Sie sind hier : Startseite →  Hifi Hersteller (1) Deutschland→  Grundig (3) Audio-Meßgeräte→  Grundig Messgeräte 1959 (8.59.05)

Max Grundig baute mehr als nur Omas Radios und Fernseher

Max Grundig hatte von Anfang an ein Händchen, wie man einen Markt aufrollen konnte. Das hatte er direkt nach dem Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft und der gesamten gesellschaftlichen Infrastruktur im Sommer 1945 allen anderen Zauderern vorgemacht. - Daß sein Konzept über Jahrzehnte funktionierte und das Konzept der aufstrebenden Japaner nicht so ganz funktionierte, können wir in der GRUNDIG-Historie nachlesen. Also nicht alleine der Preis und die Qualität der Produkte mußte bei Max Grundig stimmen, auch die Unterstützung der "Partner" und deren Dienstleistungen mußte stimmen. Die GRUNDIG ELECTRONIC Kataloge waren aber nicht so weit verbreitet wie Max Grundigs Radio und Fernseh-REVUE.

.

Unser allererster "GRUNDIG-WERKE" Katalog aus 1959 (8.59.05)

.

MESSGERÄTE "FÜR FORSCHUNG, ENTWICKLUNG, FERTIGUNG und KUNDENDIENST"

Ein großes Entwicklungslaboratorium, ausgerüstet mit Einrichtungen, die laufend dem neuesten Stand der Technik angepaßt werden, dient der Vervollkommnung und Erweiterung unseres umfangreichen Meßgeräte-Programms. Der ständige Erfahrungsaustausch mit unseren Kunden in aller Welt und die aus der eigenen Rundfunk-, Fernseh-und Tonbandgeräte-Fertigung gewonnenen Erkenntnisse garantieren engste Verbundenheit mit der täqlichen Praxis.

Mit Sicherheit werden die für die jeweilige Klasse geltenden Genauigkeitswerte eingehalten durch die hochwertigsten Einzelteile, wie kommerzielle Röhren und durch eine bis ins letzte durchdachte Fertigungs- und Prüftechnik.
.

INHALTSVERZEICHNIS

  • Seite / Kapitel / Produktname
  • 4 Universal-Röhrenvoltmeter RV 2
  • 5 Oszillograph G 4
  • 6 Oszillograph G 5
  • 7 Breitband-Oszillograph W 10
  • 8 Oszillographen-Zubehör
  • 9 Rechteckgenerator RG 3
  • 10 AM-FM-Abgleichsender AS 2
  • 11 Resonanzmeter 701 und 709
  • 12 Wobbeisender 6016
  • 13 Fernseh-Signalgenerator 372
  • 14 Regel-Trenn-Transformafor RT 3
  • 15 Schwebungssummer 295
  • 16 Tonfrequenz-Röhrenvoltmeter RV 51
  • 17 Röhrenvoltmeter RV 54
  • 18 Signalverfolger SV 1
  • 19 Ableitstrom-Mefjgerät JM 1 Klirrfaktor-Meßbrücke KB 2
  • 20 Aussteuerungs-Zeiger UP 1 Scheinwiderstandsprüfer ZP 1
  • 21 Stabilisiertes Netzgerät 6007
  • 22 Stabilisiertes Netzgerät SN 3
  • 23 Widerstands-Dekade RD 1 und RD 2 Kapazitäts-Dekade CD 1 Induktivitäts-Dekaden LD 1, LD 2 und LD 3
  • 24 Strahlenwarngerät 6030
  • 25 Dosisleistungsmesser 6058
  • 26 Multavi II, Multavi 5r Multavi 5 Rf Multavi S, Multavi HO Pontavi-Wheatstone
  • Inkavi Monavi O 1 Monavi O 2
  • 27 Meß-Plätze

.

Prüfplatz 1

Prüfplatz zum Abgleich und zur Kontrolle von Rundfunkgeräten (von links nach rechts)
.

  • 1) Rundfunkgerät
  • 2) vorne Resonanzmeter zur Kontrolle der Oszillatorfrequenzen bzw. zur Überprüfung der ZF-Schwingkreise
  • 3) Regeltrenntransformator
  • 4) Signalverfolger SV 1 für die Einkreisung von Fehlern im HF- und NF-Teil
  • 5) Oszillograph G 4 zur Kurvenform-Kontrolle des HF- Oszillators und in Verbindung mit dem Wobbeiteil des Abgleichsenders AS 2 zum Abgleich der ZF-Kurven
  • 6) Abgleichsender AS 2 zur Überprüfung und zum Abgleich des HF-Teiles
  • 7) Universal-Röhrenvoltmeter RV 2 (6062) für Widerstands- und Gleichspannungsmessungen

.

Prüfplatz 2

Fernseh-Service Meßplatz (von links nach rechts):
.

  • 1) Fernsehchassis
  • 2) Oszillograph G 4 zur Abtastung der Impulse im Ablenkteil und zusammen mit dem Wobbeisender 6016 zur Abbildung von HF- und ZF-Kurven
  • 3) Regeltrenntransformator zur galvanischen Trennung des Fernsehgerätes vom Starkstromnetz
  • 4) Universal-Röhrenvoltmeter RV 2 (6062) für Spannungs- und Widerstandsmessungen
  • 5) Wobbeisender 6016
  • 6) Fernseh-Signalgenerator 372. Das Gerät liefert am Video-Ausgang ein vereinfachtes BAS-Signal, sowie am HF-Ausgang eine mit Bild und Ton modulierte Hochfrequenzamplitude, so daß auch bei Fehlen des Sender-Testbildes, Abgleicharbeiten, wie die Beseitigung von Geometriefehlern, Einstellung des Biidausschnittes u. ä., vorgenommen werden können.

.

Prüfplatz 3

Aufbau eines NF-Reparaturplatzes zur Überprüfung von Tonbandgeräten, bestehend aus (von links nach rechts):
.

  • 1) Schwebungssummer 295 und
  • 2) Röhrenvoltmeter RV 54 zur Feststellung des Frequenzganges, zur Messung des Störabstandes, sowie zur Einstellung der Oszillator-Amplitude
  • 3) Oszillograph G 4 zur Kontrolle der Kurvenform des verstärkten NF-Signals, sowie der HF-Amplitude
  • 4) Zweitlautsprecher für das Tonbandchassis
  • 5) Signalverfolger SV 1 für die Störungssuche im NF-Teil des Gerätes
  • 6) Universal-Röhrenvoltmeter RV 2 (6062)
  • 7) Regeltrenntransformator RT 3

.

GRUNDIG-MESSGERÄTE und H&B

.

  • GRUNDIG-Meßgeräte zeichnen sich deshalb durch unbedingte Zuverläßigkeit im Betrieb aus. Ihre Betriebssicherheit - unter allen Umständen - ist sichergestellt durch Dauerprüfungen, u. a. in Klimaschränken etc., sowie durch lange praktische Erfahrung.
  • GRUNDIG Meßgeräte sind robust gebaut und ermöglichen jeden Einsatz auch unter schwierigsten Betriebsbedingungen.
  • GRUNDIG Meßgeräte sind in ihrer Bedienbarkeit vorbildlich. Der geschickte Aufbau sorgt für eine leichte Zugänglichkeit und Auswechselbarkeit aller Teile.
    Durch sorgfältigste Auswahl aller Einzelteile und Auswertung der Erkenntnisse aus Entwicklung und Konstruktion gelang es, die Abmessungen und Gewichte unserer Geräte auf ein Minimum zu beschränken.
  • GRUNDIG Meßgeräte sind vielseitig einsatzfähig für die verschiedensten Anwendungen durch ein reichhaltiges Programm an Zubehörteilen und Zusatzgeräten.
    Und noch eins: Der weltweite GRUNDIG Kundendienst berät Sie gern und hilft Ihnen schnell und zuverlässig !

.

UNIVERSAL-RÖHRENVOLTMETER RV2 (6062)

Die moderne Gerätetechnik erfordert ein praktisch verlustloses Messen, also ein Meßgerät mit sehr hohem Innenwiderstand. Das Röhrenvoltmeter RV 2 arbeitet in Brückenschaltung, wobei die beiden Röhren als Impedanzwandler dienen. Hierdurch wird erreicht, daß das Röhrenvoltmeter einen großen Eingangswider- stand erhält und für das im Katodenkreis liegende Anzeige- instrument ein besonders stabiles Meßwerk benutzt werden kann.

Zusätzlich erhältliche Hochspannungsmeßtasten erweitern den Gleichspannungsmeßbereich auf 3, 10 bzw. 30kV, wobei mit der 30kV-Taste in der empfindlichsten Stellung noch ein Vollaus- schlag von 30V bei einem Innenwiderstand von 900MOhm erreicht wird.

Der mit einer Duodiode ausgerüstete Tastkopf für NF- und HF-Messungen arbeitet als Einweg- gleichrichter. Das zweite Diodensystem dient zur Kompensation des Diodenanlaufstromes. Bei Wechselspannungsmessungen ist allerdings zu beachten, daß der Tastkopf reine Spitzen- spannung mißt, also die Kurvenform der Meßspannung eingeht, ein Vorgang, der aber auch für alle übrigen Meßinstrumente mit Ausnahme der Thermoinstrumente zutrifft.

Mit einem mitgelieferten Aufschraubspannungsteiler kann der Wechselspannungsbereich auf 300 V erhöht werden. Die Widerstände werden durch Bestimmung der an ihnen abfallenden Gleichspannung gemessen.

Die Heizströme der Röhren sind durch Eisenwasserstoffwiderstände gegenüber Netzspannungs- schwankungen stabilisiert, während die Anodenspannung des Gerätes durch eine Stabilisierungsröhre konstant gehalten ist. Da bei einer Brückenschaltung an und für sich schon Netzspannungsschwankungen weitgehend kompensiert werden, ist durch diese zusätzlichen Stabilisierungsmaßnahmen ein sicheres Arbeiten des Röhrenvoltmeters auch bei sehr großen Netzspannungsschwankungen gewährleistet.

Das für 110/220 V ausgelegte Netzteil regelt auf Grund dieser Stabilisierungsmaßnahmen auch Zwischenspannungen wie 125 bzw. 240 V vollkommen aus, so daß weitere Umschaltungen nicht erforderlich sind.

TECHNISCHE DATEN

.

