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März 2020 - Endlich mal Zeit zum Nachdenken

Ein Studer 810 Bandgerät
Ein Studer Kassettenrecorder
Ein 1" Studio-Band
Eine der letzen BASF Kassetten
Telefunken 32 Kanal analog
die HR Bühne am Mainufer

Durch die größte Herausforderung unserer Gesellschaft - eigentlich der ganzen Weltbevölkerung - duch den neuen Corona Virus im März 2020 sind wir angehalten, zuhause zu bleiben. Auf einmal ist Zeit für die Gedanken, die schon lange im Kopf herum kreisen oder auch herumgeistern.

Der Hifi-Fan und Qualitäts-Enthusiast strebt in der Regel (und eigentlich viel zu oft) nach Besserem und stellt sodann Vergleiche an. So auch wir, die wir herausfinden wollen, wie gut waren die besten CC-Kassettenrecorder wirklich. Waren sie in der Endzeit der Magnetbandtechnik wirklich besser als die vorherigen großen imposanten Spulenbandgeräte ?

Wie stelle ich solche Vergleiche vernünftig und allgemein- verständlich an ? Und schon kommt die Frage nach den Vergleichsmedien (den edlen technisch perfekten Konzert- aufnahmen mit ausschließlich akustischen Instrumenten) und das ist (bislang) fast immer nur unsere CD oder die SACD mit kommerziellen Aufnahmen.

Sicher ist die digitale Technik qualitativ erheblich besser als die alte analoge Schallplatte, doch wie viel besser muß sie sein, um einen Qualitätsunterschied zu den analogen Magnetbandaufnahmen (die sogenannte Hinterbandkontrolle) sauber nachvollziehbar zu präsentieren ?

Es gibt sie, diese edlen hochqualitativen Quellen ..... mit akustischen Instrumenten

Nur - kein Plattenstudio und keine Rundfunk-Anstalt rückt solche hochwertigen analogen 38er Masteraufnahmen (Halbspur Stereo und 1/4" Senkel mit 38cm/s auf Telefunken-, Studer- oder Ampex- Maschinen aufgenommen) raus.

Das sind deren Goldreserven. Und schon die erste Kopie eines solchen (analogen) Masterbandes ist hörbar weniger gut. Sich selbst eigene Aufnahmen höchster qualitativer Güte zu machen, ist erst seit ein paar Jahren erschwinglich.

Die kaufbaren von den Studios abgemischten CDs sind alle bereits "verschlimmbessert", weil die (Gesamt-) Dynamik zwingend auf unter 50dB reduziert werden mußte. Sonst kann man diese Aufnahmen - und seien sie noch so super - zuhause nicht genießen.

Die allermeisten modernen Konzert- Produktionen waren auf (ganz sicher) edelsten Mehrspur-Recordern mit 12, 24 oder noch mehr Kanälen gemacht worden und wurden dann auf 2-Kanal Stereo abgemischt.

Auch die angeblichen "audiophilen" Super-Aufnahmen, die den 2 oder 3 Hochglanz- Hifi-Magazinen eine Zeit lang beigelegen hatten, liegen hier fast alle in dieser Standard- CD-Qualität vor und befriedigen daher nicht. Für qualitative Vergleiche benötigen Sie edle Konzertaufnahmen technisch oberhalb der kommerziellen CD-Qualität, keine Jazzkeller-Aufnahmen mit 2 Instrumenten und einer rauchigen oder geräucherten Sängerin.

Dabei spielt die ultimative Stereo-Qualität, also die räumliche Auflösung, eine untergeordnete Rolle. Denn - ist diese Stereo-Qualität beeindruckend gut, nimmt sie einen Teil der Aufmerksamkeit von der zu vergleichenden Tonqualität weg.

Wie ich schon auf der Seite "Über den Klang" ausgeführt hatte
, ist das Klangempfinden sowieso subjektiv, es müssen daher für die Tonqualität objektive Kriterein zugrunde gelegt werden.
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Wenn Geld keine Rolle spielt, kann es gelingen ....

Ein größeres Orchester im Wiesbadener Kurhaus in 2010

Bezüglich der Konzert-Aufnahmen, die ich hier anspreche und vorstellen möchte, spielte Geld nur eine untergeordnete Rolle. Es war eine beinahe "staatstragende Produktion" mit einem großen Rundfunk- Orchester - noch vor dem Jahr 2000. Und die Initiatoren suchten bei der Aufnahme-Technik nach dem Feinsten, das sie bekommen konnten.

Das waren die Kondensatormikrofone von Schoeps aus Karlsruhe. Neumann Berlin mit deren Edelmikrofonen hatte angeblich auch ein Angebot im Spiel. Aufgenommen wurde auf 3 gekoppelte (synchronisierte) 8 Kanal TASCAM DA88 Digitalrecorder. Das Mischpult lieferte 24 einzelne digitale Ausgangskanäle an die 3 Recorder.

Und da jeder einzelne Kanal mit den dort "eingefangenen" Instrumenten einzeln ausgepegelt werden konnte, sind die theoretischen maximalen 92 Dezibel Störspanungsabstand (je Kanal) durchaus realistisch.

