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"Bei uns und nur bei uns bekommen Sie die ultimative Qualität" - verspricht der oder versprechen die Anbieter . . . . .

Auf vielen Verpackungen steht drauf, daß nur diese Scheibe oder Kassette oder CD die ultimative Qualität beinhalten würde - und eigentlich suggerieren sie mit solch einer Aussage im Umkehrschluß, daß natürlich die anderen Kassetten alle mindere Qualität liefern bzw. enthalten.

Oft ist aber das Gegenteil der Fall. Und wenn dann in der Redaktion gleich 3 Packungen mit Kompaktkassetten eintreffen oder ausgepackt werden, die alle drei miserabel klingen, wird der Redakteur hellhörig.

Jetzt sind das aber nicht die gekauften Restposten oder billige Auslauf- produkte für 1 DM oder 1 Euro aus dem Ramschladen, sondern besondere Kassetten zur Bemusterung von Rundfunk- und Fernsehanstalten.

Hier unter anderen ein Beispiel von ITT Schaub Lorenz, die hier (1980) ihre brandneuen Chromdioxyd Kassetten anbieten wollten. Mit den dort enthaltenen Musikstücken (fast alles nur scheppernde Hammond Orgel) ist wahrlich kein Staat zu machen. Die leere CrO2 Kassette könnte bestimmt ein wenig mehr als das Gequietsche und Gezerre.
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Zwei weitere Schuber mit 2 bzw. 3 Kassetten

In dem Paket waren noch weitere Bemusterungskassetten, alle so um 1980 herum. Abgespielt haben wir nur jeweils die ersten Exemplare und davon die ersten Stücke, das hatte dann gereicht. Also mit dieser Qualität konnte man weder die Künstler "vermarkten" noch die Qualität des Labels unter Beweis stellen.
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Die Redaktion hat sich redlich bemüht . . .

.... einen der sehr guten Kassettenrecorder zum korrekten Abspielen herauszufinden. Doch weder einer der besten Sony Recorder noch der Studer Studio-Recorder haben diese Kassetten in auch nur akzeptabler Hifi-Qualität wiedergeben können. Vielleicht lag es ja an uns, wir sind da für jeden Gegenbeweis sehr aufgeschlossen.
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Das "ariola Markting" schreibt 1980 dazu folgendes :

AM/Cz/Sko 12. November 1980

Sehr geehrte Damen und Herren,

dem aufmerksamen Beobachter der Schallplatten- Szene wird es nicht entgangen sein, daß ARIOLA mit seinen deutschen Labelpartnern immer schon ein besonderes Augenmerk gerade auch auf deutschsprachige Produkte gelegt hat.

Deshalb war es für uns besonders schmerzlich festzustellen, daß vielfach in der Öffentlichkeit die deutsche Produktion nicht die Anerkennung fand, wie sie es vielleicht verdient hätte. Oberflächliche Pauschalurteile, deutsche Schlager seien durchweg schlecht oder gar ernst gemeinte Vorwürfe, das deutsche Produktionsangebot sei zu gering, schienen uns unberechtigt.

Wir haben deshalb den Journalisten Horst Lietzberg gebeten, eine Bestandsaufnahme unserer Arbeit in der deutschen Produktion zu machen. Die beigefügte Dokumentation "Deutsche Produktion 80" ist das Ergebnis seiner Betrachtungen.

Mit freundlichen Grüßen
ariola - eurodisc GmbH

Wir haben noch weitere bespielte Kassetten

und alle sind von arg bescheidener Qualität . . . . .

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