  • a) Gleichspannungen: Meßbereich: 0 . . . 1/3/10/30/100/300/1000 V mit Hochspannungstaste 0 ... 30 kV Eingangswiderstand: bis 1 000-V-Bereich: 30 MQ Genauigkeit: ± 2,5%
  • b) Wechselspannungen: Meßbereiche: 0 ... 1/3/1 0/30 V Frequenzbereich: 30 Hz ... 130 MHz, verwendbar bis 300 MHz - Genauigkeit: ± 5%
    Eingangskapazität: < 10 pF Wirkwiderstand: > 1,5 MQ Mit Aufschraubspannungsteiler Meßbereiche: 0 . . . 10/30/100/300 V Frequenzbereich: 30 Hz ... 50 MHz Genauigkeit: ± 10% Eingangskapazität: ca. 5 pF Eingangswirkwiderstand: 1 MQ
  • c) Widerstände :Meßbereiche: 1 . . . 500 Q/10 . . . 5000 Q/100 . . . 50000 Q / 1 . . . 500 kQ / 10 kQ . . . 5 MQ / 100 kQ . . . 50MQ/1 MQ . . .500MQGenauigkeit: + 5% - Meßspannung: 1,5 V (eingebautes Trockenelement)

.
Bestückung: 2xE80F, EAA91, 150C2, EW7-21V 0,3 A, EW3-9V 0,3 A
Netz: Wechselstrom 120/220V, 40 ... 60 Hz
Leistungsaufnahme: ca. 22 Watt
Gehäuse: silbergraues Stahlblechgehäuse
Abmessungen: ca. 200 x 285 x 1 35 mm
Gewicht: ca. 6 kg
.

OSZILLOGRAPH G4

Der Oszillograph G4 ist ein Universalgerät, das alle Anforde- rungen, die bei der Fernseh-, Tonband- und Rundfunkgeräte- Reparatur gestellt werden, in idealer Weise erfüllt. Darüber hinaus kann er dank seiner hochwertigen technischen Eigenschaften auch in der modernen Starkstrom- und Fernmeldetechnik sowie in Laboratorien aller Art erfolgreich eingesetzt werden.

überall dort, "wo" die Anschaffung eines größeren Oszillographen unrentabel oder aus Platz- und Gewichtsgründen nicht möglich ist, wird der Oszillograph G4 diese Lücke schließen und dem Techniker durch seine Betriebssicherheit, große Leistung und sein vielseitiges Anwendungsgebiet ein willkommenes Hilfsmittel für Reparatur und Forschung sein.

Der Oszillograph G4 enthält einen Gleichstrom-Meßverstärker, der dreistufig im Gegentakt arbeitet. Durch geeignete Schaltungsdimensionierung ist der Verstärker sehr stabil und gegen Netzspannungsschwankungen unempfindlich. Die Bandbreite erstreckt sich von 0 Hz ... 4MHz bei einer Empfindlichkeit von 20 mVss/cm.

Der Eingangswirkwiderstand beträgt 1 MQ bei einer Eingangskapazität von ca. 20 pF. Das Zeitablenkteil, ein Transitron-Miller-Integrator, hat einen Bereich von 10 Hz ... 60 kHz. Die Synchronisation kann wahlweise intern, positiv, negativ, extern oder mit Netzfrequenz erfolgen. Die Zeitablenkspannung ist an einer Buchse entnehmbar, z. B. zur Steuerung eines Wobbiers. Auch kann eine fremde Ablenkspannung den X Platten zugeführt werden. Neben der eingebauten Rücklaufverdunkelung ist der Oszillograph G 4 für Helligkeitsmodulation durch eine von aufjen zugeführte Spannung geeignet (z. B. zur Erzeugung von Dunkelmarken). Die Bildverschiebung in vertikaler und horizontaler Richtung kann mittels Drehknöpfen vorgenommen werden.
.

TECHNISCHE DATEN

.

  • a) Meßverstärker:
    Verstärkereingänge direkt und kapazitiv Frequenzbereich 0Hz ... 4MHz lin. innerhalb ±3 dB - Empfindlichkeit 20mVss/cm - Eingangs-Spannungs-Teiler frequenzkompensiert - Frequenzgang ± 1 dB, dreistufig grob einstellbar - 1:1,1: 30, 1 :1000 - fein ca. 1 : 30 innerhalb jeder Stufe - Eingangswirkwiderstand 1 MQ - Eingangskapazität 20 pF - max. zuläss. Gleichspannungskomponente 400 V - am kap. Eingang; max. Spannung 450 V am dir. Eingang - Anstiegszeit 0,09 usec.
  • b) Zeitablenkteil:
    Hochvakuumröhrenkippgerät mit asym. Ausgang Frequenzbereich 10 Hz ... 60 kHz - Zeitablenkung von 15 ms/cm bis 2,5 us/cm Grobregelung in 8 Stufen - Feinregelung 1 :3 innerhalb jeder Stufe Ablenkspannung an Buchse entnehmbar, abschaltbar - Externe Ablenkspannung an getrennter Buchse zuführbar. Empfindlichkeit ca. 36VSs/cm
  • c) Bildteil :
    Elektronenstrahlröhre DG 7 - 31 Leuchtschirmfarbe grün, Lichtschutztubus - Dunkelsteuerung, eingebaute Rücklaufverdunkelung, Buchse für Helligkeitsmodulation Bildverschiebung waagrecht und senkrecht möglich
  • d) Synchronisation:
    Eigen ±, Netz und fremd mit Verstärker, stetig einstellbare interne und externe Synchronisation möglich
  • e) Bestückung:
    EC92, EF80, 3 x PCC85, 2 x EZ80 und Bildröhre DG7-31
  • f) Netzteil: Wechselspannung 110/220 V 40 ... 60 Hz Leistungsaufnahme ca. 80 VA
  • g) Abmessungen: Breite 130 mm - Höhe 270 mm Tiefe 310 mm Gewicht ca. 8 kg
  • h) Lieferbares Zubehör: Tastkopf 708 D Lichtschutztubus LT 71

.

OSZILLOGRAPH G5

Die Einsatzmöglichkeiten dieses Gerätes erstrecken sich über das gesamte Gebiet der Technik. Der Oszillograph G5 ist ein unentbehrliches Arbeitsgerät für den Techniker bei der Fernseh-, Rundfunk- und Tonbandgerätereparatur. Ebenso zur Kontrolle von Schaltgeräten und Anlagen der industriellen Elektronik, sowie auf dem Gebiete der Starkstrom- und Nachrichtentechnik lassen sich mit dem Oszillograph G5 exakte Messungen durchführen.

Die gesamte Beschleunigungsspannung von 1,4 kV sorgt für ausgezeichnet scharfe und helle Osziliogramme. Die Bandbreite des Y-Verstärkers erstreckt sich von 0 bis 5 MHz bei einer Empfindlichkeit von 18 mVss/cm. Dieser dreistufige Gleichstrom- verstärker arbeitet im Gegentakt und ist äußerst stabil, sowie gegen Netzspannungsschwankungen völlig unempfindlich. Die für die Zeitablenkung benötigte Sägezahnspannung wird mit Elektronenröhren erzeugt und mit einem Horizontalverstärker (X-Verstärker) verstärkt, der eine Dehnung der Zeitachse auf den vierfachen Schirmdurchmesser ermöglicht.

Der Frequenzbereich des Kippteiles ist beliebig einstellbar von 3 Hz bis 300 kHz. Für die Darstellung von Impulsen läßt sich das Zeitablenkteil einmalig oder kontinuierlich durch Steuerimpulse triggern, so daß zusammen mit der Zeitachsendehnung die Möglichkeit besteht, aus einem Oszillogramm einzelne interessierende Teilstücke wie mit einer Lupe zu betrachten. Die Synchronisation kann wahlweise erfolgen: Eigen ±; eigen triggern ±; Fremd -; fremd triggern -; und mit Netzfrequenz.

Neben der eingebauten Rücklaufverdunkelung besteht die Möglichkeit, über eine Buchse mit einer von aufjen angelegten Spannung eine Helligkeitsmodulation durchzuführen, z. B. zur Erzeugung von Dunkelmarken. Eine eingebaute Eichspannungsquelle von 1V -±2% kann im Bedarfsfall als Vergleichsspannung auf den Verstärkereingang geschaltet werden.

Der lieferbare Tastkopf Type 708 E mit eingebautem frequenzkompensiertem Spannungsteiler 1:20 ermöglicht eine kapazitätsarme Abnahme der Mefjspannungen. An der Rückwand des Oszillographen befindet sich eine Aufwickelvorrichtung und zwei Blindbuchsen zum bequemen Unterbringen des Netzkabels beim Transport.
.

TECHNISCHE DATEN

.

  • 1. Elektronenstrahlröhre
    a) Type: DG 7 - 74
    b) Schirmdurchmesser: 7 cm
    c) Leuchtfarbe: grün
    d) Nachleuchtdauer: mittel
    e) Anodenspannung: 700 V
    f) Gesamtbeschleunigungsspannung: 1,4 kV
    g) Ablenkfaktor für Y-Richtung: 11 Vss/cm Ablenkfaktor für X-Richtung: 21 VSs/cm
  • 2. Y-Verstärkung
    a) Ablenkfaktor: 18mVss/cm
    b) Frequenzbereich: 0 ... 5 MHz
    c) Abschwächer: in 3 Stufen stetig 1:30
    d) Eingangsimpedanz: 1MQ/20pF
    e) Anstiegszeit: 0,08 us
    f) überschwingen: < 2%
    g) Dachschräge bei 10 ms Dachlänge: 0°/o h) Linearitätsabweichung: < 2% innerhalb 4 cm Aussteuerung Aussteuerungsbereich: 6,5 cm Vergrößerung: beliebig
  • 3. X-Verstärkung
    a) Ablenkfaktor: 1 Vss/cm
    b) Frequenzbereich: 10 Hz . . . 1,5 MHz
    c) Abschwächer: stetig 1 : 100
    d) Eingangsimpedanz: 0,5 MQ / 20 pF
    e) Anstiegszeit: 0,25 us
    f) überschwingen: < 5%
    g) Dachschräge bei 10 ms Dachlänge: < 5°/o h) Linearitätsabweichung: < 5% - Aussteuerungsbereich: 6,8 cm Dehnung: max. 4 fach
  • 4. Zeitablenkung wahlweise selbstschwingend synchronisiert oder getriggert Frequenzregelung grob: in 10 dekadischen Stufen - Frequenzregelung fein: 1 :3,3
    a) Frequenzbereich: 3 Hz . . . 300 kHz
    b) Zeitmafjstab: 50 ms/cm ... 0,5 us/cm
    c) Synchronisationsarten: eigen ± eigen triggern + fremd - gefriggert fremd - Netz
  • 5. Triggerung
    a) Folgefrequenz: 3 Hz - 300 kHz
    b) Empfindlichkeit extern: 0,5 VSs
    c) Empfindlichkeit intern: 3 cm Bildhöhe
  • Sonstiges:
    Eingebaute Eichspannungsquelle: 1 V = + 2°/o Helligkeitsmodulation über herausgeführten Anschluß möglich.
  • Bestückung: 2 x PCC85 1 x PCC88 1 x PCF82 1 x PCF80 1 x PCC84 2 x EZ80
  • Lieferbares Zubehör: Tastkopf 708 E Lichtschutztubus LT 71

.

