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Qudrophonie, die Rettung in einem stagnierenden Markt ?
(es geht um die analoge Quadrophonie ab 1970 bis 1975)

So um 1970 stagnierte der Unterhaltungssektor ein wenig und alle suchten nach einem Ausweg. Die Firmen dieser Branche waren weltweit so stark gewachsen, meist durch die Umsätze auf dem amerikanischen und dem europäischen Markt beflügelt, daß diese Kapazitäten ausgelastet werden mussten, ja mussten, denn die Arbeiter waren ja nun mal da.

 

Dazu kam, daß bereits viele europäische (und amerikanische) Firmen in Japan produzieren ließen, und die Vertriebsfirmen bekamen nur noch ihr Logo drauf gedruckt. JVC und Matsushita waren da mit die Größten. Sony machte da nicht mit und verkaufte immer (?) unter eigenem Logo.

4 Kanal (analog !), der Stein der Weisen ?

Also nach Stereo kam 4 Kanal. Doch es war fast!! alles Lug und Trug, denn die billigen 4 kanaligen Decorder mischten ein wenig Hall auf die hinteren Kanäle mit trickreicher Überkreuz- Anreicherung von  phasenverschobenen Fragmenten der beiden Frontkanäle und das wars dann auch schon. Nur wenige professionell aufgenommene Tonbänder und noch weniger gut gemachte LP-Scheiben brachten wirklichen Quadro-Sound mit echter Quadrophonie.

Selbst der unbedarfte Laie merkte recht schnell
, also spätestens, wenn er zu Hause war und diese neuen Kisten angeschlossen hatte, da stimmt etwas nicht. Auch auf den 4kanalgen Musterschallplatten war keine echte Quadrophonie drauf, denn die hätte man ja schon im Konzertsaal so aufnehmen müssen.

Und mit diesem komischen künstlichen Hallgemixe
war spätestens nach einer Stunde die Luft raus.

Es gab schon einige wenige echte 4Kanal Aufnahmen, sogar auf CC-Kassetten.

. . . und LPs für teures Geld, doch die waren mit allen möglichen und unterschiedlichen technischen Finessen in den beiden Rillenflanken der Stereo-Rille codiert und der (Decodier-) Aufwand war schon erheblich.

Vor allem stand das Hörerlebnis in keinem Verhältnis zu den Kosten. Dennoch, gekauft wurden diese Geräte schon, denn man konnte damit prächtig angeben.

Das Gleiche galt übrigens auch für die großen 26,5cm Aluspulen
auf den großen billigen Tonbandboliden von Akai und TEAC. Die Wiedergabe war zwar nur mäßig, aber es sah nun mal "saugut" aus.

 

Das wars dann aber auch schon.


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