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Cham liegt für uns Hessen am ehemaligen Ende der Welt.

von Gert Redlich im Oktober 2018 - Vor über 50 Jahren haben wir Jungs mal am Rande des Eisernen Vorhanges gezeltet, am "Weißen Regen", diekt am "Großen Arber". Das war/ist immer noch ein Berg, von dessen Spitze man über den damaligen Stacheldraht hinweg in die damalige Tschechoslowakei sehen konnte und auch noch fast bis nach Passau. Und die Stadt Cham war mir daher in Erinnerung.

Und so habe ich auf der Rückreise von München (Abholung des AGFA Erbes) die Gelegenheit genutzt, Herrn Michael Heller und sein Rundfunkmuseum - nach Voranmeldung außer der Reihe - zu besuchen. Ich wußte von Museumsdirektor Schroll aus Brunn bei Nürnberg, daß dessen dortiges Radio-Museum aus Altersgründen komplett nach Cham "ausgewandert" worden war.

Cham ist schon sehr weit weg von allen Ballungsgebieten. Von München sind es über 200 Kilometer, von Wiesbaden etwa 380 km.
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Rundfunkmuseum ist sehr stark "untertrieben"

Was Michael Heller dort seit etwa 2010 auf die Beine gestellt hat, ist weit weit mehr als nur ein Rundfunkmuseum. Es ist eine kleine exquisite Lehranstalt, wenn man den Begriff "Anstalt" dafür benutzen kann oder soll.

Jedem Physiklehrer kommen die Tränen in die Augen, wenn er mit seinen Schülern dort mal hin dürfte. Herr Heller hat nämlich ein mittelgroßes Technikmuseum samt einer richtigen Physikschule (mit etwa 30 Sitzplätzen) mit jeder Menge an vorführbereiten physikalischen und rundfunktechnischen Grundlagen- Experimenten eingerichtet.
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Jede Menge Technik auf 3 Etagen

Auf 3 großen Etagen findet man dazu alles, einfach alles, das im Bereich Radio, Rundfunk- und Fernsehen und Tonband jemals eine Rolle gespielt hatte. Und somit sind für die zu begeisternden Schüler diese Grundlagenexperimente kein trockener trister Stoff, denn überall stehen die anfassbaren Beispiele aus der Realität - vom funktionierenden kleinen 1 Watt UKW Sender bis zu großen 500 Watt Mittelwell- und Kurzwelle-Sendeanlagen.

Die Schüler mögen von der Menge der Exponate - auch in dem Physikraum - zuest etwas verwirrt sein, können sich später aber ganz bestimmt nicht genug satt sehen, was es alles mal gab.
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Man merkt sofort, der Chef ist vom Fach

Auch wenn der berufliche Werdegang ihn später woanders hingeführt hatte, Herr Heller ist mit Leib und Seele Rundfunk- und Fernsehtechnikermeister und das ist jetzt wieder sein Hobby. Es ist vom Fach und kann daher sehr genau beurteilen, was in dieser Technik wichtig oder etwas Besonderes war und ist und was weniger wichtig ist.

Die Technik-Bereiche bzw. die Ausstellungen sind sehr genau nach Produkten und dort nach Zeitschienen sortiert.

Auch die Nostalgie kommt nicht zu kurz

Mit Herrn Heller stimme ich voll überein, daß unser Augenmerk (der Museums-Macher) auf der Motivation und der Begeisterung der jungen Menschen liegen miuß. Dennoch, die "Alten" sollten/dürfenauchnicht zu kurz kommen. Denn die sind die Informationsträger, wie die jungen Nachkommen ins Museum gelockt werden können.

Im Keller gibt es das "Nostalgie Caffee" mit alten pompösen Sofas aus der Zeit , als Radio noch Luxus war. Dort stehen die großen bulligen massiven Musiktruhen unser Vorfahren, die sich nur wenige leisten konnten.
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