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Rückblick im Jahre 2008 auf die Anfänge 1963 - Was ist HiFi ?

Bedeutung und Ursprünge der High Fidelity (nach einer Vorlage von Joachim Bung aus April 2008 - zusammengefaßt für die Braun-Hifi Ausstellung)

"High Fidelity" oder abgekürzt "HiFi" bedeutet hohe Naturtreue in der Wiedergabe von Musik. HiFi-Geräte besitzen eine Wiedergabequalität, die dem Original gegenüber nichts Wesentliches vermissen lässt, aber auch nichts hinzufügt - etwa Verzerrungen oder Störgeräusche. Während HiFi ein bestimmtes Qualitätsniveau der Musikübertragung vorgibt, steht Stereo für räumliches Hören. HiFi-Wiedergabe ist demnach auch in Mono möglich, und ein Stereogerät braucht keinem HiFi-Anspruch zu genügen. Erst die Kombination von HiFi und Stereo schafft Musikgenuss und Musikerlebnis in höchster Vollendung.

Braun Hifi hören und sehen

"Seit es Schallplatte, Radio und Tonband gibt, strebt man danach, den Klang, der aus den Geräten kommt, dem Originalklang gleich zu machen", schreibt Braun in seiner HiFi-Broschüre, die von 1963 bis 1966 sieben Auflagen erreicht. Kennzeichnend für die Technik ist das Bausteinprinzip - gegenüber den bis dahin üblichen Musikschränken eine Revolution.

 

Der Gedanke von damals: Nur eine spezielle Klasse von Plattenspielern, Bandgeräten, Empfängern, Verstärkern und Lautsprechern, die von wenigen Herstellern Stück für Stück mit äußerster Präzision gefertigt werden, lässt aus Schallaufzeichnungen und elektrischen Übertragungen den Originalklang ohne jede Verfärbung und Verfälschung wieder lebendig werden. So dachte man jedenfalls damals.

. . . nur so stark wie das schwächste Teil . . .

Und: "Jedes dieser Teile muss für sich genommen so perfekt wie möglich sein. Denn eine zusammengeschaltete Anlage kann am Ende nicht besser funktionieren als das schwächste ihrer Glieder." HiFi-Bestrebungen hat es in Deutschland bereits ab 1935 gegeben. Nach 1945 war allerdings nicht daran zu denken, den erreichten Stand der Technik weiter zu entwickeln. In den USA dagegen gründeten bereits vor oder kurz nach dem Krieg Frank H. McIntosh, Saul Marantz, Avery Fisher und Hermon Hosmer Scott ihre berühmten Verstärkerund Tuner-Schmieden. Zu den bedeutendsten Herstellern von Lautsprechern zählten Klipsch, Electro Voice, Lansing und Acoustic Research. In kurzer Zeit breitete sich die HiFi-Liebhaberei auch auf Großbritannien aus.

Anziehungspunkt war die "International Audio Festival and Fair", die seit 1953 jährlich in einem Londoner Hotel stattfand. Nach der Einführung von HiFi-Stereo in Deutschland stellte sich bald die Frage nach Qualitätsnormen, die Geräte erfüllen müssen, um das Prädikat "HiFi" zu Recht zu tragen. 1965 kam es unter der Federführung des Deutschen High-Fidelity-Instituts (dhfi) zur Definition der HiFi-Norm DIN 45 500 - die auf Betreiben einflussreicher Hersteller allerdings nicht sehr ehrgeizig ausfiel. Bereits Ende des Jahrzehnts ließen die meisten Geräte die HiFi-Norm weit hinter sich.

1968 - Der Durchbruch auf der Hifi Messe

Das Hifi Jahrbuch Nummer 3

Der Durchbruch gelang 1968 mit der HiFi-Messe in Düsseldorf, die als Ergänzung zur Internationalen Funkausstellung in zweijährigem Turnus stattfand. Als Anfang der 1980er Jahre die Veranstaltung um Videogeräte ergänzt wurde, versagten Hersteller und Vertriebsfirmen hochwertiger HiFi-Komponenten die Gefolgschaft. Die Auswirkungen reichten bis zur Einstellung der Zeitschrift "HiFi-Stereophonie". Auch das "dhfi" hatte sich mit der kaum noch gefragten Händlerschulung überlebt.

Seit 1982 findet jährlich eine "High End"-Messe statt - früher in Frankfurt, heute in München. Der Begriff "High End" bürgerte sich für Anlagen der höchsten Qualitätsklasse rasch ein - auch wenn eine genaue Definition schwer fällt. "High End" hat inzwischen "HiFi" unter Liebhabern und Fachleuten abgelöst. Im allgemeinen Sprachgebrauch hält sich der Begriff "HiFi" für hochwertige Musikwiedergabe mittlerer Qualität aber bis heute.

 

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