. Der Ansprechstrom der Sicherung wird automatisch mit den 4 Strommeßbereichen des Instrumentes umgeschaltet.
Bei Überschreitung des vorgewählten Strombereiches schaltet die Sicherung den Ausgangsstromkreis des Netzgerätes ab. Durch Betätigung einer Taste ist nach Abschaltung der überlast das Gerät wieder betriebsbereit.
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SIGNALVERFOLGER SV1

Der Signalverfolger SV1 ist ein handliches, für den rauhen Alltagsbetrieb entwickeltes Prüfgerät. Nicht nur bei der Reparatur von Rundfunk- und Fernsehgeräten ermöglicht der Signalverfolger eine rasche Fehlersuche, sondern auch der Amateur und der Techniker im Labor kann ihn erfolgreich bei Prüfungen von HF- oder NF-Verstärkern einsetzen. Der Signalverfolger SV 1 wird mit auswechselbaren Batterien betrieben und ist volltransistorisiert. Das dadurch erzielte kleine Format gestattet es, das Gerät bequem in jeder Aktentasche unterzubringen.

Der mit dem Signalverfolgerteil kombinierte Meßbereichschalter für das eingebaute Instrument ermöglicht eine Einknopfbedienung. Die relative Verstärkung von Empfängern oder Verstärkern kann durch Abhören der Signale über den eingebauten Lautsprecher festgestellt oder am Meßwerk abgelesen werden. Das Vielfachmeßinstrument gestattet ferner Gleichspannungsmessungen in drei Bereichen von 0,1 ... 300 V und Widerstandsmessungen von 1kQ ... 1 MQ. Der mitgelieferte, auf HF und NF umschaltbare Tastkopf ermöglicht eine störungsfreie und kapazitätsarme Abnahme der Meßspannungen.

Auf Stellung HF wird die Meßspannung über einen kleinen Kondensator einer Diode zur Demodulation zugeführt, während auf Stellung NF die Tastspitze direkt mit dem Meßeingang des Signalverfolgers verbunden ist. Die Messungen von Gleichspannungen und Widerständen erfolgen daher ebenfalls mit dem Tastkopf in Stellung NF. Die universelle Einsatzmöglichkeit des Gerätes erweitert sich noch durch den ebenfalls mitgelieferten Prüfsignalgeber, der über einen mehrpoligen Stecker am Signalverfolger angeschlossen wird. Dieser Prüfsignalgeber in Form eines schlanken Tastkopfes enthält einen kleinen Transistor-Multivibrator, der ein gleichmäßiges Frequenzspektrum liefert. Dieses Signal wird auf den Eingang des zu untersuchenden HF- oder NF-Verstärkers gegeben und damit dessen Funktion und Verstärkung kontrolliert.

RÖHRENMESSGERÄT 55a

Das Röhrenmeßgerät 55a dient zur Abnahme- messung von Röhren und zur Überwachung während ihrer Lebensdauer. Es unterscheidet sich von üblichen Röhrenprüfgeräten besonders dadurch, daß für jeden zu messenden Röhrentyp ein Aufsteckadapter verwendet wird.

Dadurch kann das Meßgerät ohne Änderung für jeden neu erscheinenden Röhrentyp (auch mit neuem Sockel) verwendet werden. Es wird dann lediglich ein neuer Adapter notwendig.

Mit einem Adapter der Standard-Ausführung lassen sich mit dem „Röhrenmeßgerät 55a" die folgenden Messungen und Prüfungen vornehmen:

  1. Prüfung auf Anschluß der Elektroden,
  2. Messung des Isolationswiderstandes zwischen den Elektroden,
  3. Messung des Anodenstromes,
  4. Messung des Schirmgitterstromes,
  5. Vakuumprüfung,
  6. Messung der Steilheit bei großer und kleiner Aussteuerung,
  7. Messung des Klirrfaktors.


Darüber hinaus sind durch Verwendung von Sonderadaptern weitere
Messungen möglich.
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TECHNISCHE DATEN (eine Auswahl !)

Stromquellen für den Prüfling: Anodenspannung 100 V ... 600 V, imax. = 120 mA

Bestückung :
Röhren: EC, E2e, 10 x C3m, 3 x STV 150/20
Netzanschluß:
220 V, 40 Hz . . . 60 Hz, 120 VA
Abmessungen :
Breite 552 mm, Höhe 325 mm, Tiefe 436 mm
Gewicht: ca. 45 kg
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REGELbarer TRENN-TRANSFORMATOR RT3 (300 VA - aus 1959)

Für viele Zwecke ist es wünschenswert ........

Anmerkung : NEIN, zwingend notwendig

..... den zu reparierenden Verbraucher vom Netz galvanisch zu trennen, bzw. bei Netzen, die Unter- oder Überspannungen aufweisen, eine gewünschte Nennspannung (damals meist 220V) einregeln zu können.
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  • Anmerkung : Hier wurde auch ein Begriff geprägt, der leider falsch ist. Das Gerät müsste korrekt als "Stelltrafo" bezeichnet werden. Es gibt keine "Regeltrafos". Ein Trafo regelt nichts.

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Der 300VA "Regel-Trenn-Transformator" RT3 ist ein Ringkern-Transformator, der für eine Netzspannung von 110V und 220V ausgelegt ist und sekundärseitig die "Einregelung" (so ist es korrekt ausgedrückt) einer Spannung im Bereich von 0 ... 250V gestattet, wobei man zwischen 90 und 250V eine konstante Leistung von 300 VA entnehmen kann. Primär- und Sekundärwicklung sind mittels einer Schutzwicklung voneinander statisch geschirmt.
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WIDERSTANDS-DEKADEN RD1 - RD2

