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Vorwort zu den Grundig Messgeräten und der Tochter "GRUNDIG ELECTRONIC"

katalog 1963 (2)

Max Grundig hatte nach dem Ende des 2. Weltkrieges einen schweren Stand, in dem ziemlich zerstörten Raum Nürnberg / Fürth wieder von Neuem anzufangen. Nachdem andere Zeitgenossen (oder reichsdeutsche Volksgenossen) völlig resigniert hatten, besann er sich auf seinen ungebremsten Unternehmergeist und analysierte die Lage und stellte fest, wenn man die alten noch vorhandenen Vorkriegs-Radios reparieren wollte bzw. sollte, brauchte man dazu auch Messgeräte. Und nicht nur er brauchte diese Meßgeräte, viele andere Kleinstfirmen auch.

Und weiterhin erkannte er, daß unter den - laut Entnazifizierung belasteten - Ingenieuren, die bei den Amerikanern nicht entlastet wurden, eine große Anzahl sehr fähiger genialer Menschen war. Und die sammelte er so nach und nach durch Mund zu Mund- Propaganda ein. Dort im Frankenland an der Grenze zur Tschechoslowakei kamen ja auch hunderttausende von aus den Ostgebieten Vertriebenen an, die nichts mitgebracht hatten als ihren Kopf und vielleicht noch einen Koffer.
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Und so ging es los mit dem Chef als energiegeladene Zugmaschine und auch gleich die ersten Produkte wurden Erfolge.
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Es gab noch mehr sogenannte "Startups" nach dem April 1945

Ein Produkt von Sennheiser

Sehr ählich ging es bei der Fernseh GmbH in Darmstadt zu, auch dort sammelten sich die alten schlauen Kopfe. fast alle Mitarbeiter vonTelefunken und der fernseh AG waren "belastet", konnten also an anderer Stelle nicht eingestellt werden. Und auch die alten in ganz Europa verstreuten FESE Mitarbeiter, die sich auch dort so langsam wieder trafen, hatte brilliante Ideen. So entwickelten sie quasi nebeneinander Röhrenprüfgeräte und einfachste Oszilloscope und Röhrenvoltmeter, ohne die man ja nichts reparieren konnte.

Und in Frankfurt gab es die Firma "Hartmann & Braun" mit einer ebenfalls brillianten Entwicklermannschaft. Und in der Nähe von Hannover entwickelte sich in einem Bauernhof die neue Firma des Dr. Fritz Sennheiser, anfänglich als "LABOR W" (der Ort hieß Wennebostel) benannt, deren Chef neben den bekannten Mikrofonen auch Audio- Messgeräte entwickelte.
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Das sprach sich auch bis nach Fürth rum ...

Und Max Grundig gliederte deren Geräte in sein Meßgeräte-Angebot ein. Von Hartmann & Braun ließ er sich spezielle erschwingliche Meßgeräte entwickeln, anfänglich erstmal für die eigene Produktion enorm wichtig. An seinen Produktionsstraßen plazierten seine Ingenieure eine erstaunlich große Anzahl von Meßgeräten, denn eine Reparatur eines fertig produzierten Gerätes, das aber nicht funktionierte, das war teurer.
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Messgeräte für die Werkstatt

Wann und warum sich die Wege von H&B und GRUNDIG dann später trennten, ist noch nicht recherchiert, wird aber bestimmt in irgendeinem SPIEGEL-Artikel auseinander genommen.

Nach der Ausgliederung der GRUNDIG ELECRTRONIC aus dem Kernunternehmen entwickelten deren Ingenieure immer weiter neue Messgeräte für die vielen Werkstätten und dazu Produkte für das "Angewandte Fernsehen", ebenfalls wie die Kollegen der "Fernseh GmbH" in Darmstadt.
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Wie weit von dort einzelne Spezial-Produkte zugekauft oder "mitvertrieben" wurden, kommt noch.
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