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Wie lange lebt solch ein Gerät oder ein Lautsprecher ?

Das ist eine verzwackte Frage, die man nicht in einem Satz beantworten kann.

Unterscheiden wir erst mal

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  • "das Gehäuse",
  • das elektronische Innenleben und
  • das mechanische Innenleben.

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Das oder die Gehäuse

Gehäuse für Lautsprecher, elektronische Komponenten oder andere mechanische Komponenten gab es aus Holz furniert, Holz lackiert, Holz beklebt, Holz beschichtet, Kunststoff-Spritzguß, Kunststoff gefäst, Kunststoff gepresst, Metallguß, Metallblech und Vollmetall gefräst in verschiedenen Materialien wie Eisen oder Aluminium, dazu kamen Kunststein und Naturstein und bestimmt noch weitere Varianten. Die Entwickler wie auch die Verkäufer waren da sehr kreativ.

Manche Gehäuse waren daher gegen Feuchtigkeit oder Wärme empfindlich, andere gegen Licht, Sonne und Chemikalien, wiedr andere sind einfach nur gealtert und wurden klebrig.

Bei mimimaler Pflege leben die meisten dieser Varianten auch nach 50 Jahren noch.

Das mechanische Innenleben.

Bei den mechanischen Komponenten handelt es sich meist um Lautsprecher, Bandlaufwerke, Plattenspieler und weiteres allgemeines Zubehör.

Bei allen Drehteilen kann sich das Öl oder Fett der "Dauerschmierung" festigen  bzw austrocknen und man spricht vom Verharzen, auch wenn gar kein Harz im Spiel ist. Die Teile drehen oder bewegen sich nicht mehr oder nur noch schwer. Die Bandandruckmechanik des großen Sony Flagschiffs TC 765 ist solch ein Beispiel.

Auch die Start-Stop Automatik beim DUAL 1229 war nach zig Jahren sehr sehr schwergängig geworden. Das hat aber unser Mr. Dual (= Herr Rollinger) ganz flink bereinigt.

Weitere Schwachstellen sind die elektrischen 230 Volt Zuleitungen, bei denen die Isolation aushärtet und abbröselt. Auch in den Geräten dünsten die Weichmacher aus den Umhüllungen und Isolierschläuchen der Leitungen aus. Die Drähte liegen dann teilweise blank im Gerät.

Das elektronische Innenleben.

Auch hier gibt es vielfältige Symtome, sichbare und unsichtbare. Von einem können sie mit Sicherheit ausgehen:

Die Hifi-Geräte sind nicht für eine 40 jährige Lebensdauer konzipiert und produziert worden. Das hätte auch nie funktioniert.

Die häufigsten und wichtigsten Ausfälle
sind die großen und mittleren Kondensatoren, die Elkos. Das steht für "Elektrolyt Kondensator". Ein Kondensator soll zwischen zwei "Platten" Energie speichern. Damit die sich "nie" berühren (= Kurzschluß), ist ein Elektrolyt dazwischen. Das könnte theoretisch Luft sein, ist aber meist eine verdickte wässrige Flüssigkeit.

Wenn die austrocknet nach 40 !!! (vierzig) Jahren, ist er hin. Die "Kapazität" ist weg = sie ist alle. Und daran ist meist die Umgebungstemperatur "schuld", besser: sie ist beteiligt. Wird der Kondesnator deutlich zu warm, "gast" er aus (kommt von Gas, ausgasen). Das Elektrolyt verdunstet. Geht das zu schnell, platzt er oder die Sollbruchstelle öffnet sich und es stinkt fürchterlich.

Als die 4 Elkos in einer der aktiven Grundig Boxen XSM3000
geplatzt waren, kam der weiße beißende Rauch sogar aus den Ritzen der geschlossenen Box raus.


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