Widerstandsdekaden gehören zu den am häufigsten benötigten Hilfsmitteln für Versuchs- und Meßschaltungen aller Art. Insbesondere sind sie als Vergleichsnormale in Brückenschaltungen sowie als genaue Spannungsteiler unentbehrlich. Mit der niederohmigen Dekade RD1 wird der Widerstandsbereich von 10 Ohm bis 11,1 kOhm und von 10kOhm bis 100 kOhm, mit der hochohmigen Type RD2 der anschließende Bereich von 10 kQ bis 11,1 MQ in Stufen von 10 zu 10 kQ überstrichen. Für die weitaus meisten Aufgaben des gesamten Tonfrequenz- und Hochfrequenzgebietes kann daher jeder erforderliche Widerstandswert mit Hilfe der Dekaden RD 1 und RD 2 schnell und sicher eingestellt werden. Durch ausschließliche Verwendung von Schichtwiderständen ist die Induktivität und die Widerstandsänderung infolge Skineffekt vernachlässigbar klein. Der Frequenzbereich wird deshalb lediglich durch die Kapazitäten begrenzt. Grundsätzlich ist der Frequenzbereich dem eingestellten Widerstandswert umgekehrt proportional und beträgt ganz überschlägig bei 1 kQ = 10 MHz, bei 1 MQ = 10 kHz.
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KAPAZITÄTS-DEKADE CD1

Die Kapazitätsdekade bildet in Ergänzung zu unseren Widerstandsdekaden ein wertvolles Hilfsmittel im Labor und im Prüffeld. Mit der Kapazitätsdekade CD 1 läßt sich im Bereich von 1 nF bis 1 juF jeder Kapazitätswert mit einer Stufung von 1 nF einstellen. Für die weitaus meisten Aufgaben des gesamten Tonfrequenzgebietes steht daher jeder erforderliche Kapazitätswert mit Hilfe der Dekade CD 1 schnell und sicher zur Verfügung. Die Genauigkeit der eingebauten Kondensatoren ist auf die Bedürfnisse der Praxis abgestimmt.

INDUKTIVITÄTS-DEKADEN LD1, 2u. 3

Induktivitätsdekaden sind zum schnellen Aufbau von Filterschaltungen, elektroakustischen Ersatzschaltungen u. ä. im Tonfrequenzbereich gedacht. Durch Verwendung großer Ferrit-Schalenkerne liegen bei guter Belastbarkeit und Temperaturunabhängigkeit die Güten für mittlere Tonfrequenzen über 100. Sie sind in Abhängigkeit von der Frequenz auf der Frontplatte des Gerätes angegeben.
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Meßinstrumente

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Einleitung

MULTAVI - Vielfach-Meßinstrumente sind Strom- und Spannungsmesser mit einer großen Anzahl Meßbereiche, die in einfacher Weise durch Wählschalter eingestellt werden können. Das Drehspul-Meßwerk ist durch Vorschalten eines Meßgleichrichters auch für Wechselstrom verwendbar, die Eichung erfolgt bei sinusförmigem Wechselstrom in Effektivwerten.

Durch günstige Wahl der Schaltungen sowie durch zweckentsprechende Anordnung der verschiedenen Meßbereich-Wählschalter können mit MULTAVI-Instrumenten auch von Strom und Spannung abgeleitete Meßgrößen, wie Widerstände, Kapazitäten, Leistungen und dergleichen einfach gemessen werden. Die Auswahl der Meßbereiche, der Eigenverbrauch und der Frequenzbereich sind bei den einzelnen Typen verschieden. Die Vielfach-Meßinstrumente der MULTAVI-Serie erfüllen die Bedingungen der Genauigkeitsklasse 1 oder 1,5. Sie besitzen spiegelunterlegte Skala zur parallaxenfreien Ablesung.
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Multavi II

Vielfach-Meßinstrument mit 22 Meßbereichen für Strom- und Spannungsmessungen bei Gleich- und Wechselstrom. Das handliche Instrument ist besonders für Laboratorien, Prüffelder, Revision und Montage geeignet.
Der Innenwiderstand beträgt bei allen Spannungsbereichen 330 Q/V.
Gleichstrom: 6 Strommeßbereiche: 0,003 . . . 6 A
5 Spannungsmeßbereiche: 6 . . . 600 V         Klasse 1
Wechselstrom: 6 Strommeßbereiche: 0,003 . . . 6 A
5 Spannungsmeßbereiche: 6 . . . 600 V        Klasse 1,5
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Multavi 5

Vielfach-Meßinstrument mit 32 Meßbereichen für Strom- und Spannungsmessungen bei Gleich- und Wechselstrom. Geringer Eigenverbrauch und großer Frequenzbereich ermöglichen einen vielseitigen Einsatz in Laboratorien, Prüffeldern oder auf Montage.
Der Innenwiderstand beträgt bei den Spannungsmeßbereichen ab 6 V 666 Ohm/V.
Gleichstrom: 9 Strommeßbereiche: 0,0003 . . . 6 A
8 Spannungsmeßbereiche: 0,06 . . . 600 V        Klasse 1
Wechselstrom: 8 Strommeßbereiche: 0,0015 . . . 6 A
7 Spannungsmeßbereiche: 0,3 . . . 600 V       Klasse 1,5
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Multavi HO

Hochohmiges Vielfach-Meßinstrument für Strom- und Spannungsmessungen, für direkte Widerstandsmessungen und Durchgangsprüfungen.
Infolge seines hohen Eigenwiderstandes von 33.333 Ohm/V in Gleichstrom und 8000 Ohm/V in Wechselstrom in allen Spannungsmeßbereichen ab 6 V und seiner niedrigen Strommeßbereiche bei verhältnismäßig geringem Eigenwiderstand ist das Multavi HO für den Rundfunk- und Fernseh-Service ganz besonders geeignet. Es ersetzt in vielen Fällen ein Röhrenvoltmeter und hat diesem gegenüber den Vorzug, daß es ohne Netzanschluß arbeitet.
Gleichstrom: 8 Strommefybereiche: 0,05 . . . 1500 mA
7 Spannungsmef3bereiche: 0,3 . . . 600 V        Klasse 1
Wechselstrom: 7 Strommeßbereiche: 0,15 .. . 1500 mA
6 Spannungsmeßbereiche: 1,5 . . . 600 V       Klasse 1,5
Widerstand: 0. . . 10 kQ, 0 . . . 1 MQ
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Multavi S

