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Wirtschaftsnachrichten aus den diversen Hifi- und Funk- Zeitschriften.

Auf diesen Seiten kommen die redaktionellen Nachrichten sowie die Presseinfos der Hersteller. Diese werden natürlich kommentiert, denn da steckt die Wahrheit bzw. die echte Information immer zwischen den Zeilen.

Falscher Alarm - Phonowirtschaft meldet + 21,3%

August 1979 - Der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft berichtet für 1978 über einen Umsatzzuwachs von 21,3% im Vergleich zu 1977, und das ist zweifellos eine Erfolgszahl, die wohl kaum ein anderes Gebiet der Unterhaltungs-Electronic aufweisen kann.

Die Musik-Cassette kam 1978 bereits auf mehr als 50% der Umsatzzahl für den Leer-Cassetten-Markt; an Musik-Cassetten wurden 41,4 Millionen Stück, an Leer-Cassetten knapp 80 Millionen Stück abgesetzt. Damit wuchs der Markt bei Musik-Cassetten um 14,0% (von 36,3 Millionen 1977) und der für Leer-Cassetten um 6,7% (75 Millionen im Jahre 1977).

Doch der Bundesverband der Phonographischen Industrie vermutet eine „ernsthafte Bedrohung" für den Musikmarkt und leitet sie daraus ab, dass der Zuwachs bei Musik-Cassetten nach 28,3 % von 1976 auf 1977 jetzt nur noch 14% betrug. Das wird als „Vormarsch der (unbespielten) Leer-Cassetten" und „deutliches Alarmzeichen" umgedeutet und soll zweifellos neue Munition dafür geben, die Phalanx all derer niederzukartätschen, die Leer-Cassetten bisher erfolgreich gegen die immer wieder als paradox nachgewiesene Sonderabgabe verteidigen.

Niemand verweigert dem Künstler das Recht an seinem Kunstwerk, aber ebenso sollte niemand seine Hände dazu leihen, die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland zum zweiten Mal zur Kasse zu bitten für etwas, das längst bezahlt ist.

Auch wenn die Abgabe beim Kauf eines Cassetten-Recorders, Cassettendecks oder Spulentonband-Gerätes bisher nicht extra ausgewiesen ist, sie enthält die Abgabe zu Gunsten der Musikbranche, und damit basta!
C. R.

Gigantische Einnahmen der GEMA

Die Interessenvertretungen von Komponisten, Textautoren, Musikverlegern, Interpreten und Plattenherstellern wollen seit einiger Zeit für die Verwendung von Cassetten-Recordern doppelt kassieren, indem auch die Leercassetten mit einer Akzise belegt werden sollen. Dabei zahlt jeder beim Kauf seines Recorders eine nicht besonders ausgewiesene Sonderabgabe für das private Mitschneiden.

Die Gema kassierte daraus 1966 4 Millionen DM - Preisfrage in 1979 : wieviel 1978?

a)     8 Millionen DM
b)   12 Millionen DM
c)   20 Millionen DM

Es waren 20 Milionen DM zusätzlich.
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