Auch der Frequenzgang und der Klirrfaktor dieser Tascam 8 Kanal Recorder sind jenseits aller Kritik. Diese letzten Tascam Band-Geräte waren zwar für die preissensiblen Semiprofis entwickelt, verdrängten jedoch aufgrund der mechanischen wie auch elektrischen Qualität die großen Studio-Boliden in kürzester Zeit.
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Die 24 einzelnen Stücke sind von überragender Qualität

Die Rückseite der 1981er JVC Digitalaufnahmen aus Moskau

Auf den Seiten meiner Musikbeispiele hatte ich die hervor- ragenden 1981er Konzert-Aufnahmen der Japaner von JVC mit dem Moskauer Radio-Symphony- Orchester bereits gelobt.

Wenn man jedoch genauer hinhört, hört man die Schwächen der damaligen allerersten JVC-Digitaltechnik (das waren die besten damaligen PCM-Videorecorder) deutlich. Die "kleine" Solo-Violine in Rimsky Korsakovs Scheherazade wird laut Partitur immer leiser und sie verliert sich (erstaunlicher Weise) beinahe im Rauschen und in einer merkwürdigen Rauhigkeit, die der "Stimme" der Violine eigentlich widerspricht.
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Jetzt 24 einzelne Stücke (... wird es geben ...)

Das Studio-Orchester in China (ein Promotion Foto)

Bei den hier gehörten 24 einzelnen Aufnahmen aus 1998 besticht vor allem die gewaltige Dynamik des Qrchesters mit dem Chor und den Einzelsolisten.

Zur Verfügung gestellt werden in absehbarer Zeit 24 recht große Wave-Dateien, die auf jedem moderneren CD-Spieler abgehört werden können. Die anderen CD-Spieler müssten eine "AUDIO CD" gebrannt bekommen, die dann dort auch abspielbar wäre. Wieviel an Qualität dabei verloren geht, kann ich noch nicht beurteilen.
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Auf dem Promotion Bild zu erkennen sind :

  • 8 Kontrabässe
  • 8 oder 10 Chelly
  • die Bratschen sind nicht genau zu zählen
  • über 20 Violinen
  • 15 Bläser
  • 4 Flöten, eine Harfe und 2 Kesselpauken


Ob das Bild aber mit dem damalien realen Studio-Orchester wirklich übereinstimmt, werden wir Marc Seiffge noch fragen.
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Der Inhalt der Aufnahmen aus 1998

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  1. Shan-Dong Country song - 4'22
  2. Fu-Jian Country song - 3'19
  3. Shan-Xi Country song - 4'16
  4. Hu-Bei Country song - 2'02
  5. Si-Chuan Country song - 3'31
  6. Sunny day (from"Madama Butterfly") - 4'27
  7. At Pulovenza (from "Traviata") - 4'46
  8. Habanera Dance (from"Carmen'1) - 4'04
  9. Nesondorma(from "Turandot") - 2'47
  10. Solvejg's Song (Grieg) - 5'18
  11. Tritsch,Tratsch Polka (Strauss.Johann) - 2'48
  12. Bolowitz Dance (Borodin) - 4'05
  13. Candide Overture (Leonard Bernstein) - 4'33

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  1. Madrigal (A Capella) - 3'14
  2. Happy Nadamu (Male Voice Choir) - 3'15
  3. The Freeshooter (From Opera "Der Freischütz" (Male Voice Choir) - 2'31
  4. Volga Boater (Mixed Voices) - 4'37
  5. Swan Lake (From Scene of 'Swan Lake' Tschaikovsky) - 2'48
  6. Dance des Cygnes (From 'Swan Lake' Tschaikovsky) - 1'36
  7. Csardas (From 'Swan Lake Tschaikovsky) - 2'59
  8. Under Donner und Blitz (Strauss Johann) - 3'14
  9. Meditation (Massenrt Jules) - 6'06
  10. Farandole (From "The Maid of Arles" G.Bizet) - 3'14
  11. Die Fledermaus (From Operetta 'The Bal" J. Strauss - 9'00

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Noch ein paar Vorabinformationen

Beispiel : Der Sendesaal des Hessischen Rundfunks

Bei meinem Besuch in der Musikhochschule in Karlsruhe lernte ich den dortigen Toningenieur Marc Seiffge kennen, der die Technik in den Studios und Konzertsälen der Hochschule bedient und betreut. Marc stellt an die Qualität der verwendeten Geräte die höchsten Ansprüche, die technologisch machbar sind, weil er wirklich jederzeit das "Orignal" mit der "Konserve" vergleichen kann.

Diese Möglichkeit haben nur noch Tonmeister und Toningenieure in den großen Studios und Konzertsälen wie zum Beispiel beim Hessischen Rundfunk, die (oft) nur ein paar Schritte aus dem (relativ kleinen) Regieraum in den großen Konzert-Saal zu gehen brauchen.

Marc hatte damals die Produktion dieser Konzert-Aufnahmen vorbereitet und gesteuert. Die jeweils 3 Digitalkassetten der damaligen Originalaufnahmen sind auch bereits bei uns im Haus. Es fehlt noch an den PCM-Digitalrecordern und der Sync-Einrichtung.
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