Vielfach-Meßinstrument für die Starkstromtechnik mit 23 Meßbereichen für Spannungsmessungen bei Gleich- und Wechselstrom sowie für direkte Strommessungen bis 150 A bei Wechselstrom. Das Muitavi S besitzt 5 Meßklemmen zum Anschluß von Strom-und Spannungspfad. Für Ströme größer als 1,5 A werden die beiden Hochstromklemmen verwendet. Bei gleichzeitigem Anschluß von Strom- und Spannungspfad kann ohne Unterbrechung des Meßkreises von Strom- auf Spannungsmessung umgeschaltet werden.
Gleichstrom: Strommessung mit getrennten Nebenwiderständen 60 mV
6 Spannungsmeßbereiche: 0,06 . . . 600 V       Klasse 1,5
Wechselstrom: 12 Strommeßbereiche: 0,0012 ... 150 A
5 Spannungsmeßbereiche: 6 . . . 600 V        Klasse 1,5
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Pontavi-Wheatstone

..... arbeitet nach dem Prinzip der Wheatstoneschen Brückenschaltung. Die Pontavi-Schleifdraht-Meßbrücke dient zur schnellen und genauen Widerstandsbestimmung. Ihr Wert liegt vor allem in der einfachen Bedienung und in der klaren Anzeige der Meßwerte. Das Gehäuse selbst besteht aus hochwertigem Isolier-Preßstoff. 5 Meßbereiche für Widerstände von 0,05 . . . 50 000 Ohm.
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Inkavi

Kombinierte Induktivitäts- und Kapazitäts- Meßbrücke, mit Doppelkopfhörer 2x200 Ohm. Je 6 Meßbereiche für Induktivitäten 1uH ... 10 H und Kapazitäten 10 pF ... 100 uF.
Das Inkavi ist infolge seiner eingebauten Meßstromquelle unabhängig vom Netz.

H&B ELIMA Vielfach-Meßinstrumente

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Einleitung

Vielfach-Meßinstrumente der Elavi-Serie sind preisgünstige, einfach zu handhabende Meßinstrumente für Strom- und Spannungsmessungen bei Gleich- und Wechselstrom und für direkte Widerstandsmessungen. Sie sind in besonderem Maße den Erfordernissen des Praktikers angepaßt. Sowohl das Meßwerk als auch das Gehäuse sind so konstruiert, daß sie auch einer rauhen Behandlung auf Montage und im Betrieb voll gewachsen sind.

Elavi-Instrumente sind daher vor allem für den Betriebsingenieur, für den Elektrohandwerker zum Einsatz in der Werkstätte und auf Montage, aber auch für den Reparaturdienst und für Laboratorien geeignet. Die Meßbereiche sind so gewählt, daß sie allen Anforderungen, die in der Praxis normalerweise vorkommen, genügen.

Für besondere Fälle stehen Nebenwiderstände und Stromwandler zur Erweiterung der Meßbereiche zur Verfügung. Durchweg sind für Strom- und Spannungsmessungen nur zwei Meßklemmen vorgesehen, damit in Verbindung mit dem übersichtlich bezeichneten Meßbereich-Wählschalter ein rasch betriebsbereites Instrument für alle anfallenden Meßaufgaben zur Hand ist.

Die übersichtliche Skala erlaubt ein schnelles und fehlerfreies Ablesen. Entweder ist eine einzige gleichmäßig geteilte Skala für Strom- und Spannungsmessungen bei Gleich- und Wechselstrom bestimmt, oder die verschiedenen Teilungen sind so übersichtlich gekennzeichnet, daß Fehlablesungen unmöglich sind. Um auch bei gelegentlichen Überschreitungen der Meßbereich-Endwerte genaue Messungen ermöglichen zu können, ist die Skala um 1 0°/o verlängert. Dadurch werden Messungen an den Grenzen der einzelnen Meßbereiche wesentlich erleichtert. Für die Widerstandsmessungen ist eine getrennte Teilung vorgesehen.
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Elavi 12

Das vielseitig verwendbare Vielfach-Meßinstrument mit 22 Meßbereichen für Strom- und Spannungsmessungen bei Gleich- und Wechselstrom und für direkte Widerstandsmessungen ist ein Betriebsmeßinstrument, das besonders auf die Bedürfnisse von Elektrohandwerkern, Elektromon-teuren und Betriebsingenieuren der Starkstromtechnik abgestimmt ist. Der Innenwiderstand beträgt bei allen Spannungsmeßbereichen 333 Ohm/V. Ströme bis 30 A können direkt gemessen werden. Gegen Mehrpreis ist das Elavi 12 auch in Klasse 1,5 lieferbar.

Elavi 2

Das handliche Vielfach-Meßinstrument für Strom- und Spannungsmessungen bei Gleich- und Wechselstrom bis 10 kHz und für direkte Widerstandsmessungen besitzt 26 Meßbereiche. Das Instrument ist vor allem für den Fernmeldetechniker bestimmt. Zur direkten Widerstandsmessung stehen 2 Meßbereiche von 0 ... 1kOhm und von 0 ... 100 kOhm zur Verfügung. Zum Anschluß der zu messenden Widerstände sind 2 getrennte Meßklemmen angeordnet. Germaniumdioden und ein Innenwiderstand von 3333 Q/V bei allen Spannungsbereichen ermöglichen einen sehr vielseitigen Einsatz auf allen Gebieten der Fernmeldetechnik. Gegen Mehrpreis ist das Elavi 2 auch in Klasse 1,5 lieferbar.
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Elavi 3

Das Elavi 3 ist ein Universalgerät, dessen Meßbereiche, Eigenverbrauch und Frequenzbereich so gewählt sind, daß es sich als universelles Service-Instrument für die Schwachstrom- und die Starkstromtechnik gleichermaßen eignet. Es lassen sich Strom- und Spannungsmessungen bei Gleich-und Wechselstrom ebenso ausführen wie Outputmessungen und direkte Messungen von Widerständen und Kapazitäten.
Die Kapazitätsmessungen werden mit einer Wechselspannung zwischen 110 und 240 V bei einer Frequenz zwischen 45 und 65 Hz ausgeführt. Der Innenwiderstand beträgt 25 kQ/V bei Gleichspannung und 2 kQ/V bei Wechselspannung. Das Gerät ist in allen Meßbereichen gegen Überlastung durch einen Magnetschalter gesichert.
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Elavi 4