BREITBAND-OSZILLOGRAPH W10 705A

Der Breitbandoszillograph W10 wurde besonders im Hinblick auf die Erfordernisse der Impuls- und Fernsehtechnik entwickelt, aber er erfüllt auch alle Anforderungen für das Ton-und Trägerfrequenzgebiet. Er enthält einen Meßverstärker mit einer Bandbreite von 5 Hz . . . 10 MHz, mit dem eine Empfindlichkeit besser als 28 mVss/cm am Bildschirm erzielt wird. Ein eingebauter Spannungsteiler und ein kontinuierlicher Feinsteiler erlauben die Darstellung elektrischer Vorgänge im Bereich von ca. 14 mVss . . . 140 Vss.

Im Meßverstärker ist zwischen der ersten und der zweiten Verstärkerstufe eine Verzögerungsleitung mit einer Verzögerungszeit von 0,3 jus eingebaut. Für die Wiedergabe von Impulsen ist der Verstärker laufzeitkompensiert. Ein mitgelieferter kompensierter Spannungsteilertastkopf gestattet den besonders hochohmigen und kapazitätsarmen Anschluß des Oszillographen an ein Meßobjekt.

Die für die Zeitablenkung benötigte Sägezahnspannung im Bereiche 15 Hz . . . 400 kHz wird mittels Elektronenröhren erzeugt und mit einem Zeitplattenverstärker verstärkt, der eine Dehnung der Zeitachse auf 8 fachen Schirmdurchmesser gestattet, so daß sich ein maximaler Zeitmaßstab von 0,03 jus/cm ergibt. Für die Darstellung von Impulsen lärjt sich das Zeitablenkgerät durch Steuerimpulse (fremd) triggern, so daß zusammen mit der Zeitachsendehnung die Möglichkeit besteht, aus einem Vorgang einzelne interessierende Teile wie mit einer Lupe zu betrachten.

Der Zeitplattenverstärker ist auch getrennt benutzbar und weist hierbei einen Spannungsteiler 1 :1 und 1:10 sowie einen Feinsteiler 1:10 auf. Er hat eine Empfindlichkeit von ca. 0,28 Vss/cm. Meß- und Zeitplatten sind für die Aufschaltung von Fremdspannungen einzeln zugänglich, auch lassen sich dem Meß- und Zeitplattenverstärker die verstärkten Spannungen entnehmen.

Ein eingebautes Vergleichsspannungsmeßgerät, bei dem definierte Spannungen durch einen Teiler teilbar und an einem Meßinstrument ablesbar sind, gestattet Spannungsmessungen an den dargestellten Vorgängen. Die Spannungsversorgung erfolgt über das elektronisch stabilisierte Netzteil aus dem Wechselstromnetz.
.

TECHNISCHE DATEN

Meßverstärker:
6 stufiger Breitbandverstärker mit Gegentaktendstufe
Frequenzbereich 5 Hz ... 10 MHz linear innerhalb ± 3 dB
Linearitätsabweichung: Bei einseitiger Impulsaussteuerung und 5 cm Bildhöhe <C 2°/o Empfindlichkeit mindestens 28mVSs pro cm Biidhöhe
Einstellung: 1 :1000 fein und grob Frequenzgang + 1 dB Eingangswiderstand 1 MQ Eingangskapazität ca. 25 pF Anstiegszeit ca. 4-10 "8 s Verzögerungsleitung: Verzögerung 0,3 j.is Welligkeit < 2%

Zeitablenkteil :
Hochvakuumröhrengerät für Zeitablenkung und Verstärker mit symmetrischem Ausgang. Zeitablenkung von min. 10 ms/cm bis max. (mit größter Dehnung) 0,03 [is/cm. Zeitablenkfrequenz von 15 Hz . . . 400 kHz. Grob und fein einstellbar, Amplitude stetig veränderbar bis zu einer Dehnung auf 8 fachen Schirmdurchmesser. Strahlrücklauf ist dunkelgesteuert. Eingebauter Synchronisierverstärker wahlweise für Spannungen positiver und negativer Polarität. Zeitablenkungswahlschalter für 4 verschiedene Betriebsarten. Zeitablenkung eigen, fremd, Netz, einmalig.
Synchronisationswahlschalter für 3 Synchronisationsarten: eigen, fremd, Netz. Zeitplattenverstärker mit Gegentaktendstufe, Frequenzbereich 10 Hz . . . 700 kHz linear innerhalb ± 3 dB. Empfindlichkeit ca. 280 mV ss pro cm Bildbreite.
Rückwärtige Anschlüsse für alle Ablenkplatten sowie für Meß- und Kippverstärker.
Anschluß für Helligkeitsmodulation und zusätzliche Nachbeschleunigungsspannung. Eingebautes Vergleichsspannungsgerät. Meßwerk in Spannung von Spitze zu Spitze geeicht.

Bildteil:
Elektronenstrahlröhre DG 10/54 (planer Schirm), Farbe gelbgrün, neuartiges Spezialfilter, beleuchtbares Achsenkreuz. Klappbarer Lichtschutztubus. Befestigungsmöglichkeit für Fotovorsatz.

Bestückung:
ECC 81, 3 x EF 802, ECC 82, 2 x EL 803, 2 x PL 81, EF 804, 4 x PCF 80, PCC 85, EY 51, 150 B 2, 85 A 2, OA 161, DG 10-54

Netzanschluß:
Wechselstrom 110/220 V, 40 ... 60 Hz, ca. 190 VA
Gehäuse:
Silbergraues Stahlblechgehäuse mit schwarzer Frontplatte, ca. 238 x 316 x 405 mm
Gewicht: ca. 22 kg

Mitgeliefertes Zubehör: 1 Tastkopf 708; 1 Netzanschlurjkabel

Lieferbares Zubehör:
Elektronischer Schalter 710; Nachbeschleunigungsgerät 6002; Fotovorsätze 6004 für Robot, 6005 für Rolleicord und Rolleiflex, 6008 für Contaflex.
.

OSZILLOGRAPHEN-ZUSATZGERÄTE

Zur photographischen Aufnahme von Oszillogrammen dienen Photo -Vorsätze in Verbindung mit dafür geeigneten Kameras.

PHOTOVORSATZ 6004 FÜR ROBOT
Dieser Photovorsatz wurde speziell für die Verwendung der Robot II A entwickelt. Dabei ist sowohl die Benützung des magnetischen Fernauslösers als auch einfache Handbetätigung möglich. Bei Nichtgebrauch kann der Vorsatz samt der Kamera hochgeklappt werden. Wegen des kleinen Bildabstandes müssen Zwischenringe verwendet werden.

PHOTOVORSATZ 6005 FÜR ROLLEI
Zur Verwendung einer Rolleicord- oder Rolleiflex-Kamera dient der Photovorsatz 6005. Die Verwendung eines Satzes Rolleinar 2 ist notwendig. Dabei müssen beide Vorsatzlinsen auf das Aufnahmeobjektiv aufgesetzf werden. Soll das Mattscheibenbild zur Schärfeeinstellung verwendet werden, ist es nötig, die zwei Vorsatzlinsen eines weiteren Rolleinar-2-Satzes auf die Sucherlinse aufzustecken. Auch bei Anbringung des Rolleiparkeiles 2 bleibt eine geringe Parallaxe bestehen.

PHOTOVORSATZ 6008 FÜR CONTAFLEX
Zur Anwendung einer Contaflex-Kamera. Wegen der geringen Bildweite ist
die Verwendung von Vorsatzlinsen f = 50 cm + f = 20 cm notwendig.

NACHBESCHLEUNIGUNGSGERÄT 6002
Das Nachbeschleunigungsgerät 6002 ist eine Gleichstromquelle für hohe Spannungen. Unter Verwendung des mitgelieferten Kabels mit Spezial-steckern liefert es an die Nachbeschleunigungsbuchsen des Breitbandoszillographen 705 A eine konstante Gleichspannung von ca. 2000 Volt. Dadurch wird das Schirmbild heller und schärfer, bei geringer Einbuße an Empfindlichkeit, was besonders für Photographen wichtig ist.

Gleichspannung . . . . 2 kV ± 10%
Kurzschlußstrom .... maximal 2 mA
Netzteil.......110/220 V, 40 . . . 60 Hz

ELEKTRONISCHER SCHALTER 710
Zur gleichzeitigen Darstellung zweier Vorgänge auf dem Bildschirm eines
Oszillographen.
Schaltfrequenz 1 60 . . . 280 Hz und 40 ... 70 kHz kontinuierlich einstellbar
Frequenzbereich 5 Hz ... 10 Mhz
Eingangsspannungen durch Stufenschalter 1 :3
Teilbar bis 1:100
Der Oszillograph wird durch Signal 1 vom Elektronischen Schalter synchronsiert.
.

MESSGERÄTE-ZUBEHÖR

BREITBANDSYMMETRIERGLIED 6025 - 30 ... 600 MHz

Für den Anschluß von Geräten mil symmetrischem 240 Q-Eingang an Meßeinrichtungen mit 60 Q asymmetrischem Ausgang (z. B. Wobbeisender 6016, Fernsehsignalgenerator 372, Rauschgenerator 370 A). Für Meßgeräte wird ein unsymmetrischer Ausgang gewählt, da nur konzentrisches Kabel die Einstreuung von Störspannungen verhindert. Der Anpassungsfehler innerhalb des angegebenen Bandes beträgt ca. 20%.

TASTKOPF 241 für Wechselspannungsmessungen bis 30 V zum Universalröhrenvoltmeter 159 und RV 2 (6062).

HOCHSPANNUNGSMESSTASTE 245 für Universalröhrenvoltmeter 159 und RV 2 (£06?) dient zur Erweiterung des Gleichspannungsmeßbereiches.

TASTKÖPFE für OSZILLOGRAPHEN Der Tastkopf dient zum besonders hochohmigen und kapazitätsarmen Anschluß eines Oszillographen an ein Meßobjekt. Eingangswiderstand 10 MQ Eingangskapazität ca. 8 pF Phasenkompensiert Teilerverhältnis bei Anschluß an Meßverstärker 1 :20
.

RECHTECKGENERATOR RG3

Die Aufnahme von Frequenz- und Phasenverlaufskurven einer Verstärkeranordnung ist sehr zeitraubend und erfordert großen Meßaufwand. Eine Überprüfung mit "Rechteckschwingungen" (es gab und gibt keine Rechtweckschwingungen sondern nur Rechtecksignale) läßt sich sehr schnell durchführen und ist wesentlich aufschlußreicher für die Beurteilung eines Verstärkers, bei dem außer dem Frequenzgang auch der Phasenverlauf einen wesentlichen Einfluß hat, wie z. B. bei Fernseh-Bild-Verstärkern.

