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Radio RIM - so hieß "der Laden" bei uns . . . .

hatte zwischen 1960 und 1980 seine große Zeit. Dort wurden überwiegend Bausätze angebote, teilweise sogar (für diese Zeit) recht gute Tuner- und Verstärkerbausätze aller Größenklassen und natürlich Meß- und Labor-Geräte für Jedermann.

Dazu gab es eine ganze Reihe eigener Entwicklungen ähnlich wie heutzutage (2018) bei ELV und anderen. Jedoch war das RADIO RIM Sortiment nicht nur optisch sehr gut gestyled, es war auch technologisch führend - im Gegensatz zu den vielen anderen Bastler-Versendern.

Für uns Jungingenieure waren die Geräte zuerst einmal erschwinglich, sehr gut designed, dazu als Bausätze (Kits) erhältlich - ebenso wie die von Heathkit - und somit lehrreich.

Ich erinnere mich noch sehr genau an den ersten Weller Magnastat Lötkolben, das war damals der Mercedes unter den Lötkolben und die ersten Bausätze der Röhrenvoltmeter von Heathkit. Die mussten wir ja erstmal zusammenbauen, also die Platinen bestücken - da waren noch 2 Röhren drinnen - und dann auch kalibireren. Damit hatten wir dann den Unterschied zwischen Sinus und Peakspannungen verstanden.

Die beiden damals wirklich supertollen Labor-Netzteile von RIM - natürlich auch als Bausätze gekauft - halfen uns später, so manchen Verstärker wieder auf die Beine zu bringen.

Hier mal die Außenseite des RIM Kataloges von 1973. Die Vorläufer waren nicht ganz so präsent.

Und noch eine Radio RIM Besonderheit aus der Röhrenzeit:
Der Mischverstärker Gigant war sogar 1973 noch gefragt, natürlich nur bei Musikern. Der war einfach nicht tot zu bekommen und hatte erstaunlich viel Leistung mit hervorragenden Qualitäten. Das sprach sich ab Mitte der 1960er Jahre rum und so wurde dieser Gigant ein Renner.

Mit den späteren Hifi-Stereo- Geräten konnten RIM nur noch bei den Bastlern mithalten. Gegen Max Grundig, seine Werbung und seine Preise (und seine Qualität) war kein Kraut mehr gewachsen.
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Im RIM Jahrbuch 1983 schreibt der Chef S. Wirsum :

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Vorbetrachtung

Wenn die zahlreichen Freunde der Hobbyelektronik sowie Vertreter der Wirtschaft, Industrie, Behörden, Schulen und Publizistik bereits schon jahrzehntelang RIM-Elektronik- jahrbücher beziehen, so hat dies seine guten sachlichen Gründe:

Der Hauptgrund besteht wohl in der verbrieften Tatsache, daß das Werk sich alljährlich der Aufgabe stellt, eine zusammen- fassende Darstellung über den aktuellen Stand der dem ständigen Wandel unterworfenen Elektronik sowohl in technischer wie auch wirtschaftlicher Hinsicht zu bringen. Daher ist es nicht auf Stückwerk - auf Fragment -, sondern auf Gesamtwerk mit über 50 Warenbereichen ausgelegt.

Der „Dicke aus München", wie die Fachpresse schrieb, ist für viele Benutzer sozusagen eine „Muß-Literatur", denn die Zeit bleibt nicht stehen.

Das Buch gewinnt dadurch eine besondere Bedeutung als zeitnahes, umfassendes Auskunfts- und Nachschlagewerk, das durch fachkundige Autoren in gründlicher Kleinarbeit zusammengestellt wurde.

Das Informationswerk lebt weiter fort. Damit Sie im Bild sind, wurde es wiederum vollkommen neu überarbeitet; und damit möglichst „alles drin ist", durch die Aufnahme zahlreicher Neuheiten erweitert.

Sicherlich werden Ihnen auch die beachtlichen Elektronik- bausatz- und Geräteentwicklungen aus unserem eigenen Labor Anstöße und praktische Hinweise bei der Lösung Ihrer Elektronikprobleme geben. Denn Technik und Qualität sind bei uns aus Tradition die Nr. 1.

Ebenso wird der Benutzer die günstigen Preise bei einem ausgesuchten Qualitätsangebot und die beachtlichen Preis- vorteile aufgrund von Mengenstaffeln gerne zur Kenntnis nehmen, die bares Geld sparen helfen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß sämtliche Preise die gesetzliche Mehrwertsteuer bereits enthalten. Einen Preisvergleich scheuen wir nicht.

Die fachkundige Sicherheit hierfür gibt Ihnen ein Elektronik-Partner mit 60jähriger Tradition, dessen Betätigungsfeld sich vom Elektronikmacher mit eigenen Entwicklungs-, Herstellungs- und Serviceabteilungen bis zum Großversender mit In-und Auslandsversand erstreckt.

S. Wirsum

und auf Seite 3 Steht das hier : EIn Rückblick 60 Jahre

„Das RIM Basteljahrbuch kam in seiner ersten Auflage lange vor dem Krieg heraus. Es erwies sich schon damals als wertvoller Helfer der Rundfunkbastler."

So schrieb der bekannte Fachautor Dr. Ing. F. Bergtold im Geleitwort zum RIM-Jahrbuch 1952.

Damals wurden bereits schon Elektronik-Bausätze und -Geräte durch das RIM-eigene Labor entwickelt und zusätzlich zu dem vielseitigen Elektronikangebot in Wort und Bild veröffentlicht.

Seit damals wie auch heute verkaufen wir nicht nur Elektronik, sondern „machen" auch Elektronik. RIM Jahrbücher sind daher zeit- und techniknahe Informationswerke der Elektronik mit viel praktisch verwendbaren Anregungen als Arbeits- und Freizeitliteratur.

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