Das Elavi 4 ist ein reines Schwachstromgerät und vornehmlich für den Einsatz in der Rundfunk-, Fernseh- und Phonotechnik gedacht. Es lassen sich Strom- und Spannungsmessungen bei Gleich- und Wechselstrom (Strommeßbereiche nur für Gleichstrom) ebenso ausführen wie Outputmessungen und direkte Messungen von Widerständen und Kapazitäten. Kapazitätsmessung wie bei Elavi 3. Der Innenwiderstand beträgt 100 kQ/V bei Gleichspannung und 20 kQ/V bei Wechselspannung. Das Gerät ist in allen Meßbereichen gegen Überlastung durch einen Magnetschalter gesichert.
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Elohmi 2

Das handliche Taschenohmmeter ist ein universell verwendbarer Widerstandsmesser und Durchgangsprüfer mit drei Meßbereichen, der auch die überschlägige Messung von Kapazitäten durch den Stromstoß bei der Aufladung des Kondensators gestattet.
Als Spannungsquelle dient eine leicht auswechselbare 1,5V-Zelle einer 3V-Stabbatterie. Mittels eines auf Wunsch lieferbaren Paßstückes kann auch eine Miniaturzelle für Schwerhörigengeräte verwendet werden. Das leichte Instrument kann bequem in der Tasche mitgeführt werden. Klasse 1,5 Gewicht: 0,1 7 kg
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Elavi HO

Die 28 Meßbereiche, der geringe Eigenverbrauch und der durch die Germaniumdioden bedingte große Frequenzbereich machen das Elavi HO zu einem Spezialinstrument für Rundfunk, Fernsehen und Phonotechnik. Die Gleichspannungsbereiche haben einen Innenwiderstand von 33 kQ/V, die Wechselspannungsbereiche von 10 kQ/V. Die Wechselstromskala ist durch einen roten Strich deutlich gekennzeichnet. Für die Widerstandsmessungen sind zwei Batterien eingebaut: Eine 1,5-V-Zelle für die Bereiche 0 ... 10 kQ und 0 ... 1 MQ und eine 15-V-Kleinbatterie für den Bereich 0 ... 10 MQ. Gegen Mehrpreis ist das Elavi HO auch in Klasse 1,5 lieferbar
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MESSGERÄTE ZUBEHÖR 1

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BREITBAND-SYMMETRIERGLIED 6025 30 . . . 600 MHz
Für den Anschluß von Fernsehgeräten mit symmetrischem 240-Q-Eingang an Meßeinrichtungen mit 60 Q asymmetrischem Ausgang (z. B. Wobbeisender 6016 und WS 3, Fernseh-Signalgenerator 372, Bildmustergenerator SG 3). Anpassungsfehler ca. 20%. Ausführung 6025 A für AM-FM-Abgleichsender AS 2 u.6031

MESSBECHER MK 2
mit Anschlußkabel für Wobbeisender 6016 und WS 3 sowie FS-Signalgenerator 372. Ermöglicht das kapazitive Einkoppeln der Meßspannung auf eine Röhre, z. B. die Mischröhre eines Kanalwählers.

UKW-ABSCHWÄCHER 6044
(-60 dB) für AM-FM-Abgleichsender 6031 und AS 2 ist ein zusätzlicher Spannungsteiler für den Abgleich von UKW-Geräten. Vermindert die Meßspannung bis zur Rauschgrenze der modernen FM-Empfänger.

KUNSTLICHE ANTENNE 6045
Für AM-FM-Abgleichsender 6031 und AS 2. Besonders vorteilhaft zu verwenden bei dem Abgleich der Vorkreise bei AM-Rundfunkgeräten.

HOCHSPANNUNGSMESSTASTE Ausführung 6017
D: Für Röhrenvoltmeter RV 11, lieferbar für die Spannung 30 kV (290 MQ).
Ausführung 245: Für Universal-Röhrenvoitmeter 159, RV 2 und RV 3. Dient zur Erweiterung des Gleichspannungsmeßbereiches. Lieferbar für die Spannungen 3 kV, (60 MQ), 10 kV (270 MQ), 30 kV (870 MQ).

GREIFKLEMME ZK 2
verwendbar bis 50 MHz, speziell geeignet für Wobbier und andere Generatoren. Ermöglicht eine leicht zu lösende Verbindung zwischen Meßobjekt und Eingang Marken-addierstufe am Generator. Einspeisung der Signalspannung niederohmig.

ANSCHLUSSKABEL 6046 A
mit eingebautem Trennkondensator und 60 Q Abschluß dient zum Anschluß eines asymmetrischen Verbrauchers an den Wobbeisender 6016 und WS 3.

GLEICHSPANNUNGSPRUFSPITZEN
Ausführung 247 B
Ausführung 247 C mit eingebautem 200-kQ-Widerstand für Röhrenvoltmeter 159, RV 2, RV 3, RV 11.
Symmetrier-Ubertrager RVZ 11 für Röhrenvoltmeter RV54, RV 55, RV 56.
Schutzdeckel 6021 / RV 3 zur Aufnahme mitgelieferten Zubehörs und zum Schutz des Röhrenvoltmeters RV 3.
Schutzdeckel 6021 /SV 1 zum Schutz des Signalverfolgers SV1.

Lichtschutztubus LT 71 für Oszillographen 219, W 2/6023, W 3/6013, G4, G5.
Lichtschutztubus LT 72 für Meßoszillograph MO 5. Lichtschutztubus LT 131 für Oszillograph MO 15 und J015. Lichtschutztubus LT 133 für Oszillograph JO 16, W 2/13. Kontrastfilter F 1 31 für Oszillograph MO 5, JO 16, W 2/1 3. Kontrastfilter F 71 für Oszillograph MO 5. Polarisationsfilter F 101 für Oszillograph hAO 15 u. JO 15.
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MESSGERÄTEZUBEHÖR 2

TASTKÖPFE FÜR OSZILLOGRAPHEN :

SPANNUNGSTEILERTASTKOPF
Dieser Tastkopf dient zum besonders hochohmigen und kapazitätsarmen Anschluß eines Oszillographen an ein Meßobjekt (phasenkompensiert).
Teilerverhältnis bei Anschluß an Meßverstärker: 20 : 1 Teiler-Tastkopf TK 2, Eingangsimpedanz: 10 MQ II 10 pF für Oszillograph W 2/13, G 5/7, MO 5, MO 15, JO 15, JO 16 Teiler-Tastkopf 708, Eingangsimpedanz: 10 MQ II 8 pF Teiler-Tastkopf 708 für Breitband-Oszillograph 705 A Teiler-Tastkopf 708 A für Werkstatt-Oszillograph 219 Teiler-Tastkopf 708 B für Werkstatt-Oszillograph W 3/6013 Teiler-Tastkopf 708 C für Werkstatt-Oszillograph W 2/6023 Teiler-Tastkopf 708 D für Oszillograph G 4 Teiler-Tastkopf 708 E für Oszillograph G 5