Eine Rechteckschwingung ist als ein sehr breit-bandiges Frequenzgemisch von Sinusschwingungen aufzufassen (??). Nur wenn alle diese Teilschwingungen in Amplitude und Phase richtig durch einen Verstärker übertragen werden, kann die Ausgangsspannung die gleiche Kurvenform (Signalform) haben wie die Eingangsspannung.

  • Anmerkung : Bereits hier wurde der mißveständliche Begriff einer "Rechteckschwingung" geprägt. Es gibt aber keine "Rechteckschwingungen" sondern es sind Rechtecksignale.


Der Rechteckerzeuger ist ein Multivibrator in der bekannten Grundschaltung. Die Frequenzgrobstufen werden durch Umschalten der Kopplungkondensatoren zwischen Anode und Gitter erreicht, während die Feineinstellung der Frequenz mit einer einstellbaren positiven Vorspannung an der geerdeten Seite der Gitterableitwiderstände erfolgt.
In der folgenden Begrenzerstufe wird die Form der vom Multivibrator gelieferten Rechtecke verbessert.

Die Begrenzerstufe steuert die Endstufe, die auf einen umschaltbaren Außenwiderstand (Amplitudengrobeinstellung) arbeitet. Die Amplitudenfeineinstellung erfolgt im Schirmgitter der Endröhre. Der Innenwiderstand des Ausgangs beträgt in allen Stufen 150 Q.

Zur Sicherstellung einer guten Synchronisation ist ein Synchronisationsverstärker eingebaut, der den Multivibrator steuert. Die Synchronisationsstärke ist durch Einstellung seiner Verstärkung veränderbar. Die Katodenstromänderungen beim Kippen des Multivibrators werden an einem Impulsausgang geführt, so daß die hier auftretenden positiven und negativen Impulse dem Rechteckgenerator entnommen werden können.
.

TECHNISCHE DATEN

Kurvenform ??????
Anstiegs- und Abfallzeit (10 ... 90%) 0,03 bzw. 0,04 Mikrosekunden; Waagrechte Kanten (bei 50 Hz) flach innerhalb ± 0,25 dB Nachgleichmöglichkeit der Rechtecksymmetrie
Frequenz
Grobeinstellung: Umschalter in 8 Bereichen
50 Hz . . . 500 kHz
Feineinstellung: 1 :4 Skalengenauigkeit ± 10%
Ausgang
asymmetrisch einpolig an Masse; Ri = 150Q
Amplitude
Grobeinstellung, umschaltbar in 3 Bereichen:
0,1... 3,0 V ss bei 150Q Abschluß bzw. 0,2 ... 6,0 VSs im Leerlauf
Synchronisation
des Rechteckgenerators durch Spannungen > 1 VSs Synchronisationsstärke veränderbar Zur Synchronisafion anderer Geräte liefert der Rechteckgenerator positive und negative Steuerspannungen (Impulse) von ca. 3VSs und etwa 1 Mikrosekunde Dauer
Bestückung:
3 x EC81, EC92, EL803, EW6-18V, 0,2 A
Netzteil
110/220 V mit Spannungswähler umschaltbar,
40 ... 60 Hz; Leistungsaufnahme ca. 50 VA
Gehäuse
silbergraues Stahlblechgehäuse
Abmessungen: ca. 200 x 285 x 135 mm
Gewicht: ca. 5,5 kg
.

AM-FM-ABGLEICHSENDER AS2

mit eingebautem Wobbler für die ZF- und UKW-Bereiche.

Für Kundendienst und Reparatur der AM-FM-Rundfunkgeräte und Fernsehgeräte ist ein Abgleichsender unentbehrlich. Durch die Entwicklung des AM-FM-Abgleichsenders AS2 mit eingebautem Wobbler wurde ein technisch hochwertiges und handliches Meßgerät geschaffen, das durch seinen geringen Preis auch für den Kleinbetrieb rentabel ist. Die Verbindung des AM-FM-Abgleichsenders mit einem Elektronenstrahloszillographen, z. B. GRUNDIG Oszillograph G4, und einem GRUNDIG Röhrenvoltmeter stellt einen universellen Meßplatz dar.

Der AM-FM-Abgleichsender ermöglicht alle in der Praxis vorkommenden Abgleicharbeiten. Eine besonders schnelle akustische Prüfung der AM-Unterdrückung aller FM-Rundfunkgeräte ist durch die Amplituden- und Frequenzmodulation des Senders möglich. Als Wobbler gestattet er die Darstellung der ZF-Kurven im Bereich von 400 ... 500 kHz, 5 ... 10 MHz, 10,2 ... 11,2 MHz und die Kontrolle der AM-Unterdrückung im Ratio-Detektor. Das eingebaute Anzeigeinstrument gestattet eine genaue Einstellung der Oberspannung und somit die Kontrolle der HF-Ausgangsspannung.

Mit 12 Bereichen umfaßt der Abgleichsender alle in- und ausländischen Rundfunk-, Funk- und Amateurbänder von 100kHz ... 115 MHz. Durch die Aufteilung einer Dekade in drei Bereiche wurde es möglich, die Ablesegenauigkeit der Skalen außerordentlich zu erhöhen.

Bei Betrieb des AM-FM-Abgleichsenders AS2 als Wobbler wird durch Austasten des Rücklaufes die für die Messung wichtige Null-Linie auf dem Oszillographenschirmbild geschrieben. Die Ablenkspannung für die Zeitbasis des Elektronenstrahloszillographen ist von 0 ... 125 Veff stetig einstellbar. Die Wobbelfrequenz beträgt 50 Hz Sinus, wobei im Bereich 400 ... 500 kHz ein Hub von ±15kHz, im Bereich 5 ... 10 MHz ein Hub von ±100kHz und im Bereich 10,2 ... 11,2 MHz ein Hub von ±500kHz erreicht wird.

Durch zusätzliche Amplitudenmodulation mit 4 kHz (60%) kann die AM-Unterdrückung im Ratio-Detektor sichtbar gemacht werden. Die Ausgangsspannung von max. 50 mV ist durch einen Hochfrequenzspannungsteiler kontinuierlich bis - 70 dB teilbar. Durch einen zusätzlichen UKW-Abschwächer auf das Breitbandsymmetrierglied kann die Ausgangsspannung bis unter die Rauschgrenze moderner FM-Rundfunkgeräte geteilt werden.
.

TECHNISCHE DATEN

Skala Bereich Frequenz MHz  
I 1 0,1 ... 0,22  
II 2 0,22 ... 0,5  
III 3 0,5 ... 1  
I 4 1 ... 2,2  
II 5 2,2 ... 5  
III 6 5 ... 10  
I 7 10 ... 22  
II 8 22 ... 50  
VII 9 40 ... 100  
VI 10 85 ... 115  
V 11 0,4 ... 0,5  
IV 12 10,2 ... 11,2  

.
Alle Bereiche AM modulierbar 800Hz 30% oder 4kHz 60% -

Bereich 6 von 5... 10 MHz FS Ton ZF wobbelbar
Wobbelfrequenz 50 Hz, Sin., Hub ±100 kHz
Bereich 10 85 ... 115 MHz (europäisches und amerikanisches UKW-Band) Frequenzmodulation 800 Hz Hub ± 50 kHz
Bereich 11 ZF 400 . . . 500 kHz wobbelbar, Wob-belfrequenz 50 Hz Sin., Hub ± 15kHz Bereich 12 ZF 10,2 ... 11,2 MHz wobbelbar, Wobbeifrequenz 50 Hz Sin., Hub ± 500kHz

Zum Abgleich von Fernsehgeräten wird das Band I (Kanal 2 bis 4) direkt und das Band III (Kanal 5 bis 11) mit der ersten Oberwelle erfaßt.

Modulation: Durch einen eingebauten NF-Generator AM 800 Hz, 4 kHz und FM 800 Hz Prüf spannung für NF-Teil: 4 kHz ca. 400 mV oder 800 Hz ca. 250 mV max. mit Abschwächer regelbar bis 1 mV, an Buchsen entnehmbar, Ri = 5 kQ
HF-Ausgangsspannung: Max. 50 mV an 60 Q kontinuierlich teilbar bis -70 dB durch zusätzlichen UKW-Abschwächer von -60 dB bis - 130 dB. Kontrolle der Amplitude durch Oberspannungsanzeige am Instrument
Ablenkspannung für die Zeitbasis des Elek-tronenstrahloszillographen: Von 0...125Veff stetig einstellbar. Rücklauf im Wobbier ausgetastet zum Schreiben der Nullinie
Bestückung: PCC85, PCF80, OA160, 2 x OA85, OA180
Netzteil: Wechselspannung 110/220 V, 40 Hz. . .60 Hz ca. 20 VA
Abmessungen: ca. 285x200x160mm
Gewicht: ca. 6,5 kg
.

RESONANZMETER 701 u. 709

Das Resonanzmeter dient zur Bestimmung der Resonanz- frequenz von Schwingkreisen aller Art, zur Messung der Frequenz schwingender Oszillatoren, als amplitudenmodulierter Prüfoszillator und als einfacher Empfänger. Ein in Dreipunkt- schaltung schwingender Oszillator erzeugt eine durch die jeweilige Steckspule und die Einstellung des Drehkondensators gegebene Frequenz.

Bei der Betriebsart „G" (Gitter Dipper) zeigt das Anzeige- instrument den durch die Oszillatoramplitude verursachten Gitterstrom an. Ein der Steckspule des Resonanzmeters genäherter Schwingkreis entzieht beim Abstimmen auf Resonanzfrequenz dem Oszillatorschwingkreis des Resonanzmeters Energie, so daß der Gitterstrom zurückgeht (Gitter Dip).

Dabei ist zu beachten, daß die Stirnfläche der Steckspule die Windungsebene darstellt. Die Frequenzgenauigkeit der Messung ist dann am größten, wenn man das Resonanzmeter soweit vom Prüfling entfernt, als es die Anzeige gerade noch zuläßt. Zur Erhöhung der Anzeige- empfindlichkeit dient außerdem eine durch den Empfindlichkeitsregler veränderbare Gitterstromkompensation. Der Zeiger des Meßinstruments ist mit dem Regler etwa auf Skalenmitte einzustellen.

Bei der Betriebsart „S" (Sender) ist der Oszillator mit 50 Hz amplitudenmoduliert und kann als Prüfoszillator induktiv an Empfänger angekoppelt werden.

In der Betriebsart „W" (Wellenmesser) wird die Anodenspannung der Oszillatorröhre abgeschaltet, so daß diese als HF-Gleichrichter wirkt. Koppelt man induktiv in die Steckspule eine fremde Spannung ein, so liest man beim Maximalausschlag die gesuchte Frequenz auf der Frequenzskala ab.

