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Das Innenleben
die beiden Anzeigebausteine
der "Shunt"

Type 1 ist ein 15 Volt / 2 Ampere Trafo-Netzgerät (30W) aus 2014

Unser erstes China-Netzteil hatten wir 2014 gekauft und "durchleuchtet" (also aufgeschraubt). Es stellte sich schon lange die Frage, was kann man für so wenig Geld erwarte, also nicht "verlangen" ?

Was kann man also für 39.- Euro wirklich erwarten und was war mir beim Einblick in das Gerät aufgefallen ? Die Chinesen hatten sogar einen getränkten 230 Volt / 50 Watt Trafo mit 3 Sekundärspannungen eingebaut - ganz erstaunlich.

Die Platine mit dem Leistungsteil ist (nur) aus Pertinax mit einseitigen Leiterbahnen und war "so so", vor allem sehr "übersichtlich" aufgebaut und bestückt. Die Bestückung mit Bauteilen ist großzügig und musergültig. Die meisten Kabel waren direkt verlötet, wenige andere waren mit stromfesten Kabelschuhen gesteckt und isoliert.. Die Laststrom-Kabel waren alle verlötet und erstaunlich dick.

Der eigentliche Regeltransistor ist ein ganz normaler 2N3055 auf einem großen Kühlkörper auf der Rückseite des verschraubten Stahblechgehäuses. Die Erdung und Netzzuleitung und Absicherung entspricht wirklich deutschen Normen.

Die sehr saubere doppelseitige Anzeigen-Platine ist direkt hinter der Frontplatte angeordnet und hatte die LCD Treiber Bausteine für Spannug und Strom drauf und daran sind die beiden ganz normalen analogen Potentiometer angeschlossen.

Besonders auffällig war der große "Shunt" auf einer separaten Platine, (sieht aus wie eine Luft-Spule) - ein recht genauer Strom-Meßwiderstand, an dem die Meßspannung für die Strombegrenzung abgenommen wird.

Die Ausgangsspannung vorne an den Buchsen ist potentialfrei, das ist zum Koppeln von 2 Spannungen (±15 Volt) sehr wichtig. Die Kabel sind für 2A Laststrom fast alle überdimensioniert.
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Resume : Der Aufbau macht einen insgesamt beeindruckend guten Eindruck.
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Die nächste Generation einrr ähnlichen Type bekamen wir im Januar 2016

Im Jan. 2016 mußte aufgestockt werden, also wurden weitere zwei von dem Typ1a-Gerät beim gleichen Lieferanten bestellt. Doch die Neuen waren etwas niedriger und hinten auf dem Kühlblech war kein 2N3055 mehr drauf, ein Grund zum Reinschaun. und der Netzschalter war nicht mehr beleuchtet.

Innen wurde optimiert und es ist jetzt mehr Platz als früher vorhanden. Alleine der etwas wirre Kabelverhau ist etwas befremdlich. Die Trafobleche sind inzwischen nicht mehr verschraubt, sondern vermutlich verweißt und mit einer dicken Stahlblech- Schirmung mit dem Chassis verschraubt, aber jetzt nur noch mit 2 Schrauben - man kann also noch sparen. Der Trafo ist nach wie vor tauch-getränkt !!! Die 230 Volt Anschlüsse sind isoliert !!!

Aus der großen Pertinax Platine von Typ 1a (oben) ist eine deutlich kleinere Epoxydharz Platine geworden, die an der Rückwand montiert ist und alle Regler-Bauteile ethält.

Layout, Aufbau und Bestückung der Platine sind sehr ordentlich. Sie haben gelernt, die Chinesen. Auch die eingebauten Bauteile sind auf hohem Niveau.

Für die Anzeigen-Platine wurden moderne SMD-Techniken eingesetzt und auch moderne Chips verwendet. Die Versorgungsspannung wird direkt auf dieser Platine gemacht.

Unten neben dem Netzschalter sieht man die Platine mit den Ausgangsbuchsen und den Meßwiderständen, auch deutlich verkleinert.

Neu sind jetzt zwei auffallende Leuchtdioden vorne auf der Front direkt neben den beiden Potentiometern, die anzeigen, ob sich das Netztgerät bereits im Strombegrenzungsmodus befindet (rot) oder noch im "grünen" Bereich. Das ist hilfreich und sehr gesund.
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Für beide Varianten des Typ1 Gerätes gilt :

Die Trafos brummen nicht, die Geräte arbeiten nahezu lautlos. Das ist für den Betrieb von Edelvorverstärkern ganz wichtig. Ab einer gewissen Ausgangsspannung wird mit einem Relais die sekundäre Versorgungsspannung des Trafos auf die 2.Stufe hoch- bzw. umgeschaltet. So wird bei niedrigen Spannungen und vollem Strom die Verlustleistung der analogen Regelung reduziert.

Die beiden Steller (Drehpotis) sind gut dimensioniert, es läßt sich gut mit arbeiten. Auch die beiden Anzeigen sind angenehm dezent beleuchtet.

4 Dezimal-Stellen bei der Spannung sind wirklich voll ausreichend und 3 Stellen beim Strom genügen ebenfalls allen Anforderungen. Die beiden neuen Leuchtdioden C.V. und C.C sind auch von weitem gut zu erkennen. Da macht die Arbeit richtig Spaß.
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