DEMODULATOR-TASTKOPF (HF-Tastkopf HK 2 und HK 3)
Mit diesem Tastkopf können in Verbindung mit dem Röhrenvoltmeter RV 11 bzw. RV 3 Absolutmessungen von HF-Spannungen in einem großen Frequenzbereich durchgeführt werden. Darüber hinaus ist der Tastkopf noch als Indikator für Oszillographen verwendbar, da seine niederfrequente Anzeigebandbreite ca. 4 kHz beträgt. Er eignet sich ferner zur:
Demodulation und Kontrolle des Modulationsgrades modulierter HF-Sender, sofern die Modulationsfrequenz <C 4 kHz. Signalverfolgung in Verstärkern und Empfängern.
Messung an nichtlinearen Bauelementen (Dioden, Transistoren u. ä.) mit geringer HF-Spannung, wobei die im allgemeinen mit 800 Hz modulierte HF demoduliert und die NF anschließend zur Erhöhung der Anzeigeempfindlichkeit verstärkt wird.
Weiterhin kann in Verbindung mit einem Wobbier und Oszillographen der Frequenzgang von Filtern, Verstärkern, Resonanzkreisen usw. untersucht werden.
Bei allen diesen Anwendungen wirken sich besonders der große Frequenzbereich von 200 kHz bis 2000 MHz und die geringe Eingangskapazität des Tastkopfes von ca. 1,4 pF günstig aus.

KAPAZITIVER SPANNUNGSTEILER-TASTKOPF VST 24
Um bei der Messung der HF-Vormagnetisierungsspannung bei Tonbandgeräten durch die Belastung der Eingangskapazität eines Röhrenvoltmeters einschließlich des Anschlußkabels das Meßergebnis nicht zu verfälschen, steht der kapazitive Spannungsteiler-Tastkopf VST 24 zur Verfügung. Er hat eine Eingangskapazität von ca. 3 pF und teilt die HF-Spannung im Verhältnis 1 :1000.
Der Meßbereichschalter des Röhrenvoltmeters steht dann auf einem der Millivolt-Bereiche und die Spannung wird auf der Skala direkt in Volt abgelesen. Der Tastkopf kann für alle Miüi-voltmeter mit einer Eingangskapazität von ca. 30 pF verwendet werden.
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GRUNDIG H&B DIGITAL-MESSTECHNIK 1963

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DIGITAL-VOLT-OHM-METER DV 42

Das Digital-Volt-Ohm-Meter DV 42 ist ein elektronisch messendes Gleichspannungsvolt- und Ohmmeter für schnelle und genaue Gleich-spannungs- und Widerstandsmessungen. Die ermittelten Meßwerte werden in übersichtlicher Einzeilenanzeige mit helleuchtenden Ziffernröhren dargestellt.

Als digital arbeitendes Meßgerät besitzt das DV 42 erhebliche Vorteile gegenüber analog anzeigenden Geräten. So fallen - verglichen mit einem Zeigerinstrument - die durch Mehrfachskalen, parallak-tische Ablesefehler, richtige Polaritätswahl usw. hervorgerufenen Irrtümer weg.

Die Anzeige der Meßergebnisse erfolgt mit automatischer Angabe der Meßart und der Polarität. Ein Dezimalkomma wird ebenfalls angezeigt. Die Meßgenauigkeit des DV 42 beträgt 0,2% für Gleichspannungs- und 0,5% für Widerstandsmessungen.

Die Messungen werden durch periodisches Abfragen der Meßgrößen vorgenommen. Hierbei kann die Meßhäufigkeit von 0,2 ... 5s variiert werden. Bei speziellen Meßprogrammen kann die Meßhäufigkeit auch extern gesteuert werden.

Das Digital-Volt-Ohm-Meter hat vier Gleichspannungsmeßbereiche von 1, 10, 100 und 1000V Endwert. In den drei Bereichen 1, 10 und 100V kann der Meßbereich bis um 50% überschritten werden. Für Widerstandsmessungen sind vier Bereiche von 10 kQ, 100 kQ, 1 MQ und 10 MQ Endwert vorhanden. Für Vergleichszwecke sind eine thermostatkontrollierte Eichspannung von 1 V und ein Normalwiderstand von 10 kQ verfügbar.
Die Anzeigeergebnisse können für Registrierzwecke, zum Ansteuern einer Großsichtanzeige u. ä. elektrisch ausgegeben werden.
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CODE-PLATTE VC 43

Die Code-Platte VC 43 ermöglicht das Ausgeben der Zählwerte der Digital-Volt-Ohm-Meter DV 41 und DV 42 für Registrierung mit Zählbetragdruckwerken. Sie läßt sich mit wenigen Handgriffen in die Digitalvoltohmmeter einsetzen.
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UNIVERSALZÄHLER UZ 71

Der Universalzähler UZ71 ist ein volltransistorisiertes digitales Meßgerät. Neben vielseitigen Meß- und Zählaufgaben ist das Gerät besonders bei Frequenz-, Frequenzverhältnis-, Periodendauer- und Zeitdauermessungen anzuwenden. Weiterhin können alle Messungen auf vielen Gebieten der Technik, die sich auf diese vier Grundbetriebsarten zurückführen lassen, mit dem Universalzähler durchgeführt werden.

Die gemessenen Zählergebnisse werden gespeichert in übersichtlicher Einzeilenanzeige mit helleuchtenden Ziffernröhren dargestellt. Die elektrische Ausgabe der Meßergebnisse für externe Registrierzwecke erfolgt ebenfalls gespeichert.