Bei der Betriebsart „E" (Empfänger) kann das Resonanzmeter auf einen Sender abgestimmt und dessen Modulationsfrequenz den Buchsen „T" entnommen werden. Der Verbraucherwiderstand soll in der Größenordnung von einigen Kiloohm liegen.
.

WOBBELSENDER 6016

Der Wobbelsender dient in Verbindung mit einem Oszillographen zur Darstellung aller in UKW- und Fernseh-Empfängern vorkom- menden Filter- und Verstärkerkurven.

Der Wobbler besteht aus einem Oszillator mit einer Mittel- frequenz von ca. 250 MHz, der mit einer 50Hz- Sinusspannung frequenzmoduliert wird und einem veränderlichen Mischoszillator, dessen Frequenz über 250 MHz liegt. Durch Mischung der beiden Frequenzen entsteht eine Differenzfrequenz mit einem Bereich von 4 MHz . . . 250 MHz.

Der Frequenzhub ist in 6 Stufen einstellbar von 1 MHz ... 30 MHz. Dem Gerät kann eine 50Hz- Sinusspannung als Horizontalablenkung für den Oszillograph entnommen werden.

Zur genauen Frequenzbestimmung jedes Kurvenpunktes auf dem Oszillographenschirmbild ist in dem Wobbelsender ein Markengeber eingebaut. Mit diesem ist es möglich, auf der abgebildeten Kurve durch Überlagerung eine Schwebungsmarke (pip) einzublenden.

Der Frequenzbereich von 4 MHz ... 250 MHz ist in 6 Stufen geteilt. Eine zweite zuschaltbare Schwebungsmarke im Abstand von 5,5 MHz ist beim Abgleich von Fernsehgeräten von großem Nutzen. Der Markengeber ist durch Eigenmodulation mit 800 Hz und Fremdmodulation bis 5,5 MHz (Videosignal) amplitudenmodulierbar und somit als normaler Messender zu verwenden. In Stellung „Eichen 5,5 MHz" des Betriebsartenschalters ist durch eine deutlich sichtbare Schwebung der Grund- oder Oberwelle des 5,5-MHz-Quarzgenerators mit der Spannung des Markengebers auf dem Schirmbild die Genauigkeit des Markengebers kontrollierbar.
.

FERNSEH-SIGNALGENERATOR 372

Der Fernseh-Signal-Generator ist für die europäische Norm (Anmerkung : die Gerber Norm von 1951 mit 625 Zeilen) ausgelegt und erlaubt eine schnelle Überprüfung von Fernsehempfängern. Er gestattet die Kontrolle der Bild- und Tonwiedergabe auf allen Fernsehkanälen der Bänder I und III.

Durch ihn wird der Fernseh-Service unabhängig von Sendungen und Sendezeiten des Fernsehrundfunks. Funktion und Abstimmung des Fernsehgerätes kann auf allen Kanälen untersucht werden. Bild- und Tonwiedergabe bei hochfrequenz-mäfyger Einspeisung sind hiermit zu untersuchen und alle anderen möglichen Fehler schnell festzustellen.

Der Fernseh-Signal-Generator liefert außerdem eine frequenzmodulierte Spannung von 5,5 MHz zur Überprüfung des Ton-Zwischen-frequenzteiles eines Fernsehgerätes nach dem Intercarrier-Prinzip und das niederfrequente Bildsignal zur Untersuchung von Video- und Impulsteil. Ferner kann man 2 frequenzmodulierte UKW-Träger zur Überprüfung von UKW-Rundfunkempfängern entnehmen.

Die Kanaleinstellung erfolgt mit einem Kanalwähler. Der Bildträger wird für die Fernsehkanäle über eine Trennstufe auf die Bild-Modulationsstufe gegeben. Hier erfolgt die Amplitudenmodulation mit dem Bildsignal, das entweder vom eingebauten Bildsignal-Generator oder von einer fremden Bildsignal-Spannungsquelle geliefert wird.

Der unmodulierte Bildträger wird der Tonmodulationsstufe zugeführt, in der er mit dem frequenzmodulierten 5,5-MHz-Träger moduliert wird. Dadurch entsteht die frequenzmodulierte Tonträgerfrequenz im Abstand 5,5 MHz des Bildträgers. Die Auskopplung des hochfrequenten Fernsehsignales erfolgt über einen Ohmschen HF-Spannungsteiler mit einer Dämpfung von ca. 4 ... 70 dB.

Zur Überwachung des Bildtonträgerabstandes von 5,5 MHz ist ein Kontrollinstrument eingebaut. Das erzeugte Synchronsignal ist eine vereinfachte Nachbildung des Normsignals und ist zur Erfüllung aller gestellten Anforderungen voll ausreichend. Die Synchronisierung arbeitet ohne Zeilensprung.

Die Bildmuster werden in zwei Multivibratorstufen erzeugt, von denen eine mit der Zeilenfrequenz und die andere mit der Bildfrequenz synchronisiert ist.

TECHNISCHE DATEN
Bildträger-Frequenzen:

Band I: Frequenzen
Kanal 2 48,25 MHz
Kanal 3 55,25 MHz
Kanal 4 62,25 MHz
Band III:  
Kanal 5 175,25 MHz
Kanal 6 182,25 MHz
Kanal 7 189,25 MHz
Kanal 8 196,25 MHz
Kanal 9 203,25 MHz
Kanal 10 210,25 MHz
Kanal 11 217,25 MHz

.
Durch die Bildfrequenzfeinabstimmung kann die Bildträgerfrequenz jeweil um ±0,5% verändert werden. Die Tonträgerfrequenz liegt 5,5 MHz oberhalb der Bildträgerfrequenz, einstellbar mittels Feinregler in Verbindung mit dem Anzeigeinstrument.

UKW-Frequenzen:
Band II: 87,5 MHz und 98,5 MHz, ca. ± 250 kHz veränderbar
Tonzwischenfrequenz: 5,5 MHz, ca. ± 250 kHz einstellbar
Modulation: Fernsehkanäle Bildträger: amplitudenmoduliert mit Bildmuster oder mit Bild-Fremdsignal, 2,5 Vss positiver oder negativer Synchronisationsrichtung; Modulation abschaltbar
.

REGEL-TRENN-TRANSF0RMAT0R RT3 (300 VA von 1959)

Für viele Zwecke ist es wünschenswert (Anmerkung : NEiN, zwingend notwendig), den zu reparierenden Verbraucher vom Netz galvanisch zu trennen, bzw. bei Netzen, die Unter- oder Überspannungen aufweisen, eine gewünschte Nennspannung (damals meist 220V) einregeln zu können.
.

  • Anmerkung : Hier wurde auch ein Begriff geprägt, der leider falsch ist. Das Gerät müsste korrekt als "Stelltrafo" bezeichnet werden. Es gibt keine "Regeltrafos". Ein Trafo regelt nichts.

.
Der 300VA "Regel-Trenn-Transformator" RT3 ist ein Ringkern-Transformator, der für eine Netzspannung von 110V und 220V ausgelegt ist und sekundärseitig die "Einregelung" (so ist es korrekt ausgedrückt) einer Spannung im Bereich von 0 ... 250V gestattet, wobei man zwischen 90 und 250V eine konstante Leistung von 300 VA entnehmen kann. Primär- und Sekundärwicklung sind mittels einer Schutzwicklung voneinander statisch geschirmt.
.

TECHNISCHE DATEN

.

  • Eingangsspannung: 110/220V, 40 ... 60 Hz
  • Ausgangsspannung: 0 ... 250V
  • Nennlast: 0,3 kVA zwischen 90 und 250V, zwischen 0 und 90V maximale Stromentnahme ca. 3A
  • Leerlaufstrom : ca. 0,3 A bei 220 V
  • Leerlaufleistung : ca. 25 W (Anmerkung : Eine sehr seltene Angabe !!)
  • Sicherungen: 2 Stück 5 x 20 mm 4 A, träge
  • Meßinstrument: Dreheisen, Klasse 1,5; 72 x 72 mm
  • Gehäuse: silbergraues Stahlblechgehäuse
  • Abmessungen: 196x295x132mm
  • Gewicht: ca. 12 kg

.

SCHWEBUNGSSUMMER 295

Für Messungen an Tonfrequenzverstärkern, Kabeln, Filtern und Lautsprechern benötigt man eine Spannungsquelle für diesen Frequenzbereich. Hierfür ist wohl der Schwebungssummer die verbreitetste Wechselstromquelle im Tonfrequenzbereich.

Mit ihm kann ohne Umschaltung der ganze Bereich erfaßt werden, eine Eigenschaft, die durch das zugrundeliegende Prinzip gegeben ist. Hervorzuheben ist der kleine Klirrfaktor, das gute Nutz- und Störspannungsverhältnis und die große Genauigkeit der Frequenzanzeige. Die Ausgangsspannung ist weitgehend unabhängig von der Frequenzeinstellung, d. h. daß das Gerät keinen oder doch vernachlässigbar geringen Frequenzgang aufweist.

Die Tonfrequenz entsteht als Differenzfrequenz zweier Hochfrequenzspannungen, von denen die eine in einem festen, und die zweite in einem um 20 kHz veränderbaren Hochfrequenzgenerator erzeugt wird. Die Amplitude des festen Generators ist für die Tonfrequenzausgangsamplitude bestimmend. Aus diesem Grund ist auf die Stabilisierung dieses Oszillators besonderer Wert gelegt.

Die Differenzfrequenz der beiden Hochfrequenzschwingungen wird über einen Tiefpaß einer Verstärkerstufe und dann einem Kathodenfolger zugeführt, in dessen Kathode ein Feinregler und hinter diesem ein dekadischer Spannungsteiler liegt.

Die geteilte Spannung wird den Buchsen „Meßausgang" zugeführt, während die am Schleifer des Feinreglers liegende Tonfrequenzspannung (0,1 ... 1V) über eine besondere Buchse mit einem Anzeigeinstrument, z. B. Multavi 5, überwacht werden kann.

Schwebungsnull und damit Nullpunkt der Skala läßt sich mit einem eingebauten Magischen Auge überwachen. Das Magische Auge dient in der Schaltstellung Frequenzmessung als Anzeigeorgan für "Schwebungsnull" der zu messenden Frequenz mit der am Schwebungssummer eingestellten und als Aussteuerungsmesser bei Verwendung des Verstärkerteiles als Meß- oder Musikverstärker.

Hinter dem Meßausgang liegt ein hochwertiger Leistungsverstärker, der an 3,5, 5 und 7 Ohm eine Leistung von 8 W zu entnehmen gestattet, während an 150 und 600 Ohm 5W zur Verfügung stehen.
.

TECHNISCHE DATEN

Frequenzbereich stetig einstellbar 30 Hz ... 20 kHz Frequenzunsicherheit ±2%, ±5Hz Frequenzänderung nach 60 Minuten Einbrennzeit kleiner 4 Hz/h
Frequenzänderung bei ± 10% Netzspannungsänderung < 5 Hz

Ausgangspegel
a) Meßausgang
4 Stufen 0,1 ... 1 V mit Feinregler stetig innerhalb der Stufen einstellbar
Änderung des Ausgangspegels bei ±10% Netzspannungsänderung < 1dB - Klirrfaktor der Ausgangsspannung < 1% - Störabstand bezogen auf 1V > 50 dB - Generator-Widerstand 200 Ohm - Frequenzgang ± 0,5 dB
b) Leistungsausgang
3,5 Ohm 8 Watt
5 Q 8 Watt
7 Q 8 Watt
150 Q 5 Watt
600 Q 5 Watt

Frequenzgang ±1dB Frequenzmessung:
Durch Einschweben der zu messenden Frequenz mit der vom Schwebungssummer gelieferten Anzeige durch Magisches Auge
Am Meßeingang benötigte Spannung ca. 0,25 V eff

Verstärker:
In Stellung „Verstärker" hochwertiger Musikverstärker mit 8 W Endleistung an 3,5, 5 und 7 Q bei 10% Klirrfaktor
Für Vollaussteuerung benötigte Spannung ca. 0,25 V eff
Bestückung:
2 x EC92, 2 x PCF82, ECH81, EM71, 2 x EL84, OA 160
Netzteil: 110/220 V, 40 . . . 60 Hz, ca. 85 W
Gehäuse: silbergraues Stahlblechgehäuse mit schwarzer Beschriftungsplatte
Abmessungen: ca. 200 x 285 x 135 mm Gewicht: ca. 10 kg
.

TONFREQUENZ-RÖHRENVOLTMETER RV51

Mit dem Röhrenvoltmeter RV51 wurde ein besonders preiswertes und handliches Gerät zur Messung aller Tonfrequenz-Spannungen zwischen 0,2 mV und 800 V (-60 ... +60dB) geschaffen.
Für die Praxis sind neben dem weiten Gesamtbereich des RV 51 sein hoher Eingangswiderstand, die Unempfindlichkeit gegen Netzspannungs-Schwankungen und nicht zuletzt seine starke, in den empfindlichen Meßbereichen bis zu tausendfache Überlastbarkeit äußerst wertvoll und sichern dem Gerät ein weites Anwendungsgebiet.

So eignet sich das RV 51 z. B. zur Messung sämtlicher in Verstärkern vorkommenden Tonfrequenz-Spannungen, zur Aufnahme des Frequenzganges von Filtern und Verstärkern, sowie zur Messung der Dämpfung bzw. der Verstärkung beliebiger Vierpole.

Dämpfungsmessungen werden dadurch sehr erleichtert, daß das Gerät neben der mV- bzw. V-Eichung eine Eichung in absoluten dB-Werten (bezogen auf den Normpegel 0,775 V) besitzt.

Der Meßgleichrichter des RV51 ist als Brückenschaltung mit zwei Germaniumdioden ausgeführt. In Verbindung mitdem vorgeschalteten geradlinigen Verstärker wird eine völlig lineare Skalenteilung erreicht. Der Ausgang der Verstärker kann auch auf ein besonderes Buchsenpaar umgeschaltet werden. Auf diese Weise kann die gemessene Spannung bequem durch Kopfhörer oder Oszillograph bezüglich Verzerrungen oder Störspannungen (z. B. Brumm) kontrolliert oder das Gerät als Tonfrequenzverstärker benutzt werden. Die Eichung des RV51 kann ohne weitere Hilfsmittel jederzeit kontrolliert bzw. nachgestellt werden.

Durch die große übersichtliche Instrumentenskala und die ausführliche, sinnfällige Beschriftung ist die Benutzung des RV51 denkbar einfach. Dank der geringen Gehäusetiefe läßt sich das Gerät bequem in einer Aktentasche mitführen.
.

TECHNISCHE DATEN

Meßbereiche:
0 ... 8/25/80/250/800 mV/2,5/8/25/80/250/800V bzw. -60 ... -40 / -50 ... -30 / ... / +40 ... +60 db
Genauigkeit: + 3% vom Eendausschlag
Frequenzbereich: 30 Hz...20 kHz
Eingangswirkwiderstand: 950 kQ
Eingangskapazität: im 8 mV-Bereich 35 pF - in allen anderen Bereichen 20 pF
Überlastbarkeit:
in den mV-Bereichen bis zum tausendfachen Endwert, max. 200 V
in den Voltbereichen bis max. 1000 V
Ausgangsspannung:
an den Buchsen „Hörer" 0 . . . 11 V bei Ri = 20 kQ
Betriebsspannung : 200 . . . 240 V <~\,
Leistungsaufnahme: ca. 11 VA
Sicherung : Schmelzeinsatz 0,1/250 DIN 41 571
Bestückung: 2x EF 40, StV 150/15
Gehäuse: Stahlblechgehäuse
Abmessungen: ca. 190x260x90 mm
Gewicht: ca. 4 kg
.

RÖHRENVOLTMETER RV54

Mit dem Röhrenvoltmeter RV54 wurde ein Gerät zur Messung aller Wechselspannungen zwischen 50uV und 300V (-70 ... +52dB) im Frequenzbereich von 10 Hz ... 200 kHz geschaffen.

Der weite Gesamt-Meßbereich des RV54, der hohe Eingangs-Widerstand, die Unempfindlichkeit gegen Netzspannungs- schwankungen und die starke, in den empfindlichen Meßbereichen bis zu 1000fache Überlastbarkeit machen das Gerät für die Praxis besonders wertvoll und erschließen ihm ein sehr weites Anwendungsgebiet.

Das RV 54 eignet sich z. B. zur Messung sämtlicher Wechsel- spannungen in Tonfrequenz-Verstärkern, zur Messung der HF in Tonband-Geräten, zur Messung von Trägerfrequenz-Spannungen, zur Spannungsmessung an und in Ultraschall-Geräten, zur Aufnahme des Frequenzganges von Filtern und Verstärkern, zur Messung der Dämpfung bzw. Verstärkung beliebiger Vierpole, sowie zur Klirrfaktormessung und Frequenzmessung in Verbindung mit Klirrfaktor- bzw. Frequenz-Meßbrücken.

Dämpfungs- und Frequenzgangmessungen werden dadurch sehr erleichtert, daß das RV 54 neben der mV- bzw. V-Skala eine in absoluten dB-Werten geeichte Skala (bezogen auf den Normpegel 0,775 V) besitzt.

Der Meßgleichrichter des Gerätes ist als Brückenschaltung mit 2 Germaniumdioden ausgeführt. In Verbindung mit dem vorgeschalteten geradlinigen Verstärker wird eine völlig lineare Skalenteilung erreicht. Der Ausgang des Verstärkers kann auf ein besonderes Buchsenpaar umgeschaltet werden. Auf diese Weise kann die gemessene Spannung bequem durch Kopfhörer oder Oszillograph bezüglich Verzerrungen oder Störspannungen (z. B. Brumm) kontrolliert oder das Gerät als Tonfrequenz-Verstärker benutzt werden. Die Eichung des RV 54 kann ohne weitere Hilfsmittel jederzeit kontrolliert bzw. nachgestellt werden.

Durch die große übersichtliche Instrumentenskala und die ausführliche, sinnfällige Beschriftung ist die Bedienung des RV 54 denkbar einfach.
.

TECHNISCHE DATEN

Meßbereiche:
0-3/10/30/100/300 mV
1/3/10/30/100/300 V
bzw. -70 . . . -48 / -38 . . . / +42 / +52db bezogen auf den Spannungspegel 0,775 V = 0 db an 600 Q
Frequenzbereich und Genauigkeit:
20 Hz ... 150 kHz ± 3% v. E.
10 Hz ... 200 kHz ± 5% v. E.
bei Netzspannungsschwankungen <J 10%
Eingangswirkwiderstand: 1,2 MQ
Eingangskapazität: ca. 30 pF
Brummspannung in den unempfindlichen Bereichen
< 50 mV Fremdspannung bezogen auf den Eingang (Eingang offen) < 50 uV
Wechselspannung 110/125/220 V, 40 ... 60 Hz
Sicherung: 0,2/250, mittelträge
Bestückung: 2xEF804, 2 x EF80, STV 150/15
Gehäuse: Stahlblechgehäuse 260 x 190 x 130 mm
Gewicht: 4,8 kg
.

SIGNALVERFOLGER SV1

Der Signalverfolger SV1 ist ein handliches, für den rauhen Alltagsbetrieb entwickeltes Prüfgerät. Nicht nur bei der Reparatur von Rundfunk- und Fernsehgeräten ermöglicht der Signalverfolger eine rasche Fehlersuche, sondern auch der Amateur und der Techniker im Labor kann ihn erfolgreich bei Prüfungen von HF- oder NF-Verstärkern einsetzen. Der Signalverfolger SV 1 wird mit auswechselbaren Batterien betrieben und ist volltransistorisiert. Das dadurch erzielte kleine Format gestattet es, das Gerät bequem in jeder Aktentasche unterzubringen.

Der mit dem Signalverfolgerteil kombinierte Meßbereichschalter für das eingebaute Instrument ermöglicht eine Einknopfbedienung. Die relative Verstärkung von Empfängern oder Verstärkern kann durch Abhören der Signale über den eingebauten Lautsprecher festgestellt oder am Meßwerk abgelesen werden. Das Vielfachmeßinstrument gestattet ferner Gleichspannungsmessungen in drei Bereichen von 0,1 ... 300 V und Widerstandsmessungen von 1kQ ... 1 MQ. Der mitgelieferte, auf HF und NF umschaltbare Tastkopf ermöglicht eine störungsfreie und kapazitätsarme Abnahme der Meßspannungen.

Auf Stellung HF wird die Meßspannung über einen kleinen Kondensator einer Diode zur Demodulation zugeführt, während auf Stellung NF die Tastspitze direkt mit dem Meßeingang des Signalverfolgers verbunden ist. Die Messungen von Gleichspannungen und Widerständen erfolgen daher ebenfalls mit dem Tastkopf in Stellung NF. Die universelle Einsatzmöglichkeit des Gerätes erweitert sich noch durch den ebenfalls mitgelieferten Prüfsignalgeber, der über einen mehrpoligen Stecker am Signalverfolger angeschlossen wird. Dieser Prüfsignalgeber in Form eines schlanken Tastkopfes enthält einen kleinen Transistor-Multivibrator, der ein gleichmäßiges Frequenzspektrum liefert. Dieses Signal wird auf den Eingang des zu untersuchenden HF- oder NF-Verstärkers gegeben und damit dessen Funktion und Verstärkung kontrolliert.