VOR-RÜCKWÄRTSZÄHLER RZ 61

Der Vor-Rückwärtszähler RZ 61 ist ein volltransistorisiertes digitales Zähl- und Positionierungsgerät. Mit ihm lassen sich anfallende Steuerungs- und Positionierungsaufgaben, z. B. die Steuerung von Werkzeugmaschinen, schnell und genau lösen. Die ermittelten Zählergebnisse werden gespeichert und in übersichtlicher Einzeilenanzeige mit helleuchtenden Ziffernröhren dargestellt. Die elektrische Ausgabe der Zählergebnisse für externe Registrierzwecke erfolgt ebenfalls gespeichert.

FREQUENZZÄHLER FZ 41

Der Frequenzzähler FZ 41 ist ein volltransistorisiertes digitales Meßgerät. Mit ihm lassen sich Frequenz- und Periodendauermessungen durchführen. Die gemessenen Zählergebnisse werden in übersichtlicher Einzeilenanzeige mit helleuchtenden Ziffernröhren dargestellt.

Die mit dem Frequenzzähler ermittelten Meßwerte lassen sich auf vier Anzeigestellen mit einer Genauigkeit bis zu 0,5 • 10 ~4 pro Woche darstellen und auswerten. Die Messungen mit dem Gerät werden durch periodisches Abfragen der Meßgrößen vorgenommen.
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VORWAHLZÄHLER VZ41/VZ 51

Der Vorwahlzähler VZ 41 / VZ 51 ist ein volltransistorisiertes digitales Zähl- und Positionierungsgerät. Mit ihm lassen sich einfachere Steuerungs- und Positionierungsaufgaben lösen. Die gemessenen Zählergebnisse werden in übersichtlicher Einzeilenanzeige mit hell leuchtenden Ziffernröhren dargestellt.

Das Gerät läßt sich mit optischen, magnetischen oder mechanischen Gebern ansteuern. Die Eingangssignale können beliebiger Kurvenform sein, da der Eingangsverstärker sie automatisch durch Begrenzung in Rechteckimpulse umwandelt. Der Einsatzpunkt der Begrenzung ist kontinuierlich von Spannungsanstieg bis -abfall der Signale wählbar. Das Gerät läßt sich mit Meßsignalen im Frequenzbereich 0 ... 10kHz auslösen.

Die Bedienungsknöpfe für den Abschwächer und Triggerpegel befinden sich im Gerät und können nur von innen bedient werden.

Der Vorwahlzähler VZ 41 / VZ 51 ist mit vier bzw. fünf Zähldekaden bestückt und ermöglicht bei einer entsprechenden Erweiterung eine bis zu 10fache Zahlenvorwahl. Sobald das Zählergebnis mit der eingestellten Vorwahl übereinstimmt, erfolgt die Ausgabe des Steuerbefehles über Relais.
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ELEKTRONISCHE ABFRAGE-EINRICHTUNG

Das Anwendungsgebiet der elektronischen Abfrage-Einrichtung erstreckt sich auf alle jene Fälle, in denen an verschiedenen Meßstellen eine Vielzahl von Meßwerten anfällt, die in einer zentralen Stelle erfaßt und ausgewertet werden sollen.

Das Gerät arbeitet nach dem Zeitmultiplexverfahren, d. h. die einzelnen Meßstellen werden zeitlich nacheinander zur Auswertestelle durchgeschaltet. Durch den Aufbau im Baukastensystem ist das Gerät nahezu unbegrenzt erweiterungsfähig und läßt vielfältige Kombinationen in der Zahl der Eingänge und Ausgänge zu. Die Bausteine des Gerätes sind Parallel-Serien-Wandler und Stromversorgungsteil.

Der Parallel-Serien-Wandler besitzt maximal 24 Eingänge mit je vier Spuren. Als Code ist ein beliebiger vierspuriger Binärcode vorgesehen. Die Eingabe erfolgt durch Dauerspannungen. Der Ausgang des Parallel-Serien-Wandlers ist ebenfalls vierspurig, die Ausgangscodierung ist jedoch nicht notwendig identisch mit der Codierung der Eingangssignale.

Zu dem vierspurigen Informationsausgang gehören noch drei weitere Kanäle, die ein Ziffernkontrollsignal bzw. eine Quersummenprüfung und gegenüber der Information um 0,5 msec verzögert ein Druckkommando enthalten. Die Steuerung des Parallel-Serien-Wandlers erfolgt extern. Dabei ist die Einleitung eines Zyklusses von einem Steuerkommando abhängig, das zur Unterscheidung vom vorhergehenden Zyklus eine Leerzeile im Lochstreifen hervorruft. Die Weiterschaltung erfolgt im Zusammenwirken mit der angeschlossenen Lochstreifenstanze. Durch diese wechselseitige Steuerung wird die maximale Stanzgeschwindigkeit des Streifenlochers stets ausgenutzt.

Im Zusammenspiel mit einem Schnell-Locher können bis zu 150 Zeichen/sec. in einem 5-8-kanaligen Lochstreifen gestanzt werden.
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ZÄHLDEKADEN ZD 11,21,31,41

Die Zähldekaden ZD 11, ZD 21, ZD 31, ZD 41 sind für eine maximale Zählgeschwindigkeit von 200 kHz ausgelegt. Sie sind als Steckbausteine mit beidseitig gedruckter Schaltung ausgeführt. Die Zähldekaden ZD 11 und ZD 31 sind mit den Röhren PCC88 und die Zähldekaden ZD 21 und ZD 41 mit den kommerziellen Röhren E88CC bestückt. ZD 11 und ZD 31 sind mit festangebrachter und ZD 21 und ZD 41 mit über flexibles Kabel angebrachter Ziffernröhre versehen. Bei Verwendung mehrerer Zähldekaden ist Einzeilenanzeige mit helleuchtenden Ziffern möglich.

Die Zähldekade zählt bei Eingabe von Impulsen von '0' bis '9'. Beim zehnten eintreffenden Impuls schaltet die Dekade von '9' auf '0' und gibt dabei einen Übertragungsimpuls zum Ansteuern einer nächstfolgenden Dekade oder anderer Geräte ab.

Vor Beginn einer Zählung können alle verwendeten Dekaden parallel auf '0' mit einem Rücksetzimpuls gestellt werden. Außerdem kann eine Einstellung auf '9' herbeigeführt werden, wobei dann der erste nach dieser Neunstellung eintreffende Zählimpuls alle Dekaden einer Kette auf '0' schaltet und damit auch am Ende der Dekadenkette ein Ausgangsimpuls abgegeben wird.