ABLEITSTROM-MESSGERÄT JM1

im Bild oben

Der Ableitstrom elektrischer Geräte aller Art ist nach DIN VDE 0470 als der Strom definiert, der bei Anschluß eines Instrumentes mit einem Eigenwiderstand von 2 kQ zwischen den spannungsführenden und allen der Berührung zugänglichen Teilen fließt. Zur Messung dieser Ströme in einem Bereich von 0,2uA bis 250 mA wurde das Ableitstrom-Meßgerät JM 1 entwickelt.

Besonders wertvoll für die Praxis ist bei diesem Gerät neben seiner Unempfindiichkeit gegen Netzspannungsschwankungen die starke Überlastbarkeit. Außerdem besitzt das JM 1 einen Wechselspannungs-Meßbereich bis 500 V zur Kontrolle der Betriebsspannung der untersuchten Geräte und zur Feststellung eines Masseschlusses. Die Eichung des JM 1 kann ohne weitere Hilfsmittel jederzeit kontrolliert werden.
.

KLIRRFAKTOR-MESSBRÜCKE KB2

im Bild unten

Die Klirrfaktor-Meßbrücke KB2 ist ein röhrenloses Ergänzungs- gerät zu unserem Tonfrequenzröhrenvoltmeter RV51. Zusammen mit ihm stellt die KB2 eine preisgünstige Meßeinrichtung zur Messung des Klirrfaktors von Verstärkern, Lautsprechern und anderen Übertragungs-Geräten dar. - Selbstverständlich kann auch ein Röhrenvoltmeter mit annähernd gleichen Daten verwendet werden (z. B. RV54).

Mit dieser Meßeinrichtung lassen sich Klirrfaktoren im Bereich von 0,2 ... 40% bei den Grundfrequenzen 30/ 60/ 1000/ 5000/ 10.000 Hz messen. Dabei ist der Meßfehler kleiner als 10%. Werden höhere Anforderungen gestellt, empfiehlt es sich, ein Röhrenvoltmeter mit rein quadratischer Gleichrichtung als Ergänzungsgerät zu benutzen. Die Klirrfaktor-Meßbrücke KB2 enthält im wesentlichen ein 5 fach umschaltbares Doppel-T-Filter, das die Grundfrequenz mit Hilfe des Minimum-Abgleichs unterdrückt. Der dann noch verbleibende Oberwellen-Rest ist ein Maß für den Klirrfaktor. Durch ein mitumgeschaltetes RC-Filter wird das Übertragungsmaß für die zweite bis zehnte Oberwelle entzerrt. Bei 1.000 Hz und höher wird außerdem ein Brummfilter eingeschaltet, um die Brummspannung nicht mitzumessen.
.

AUSSTEUERUNGSZEIGER UP1

im Bild rechts

Der Aussteuerungszeiger UP1 ermöglicht die objektive Kontrolle einer Tonfrequenzspannung. Wird die Dynamik nach einer solchen Anzeige gesteuert, so erzielt man z. B. bei Übertra- gungen den entscheidenden Vorteil, daß die Verstärkerleistung voll ausgenutzt werden kann, ohne daß mit störenden Verzerrungen zu rechnen ist. Selbst kurzzeitige Übersteuerungen werden mit Sicherheit vermieden.

Der Aussteuerungszeiger UP1 arbeitet ohne Röhren und Hilfs- spannungen. Er ist nach einfachem Anschließen sofort betriebsbereit. Das Gerät besitzt vier Meßbereiche, mit denen alle Tonfrequenz-Spannungen zwischen 0,5 und 100 Volt einwandfrei überwacht werden können. Die Skala ist bei sinusförmiger Spannung in Effektivwerten geeicht. Durch Schaltelemente mit unterschiedlichen Zeitkonstanten wird für Ansprech- und Abklingzeit ein sehr günstiges Verhältnis von ca. 1 :100 erreicht.
.

SCHEINWIDERSTANDS-PRÜFER ZP1

im Bild links

Mit Hilfe des Scheinwiderstandsprüfers ZP1 läßt sich der Befrag beliebiger Scheinwiderstände bei 800 Hz in einfachster Weise unmittelbar bestimmen. Die Meßbereiche des ZP1 liegen zwischen 1 Q und 1 MQ, so daß jeder praktisch vorkommende Scheinwiderstand erfaßt wird.

Die Meßspannung wird durch einen eingebauten Röhrensummer erzeugt, der aus dem Netz gespeist wird. Ein magnetischer Spannungsgleichschalter regelt Netzspannungsschwankungen in weiten Grenzen selbsttätig aus.

Die Skala der Widerstandswerte steigt von links nach rechts, wobei der Vollausschlag des Instrumentes dem Widerstand OO (Unendlich) entspricht. Dieser Wert, den das Gerät nach Anschluß an das Netz bei offenen Klemmen stets anzeigen muß, gestattet eine besonders bequeme, dauernde Kontrolle der Eichung.

Neben der Widerstandsskala ist noch eine Skala der Scheinleitwerte aufgetragen. Für beide Arten der Ablesung sind die Faktoren, mit welchen in den einzelnen Bereichen multipliziert werden muß, am Meßbereichschalter in übersichtlicher Weise angegeben.

Genauigkeit:
im mittleren Bereich der Skala ±5% vom Meßwert, an den Enden der Skala ±10% vom Meßwert
Belastung des Meßobjekts < 10 mVA Betriebsspannung: 160 ... 240 V; 50 Hz Leistungsaufnahme: 10 VA Röhre: 1 x EF9
Gehäuseabmessungen: 130x190x92 mm Gewicht: ca. 2 kg
.

STABILISIERTES NETZGERÄT 6007

Das stabilisierte Netzgerät 6007 wurde im Hinblick auf die große Nachfrage nach hochkonstanten Spannungsquellen für viele Aufgaben in Forschungs- und Entwicklungs- laboratorien, vor allem in der modernen Elektronik, aber auch für Werkstatt und Fertigung entwickelt.

Das Netzgerät liefert drei voneinander unabhängige, elektronisch stabilisierte Gleichspannungen, drei ebenso stabilisierte Gitterspannungen, sowie die gebräuch- lichsten Heizspannungen. Zwei der voneinander unabhängigen Gleichspannungen sind von 80 ... 350V einstellbar, wobei ein maximaler Strom von 100mA entnommen werden kann. Die dritte Gleichspannung ist stetig einstellbar von 50 ... 250V bei einer maximalen Belastung von 50mA.

Sämtliche Spannungen sind massefrei. Dadurch besteht die Möglichkeit, alle drei Gleich- spannungen hintereinander zu schalten, so daß eine Gesamtspannung von 950V bei einer maximalen Anodenstromentnahme von 50mA zur Verfügung steht. Es besteht auch die Möglichkeit, zwei oder alle drei Gleichspannungen parallel zu schalten bei einer maximalen Stromentnahme von 250mA, bzw. 200 mA oder 150 mA.

Es stehen somit je nach Bedarf positive oder negative Spannungen zur Verfügung. Der Pluspol jeder Gittervorspannung ist mit dem Minuspol je einer der drei Gleichspannungen verbunden. Es sind drei negative Spannungen in den Bereichen 0 ... 10 V, 0 ... 50 V und 0 ... 100 V stetig einstellbar.

Die stabilisierten Spannungen können jede für sich eingestellt und an den eingebauten Meß- instrumenten abgelesen werden. Diese Instrumente sind normalerweise als Spannungsmesser geschaltet und werden durch Tastendruck auf Strommessung umgeschaltet. Die Messung der drei Gittervorspannungen erfolgt durch ein gemeinsames Instrument.

Die Heizspannungen sind in zwei von einander unabhängige Gruppen aufgeteilt. Bei jeder Gruppe beträgt die maximal entnehmbare Leistung 30W. Eine Serienschaltung bzw. eine sinngemäße Parallelschaltung der Heizspannungen ist möglich. Der Netzanschluß erfolgt mittels Schuko- stecker.
.

TECHNISCHE DATEN

Stabilisierte Gleichspannungen:

Gleichspannung I 80 ... 350 V stetig einsteilbar Stromentnahme maximal 100 mA
Gleichspannung II 80 ... 350 V stetig einstellbar Stromentnahme maximal 100 mA
Gleichspannung III 50 ... 250 V stetig einstellbar Stromentnahme maximal 50 mA
Gleichspannung IV
Gittervorspannung 1 0... 10 V stetig einstellbar
Gittervorspannung 2 0... 50 V stetig einstellbar
Gittervorspannung 3 0 ... 100 V stetig einstellbar

Heizspannnungen:
4, 6,3, 7,8, 9,6, 12,6V~; 6,3, 12,6, 15, 21 V~, Leistungsabgabe maximal je 30 W
Stabilität:
Konstanz der Ausgangsspannung mindestens ±0,5%
bei Netzspannungsschwankungen bis ±10% und Belastungsänderungen von 0 ... 50 mA bzw. von 0 ... 100 mA

Restwelligkeit
der Gleichspannungen I ... III höchstens 0,05% der Gitterspannungen höchstens 200 uV
Bei größeren Netzspannungsschwankungen (bis -30% und +15%) wird die Stabilität bei größerer Stromentnahme und großem Spannungsbedarf (über 250 V) etwas geringer. Innenwiderstand der Anodenspannungsquelle ca. 1 Q
Netzanschluß:
Wechselspannung 110/220 V, 40 ... 60 Hz Leistungsaufnahme im Leerlauf ca. 190 VA Sicherungen: 2 x 1,6 A träge, 2x0,6 A träge 2x0,1 A flink, 1 x0,05 A flink
Meßinstrumente:
vier Drehspulinstrumente, Meßwerke Klasse 1 mit Spiegelskala

Bestückung:
2 x EL156, 3 x EF804, 3 x PCF80, 1 x EL84,
6 x 5651, 6 x SSF B250C125, 3 x SSF B250C75
Gehäuse: Silbergraues Stahlblechgehäuse
Abmessungen : Breite 420 mm, Höhe 300 mm, Tiefe 210 mm
Gewicht: ca. 25 kg
.

STABILISIERTES NETZGERÄT SN 3

Das stabilisierte Netzgerät SN 3, Z. Nr. 6065 wurde im Hinblick auf die große Nachfrage nach hochkonstanten Spannungs- quellen für viele Aufgaben in Forschungs- und Entwicklungs- laboratorien, vor allem in der modernen Elektronik, aber auch für Werkstatt und Fertigung entwickelt.