Der Abzählvorgang wird bei der Dekade auf eine Untersetzung der Eingabeimpulse zurückgeführt. Es findet ein Binär- und ein Quinär-untersetzer Anwendung. Beide Stufen sind zu einem Dezimaluntersetzer kombiniert. Die Zwischenstellungen bei einer Dezimaluntersetzung werden zur Anzeige der zehn Ziffern '0' bis '9' herangezogen.

Die Stellungen des Quinäruntersetzers sind für die fünf Zahlengruppen "0,1; 2,3; 4,5; 6,7 und 8,9" und die des Binäruntersetzers für die Unterscheidung zwischen geradem und ungeradem Wert eines Zahlenpaares der Zahlengruppe verantwortlich.

Die Anzeigeergebnisse können für Registrierzwecke zum Ansteuern einer Großsichtanzeige u. ä. elektrisch ausgegeben werden. In den Digitalvoltmetern DV 41 und DV 42 wird dazu die Codeplatte VC 43 verwendet.
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ANZEIGEPLATTE AP 11

Die volltransistorisierte Anzeigeplatte AP 11 dient der Darstellung von Zählergebnissen der Zähldekaden ZD 61, ZD 71 und RD 61. Sie ist als Speicherplatte gleichermaßen wie als selbstanzeigende Zähldekade einzusetzen. Das Anzeigeergebnis kann im Dauerspannungs-(DSD) oder Impulsspannungsverfahren (ISD) ausregistriert werden.
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Angewandtes Fernsehen 1963

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FERNAUGE FA 11

Die stabile Ausführung, das hohe Bild-Auflösungsvermögen und eine dem individuellen Einsatz anzupassende Ausstattung sichern dieser Fernseh-Anlage ein breites Anwendungsgebiet. Sie ist für den Betrieb in geschlossenen Räumen unter normalen Bedingungen und selbst für Einsätze unter schwierigsten Verhältnissen gleichermaßen geeignet.

Die Grundausrüstung der Anlage - Kamera, Steuergerät und Bedienungseinsatz - sowie alle übrigen Zubehör-Bauteile sind mit kommerziellen Bauelementen bestückt. Als Aufnahmeröhre wurde ein 1" Vidicon verwendet. Um dieses sind sämtliche für den Betrieb der Kamera erforderlichen Bauelemente und Einzelteile raumsparend gruppiert. Verstärker-, Impuls- und Netzteil sind im Steuergerät untergebracht.

Die automatische Regelung der Empfindlichkeit bei unterschiedlichen Lichtwerten, die Stabilisierung der Schärfe, der Betrieb nach dem Zeilensprungverfahren mittels Frequenzteiler und die Verwendung weiteren Zubehörs - Objektivfernsteuerung, HF-Modulator etc. - bieten die Gewähr für eine universelle Anwendung und eine höchsten Ansprüchen gerecht werdende Leistung.

TECHNISCHE DATEN FA 11

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Stromversorgung:
110 V bis 117V 50Hz (wahlweise 60Hz) 220V bis 240V 50 Hz (wahlweise 60 Hz)
zulässige Netzspannungsschwankung ± 10%
Leistungsaufnahme: max. 220VA
Umgebungstemperatur: Kamera: 50°C
Steuergerät: 50°C
Abmessungen:
Kamera: Breite 96 x Höhe 150 x Länge 220 mm
Steuergerät: Breite 240 x Höhe 400 x Länge 545 mm
Gewichte:
Kamera:   ca. 3 kg
Steuergerät: ca. 25 kg
Ausgangssignal: Positives Bildsignal (BAS) 1,4VS5 an 60 Q, negativ moduliert
Videoverstärker: Bandbreite 7 MHz mit einstellbarer Apertur-Entzerrung
Auflösungsvermögen:
625 Zeilensystem ca. 320.000 Bildpunkte
Geometrie: Fehler kleiner als 1 %
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FERNAUGE FA 30

Den Einsatzmöglichkeiten dieser Fernsehanlage sind durch die Verwendung von Transistoren keine Grenzen gesetzt. Die geringe Wärmeentwicklung, die verhältnismäßig kleinen Abmessungen und nicht zuletzt die Leistungsaufnahme von nur max. 30VA, bei Batteriebetrieb max. 25VA, bieten besonders viele Vorteile und schaffen die Voraussetzung für einen einwandfreien Betrieb unter selbst härtesten Bedingungen.

Die Fernsehanlage FA30 besteht in der Grundausrüstung aus Fernsehkamera, Steuergerät und Bedienungseinsatz. Die Kamera selbst ist mit einer 1"-Aufnahmeröhre vom Vidicon-Typ ausgestattet und enthält nur die für den Betrieb unumgänglich notwendigen Schaltelemente.

Alle übrigen Schaltungs-Bausteine und Sonderbaugruppen wie HF-Modulator, automatische Blendenverstellung, Übertemperaturmeldung usw. sind im Steuergerät untergebracht. Sie sind in gedruckter Schaltung als auswechselbare Platten ausgeführt und ermöglichen zu jeder Zeit eine leichte Anpassung an den jeweiligen Einsatz.

Für die Übertragung feinster Bildeinzelheiten kann durch entsprechende Druckplatten-Bestückung des Steuergerätes eine Bildauflösung von 875 Zeilen erreicht werden.
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TECHNISCHE DATEN FA 30

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Stromversorgung :
110 V bis 117 V / 50 Hz oder 60 Hz
220 V bis 240 V / 50 Hz oder 60 Hz
zulässige Netzspannungsschwankung + 10%
24 V Gleichspannung
Leistungsaufnahme: max. 30 VA (bei Netzbetrieb) max. 25 VA (bei Batteriebetrieb)
Umgebungstemperatur: Kamera: -15°C bis +40°C Steuergerät:   0°C bis +40°C
Ausgangssignal :
Positives Bildsignal (BAS) 1,4VSS an 75 Q, bei HF-Signaiübertragung ca. 0,3 Veff an 60 Q, negativ moduliert
Videoverstärker:
Bandbreite 10 MHz mit einstellbarer Apertur-Entzerrung
Auflösungsvermögen :
Bei 625-Zeilensystem ca. 320.000 Bildpunkte
Bei 875-Zeilensystem ca. 450.000 Bildpunkte
Geometrie: Fehler kleiner als 1%
Abmessungen :
Kamera: Durchmesser ca. 63 mm, Länge ca. 240 mm
Steuergerät: ca. 157 x 256 x 544 mm
Gewichte:
Kamera:   ca. 1,7 kg
Steuergerät:  ca. 9,7 kg
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FERNAUGE-KAMERAGEHÄUSE

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Zum Schutz der Kamera gegen äußere Einflüsse stehen verschiedene Gehäuse-Konstruktionen aus Leichtmetallguß oder Stahlblech zur Verfügung, die auch extremen Umgebungsbedingungen genügen.
1. Dieses wettergeschützte und staubdichte Gehäuse ist zusammen mit dem fernsteuerbaren Schwenk- und Neigekopf vielseitig verwendbar. Es \äfy\ sich im Freien wie in geschlossenen Räumen aufstellen und kann einer Umgebungstemperatur bis zu 50° C ausgesetzt werden. Bei Kühlung durch einen künstlichen Luftstrom oder durch andere geeignete Kühlmittel sind weit höhere Temperaturen möglich. Eine automatische Heizvorrichtung kompensiert den Wärmeverlust und verhindert darüber hinaus den Feuchtigkeitsniederschlag.
2. Sowohl für den Einsatz in schlagwettergefährdeten Grubenbauen als auch in explosionsgefährdeten Betriebsstätten ist das (Sch)-(Ex)-Gehäuse vorgesehen. Es ist ohne zusätzliche Kühlung für Umgebungstemperaturen bis zu 50° C geeignet und entspricht den strengen behördlichen Vorschriften.
3. Für besonders hohe Umgebungstemperaturen wurde ein doppelwandiges Gehäuse für den Kühlwasserdurchlauf konstruiert. Dadurch läßt sich eine maximale Wärmeabfuhr erreichen. Eine Frontscheibe aus Quarzglas und Wärmeschutzfilter schützen die Ausblicköffnung der Kamera vor zu hohen Strahleneinwirkungen.
4. Bei der Ermittlung von Sondierungsergebnissen leistet die Fernseh-Bohr-lochsonde - eine Kamera mit einem Spezialgehäuse und Zusatzgeräten - gute Dienste. Sie läßt sich in vorteilhafter Weise einsetzen und ist dadurch zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel der Baugrundforschung und des Bergbaues geworden.
Ein weiteres Spezialgehäuse wurde für das Unterwasser-Fernsehen entwickelt. Kombiniert mit Unterwasserscheinwerfern ermöglicht es Einsätze bis zu einer Tiefe von 2.000 Metern.
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FERNAUGE-WIEDERGABEGERÄTE

5 und 6 Zur Wiedergabe des von einer Fernaugen-Anlage aufgenommenen Bildes stehen verschiedene Beobachtungsgeräte zur Verfügung. Sie weisen unterschiedliche Bildschirmgrößen auf, die einmal für den verfügbaren Platz und zum anderen für den Betrachtungsabstand von Bedeutung sind. Die Länge der Schirmbilddiagonale kann jeweils aus den Typenbezeichnungen entnommen werden.

Sämtliche Beobachtungsgeräte sind geeignet zur Bildwiedergabe nach der CCIR-Norm mit bzw. ohne Zeilensprung. Die Bildübertragung kann entweder videofrequent oder - bei größeren Entfernungen - mit Hilfe eines zusätzlichen Verstärkers auch trägerfrequent erfolgen.

Der konstruktive Aufbau entspricht in jeder Hinsicht den Anforderungen des Industrieeinsatzes. Automatiken, kommerzielle Bauteile, Langlebensdauerröhren und ein stabiles Metallgehäuse gewährleisten einfachste Handhabung und größte Betriebssicherheit.
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FERNAUGEN IN DER PRAXIS

GRUNDIG Fernaugen sind als moderne Rationalisierungsmittel universell einsetzbar. Sie vermitteln Erkenntnisse über den Verlauf von Vorgängen, deren Ergebnisse für weitere Entwicklungen und Verfahrensfestlegungen von grundlegender Bedeutung sein können. Die Überwachung und Steuerung industrieller Arbeitsabläufe, Übertragungen von mikroskopischen Untersuchungen und Operationen in Hörsäle, Patientenbeobachtung in Krankenhäusern, großstädtische Verkehrsüberwachung sind nur wenige Beispiele aus der Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten.

FERNAUGEN-BANKANLAGE

In zunehmendem Maße verwenden Banken und Sparkassen zur Rationalisierung des Geschäftsablaufs Fernaugenanlagen. Diese bilden vielfach die Voraussetzung für eine einfache und schnelle Kundenbedienung und bieten darüber hinaus ein Höchstmaß an Sicherheit und Diskretion.

Im wesentlichen richtet sich der Anlagenumfang nach dem Publikumsverkehr. Für eine besonders rasche Abwicklung ist die Errichtung eines Autoschalters möglich.

Jede Fernaugenanlage wird nach den individuellen Erfordernissen des Einzelfalles geplant und gebaut.

Die Grundbausteine sind:

A) Fernsehkamera mit Signierwerk
B) Bedienungspult am Geberplatz
C) Umschaltzentrale
D) Empfänger
E) Bedienungspult am Empfangsplatz
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Beispiel Industrie

Überwachung und Steuerung einer Großraum-Transportanlage
Patienten-Beobachtung © ®
Demonstration im Unterricht ®
Übertragung von Oszillogrammen ®
Übertragung mikroskopischer Bilder (5)
FS-Empfangsgerät ® mit mikroskopischem Bild

FERNAUGEN-VERKEHRSANLAGEN

Die zentrale Beobachtung und Steuerung des Verkehrs in Großstädten, auf Wasserwegen und Flughäfen sind zu einem immer stärkeren Erfordernis geworden. GRUNDIG Fernaugen haben vielerorts diese Aufgabe in hervorragendem Maße gemeistert. In München beispielsweise werden mit 17 Fernaugen ca. 20 Kilometer Straßenlänge beobachtet und der Verkehr von einer Zentralstelle aus gesteuert und in Fluß gehalten.

© Zwei Fernaugen beobachten eine Schleusenanlage
© Fernauge auf dem Stachus in München
® Bildschirmwand im Münchener Polizeipräsidium
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