Das Netzgerät liefert eine elektronisch stabilisierte Gleichspan- nung und eine ebenso stabilisierte Gitterspannung, sowie die gebräuchlichsten Heizspannungen. Die Gleichspannung ist von 80 ... 350 V einstellbar, wobei ein maximaler Strom von 100 mA entnommen werden kann. Die Gleichspannung ist massefrei. Dadurch besteht die Möglichkeit, Spannungen von z. B. drei stabilisierten Netzgeräten SN 3 hintereinander zu schalten, so daß eine Gesamtspannung von 1050 V bei einer maximalen Anodenstromentnahme von 100 mA zur Verfügung steht.

Der Pluspol der Gittervorspannung ist mit dem Minuspol der Gleichspannung verbunden. Es sind zwei negative Spannungsbereiche vorhanden, die von 0 ... -10 V und 0 ... -35 V stetig einstellbar sind. Durch Umschalten des Meßbereichschalters ist es möglich, die Spannungen und Ströme am Instrument zu kontrollieren.

Die Heizspannungen sind den Daten der gebräuchlichsten Röhren angepaßt. Sie sind in zwei voneinander unabhängige Gruppen aufgeteilt. Eine Serienschaltung der Heizspannungen ist möglich.
.

WIDERSTANDS-DEKADEN RD1-RD2

Widerstandsdekaden gehören zu den am häufigsten benötigten Hilfsmitteln für Versuchs- und Meßschaltungen aller Art. Insbesondere sind sie als Vergleichsnormale in Brücken- schaltungen sowie als genaue Spannungsteiler unentbehrlich. Mit der niederohmigen Dekade RD 1 wird der Widerstands- bereich von 10 Q bis 11,1 kQ von 10 zu 10 Q, mit der hochohmigen Type RD 2 der anschließende Bereich von 10 kQ bis 11,1 MQ in Stufen von 10 zu 10 kQ überstrichen. Für die weitaus meisten Aufgaben des gesamten Tonfrequenz- und Hochfrequenzgebietes kann daher jeder erforderliche Widerstandswert mit Hilfe der Dekaden RD 1 und RD 2 schnell und sicher eingestellt werden.

Frequenzbereich der Widerstandsdekaden
Durch ausschließliche Verwendung von Schichtwiderständen ist die Induktivität und die Widerstandsänderung infolge Skineffekt vernachlässigbar klein. Der Frequenzbereich wird deshalb lediglich durch die Kapazitäten begrenzt. Grundsätzlich ist der Frequenzbereich dem eingestellten Widerstandswert umgekehrt proportional und beträgt ganz überschläglich bei 1 kQ = 10 MHz, bei 1 MQ = 10 kHz.
.

KAPAZITÄTS-DEKADE CD1

Die Kapazitätsdekade bildet in Ergänzung zu unseren Widerstandsdekaden ein wertvolles Hilfsmittel im Labor und im Prüffeld. Mit der Kapazitätsdekade CD 1 läßt sich im Bereich von 1 nF bis 1 /uF jeder Kapazitätswert mit einer Stufung von 1 nF einstellen. Für die weitaus meisten Aufgaben des gesamten Tonfrequenzgebietes steht daher jeder erforderliche Kapazitätswert mit Hilfe der Dekade CD 1 schnell und sicher zur Verfügung. Die Genauigkeit der eingebauten Kondensatoren ist auf die Bedürfnisse der Praxis abgestimmt.

INDUKTIVITÄTS-DEKADEN LD 1, 2 u.3

Induktivitätsdekaden sind zum schnellen Aufbau von Filterschaltungen, elektroakustischen Ersatzschaltungen u. ä. im Tonfrequenzbereich gedacht. Durch Verwendung großer Ferrit-Schalenkerne liegen bei guter Belastbarkeit und Temperaturunabhängigkeit die Güten für mittlere Tonfrequenzen über 100. Sie sind in Abhängigkeit von der Frequenz auf der Frontplatte des Gerätes angegeben.

STRAHLEN-WARNGERÄT 6030

Für den privaten Gebrauch wurde das handliche und billige GRUNDIG Strahlen-Warngerät 6030 entwickelt. Es hat die Größe einer Zigarettenpackung und kann bequem in der Tasche mitgeführt werden. Mit diesem kleinen Gerät kann jeder die radioaktive Strahlung seiner Umgebung überprüfen.

Die Handhabung des Gerätes ist denkbar einfach: Ein Druck auf den Bedienungsknopf und schon sind die Zählrohrimpulse im Miniatur-Kopfhörer als Einzelknacke wahrnehmbar. Die Häufigkeit der Impulse ist ein Maß für die Strahlungsintensität. Wenn sich die einzelnen Knacke nicht mehr unterscheiden lassen, sondern in ein Geräusch übergehen, wird die zulässige Dosis überschritten.

Der Geiger-Müller-Zähler 6030 ist ein Transistorgerät, dessen wesentliche Teile unempfindlich gegen Erschütterungen und Witterungseinflüsse sind. Das Gerät besitzt ein selbstlöschendes Zählrohr, einen Transistor-Impulsverstärker mit Kopfhörer und einen Transistor-Gleichspannungswandler, der die Zählrohrspannung erzeugt. Als Stromquelle dient eine 1,5 V-Kleinmonozelle, wie sie für Kleintaschenlampen Verwendung findet.

DOSIS-LEISTUNGSMESSER 6058

Die quantitative Messung der radioaktiven Strahlung ermöglicht der GRUNDIG Dosisleistungsmesser 6058. Dieses Gerät ist besonders für die Strahlungsüberwachung und für die Überprüfung der Strahlenschutzmaßnahmen geeignet. In Laboratorien, Krankenhäusern, Instituten, Schulen und Werkstätten, "wo" mit radioaktiven Stoffen gearbeitet wird, ist dieses Gerät ein unentbehrlicher Helfer.

Der GRUNDIG Dosisleistungsmesser 6058 ist in einem kräftigen Styrongehäuse untergebracht, das Stöße, wie sie im normalen Laboroder Werkstattbetrieb immer wieder auftreten, ohne Schaden verträgt. Der Schalter an seiner rechten Seite ermöglicht die Bedienung des Gerätes mit nur einer Hand. Das Gerät zeigt die Dosisleistung bei Röntgen- und Gammastrahlung im Bereich von 0,1 mr/h bis 1 r/h an und ermöglicht auch die Überwachung unbeschränkt zugängiger Räume, in denen die Dosisleistung 0,18 mr/h nicht überschreiten darf.

Ein eingebauter Gleichstromverstärker verhindert in allen Bereichen, daß der Zeiger beim überschreiten des Meßbereiches wieder zurückgeht. Das robuste Meßwerk ist annähernd logarithmisch geteilt. Um den Stromverbrauch klein zu halten, ist der GRUNDIG Dosisleistungsmesser 6058 als reines Transistorgerät aufgebaut. Die gedruckte Schaltung garantiert ein Höchstmaß an Betriebssicherheit. Ein auswechselbarer DEAC-Stahlakkumulator dient als Stromquelle. Seine Spannung kann jederzeit überprüft werden.
.
TECHNISCHE DATEN
Verwendung: - Messung von Röntgen- und Gammastrahlung. Gewicht: ca. 450 g
.

H&B Messinstrumente

.

Multavi II

Universal-Strom- und Spannungs-Meßinstrument für Gleich- und Wechselstrom 6 Strommeßbereiche: 0,003 - 6 A 5 Spannungsmeßbereiche: 6-600 V.
.

Multavi 5

Universal-Strom- und Spannungs-Meßinstrument für höhere Ansprüche
32 Meßbereiche: Gleichstrom 0,0003-6 A, 0,06-600 V (Klasse 1) Wechselstrom 0,0015-6 A, 0,3-600 V (Klasse 1,5)

Multavi 5 R

Der Endleistungsmesser (Outputmeter) für die Funktechnik 2x7 Meßbereiche für die Tonfrequenzleistungen bei Wechselspannungen zwischen 1,5-150 V, nach Wahl einstellbar auf einen konstanten Eigenwiderstand von 7,5 oder 15 k Ohm bei jedem Meßbereich. Bis 15 kHz ohne zusätzlichen Frequenzfehler
2x8 Spannungsmeßbereiche für Gleich- und Wechselspannung zwischen 1,5-600 V bei hohem Eigenwiderstand, der sich je nach Stromart und Meßbereich in den Grenzen zwischen 33333 und 2600 Ohm/V bewegt.
.

Multavi S

Das Vielfach-Meßinstrument für die Starkstromtechnik 12 Strommeßbereiche für Wechselstrom 0,0012-150 A Gleichstrom-Messungen über getrennte Nebenwiderstände 60 mV
5 Spannungsmeßbereiche für Gleich-und Wechselspannung 6-600 V
.

Multavi HO

Das Universal-Meßinstrument mit Germanium-Dioden Strommessung: Gleichstrom : 30uA-0,1 5-0,6-3-15-60-300-1500 mA
Strommessung: Wechselstrom 0,15-0,6-3-15-60-300-1500 mA Spannungsmeßung: Gleichspannung
300 mV-1,5-6-30-150-300-600 V (33333 Ohm/V) Wechselspannung 1,5-6-30-150-300-600 V
(8000 Ohm/V) Widerstandsmessung: 10 k Ohm (100 Ohm in Skalenmitte) 1 M Ohm (10 000 Ohm in Skalenmitte) Spannungsquelle: Eingebaute Monozelle 1,5 V Hochspannungsmeßtasten Type 6017 für die Bereiche 3, 15 und 30 kV lieferbar.
.

Pontavi-Wheatstone

Für Widerstände von 0,05-50 000 Ohm, 5 Meßbereiche
.

Inkavi

Kombinierte Induktivitäts- und Kapazitäts-Meßbrücke zur genauen Messung von Induktivitäten 0,1 uH - 10 H Kapazitäten 1 pF - 100 M-F einschließlich Doppelkopfhörer
.

Monavi 01

Meßbereich 0 - 1 0 000 Ohm, Batterie: 1,5 Volt Monozelle Stromaufnahme 10 mA

Monavi 02

Meßbereich: 0-100 k Ohm Batterie: 4,5 Volt Stromverbrauch: 2,25 mA Meßbereich: 0-10 M Ohm Batterie: 100 Volt Stromverbrauch: 0,5 mA

.

Nochmal zum Verständnis - wir sind hier im Jahr 1959 !

.

Und es gibt weitere seltene Kataloge .........

.

- Werbung Dezent -
Zurück zur Startseite © 2007/2024 - Deutsches Hifi-Museum - Copyright by Dipl.-Ing. Gert Redlich Filzbaden - DSGVO - Privatsphäre - Zum Telefon der Redaktion - Zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - Tag und Nacht und kostenlos natürlich.

Privatsphäre : Auf unseren Seiten werden keine Informationen an google, twitter, facebook oder andere US-Konzerne weitergegeben.